Produktbild: Ansichten eines Clowns
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Ansichten eines Clowns Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

90254

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1967

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2 cm

Gewicht

241 g

Auflage

66. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001220441

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Taschenbuch

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01.01.1967

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dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2 cm

Gewicht

241 g

Auflage

66. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001220441

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Anna

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    06.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lese den Roman nach vielen…

    Lese den Roman nach vielen Jahren erneut und bin geflasht von diesem wunderbaren Buch. Die Geschichte des Hans Schnier, seiner unverwüstlichen Liebe zu Marie eingebunden in die heuchlerische 50ziger Gesellschaft. Seine reiche, gnadenlose Familie, die ExNazis wieder in Amt und Würden und die zwiespältige Lehre der katholischen Kirche. Böll war ein großartiger Schriftsteller.

  • Bewertung

    5/5

    01.05.2021

    eBook (ePUB)

    Hat mir sehr gut gefallen

    Allein sprachlich und vom Figurenentwurf, von der Tiefe und Komplexität der Figur, her ist das Buch eine Wucht. Fasziniert hat mich auch die Kontroverse Katholizismus- Evang.- Atheismus/ Nichtkirchlich. Die Thematik spielt heute ja nur noch in sehr kleinen Kreisen eine Rolle, weil sie durch andere ersetzt wurde und ersetzt wird. In ein paar Jahren werden wir das Buch wohl als Parabel auf aktuelle quasi-religiöse und nicht minder unvereinbare Konflikte lesen.

  • Christiane Strecker

    aus Neuss

    5/5

    16.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Immer gut bei Liebeskummer

    Dieses Buch ist auch die kritische Auseinandersetzung von Heinrich Böll mit der katholischen Kirche und den christlichen Parteien des Nachkriegsdeutschlands, ich liebe dieses Buch aber wegen seiner traurigen und ergreifenden Liebesgeschichte, die mich immer wieder tief berührt.

  • Bewertung

    aus dresden

    5/5

    16.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grossartig

    Ich mag dieses Buch sehr gern. Es ist, für mein Empfinden, sehr schön geschrieben. Inhaltlich wird es hier schon ganz gut zusammengefasst, ist aber durchaus etwas, das man mögen muss.

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    27.05.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Das muss ihm erst mal einer…

    Das muss ihm erst mal einer nachmachen! «Ich glaube, dass kein Buch so missverstanden worden ist wie die Ansichten eines Clowns. Es war eigentlich nur eine Liebesgeschichte, wirklich nicht mehr.» Darf man als Leser dem Autor widersprechen? Und dem Großkritiker Reich-Ranicki gleich mit, der vom «Alltag einer Liebe» sprach? Ich meine ja, denn für mich ist dieser berühmte Roman von Heinrich Böll keine Liebesgeschichte, es wäre nämlich eine lausig schlechte. Es geht um viel mehr in diesem Roman, die Liebe spielt keinesfalls die Hauptrolle, und wenn Böll das anders sieht, dann hat er das Grandiose in seinem Werk ungewollt und unbewusst geschaffen. - Was ja nicht weiter stört beim Lesegenuss! Schon der Buchtitel spricht doch Bände: Es geht um Ansichten, also Subjektives, dem in der Regel andere Meinungen gegenüberstehen, was Streit bedeutet. Und es geht um einen Clown, eine komische Figur mithin, der immer auch Tragik anhängt, wo Lachen und Weinen zusammengehören, wie jeder weiß, der mal im Zirkus war. «Ich bin ein Clown», lässt Böll seinen Helden sagen, «und ich sammle Augenblicke». Und so ist es denn auch diese sehr spezielle Perspektive eines gesellschaftlichen Außenseiters, die entlarvend und anklagend zugleich ist und einem die Augen öffnet für die alltägliche Unmenschlichkeit, gestern wie heute, für das permanente Versagen Derjenigen, die Gottes Ebenbild sind, wie wir uns einreden lassen von der Bibel. Das ist Thema dieses Romans, nicht die Liebe zwischen Mann und Frau! Fünfzig Jahre nach seinem Erscheinen ist Bölls Roman als hintersinnige Parabel auf die Gnadenlosigkeit der menschlichen Gesellschaft immer noch unvermindert gültig und nach wie vor ergreifend. Konformismus, Oberflächlichkeit, Scheinmoral, Heuchelei und Verlogenheit seiner Mitmenschen machen Bölls Protagonisten Hans Schnier, Clown von Beruf, wütend und angriffslustig, aber auch zutiefst melancholisch in einer Geschichte, die kein gutes Ende nehmen kann, das merkt der Leser schon am Anfang sehr deutlich. In der Ich-Perspektive, mit einfachen Worten und ohne komplizierte Syntax erzählt, in wenigen Stunden eines einzigen Nachmittags sich ereignend, zeigt uns der Roman in vielen Rückblenden, oft in Form ausgedehnter innerer Monologe, die Geschichte einer nur wenige Jahre andauernden Beziehung zwischen Hans und seiner Marie, eine von ihrer Umgebung argwöhnisch betrachtete, außereheliche Liaison, gemischt konfessionell obendrein. Als Roman, was die Rezeption anbelangt, leicht verständlich also, schwer verdaulich allerdings, was die Thematik betrifft. Denn es gelingt dem begnadeten Erzähler Böll, dass der Leser sich, ungewollt und unbewusst zunächst, mit seinem Protagonisten identifiziert, die gleiche Ohnmacht spürt wie er, genau so leidet an der Lieblosigkeit und Gedankenlosigkeit vieler Mitmenschen, am damals wie heute fragwürdigen Zeitgeist, am Tanz ums Goldene Kalb. Getroffene Hunde bellen, und so war denn der Aufschrei der Katholiken im Erscheinungsjahr 1963 entsprechend laut, denn jede Form von Doppelmoral, die ganze verlogene Religiosität entlarvt Böll äußerst gekonnt aus einer ironisch-sarkastischen Perspektive. Als kleines Beispiel sei der ehrwürdige, hochangesehene Prälat genannt, in dessen Haus gleich mehrere gestohlene Madonnen stehen. Und dass der Hund am Wahlplakat der CDU sein Bein hebt und nicht nebenan bei der SPD, das kann doch auch kein Zufall sein. Trotz aller Tragik gibt es also öfter Grund zum Schmunzeln für den Leser dieses grandiosen Romans. Wenn am Ende der Clown als bettelnder Straßenmusikant am Bahnhof sitzt, ist er nicht gescheitert, sondern ist er selbst geblieben, hat sich nicht verbiegen lassen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Respekt, das muss ihm erst mal einer nachmachen!

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