Produktbild: Niemandskinder
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Niemandskinder Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2019

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/2 cm

Gewicht

330 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001238682

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2019

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/2 cm

Gewicht

330 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001238682

Herstelleradresse

Haymon
Erlerstr. 10/2, 6020 - AT, Innsbruck
office@haymonverlag.at

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  • Circlestones Books Blog

    5/5

    27.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine vielschichtige, intensive Geschichte, für die man sich Zeit nehmen sollte

    „Wir bemerkten es nicht, die Gegenwart war unsere Bühne, und erst als wir den Blick in die Zukunft richteten, kam uns die Vergangenheit in die Quere.“ (Zitat Seite 163) Inhalt Er, der junge Lyriker, schreibt in Paris Gedichte. Sie, Samira, fünf Jahre jünger und Verkäuferin in einer Boutique, wünscht sich von ihm einen Erfolgsroman, einen Ring und Kinder. Daran scheitert die Beziehung und er kehrt nach Innsbruck zurück, studiert Geschichte, unterrichtet an der Universität. Bei Recherchen für ein Fachbuch über die französische Besatzungszeit in Tirol findet er einen Artikel über eine junge Frau, die 1976 verschwunden ist. Auf dem Foto sieht sie Samira ähnlich, doch ihr Name ist Marianne, Nachkriegskind, Mutter Österreicherin, Vater Marokkaner. So kommt er 2015 wieder nach Paris, auf der Spurensuche nach Marianne und auch Samira. Thema und Genre In diesem Roman und Zeitbild geht es um das Schicksal der Besatzungskinder, die ohne Vater aufgewachsen sind. Im Fall von Marianne kommt noch ihre Hautfarbe dazu, die sie zur Außenseiterin im engen Land Tirol macht. Es geht um Entscheidungen, um völlig neue Lebenswege, um Beziehungen, deren Bestehen und deren Scheitern. Ein wichtiges Thema ist Paris nach dem Anschlag 2015 und die Stigmatisierung, die hoffnungslosen Lebensumstände, wenn man in einem falschen Teil von Paris geboren wurde. Charaktere Der Hauptprotagonist, Historiker, ist auf der Suche – nach dem Schicksal von Marianne als Beispiel für die Nachkriegskinder, die in keine Welt wirklich passten, nach Samira, die er nicht vergessen kann, und nach sich selbst. Handlung und Schreibstil Der Autor erzählt in diesem Roman mehrere Geschichten, Schicksale in Vergangenheit und Gegenwart unterbrechen einander immer wieder, um die eigene Geschichte weiterzuführen. Der Schriftsteller, nun Historiker, erzählt in der „Ich-Form“, wobei die Gegenwart 2015 in Paris durch Rückblenden auf seine Zeit mit Samire ergänzt wird. Elisabeth, Mariannes beste Freundin, erzählt dem Historiker von der gemeinsamen Kindheit und Jugend, daher sind auch diese Abschnitte in der ersten Person geschrieben. Die Kapitel tragen Nummern, aber keine weiteren Angaben. Einfach zu lesen ist dieser Roman daher nicht. Manchmal muss man kurz zurückblättern, um wieder Klarheit zu haben, wo, wann und bei wem man sich gerade befindet. Die leichte, angenehme Sprache andererseits lässt auch das Weiterlesen fließen. Fazit Ein Roman mit Aktualitätsbezug und zeitgeschichtlichem Hintergrund. Im Mittelpunkt steht eine Suche in der politisch instabilen, von Anschlägen geschüttelten Stadt Paris im Jahr 2015. Vor allem aber schreibt der Autor über das Leben von einfachen Menschen, die in schwierigen familiären Verhältnissen, mit der „falschen“ Hautfarbe, oder einfach auf der „falschen“ Seite der Straße geboren wurden. Schicksale, die niemand kennt und die in der Zeitgeschichte in Vergessenheit geraten. Ein vielschichtiges Thema, eindrücklich erzählt. Die kurzen Gedankensprünge zwischen den Schicksalen und den Zeiten erfordern Aufmerksamkeit beim Lesen, doch diese Zeit sollte man sich nehmen.

  • Sigrid

    4/5

    01.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen

    In diesem Roman folgen wir dem jungen Historiker auf Spurensuche in Paris. Er versucht den Spuren einer vor Jahrzehnten verschwundenen Frau zu folgen. Aber eigentlich begibt er sich auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Denn er hat einige sehr intensive Jahre in Paris verbracht und trauert immer noch seiner verlorenen Liebe Samira hinterher. Dieser junge Mann hatte, genau wie seine Freudin, große Träume. Leider zerbrechen Träume oft an der Wirklichkeit. Die Erzählung ist in der Ich-Form aus Sicht des jungen Mannes geschrieben. Wir werden tief in die Geschichte des jugen Historikers hineingezogen. Aber auch ins Leben der verschollenen Frau Marianne. HIer werden sehr aktuelle Themen mit problematischen Themen der Vergangenheit vermischt. Denn eigentlich sind es immer noch die selben Probleme, die die Menschen haben. Die Erzählung ist sehr intensiv und springt oft sehr schnell von einer Begegnung zur nächsten. Man muss schon immer sehr genau beim Geschehen bleiben, sonst kann man dem Szenenwechsel nicht folgen. Ich fand die Charaktere der Personen sehr interessant. Manchmal waren die Dinge nicht so klar und erst später bekamen die Dinge für den Leser einen Zusammenhang. Es war schon keine leichte Lektüre. Die Themen sind gewaltig, die die Sprache auch. Es werden tiefergehende Ereignisse angesprochen, deren Wirkung noch bis in die Gegenwart reicht. Der Leser wird schon sehr gefordert, aber dafür bekommt er auch viel zurück. Es war ein sehr lebendiges und nichts für oberflächliches Lesen.

  • Bewertung

    4/5

    24.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv, interessant, regt zum Nachdenken an

    Bei " Niemandskinder" von Christoph W. Bauer handelt es sich um einen Roman. Ein Terroranschlag, der Paris erschüttert, verändert die Seele der Stadt über Nacht. Ein junger Historiker, der auf der Suche nach seiner vergangenen Liebe und auf den Spuren eines rätselhaften Verschwinden ist, ist mittendrin. Der Schreibstil des Autors ist etwas außergewöhnlich. Bildlich, poetisch, dramatisch, emotional und schockierend. Aber genau dies passt alles sehr gut zum der Plot der Geschichte. Wie ergeht es Menschen, wenn sie "anders" sind. Dies wird sehr gut und glaubwürdig geschildert. Schwierigkeiten hatte ich bei den vielen Erzählsträngen, dass ich da nichts durcheinander bringe. Vergangenheit, Gegenwart, sehr viele Ereignisse. Die Protagonisten werden authentisch und tief beschrieben, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Der Plot ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Dieses Buch sollte man in Ruhe lesen und darüber nachdenken. Ich empfehle dieses Buch weiter.

  • Bewertung

    aus Winsen

    4/5

    17.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvoller aber interessanter Lesestoff

    Das Buch fand ich aufgrund des Covers sehr interessant, erinnerte es mich doch sehr an meinen Ausblick aus meinem Zimmer in Paris. Der Inhalt klang interessant und da ich bisher kein Buch des Autors kannte wollte ich das Buch gern lesen! Aus dem Inhalt: Anfang 2015 mitten in Paris passiert ein schrecklicher Terroranschlag. Die unbefangene Leichtigkeit bekommt einen anderen Touch. Ein Historiker sucht seine seit 10 Jahren verloren gegangene Liebe Samira. Nach der damaligen Trennung hat er Paris verlassen und ist in seine Heimat nach Innsbruck zurück. Aber jeder Gang erinnert an die Zeit mit Samira. Hintergrund für die Rückkehr ist das er bei Recherchearbeiten für ein Fachbuch über eine Frau gelesen hat welche 1976 verschwand. Sie war ein Nachkriegskind, stammte aus seinem Heimatort und weist eine große Ähnlichkeit mit Samira auf. Keine einfache Spurensuche! Meine Meinung: Wir begleiten ihn in die Vergangenheit wo Kinder der Besatzungszeit ohne Vater aufwuchsen. In diesem Fall ist es noch schwerer da Marianne einen marokkanischen Vater hatte und somit als fremdländisch gebrandmarkt war. Wir erfahren von Liebe, Gewalt, Verlust in einer durch einem Terroranschlag verwundeten Stadt. Die Charaktere und Umstände sind vorstellbar geschildert. Ich weiß gar nicht welches Gefühl dominiert…die Betroffenheit oder die Nachdenklichkeit. Auf jeden Fall polarisiert es, denn das Buch ist aktuell. Ich musste aber immer am Ball bleiben denn es wechseln die Zeiten oder Orte und das kann etwas verwirren. Wie der Historiker Ich Erzählsicht, während die Gegenwart mit Rückblicken gespickt ist. Die Kapitel sind nummeriert aber manches Mal wechselt die Perspektive. Von der Sprachfertigkeit war ich beeindruckt. Fazit. Eine Spurensuche mit einem aktuellen Thema gekonnt mit der Vergangenheit verwoben, welches nachdenklich stimmt, nicht vergessen werden sollte, aber nicht einfach mal so nebenher zu lesen ist!

  • foxydevil

    4/5

    17.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvoller aber interessa…

    Anspruchsvoller aber interessanter Lesestoff Das Buch fand ich aufgrund des Covers sehr interessant, erinnerte es mich doch sehr an meinen Ausblick aus meinem Zimmer in Paris. Der Inhalt klang interessant und da ich bisher kein Buch des Autors kannte wollte ich das Buch gern lesen! Aus dem Inhalt: Anfang 2015 mitten in Paris passiert ein schrecklicher Terroranschlag. Die unbefangene Leichtigkeit bekommt einen anderen Touch. Ein Historiker sucht seine seit 10 Jahren verloren gegangene Liebe Samira. Nach der damaligen Trennung hat er Paris verlassen und ist in seine Heimat nach Innsbruck zurück. Aber jeder Gang erinnert an die Zeit mit Samira. Hintergrund für die Rückkehr ist das er bei Recherchearbeiten für ein Fachbuch über eine Frau gelesen hat welche 1976 verschwand. Sie war ein Nachkriegskind, stammte aus seinem Heimatort und weist eine große Ähnlichkeit mit Samira auf. Keine einfache Spurensuche! Meine Meinung: Wir begleiten ihn in die Vergangenheit wo Kinder der Besatzungszeit ohne Vater aufwuchsen. In diesem Fall ist es noch schwerer da Marianne einen marokkanischen Vater hatte und somit als fremdländisch gebrandmarkt war. Wir erfahren von Liebe, Gewalt, Verlust in einer durch einem Terroranschlag verwundeten Stadt. Die Charaktere und Umstände sind vorstellbar geschildert. Ich weiß gar nicht welches Gefühl dominiert…die Betroffenheit oder die Nachdenklichkeit. Auf jeden Fall polarisiert es, denn das Buch ist aktuell. Ich musste aber immer am Ball bleiben denn es wechseln die Zeiten oder Orte und das kann etwas verwirren. Wie der Historiker Ich Erzählsicht, während die Gegenwart mit Rückblicken gespickt ist. Die Kapitel sind nummeriert aber manches Mal wechselt die Perspektive. Von der Sprachfertigkeit war ich beeindruckt. Fazit. Eine Spurensuche mit einem aktuellen Thema gekonnt mit der Vergangenheit verwoben, welches nachdenklich stimmt, nicht vergessen werden sollte, aber nicht einfach mal so nebenher zu lesen ist!

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