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Das Böse lauert selbst in der friedlichsten Umgebung … Der Nr.-1-Besteller aus Schweden.
Als der achtzehnjährige Samuel in einen schief gelaufenen Drogendeal verwickelt wird, ist er gezwungen, unterzutauchen. Zuflucht findet er auf dem Archipel nördlich von Stockholm bei einer Familie, die einen Betreuer für ihren schwerbehinderten Sohn sucht. Doch als Samuel bei der schönen Rakel und ihrem Sohn Jonas in das abgelegene Haus am Meer einzieht, merkt er bald, dass nichts so ist, wie es scheint ... In der Zwischenzeit werden in den Schären die Leichen junger Männer angeschwemmt. Kommissar Manfred Olsson sieht sich mit komplizierten Mordermittlungen konfrontiert und beschließt, sich an die in Ormberg lebende Profilerin Hanne zu wenden.
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spannend und vielschichtig - pageturner!
Bewertung aus Oberursel am 22.03.2023
Bewertungsnummer: 1905615
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Erneut ein Buch, bei dem ich es nicht wusste, dass es sich um Band 3 einer Serie handelt, aber gleich vorab: das ist hier völlig egal, man muss die Vorgängerbände nicht kennen, um hier einzusteigen, der Fall ist in sich abgeschlossen, und es gibt nicht allzu viele Referenz auf die ersten Bände. Und die, die es gibt, kriegt man erklärt. Und by the way, die genannte Profilerin hat hier keine wirklich tragende Rolle und taucht erst in der zweiten Hälfte des Buches überhaupt auf. Also: nicht abschrecken lassen!
Hierum geht es: Wir sind in Schweden. Manfred, Kriminalist, Ü50, genießt das späte Glück der zweiten Familie. Mit Afsaneh, um einiges jünger als er, hat er noch eine jetzt 2jährige Tochter Nadja. Nadja kränkelt gerade, Manfred passt auf sie auf – und nur ein Moment der Unachtsamkeit, und Nadja fällt aus dem dritten Stock auf die Straße……fulminanter Einstieg ins Geschehen, ich war schon nach ein paar wenigen Seiten schockiert und gepackt.
Szenenwechsel: der 18jährige Samuel baut Mist. Permanent und immer wieder. Seine Mama Pernilla, tiefgläubig, ist völlig überfordert und will doch nur das Beste für ihn. Dieses Mal hat Samuel den Bogen aber überspannt und muss vor den lokalen Drogenbossen fliehen. Unterschlupf findet er dann auf einer Schäreninsel in der Nähe von Stockholm mit einem neuen Job, der ihm Kost und Logis bietet. Samuel heuert bei Rakel als Pflegekraft für einen schwerkranken Jugendlichen an….und hat vom ersten Moment an das Gefühl, das irgendwas in diesem Arrangement nicht ganz richtig ist…..
Noch ein Szenenwechsel: Alle paar Tage lang werden Leichen in den Schären angespült, und Manfred und sein Team ermitteln. Es ist klar, die Fälle gehören zusammen – nur wie?
Geschrieben ist der Roman immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive der diversen handelnden Personen. Die Kapitel haben denn auch keine besonderen Überschriften mehr, sondern tragen nur noch die Namen der Charaktere: Pernilla, Manfred, Samuel, und am Ede kommt auch noch mal Rakel zu Wort. Wir sind also immer ganz nah an den Protagonisten und ihren Gefühlen dran. Und das ist echt ein cooler erzählerischer Kniff. Manfred ist zerrissen zwischen seinem Einsatz bei den Ermittlungen, die ihn vollauf fordern, und doch ist er mit seinen Gedanken meist im Krankenhaus bei Nadja und Afsaneh. Samuel hat ganz andere Probleme, und will doch eigentlich nur ein junger Mann sein, auf den seine Mama stolz sein kann. Und Pernilla, die viel zu früh ihren Sohn bekommen hat, sich für Samuel den A***** aufgerissen hat, taucht nicht nur zum ersten Mal wirklich in dessen Welt ein, sondern entdeckt auch, dass sie viele falsche Freunde und Ratgeber hatte und befreit sich davon.
Wir haben hier also abgesehen von dem Fall (und ja, natürlich hängt alles miteinander zusammen, sehr clever geplottet und miteinander verwoben) auch noch diverse Nebenschauplätze und -stories, und das hat mit ausnehmend gut gefallen. Starke, vielschichtige Charaktere, ein ungewöhnlicher Fall, flüssig geschrieben, ein jederzeit hohes Spannungslevel: für mich hat hier alles gepasst. Ein klassischer page-turner. Plus ein paar philosophische Gedanken, was gerade in unserer Gesellschaft alles etwas verquer läuft. Freundlicherweise sehe ich das genauso ; kleines Zitat von Kommissar Lasse, der eine junge Kollegin runterputzt: „Zum Teufel! Ich weiß ja nicht, was an der Polizeihochschule derzeit durchgenommen wird. Gendertheorien? Diversitätspolitik? Ethnische Prinzipien? Aber egal. Ein bisschen gesunder Menschenverstand könnte nicht schaden.“ (S. 430).
Vielleicht auch noch mal ein paar Worte zur Profilerin Hanne, die irgendwann dazu gezogen wird. Das war nämlich auch noch mal sehr interessant. Das ist die Lady, die einige vielleicht aus den ersten beiden Teilen der Serie kennen; hochintelligent, aber leider nicht mehr aktiv im Dienst, denn sie ist dement. Sprich, ihr Kurzzeitgedächtnis geht langsam aber sicher verloren. Das fand ich sehr interessant. Aber auch, wenn Hanne sich heute nicht mehr an das erinnert, was letzte Woche war, kann sie doch immer noch sehr gut kombinieren und sich in Menschen hineindenken, und ein paar entscheidende Hinweise zur Lösung des Falles liefern. So eine Protagonistin ist mir in einem Krimi noch nie begegnet, das hat mir gefallen.
Okay, alles in allem: bitte lesen! Ich bin durch die Seiten geflogen . Große Empfehlung meinerseits, und vielen Dank an das Bloggerportal vom Randomhouse für das Rezensionsexemplar!
Was für ein Buch! Ich habe…
Harakiri aus Ostalb am 14.03.2023
Bewertungsnummer: 3003339
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Was für ein Buch! Ich habe die 600 Seiten beinahe am Stück verschlungen und es war auf keiner Seite langweilig. Anfangs bekommt das Buch Spannung durch Manfreds kleine Tochter, die im Koma liegt. Erst spät beginnt der eigentliche Psychothriller, aber das hat mich nicht gestört. War doch Grebes Handlungsaufbau und die Story an sich wieder sehr gut gelungen. Abwechselnd lesen wir Kapitel von Pernilla, Manfred und Samuel. Samuel, der durch ein misslungenes Drogengeschäft in Gefahr gerät und von zu Hause flieht. Unterschlupf findet er bei Rakel, deren krankem Sohn er Gesellschaft leisten soll. Doch was bedeuten Jonas‘ komische Anfälle? Und was hat es mit den 3 gefundenen Männerleichen auf sich, die auf einmal im Umkreis gefunden werden? Grebe legt wieder einen Thriller vor, den man nicht aus der Hand legen kann. Ihre Charaktere wirken authentisch, vor allem Pernilla fand ich sehr gut ausgearbeitet. Wie eine Löwin kämpft sie um ihr Kind. Auch in Samuel konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und seine Handlungsweise nachvollziehen. Ein klein wenig konstruiert schien mir anfangs der Fall mit Igor und den Drogen, aber das ist auch schon das einzig Negative, das ich über dieses Buch schreiben kann. Etwas schade fand ich auch, dass Hanne, die ich aus den Vorgängerbänden sehr mochte, relativ spät ins Spiel kam. Allerdings war es schön, wieder von ihr zu lesen, wie es ihr nach Band 2 weiter erging. „Schlaflos“ ist Band 3 der Profilerin-Reihe und kann unabhängig von den ersten beiden Bänden gelesen werden. Fazit: selten bin ich froh um schlechtes Wetter. Während der Lektüre dieses Buches war ich es – so konnte ich mich aufs Sofa kuscheln und das Buch fast in einem Rutsch durchsuchten.
Meinung aus der Buchhandlung
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Mehrere in Tücher und Ketten eingewickelte und am Strand angespülte Leichen halten die Stockholmer Polizei in Atem. Gleichzeitig flieht ein Jugendlicher nach einem missglückten Drogendeal auf eine abgelegene Schäreninsel. Zwei Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, die im Lauf der Geschichte aber immer enger zusammenrücken. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, baut Camilla Grebe nach und nach immer mehr Spannung auf, bis dann am Ende das große Nervenflattern kommt. Schade nur, dass Profilerin Hanne diesmal nur eine eher kleine Rolle innehat.
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