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Hoch über den Wolken von Legentum thronen die Götter. Mächtige Wesen aus Licht, die über das Schicksal der Menschheit entscheiden. Wer sich ihrer Herrschaft widersagt, wird in die Unterstadt verbannt, wo das Leben von Armut, Krankheit und Angst geprägt ist. Der Bettler Ascher ist einer dieser Menschen und ist es gewohnt, für das zu kämpfen, was er für das Überleben braucht. Als eines Tages eine magische Gabe in ihm erwacht, lenkt er ungewollt die Aufmerksamkeit der Götter auf sich. Die Gabe birgt ein schreckliches Geheimnis und könnte alles vernichten, wofür deren Herrschaft steht ...
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Wo Licht ist, ist auch Schatten
Alina am 16.09.2020
Bewertungsnummer: 1377949
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Woah!
Am Anfang, als ich den Titel gelesen habe, dachte ich mir: okaaaaaaaaay, was soll das heißen?! Und war echt super gespannt, was mich erwarten würde. Und ich kann nach dem Lesen nur sagen: Meine Erwartungen wurden übertroffen.
Inhalt:
Über der Oberstadt, in der absolut schönsten und wohlhabendsten Gegen Legentums, wohnen die Götter. Sieben Götter, die immer wieder wiedergeboren werden. Durch ihre Adern fließt goldenes Blut, jeder Gott trägt einen Beinamen, der ihn oder sie besonders ausmacht, sei es Tapferkeit, Gerechtigkeit, sei es Wahrhaftigkeit. Die Götter regieren Legentum. Sie regieren die Oberstadt mit den Patriziern und sie regieren die Unterstadt mit den Plebejern.
In der Unterstadt lebt auch Ascher, ein Bettler wie er im Buche steht. Heruntergekommene, komplett zerrissene Klamotten, seit Jahren ungeduscht, Haare und Bart komplett verfilzt, sucht er Tag für Tag nach Essensresten, um zu überleben. Doch eines macht Ascher besonders, er kann bunte Linie in der Luft sehen, die anscheinend sonst niemand wahrnehmen kann.
Und dann geschieht alles auf einmal: Der Gott der Tapferkeit verschwindet spurlos und Elra, die auch die seltsamen bunten Fäden sehen kann, findet Ascher und sagt ihm eine blutige Zukunft voraus...
Meinung:
Schon den Prolog fand ich mega gut. Es geht direkt mit einem Attentat los, das viele Fragen aufwirft: Was sind das für Kräfte, die benutzt werden? Warum sollen die Götter sterben? Wer steckt hinter dem Attentat? Nach dem Prolog wollte ich nur noch weiterlesen und das habe ich auch getan.
"Schall und Rauch", fluchte der linke. "Was bist du?" "Der Auserwählte", raunte Uzrial (...).
Die neue Art der Magie hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Klangbändiger, schon allein der Name. Ich fand es sehr interessant von ihr zu lesen und die Figuren durch das Buch zu begleiten. Praktisch war, dass Ascher die Magie selber erst neu entdeckt und erlernen muss und man als Leser quasi genau so schlau wie Ascher ist und Schritt für Schritt mit ihm mehr lernt und erfährt.
Allgemein kann ich sagen, dass mir die Charaktere sehr gut gefallen haben. Sie haben Ecken und Kanten, sind auch mal für Witze zu haben und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
"Ah, bei den Patriziern glänzt wohl selbst die Sch*****."
Es gibt mehrere Perspektivwechsel und Handlungsstränge, die zum Ende hin zusammengeführt werden und ein Ganzes bilden. Mir haben die Wechsel der Handlung usw. gut gefallen, sie haben der Geschichte mehr Tempo, mehr Informationen und einfach mehr Spannung gegeben.
"Ihr habt bislang im Licht gestanden, Euer Gnaden", meinte Vania. "Nun werde ich Euch die Finsternis zeigen."
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass jeder auf seine Kosten kommt. Es gibt Rätsel (die ich nicht lösen konnte), Liebe, Kämpfe, Intrige, Gute und Böse. Also alles, was das Herz begehrt.
Fazit:
Kurz und knackig: 5 von 5 Sterne.
Schlechtes Handwerk
Bewertung am 03.09.2022
Bewertungsnummer: 1779431
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Idee ist grundsätzlich nicht die schlechteste - wobei man wirklich gut sein muss, um Klänge anschaulich in einem Buch zu beschreiben. Das gelingt dem Autor leider überhaupt nicht. Das gesamte Buch ist in einer geschwollenen Sprache geschrieben und klingt, als hätte es ein Lateinschüler in der 7. Klasse verfasst. Die Dialoge sind nicht nachvollziehbar und ich hatte den starken Eindruck, dass der Autor sich erst beim Schreiben überlegt hat, was eigentlich passieren soll. Nie eine gute Idee. Es blieb bis zum Schluss unklar, was überhaupt warum passiert. Am meisten hat mich geschockt, dass er einem sterbenden Charakter als letzte Worte "vergiss mich nicht" in den Mund gelegt hat.
Fazit: Abgedroschene Klischees und eine unklare Story. Aber er hat sie erzählt und ein paar der Figuren sind tatsächlich interessant gezeichnet. Dafür 2 Sterne.
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