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Roman eines Schicksallosen Ausgezeichnet mit dem WELT-Literaturpreis 2000

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

112718

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.1999

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/2,2 cm

Gewicht

234 g

Auflage

37. Auflage, Neuausgabe

Originaltitel

Sorstalanság

Übersetzt von

Christina Viragh

Sprache

Deutsch

EAN

2710001399390

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

112718

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.1999

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/2,2 cm

Gewicht

234 g

Auflage

37. Auflage, Neuausgabe

Originaltitel

Sorstalanság

Übersetzt von

Christina Viragh

Sprache

Deutsch

EAN

2710001399390

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    11.07.2022

    eBook (ePUB)

    Grosser Roman über die Gefangenschaft

    Der Ich-Erzähler, György Köves, wird mit 14 Jahren nach Auschwitz und danach nach Buchenwald deportiert. Der Roman ist konsequent aus der Sicht des Jungen ohne Einbezug von Nachwissen, gänzlich ohne Empörung geschrieben. Er hat sich nicht widersetzt, schon gar nicht kollaboriert, er hat einfach «einen Schritt nach dem anderen gemacht». «… und ich weiss wohl, dass ich jeden Gesichtspunkt gelten lasse, um den Preis, dass ich leben darf». Darin unterscheidet er sich nicht von den Zurückgebliebenen in Budapest, die sich aber nach seiner Rückkehr selbst als Opfer fühlen, ihn nicht verstehen wollen, sich gar über ihn empören. «… nur war es nicht einfach so, dass die Dinge «kamen», wir sind auch gegangen. Nur jetzt wirkt alles so fertig, so abgeschlossen, unveränderlich, endgültig, so ungeheuer schnell und so fürchterlich verschwommen, so, als sei es «gekommen»: nur jetzt, wenn wir es im Nachhinein, von hinten her sehen. Und, freilich, auch wenn wir das Schicksal schon im voraus kennen. Dann bleibt uns, in der Tat, nur noch die einleuchtende Erkenntnis, wie die Zeit vergeht». (Gespräch mit Steiner und Fleischmann Kapitel 9 Roman eines Schicksallosen) Ein ausserordentlicher Roman über jemanden, der in Gefangenschaft gerät, seine Anständigkeit während der Gefangenschaft mit aller Kraft zu bewahren versucht und nach seiner Rückkehr unverstanden bleibt. Nie habe ich etwas Bewegenderes, Authentischeres und Nachvollziehbareres zu diesem Thema gelesen.

  • Jonathan Jäger

    aus Eisenach

    5/5

    16.11.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Ein unbedingt lesenswertes Buch!!

    Die Zeit im Konzentrationslager und das Leben danach - aus der Sicht eines 14-jährigen Jungen. Imre Kertèsz schafft es in seinem Roman einen sehr objektiven und fast wertungsfreien Einblick in eines der dunkelsten Themen der Weltgeschichte zu vermitteln. Der hervorgehobene Identitätsverlust und die Selbstwahrnehmung der Häftlinge regen auch nach der Lektüre noch zum Nachdenken an.

  • rebellyell666

    aus Münster

    5/5

    10.11.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Tatsachenbericht

    Inhalt: Kertesz wird im Alter von sechszehn Jahren in einem Bus aufgegriffen und mit Kollegen, die ebenfalls jüdischer Religion sind, ins KZ gebracht. Von da aus ist es nur ein Hoffen und Bangen ums Überleben… Erzähl-/Schreibstil: Offen und ehrlich, erschreckend und natürlich aus eigener Erfahrung berichtet Kertesz Dinge, die den nachempfundenen Geschichten von diversen Autoren (siehe Boyne) verwehrt geblieben sind. Er beschreibt ohne Regung Dinge, die einem fürchterlich erscheinen und legt kundig dar, wie es wirklich war. Unverfälscht und mit verschiedensten Überlegungen breitet er dem Leser das Mythos KZ aus. Meine Meinung: Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll. Wann ist man schon einmal sprachlos bei einem Buch gewesen? Ich vielleicht zuletzt bei Freys Entzugsbuch, doch diesmal traue ich mich gar nicht, ein Urteil zu fällen. Wenn man dieses Buch, eine Lebensabschnittsgeschichte, direkt auf die Plätze verweist und ein Schild mit dem Wort „unlesbar“ darüber hängt, so verleugnet man doch auch die Geschichte der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. Doch wenn man jetzt „Super!“ schreit, so hat es doch was Aufständisches, ohne richtige Kenntnis. Ich kann nur als Außenstehende einer Nachfolgegeneration Kertesz Mut bewundern, dass er sich überwunden hat, davon zu schreiben. Denn durch das Schreiben muss er jede Emotion noch einmal durchlebt haben. Es ist ein Überlebenskampf gewesen, sehr nackt teilweise. Ich hatte das Gefühl, Kertesz beobachtet sich selber beim Durchleben dieser „Laufbahn“. Von Ausschwitz nach Zeitz, dann weiter nach Buchenau. Vielleicht sollte ich auch in dieser Beurteilung nicht „Hölle“ sagen, denn auch dem widerspricht Kertesz im Nachhinein. Doch es gab Favoriten: Arbeits- oder Vernichtungslager? Ist man jetzt Kind und bekommt angeblich Unterricht oder doch lieber sechzehn? Mit welchem der SS-Gehörigen kann man auch mal sympathisieren, welche sind eher auf der roten Liste? Fazit: Ich kann weder „unlesbar“ sagen noch „Super!“ rufen! Das wäre beides falsch und merkwürdig. Ich sage eher: Danke! Danke dafür, dass wir einen Einblick erhalten durften, der von einem Tatsachenbericht ausgeht und für die Masse aufgeschrieben wurde. Eine Pflichtlektüre, setzt man sich mit dem Nationalsozialismus auseinander. Ein „Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein Witz und eine Beleidigung dagegen.

  • Johannes Fidanza

    aus München

    5/5

    08.04.2009

    Buch (Taschenbuch)

    "Roman eines Schicksallosen"…

    "Roman eines Schicksallosen" ist das nobelpreisgewürdigte Werk von Imre Kertesz, welche die selbst erlebte Geschichte seiner Verschleppung in die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald beschreibt. Der Stil des Romans ist weithin gewürdigt als die angemessen Form für die literarische Behandlung des Themas 'Vernichtungslager'. Dabei bedient sich Kertesz teilweise der europäischen Tradition des 'Schelmenromans' indem er als Icherzähler weitgehend arglos seine Sichtweise und sein Verhalten beschreiben lässt. Auch kafka'sche Züge lässt Kertesz in seinem Roman anklingen, indem sein Protagonist ahnungslos und schicksalsergeben des Grauen annimmt und nicht auf die Idee kommt Fragen zu stellen. Als Hauptchrakteristikum sticht dem Leser aber die lakonische Beschreibung des eigentlich Unbeschreiblichen ins Auge, indem er z.B. - psychologisch glaubwürdig - das Grauen streckenweise als ein für den Icherzähler teilweise normalen Alltag hinnimmt und z.B. das Einrücken in ein neu erbautes KZ als kleine Freude beschreibt. Ähnliches über einen glücklichen Lageraufenthalt wird z.B. auch von Alexander Solschenizyn in ' Ein Tag des Iwan Denissowitsch' beschreiben. Das Buch ist der hervorragende Vertreter der Shoa-Literatur und wird in den Kanon der großen Romane der Weltliteratur eingehen.

  • Bewertung

    5/5

    23.05.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Erdrückende Eindrücke

    Habe dieses Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, alles zu verstehen. Habe mich selbst länger mit dem Thema auseinander gesetzt und war auch selbst schon zu Besuch in einem KZ. Dieses Buch ist wirklich sehr zu empfehlen, da es sich um einen Teil unserer Geschichte und Vergangenheit handelt. Die Eindrücke sind erdrückend und erschreckend, aber auf jedenfall sehr interessant. Dieses Buch sollte man auf jeden Fall gelesen haben, denn nicht umsonst ist es mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet worden!

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