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Girl A Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.01.2023

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

17,9/12,4/3,7 cm

Gewicht

342 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulrike Wasel

Sprache

Deutsch

EAN

2400005775350

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.01.2023

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

17,9/12,4/3,7 cm

Gewicht

342 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulrike Wasel

Sprache

Deutsch

EAN

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1 Sterne

Lex

Bewertung am 22.01.2023

Bewertungsnummer: 1864541

Bewertet: eBook (ePUB)

Für ihr literarisches Debüt hat Abigail Dean kein einfaches Thema gewählt. Aus den Massenmedien kennen wir die verstörenden Berichte über nach außen intakt scheinende Familien, die für die betroffenen Kinder die Hölle auf Erden verkörpern. Roman "Girl A" ist die Geschichte einer Überlebenden: »Mein Name ist Alexandra Gracie, ich bin 15 Jahre alt. Bitte rufen Sie die Polizei.« Unzählige Male hat sich Lex Gracie vor ihrer Flucht aus dem Elternhaus diesen Satz vorgesprochen, angekettet an ihr Bett, vor Dreck starrend, bis auf die Knochen abgemagert. Mit ihrer Kindheit im Horrorhaus, wie die Presse das Elternhaus der sieben Geschwister bald nach Lex‘ Flucht getauft hat, muss sich die mittlerweile erwachsene Anwältin konfrontieren, als ihre Mutter im Gefängnis stirbt und ihr das Elternhaus vermacht. Alles, was sie jahrelang verdrängt hat, bricht sich nun Bahn: der Hunger, die Angst – und ihre Identität als Girl A, das Mädchen, das entkam. Das Cover ist auf das Wesentliche reduziert und in düsteren Farben gehalten. Im Fokus steht der Großbuchstabe A, in leuchtenden gelben Buchstaben gehalten. Im Hintergrund ist die Hälfte eines weiblichen Gesichts zu erkennen, das genauso bewusst anonym bleibt wie der Titel "Girl A". Das Geschehen spielt in Großbritannien, an verschiedenen Orten, auf mehreren zeitlichen Ebenen. Vergangenheit und Gegenwart gehen nahtlos ineinander über, die ständigen Sprünge erfordern die volle Konzentration des Lesers. Im Mittelpunkt steht Alexandra Gracie, das "Girl A", dem nach einem langen Martyrium die Flucht aus dem Horrorhaus gelungen ist. Sie erzählt von einem familiären Drama, das sich lautlos hinter geschlossenen Türen in einem verfallenen Haus mitten in England abspielt. Dort sind Alexandra und ihre Geschwister der sich stetig steigernden Willkür ihres von religiösem Wahn getriebenen Vaters und ihrer passiven Mutter ausgesetzt, die alle Handlungen ihres Mannes billigt und ihm nichts entgegenzusetzen hat. Ihr Leben ist geprägt von wachsender Vernachlässigung, Verwahrlosung, Hunger, psychischen und physischen Misshandlungen; der Tod der Kinder wird billigend in Kauf genommen; ein Entkommen aus dieser Hölle scheint unmöglich. Die nüchternen Schilderungen der Protagonistin Alexandra, weitgehend frei von Emotionen, die teilweise in Kontrast zu der (subjektiv selektiven) Wahrnehmung ihrer überlebenden Geschwister stehen, halten den Leser auf Distanz; dennoch lassen sie ihn nicht ungerührt. Diese beklemmende, verstörende Geschichte wird allen Leser*innen den Atem rauben; für sensible Menschen ist sie kaum zu ertragen. Dieses Buch geht unter die Haut, man sollte es gelesen haben.

Lex

Bewertung am 22.01.2023
Bewertungsnummer: 1864541
Bewertet: eBook (ePUB)

Für ihr literarisches Debüt hat Abigail Dean kein einfaches Thema gewählt. Aus den Massenmedien kennen wir die verstörenden Berichte über nach außen intakt scheinende Familien, die für die betroffenen Kinder die Hölle auf Erden verkörpern. Roman "Girl A" ist die Geschichte einer Überlebenden: »Mein Name ist Alexandra Gracie, ich bin 15 Jahre alt. Bitte rufen Sie die Polizei.« Unzählige Male hat sich Lex Gracie vor ihrer Flucht aus dem Elternhaus diesen Satz vorgesprochen, angekettet an ihr Bett, vor Dreck starrend, bis auf die Knochen abgemagert. Mit ihrer Kindheit im Horrorhaus, wie die Presse das Elternhaus der sieben Geschwister bald nach Lex‘ Flucht getauft hat, muss sich die mittlerweile erwachsene Anwältin konfrontieren, als ihre Mutter im Gefängnis stirbt und ihr das Elternhaus vermacht. Alles, was sie jahrelang verdrängt hat, bricht sich nun Bahn: der Hunger, die Angst – und ihre Identität als Girl A, das Mädchen, das entkam. Das Cover ist auf das Wesentliche reduziert und in düsteren Farben gehalten. Im Fokus steht der Großbuchstabe A, in leuchtenden gelben Buchstaben gehalten. Im Hintergrund ist die Hälfte eines weiblichen Gesichts zu erkennen, das genauso bewusst anonym bleibt wie der Titel "Girl A". Das Geschehen spielt in Großbritannien, an verschiedenen Orten, auf mehreren zeitlichen Ebenen. Vergangenheit und Gegenwart gehen nahtlos ineinander über, die ständigen Sprünge erfordern die volle Konzentration des Lesers. Im Mittelpunkt steht Alexandra Gracie, das "Girl A", dem nach einem langen Martyrium die Flucht aus dem Horrorhaus gelungen ist. Sie erzählt von einem familiären Drama, das sich lautlos hinter geschlossenen Türen in einem verfallenen Haus mitten in England abspielt. Dort sind Alexandra und ihre Geschwister der sich stetig steigernden Willkür ihres von religiösem Wahn getriebenen Vaters und ihrer passiven Mutter ausgesetzt, die alle Handlungen ihres Mannes billigt und ihm nichts entgegenzusetzen hat. Ihr Leben ist geprägt von wachsender Vernachlässigung, Verwahrlosung, Hunger, psychischen und physischen Misshandlungen; der Tod der Kinder wird billigend in Kauf genommen; ein Entkommen aus dieser Hölle scheint unmöglich. Die nüchternen Schilderungen der Protagonistin Alexandra, weitgehend frei von Emotionen, die teilweise in Kontrast zu der (subjektiv selektiven) Wahrnehmung ihrer überlebenden Geschwister stehen, halten den Leser auf Distanz; dennoch lassen sie ihn nicht ungerührt. Diese beklemmende, verstörende Geschichte wird allen Leser*innen den Atem rauben; für sensible Menschen ist sie kaum zu ertragen. Dieses Buch geht unter die Haut, man sollte es gelesen haben.

Eher ein Roman als Thriller

Thala am 04.09.2021

Bewertungsnummer: 1561576

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte beginnt damit, wie Lex Gracie ins Gefängnis fährt, um die Sachen ihrer verstorbenen Mutter entgegen zu nehmen. Man erfährt gleich, dass Lex ihre Mutter nicht sonderlich mochte. Im weiteren Verlauf des Buchs wird klar, warum: Ihre fanatisch religiösen Eltern haben ihre sieben Kinder als Lex ein Teenager wurde, in ihrem eigenen Haus festgehalten und wie Gefangene gehalten. Sie psychisch und physisch misshandelt. Zwar ging die Initiative von ihrem Vater aus, doch Lex' Mutter hat in keinster Weise widersprochen. Stattdessen war sie gefühlt ununterbrochen schwanger und verglich ihre Kinder mit kleinen Welpen. Schon früh erfahren wir, dass Lex die Flucht geglückt ist. Nun ist sie erwachsen, arbeitet als erfolgreiche Anwältin in New York und fliegt nur aufgrund des Todes ihrer Mutter zurück nach London. Seit ihrer Befreiung hat Lex ihre Mutter nicht im Gefängnis besucht. Meine Meinung: Ein faszinierendes Buch, jedoch waren für mich die visuell nicht gekennzeichneten Zeitsprünge zwischen damals und jetzt teilweise etwas verwirrend. Auch die Tatsache, von Anfang an zu wissen, dass Lex die Flucht geglückt ist, nimmt der Geschichte etwas die Spannung. In dem Buch geht es eher um die Verarbeitung von Traumata und wie es dazu kommen konnte, dass sich Lex' Vater derart radikalisieren konnte. Warum allerdings in der Nachbarschaft die Polizei gerufen hat, ist mir etwas schleierhaft. Es ist ein gelungener Roman, den ich nicht als Thriller bezeichnen würde. Eher eine Art Charakterstudie, die beschreibt, wie eine Person sich fühlen kann, wenn sie Traumata verdrängt. Fazit: Für diejenigen, die einen Thriller mit schnellen Wendungen und viel Blutvergießen suchen, ist das Buch eher ungeeignet. Ich empfehle es Lesern, die verstehen möchten, was traumatische Ereignisse in der (Kinder-)Seele verursachen können und wie es überhaupt zu Gräueltaten kommen kann. Definitiv ein Muss für True Crime-Fans!

Eher ein Roman als Thriller

Thala am 04.09.2021
Bewertungsnummer: 1561576
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte beginnt damit, wie Lex Gracie ins Gefängnis fährt, um die Sachen ihrer verstorbenen Mutter entgegen zu nehmen. Man erfährt gleich, dass Lex ihre Mutter nicht sonderlich mochte. Im weiteren Verlauf des Buchs wird klar, warum: Ihre fanatisch religiösen Eltern haben ihre sieben Kinder als Lex ein Teenager wurde, in ihrem eigenen Haus festgehalten und wie Gefangene gehalten. Sie psychisch und physisch misshandelt. Zwar ging die Initiative von ihrem Vater aus, doch Lex' Mutter hat in keinster Weise widersprochen. Stattdessen war sie gefühlt ununterbrochen schwanger und verglich ihre Kinder mit kleinen Welpen. Schon früh erfahren wir, dass Lex die Flucht geglückt ist. Nun ist sie erwachsen, arbeitet als erfolgreiche Anwältin in New York und fliegt nur aufgrund des Todes ihrer Mutter zurück nach London. Seit ihrer Befreiung hat Lex ihre Mutter nicht im Gefängnis besucht. Meine Meinung: Ein faszinierendes Buch, jedoch waren für mich die visuell nicht gekennzeichneten Zeitsprünge zwischen damals und jetzt teilweise etwas verwirrend. Auch die Tatsache, von Anfang an zu wissen, dass Lex die Flucht geglückt ist, nimmt der Geschichte etwas die Spannung. In dem Buch geht es eher um die Verarbeitung von Traumata und wie es dazu kommen konnte, dass sich Lex' Vater derart radikalisieren konnte. Warum allerdings in der Nachbarschaft die Polizei gerufen hat, ist mir etwas schleierhaft. Es ist ein gelungener Roman, den ich nicht als Thriller bezeichnen würde. Eher eine Art Charakterstudie, die beschreibt, wie eine Person sich fühlen kann, wenn sie Traumata verdrängt. Fazit: Für diejenigen, die einen Thriller mit schnellen Wendungen und viel Blutvergießen suchen, ist das Buch eher ungeeignet. Ich empfehle es Lesern, die verstehen möchten, was traumatische Ereignisse in der (Kinder-)Seele verursachen können und wie es überhaupt zu Gräueltaten kommen kann. Definitiv ein Muss für True Crime-Fans!

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von Abigail Dean

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