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Harald Welzer

1. Das Haus der Gefühle

Das Haus der Gefühle Warum Zukunft Herkunft braucht

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Harald Welzer

Spieldauer

8 Stunden und 42 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

157

Verlag

Argon Sachhörbuch

Sprache

Deutsch

EAN

9783732484270

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Spieldauer

8 Stunden und 42 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

10.09.2025

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Fassung

ungekürzt

Medium

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157

Verlag

Argon Sachhörbuch

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Deutsch

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9783732484270

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Einfluss der Gefühls- auf die politische Lage

Bewertung aus Speyer am 10.09.2025

Bewertungsnummer: 2591868

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Seit ich Harald Welzer erstmals sah, stelle ich immer wieder erstaunt fest, wie recht er mit vielen seiner Aussagen bzw. Ansichten hat. Wenn er nun also ein Buch vorlegt, das sich mit dem „Befinden“ unserer Demokratie auseinanderzusetzen scheint, kann das nur spannend sein. In „Das Haus der Gefühle“ geht er von der Prämisse aus, dass menschliche Gefühle einer Behausung gleichen – und wie man wohnt, entscheidet man. Das Bild ist bestechend, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wie unterschiedlich Menschen wohnen. Allerdings ist die Behausung so manchen Wählers (denn um die geht es letztlich, wenn man vom Bild des „Gefühlshauses“ zur Demokratie und ihrem Zustand kommen will) etwas in die Jahre gekommen: Es zieht und regnet auch bei einzelnen durchs Dach – zumindest scheint es so (oder was sonst besagen die Flecken auf dem Boden?). Und so wie man von (gefühlten) Feststellungen zu einem Dachboden auf den Zustand des Daches schließt, geschieht es mit der Politik; wir rufen bloß keinen Dachdecker bzw. wäre der schwer zu finden … „Das Haus der Gefühle“ zu beschreiben, ist nicht einfach, da es kein klassisches Sachbuch ist, das einem bestimmten Thema mit Analyse, Hypothesen usw. nachgeht, sondern einer Art Rundgang durch Situationen aus Welzers Gefühlsleben gleicht, wobei er seiner Leserschaft Erkenntnisse aus Psychologie (etwa Bindungstheorie), Neurowissenschaft und Soziologie mitgibt. Es geht um Klassenzimmer, Kneipen und Bars, Inseln mit und ohne Resonanz und den Blick versperrende Palmen (und eine erstaunlich einfache Lösung), wie sehr wir verhaftet sind in unseren Denkweisen, die wir „mit der Muttermilch“ aufgesogen haben, wie Sorgen, Ängste usw. uns beeinflussen (und wir doch irgendwie auf die Statik des bröckelnden Hauses vertrauen) bzw. was wir ihnen entgegensetzen können. Wer sich auf das Konzept einlassen kann, wird einiges über die menschliche Gefühllandschaft bzw. -architektur lernen und sich mehr als einmal ertappt fühlen bzw. sich hinterfragen: Was ist Gewissheit, was „nur“ ein Gefühl bzw. woher kommt es? Wegen des „Erzählkonzepts“ liest sich das Buch weniger flüssig als sonstige von Welzers Werken – in seiner Analyse dürfte er dennoch recht haben, weshalb ich „Das Haus der Gefühle“ wohl ein andermal nochmal hervorkramen werde, weil es zwar ein intelligentes Buch ist, zurzeit aber meine „Gefühlswellenlänge“ nicht trifft – womit ich wohl schon etwas daraus mitgenommen habe.

Einfluss der Gefühls- auf die politische Lage

Bewertung aus Speyer am 10.09.2025
Bewertungsnummer: 2591868
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Seit ich Harald Welzer erstmals sah, stelle ich immer wieder erstaunt fest, wie recht er mit vielen seiner Aussagen bzw. Ansichten hat. Wenn er nun also ein Buch vorlegt, das sich mit dem „Befinden“ unserer Demokratie auseinanderzusetzen scheint, kann das nur spannend sein. In „Das Haus der Gefühle“ geht er von der Prämisse aus, dass menschliche Gefühle einer Behausung gleichen – und wie man wohnt, entscheidet man. Das Bild ist bestechend, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wie unterschiedlich Menschen wohnen. Allerdings ist die Behausung so manchen Wählers (denn um die geht es letztlich, wenn man vom Bild des „Gefühlshauses“ zur Demokratie und ihrem Zustand kommen will) etwas in die Jahre gekommen: Es zieht und regnet auch bei einzelnen durchs Dach – zumindest scheint es so (oder was sonst besagen die Flecken auf dem Boden?). Und so wie man von (gefühlten) Feststellungen zu einem Dachboden auf den Zustand des Daches schließt, geschieht es mit der Politik; wir rufen bloß keinen Dachdecker bzw. wäre der schwer zu finden … „Das Haus der Gefühle“ zu beschreiben, ist nicht einfach, da es kein klassisches Sachbuch ist, das einem bestimmten Thema mit Analyse, Hypothesen usw. nachgeht, sondern einer Art Rundgang durch Situationen aus Welzers Gefühlsleben gleicht, wobei er seiner Leserschaft Erkenntnisse aus Psychologie (etwa Bindungstheorie), Neurowissenschaft und Soziologie mitgibt. Es geht um Klassenzimmer, Kneipen und Bars, Inseln mit und ohne Resonanz und den Blick versperrende Palmen (und eine erstaunlich einfache Lösung), wie sehr wir verhaftet sind in unseren Denkweisen, die wir „mit der Muttermilch“ aufgesogen haben, wie Sorgen, Ängste usw. uns beeinflussen (und wir doch irgendwie auf die Statik des bröckelnden Hauses vertrauen) bzw. was wir ihnen entgegensetzen können. Wer sich auf das Konzept einlassen kann, wird einiges über die menschliche Gefühllandschaft bzw. -architektur lernen und sich mehr als einmal ertappt fühlen bzw. sich hinterfragen: Was ist Gewissheit, was „nur“ ein Gefühl bzw. woher kommt es? Wegen des „Erzählkonzepts“ liest sich das Buch weniger flüssig als sonstige von Welzers Werken – in seiner Analyse dürfte er dennoch recht haben, weshalb ich „Das Haus der Gefühle“ wohl ein andermal nochmal hervorkramen werde, weil es zwar ein intelligentes Buch ist, zurzeit aber meine „Gefühlswellenlänge“ nicht trifft – womit ich wohl schon etwas daraus mitgenommen habe.

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