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Nackter Mann, der brennt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.08.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

223

Maße (L/B/H)

21,3/13/2,7 cm

Gewicht

380 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710001641482

Beschreibung

Rezension

Moritz Revermann, Literatur-Experte Thalia:
"Friedrich Ani gehört seit Jahren zu den Größen der deutschen Kriminalliteratur, wobei die Betonung eindeutig auf Literatur liegt. Rachegeschichten gibt es viele, allerdings wenige, die die Tiefen und Abgründe der menschlichen Psyche so fein herausarbeiten wie Friedrich Ani. Vielleicht sollte man bei ihm daher auch besser von "Ziselieren" sprechen. So abgeklärt, nuanciert schreiben wenige, und die Wucht der Geschichte wird dadurch noch größer! "Nackter Mann, der brennt" ist wahrscheinlich der härteste Roman Anis. Die brennende Sucht nach Rache und Sühne für all das Schreckliche, das in des Protagonisten Kindheit passierte, soll Erlösung bringen. Doch kann es das? Anis Fragen sind immer tiefgehende Fragen. Dostojewskis Wucht gewoben in einen Kriminalroman... und ich lehne mich damit nicht zu weit aus dem Fenster. Verbrannte Kinderseele brennt. Wo liegen Recht und Unrecht? Kann es Erlösung geben? Friedrich Ani?! Mal wieder eine tiefe, tiefe Verbeugung für dieses nicht nur großartige, sondern auch wichtige Buch!"

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.08.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

223

Maße (L/B/H)

21,3/13/2,7 cm

Gewicht

380 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710001641482

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Bewertung

    aus Rubigen

    5/5

    20.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Beklemmend spannend!

    Dieser Ani-Band hat mich, je länger ich am lesen war, beklommen gemacht; doch irgendwie hat er auch grosses Verständnis in mir geweckt für den Protagonisten. Alles in Allem: ein gern gelesenes Buch.

  • Bewertung

    5/5

    17.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn aus Opfern Täter werden

    Nach Jahren, in denen er versucht hat sein Leben mehr oder weniger in den Griff zubekommen, kehrt „Ludwig“ zurück in sein Heimatdorf. Äußerlich vollkommen verändert nimmt er unerkannt Rache an den Menschen die ihm und seinen Freunden damals grausame Dinge angetan haben. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit eines ganzen Dorfes, fühlten sich geistliche Vertreter sowie hoch angesehene Mitbürger sicher. So sicher das sie selbst vor einem Mord nicht zurückschreckten. Bewegend und emotional nimmt sich Friedrich Ani in diesem Roman des Themas Mißbrauch an.

  • Uli Geißler

    aus Fürth

    4/5

    13.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu späte glücklose Befreiung

    Es war vermutlich nicht leicht, die unerträglichen Erfahrungen des Protagonisten zu dessen Kinderzeit ausgerechnet noch in Heiligsheim erträglich zu formulieren. Daher braucht sogar die fiktive Hauptperson Coelestin ("der Himmlische") ein Pseudonym. Als Ludwig Dragomir kehrt der ehemals missbrauchte Bub vierzig Jahre nach den schrecklichen Geschehnissen im Gemeindewald in sein Heimatdorf zurück und lässt seiner Wut geplant, gezielt und doch unnachgiebig ihren Lauf. Menschen verschwinden, sterben, so wie der kleine Hans damals, der nach dessen Androhung, von dem ungezügelten und menschliche Werte außer Acht lassenden Treiben zu berichten, auf freier Strecke aus einem Auto ausgesetzt und dann mehrmals überrollt wurde. Getrieben von eigenen Schuldgefühlen, seinen Altersgenossen damals nicht geholfen zu haben einerseits, seiner brennenden und nicht mehr zurück zu haltenden Wut andererseits setzt „Luggi“ wie er noch heute von den Widerlingen genannt wird, seinen unaufhaltsamen Genugtuungs- und Rachefeldzug um. Täter von damals sterben offiziell als Unfälle wahrgenommen unerwartet und nicht mal die nach dem ersten Fall ermittelnde Kommissarin Anna kann dem Geheimnis wirklich auf die Spur kommen. Der Roman fesselt thematisch, berührt schnell und tief. Fast unreflektiert und in gewisser Weise Gedankenlos folgt man den unweigerlichen Geschehnissen, bleibt ohne Emotion für die Getöteten, aber auch anfängliches Verständnis für den Akteur wandelt sich schnell. Unbefriedigt über den sinnlosen und tragischen Versuch Dragomirs, sich genugtuend von Schuld aber auch Erniedrigung zu befreien, entwickelt sich mehr und mehr das ungute Gefühl, dass nichts mehr geheilt werden kann. Es bleibt nur übrig, was grausam war und grausam ist. Die trotz aller Tragik gegebene Spannung stören eingestreute frei assoziative Aufzählungen von Ludwigs Gedanken den Lesefluss. Es sind einfach Gedanken, die ungefasst erscheinen und somit das „Eintauchen“ in die Geschichte mühsam machen. Irgendwie bleibt man draußen, liest weitestgehend distanziert fast wie einen Wochenmagazinartikel über die Geschehnisse. Zu weit weg und zu wenig nachvollziehbar entwickelt sich der Roman dann doch ohne ausreichend empathische Anknüpfungspunkte.

  • Joschne

    aus Sittensen

    4/5

    08.02.2018

    Hörbuch (CD)

    +++Wie aus Opfern Täter…

    +++Wie aus Opfern Täter werden+++ Im Alter von vierzehn Jahren flieht ein Junge aus dem süddeutschen Dorf Heiligsheim. Vierzig Jahre später kehrt er als Ludwig, »Luggi« Dragomir zurück: Alkohol, Drogen und alle gegen sich und die anderen ausgefochtenen Kriege in Berlin verhinderten nicht das ständige Wiederleben des Missbrauchs seiner Spielkameraden und seiner selbst durch die Honoratioren von Heiligsheim. Die Schuldgefühle, diese Jungen nicht beschützt zu haben, treiben ihn an: »Je mehr Zeit ich im Dorf verbrachte, desto mehr Kinder kamen zurück und scharten sich in meinem Kopf ums schwarze Brot der Erinnerung.« Seit seiner Anwesenheit verschwinden gleich mehrere ältere Herren, einige werden tot aufgefunden – ob durch Unfall oder Mord, das versucht Kommissarin Anna Darko herauszufinden. Dabei gerät auch Ludwig ins Visier, da er ein Verhältnis hat mit der Ehefrau eines der Vermissten, den er als Gefangenen im eigenen Haus malträtiert. Denn in Ludwig Dragomir hatte Wut die Oberhand erlangt, und nun »durfte sie brennen«: »Da stand ich, am Rand der Nacht, zum Morden geboren, zum Sterben bereit und starb nicht und mordete noch lang nicht genug.« Wie aus Opfern Täter werden, in welcher Weise dieser unaufhaltsame, alle Grenzen der Grausamkeit sprengende Prozess abläuft – dies erzählt Friedrich Ani, der Meister des Noir, einfühlsam, überraschend und bis ins kleinste Detail und auf eine Weise, die ihresgleichen nicht hat.

  • Bewertung

    4/5

    10.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Kost, interessantes Thema....

    Harte Kost, interessantes Thema. Nicht für jedermann ein geeigneter Roman und anfangs sehr schwer. Doch er hat eine sehr starke Überzeugungskraft, den Leser doch noch abzuholen.

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