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»Ein großer Literaturspaß, ein sehr gelungenes Debüt« Denis Scheck
Ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, ein ungeahnt attraktiver Mönch im Jaguar, ein fallender Engel, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, eine nordic-walkende Mütterrunde, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum unvergesslichen Mikrokosmos dieses Romans, der durch seine Hingabe an leuchtende Details und skurrile Begebenheiten, durch seinen erzählerischen Furor und seine Vielstimmigkeit besticht. Vea Kaiser entfaltet mit Verve, Esprit und unwiderstehlichem Witz die große Geschichte eines kleinen Dorfes und erzählt von einer Familie, die über drei Generationen hinweg auf kuriose Weise der Wissenschaft verfallen ist. Ein wagemutiges, herausragendes Debüt, das Kritik und Leser gleichermaßen verzaubert hat.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
22.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Witzig und mit viel Herz!
Nachdem ich auch Vea Kaisers beiden anderen Bücher Rückwärtswalzer und Makarionissi gelesen hatte, musste ich auch unbedingt ihren Debütroman lesen. Ich habe selten bei einem Buch so oft laut gelacht, wie bei diesem. Es ist super lustig und amüsant, hat ganz viel Charme und verführt einen zum Weiterlesen. Besonders witzig fand ich die direkten Reden der "Bergbarbaren", die im Dialekt geschrieben sind. Dieses Buch kann man wirklich nur empfehlen, meiner Meinung nach auch für jedes Alter. Wer Komik mag und am Leben der Leute in den Alpen teilhaben möchte, ist bei diesem Roman genau richtig! Eine große Empfehlung!
J
5/5
26.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine großartige Autorin, eine großartige, berührende Geschichte
Vea Kaiser schafft es vom ersten Satz an, den/die LeserIn tief in die Geschichte eintauchen zu lassen.
Ich konnte das Buch gar nicht beiseite legen, so gefesselt war ich. Ea scheint mir, als würde ich die Bewohner von St. Peter alle kennen. So eine liebevolle aber ehrliche Darstellung einer Dorfgemeinschaft mit einem besonderem Protagonisten, den man einfach lieb gewinnt. Ich kann das Buch-und alle anderen Bücher von Vea Kaiser nur schwer empfehlen und hoffe, dass es bald noch mehr gibt. Ich liebe ihre Art Geschichten zu erzählen und die Charaktere in ihren Büchern wachsen einem ans Herz.
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
5/5
28.10.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erfrischend, urig & einfach herrlich ...
St. Peter am Anger ist ein verstecktes Dorf in den Bergen und möchte von der Außenwelt gar nicht so viel mitbekommen. Erst durch die Familie Gerlitzen zieht die Wissenschaft ein und alles begann mit Johannes Bandwurm. Eigentlich war Johannes ein typischer junger Bergdorfbewohner. In allem involviert, dorfbekannt und mit der hübschen Elisabeth verheiratet, aber dann ist sie schwanger und er hat einen Bandwurm. Dieser lässt ihn nicht los, er liest alles und zieht dann in die Welt hinaus, um Arzt zu werden. Als Doktor kommt er zurück und hält seitdem standhaft gegen die Engstirnigkeit und den unreflektierten Traditionsinn der St. Petrianer an. Seine Tochter kann er zur Wissenschaft und Weltlichen nicht bekehren, aber seinen Enkel beeinflusst er sehr. Auch dieser Johannes möchte mehr, als nur Dorfbewohner sein, er sucht nach Bildung, Höherem und bleibt lieber Einzelgänger, als sich diesem bedepperten Dorf anzuschließen. Als das Schicksal ihm aber einen bösen Streich spielt und der durch seine Matura fällt, muss er sich mit dem Dorf auseinandersetzen. Wird er neue Erkenntnisse sammeln? Kann er als Geschichtsschreiber dem Dorf eine neue Wende geben? Und ist es vielleicht doch ein bisschen mehr als Heimat?
Nachdem ich ihren dritten Roman „Rückwärtswalzer“ gelesen hatte und so begeistert war, musste ich mir natürlich auch ihr Debüt besorgen und lesen. Zuerst wusste ich gar nicht, wohin sie mit der Geschichte wollte, aber je mehr ich gelesen hatte, umso mehr fühlte ich mit allem mit und St. Peter am Anger wurde somit auch mein Zuhause und wie es mir schlussendlich gefallen hat, erzähle ich euch nun.
Eigentlich müsste ich mit Johannes Gerlitzen anfangen, weil er eigentlich allen Ursprungs ist und er uns die ersten hundert Seiten begleitet. Aber ich denke, wir legen sofort mit dem Enkel los, nämlich Johannes A. Irrwein. Seine Eltern sind im Dorf gefestigte Persönlichkeiten, der Vater Dachdecker und die Mutter ist im Kindergarten beschäftigt. Beide leben die Geschichte und die Traditionen als St. Petrianer voll aus, sind bei allen Ereignissen mittendrin und wundern sich, wo sie diesen Sohn herhaben. Johannes ist dünn, hält sich aus allem raus, am liebsten ist er bei seinem Opa. Kurzum, er ist ein Streber, er möchte seinem Großvater nacheifern und ein Forscher werden. Die gemeinsame Zeit mit Johannes senior hat den jungen Johannes unglaublich geprägt und so möchte er mehr, hoch hinaus und seinen Hunger an Bildung stillen. Dabei muss er sehr mit seinen Eltern kämpfen, weil diese total unverständlich mit seinen Interessen umgehen. Hier treffen Welten aufeinander, die Eltern möchten ihm zum waschechten St. Petrianer machen und der Sohn möchte aus diesem Dorf ausbrechen. Wer hier gewinnt, ist lange unklar.
Diese Geschichte ist über drei Generationen geschrieben und legt am Ende den Schwerpunkt auf den jungen Johannes, ein absolut untypischer Junge für dieses Dorf. Er möchte ausbrechen, seine einfachen Mitmenschen hinter sich lassen, da er sich sehr für seine Herkunft schämt und in die Wissenschaft eintauchen. Es ist einfach, total herrlich Johannes Kampf mitzuerleben und seine Gefühle nachzuempfinden. Man hofft mit, dass er es schafft, und gleichzeitig möchte man ihn wieder im Dorf sehen, damit mehr von den urigen Diskussionen bekommt. Als er ein Stipendium für die Klosterschule im Lenk bekommt, fühlt er sich seinen Lebensweg näher als sonst. Er geht total in seiner Schule auf, zum Missfallen seiner Eltern, denn diese weigern sich, auch nur einen Fuß in diese Schule zu setzten und so entfernt sich Johannes immer mehr. Bis zu dem einen Tag, als seine Matura ansteht und dieser eine Lehrer, seinen heiß geschätzten Lieblingsautor Herodot schlecht dastehen lässt, da vergisst sich Johannes und fällt durch. Nun muss er ins Dorf zurück und die Sommerferien dort verbringen und genau hier, beginnt sein größtes Abenteuer, nämlich als Geschichtsschreiber über die St. Petrianer. Was für ein Chaos Johannes lostritt und welche Dramen sich hier noch abspielen, verrate ich nicht, das müsst ihr nämlich selber lesen.
Vea Kaisers Debüt ist absolut herrlich. Unglaublich belebt geschrieben, kreative originelle Persönlichkeiten, herzige Situationen und dieser Dialekt zum Schmunzeln. Ganz ehrlich ich hätte am liebsten gar nicht mehr aufgehört zu lesen und der Roman hätte noch ewig weitergehen können. Es ist eine Geschichte, über jemanden der auszog, um seine Wurzeln zu finden, heimkommt und überrascht ist, dass er sie schon längst gefunden hat. Denn auch für den intellektuellen Johannes gibt es einen Platz in der Mitte des Dorfes. Die Beschreibungen der Autorin, sind wirklich wunderbar eingefangen und ihr Witz perfekt eingeflochten. Eine Dorfsatire auf höchsten Niveau mit absoluter Verliebtheit Garantie. Ich fand diese Geschichte ein absoluter Genuss und kann verstehen, warum dieses Buch ein Bestseller geworden ist. Sehr klug erzählt, erfrischend anders und mit zauberhaften Augenzwinkerhumor.
Blasmusikpop kann ich wirklich nur wärmstens jeden ans Herz legen, der tolle Geschichten mag. Also, unbedingt lesen.
Bewertung
5/5
01.04.2017
Buch (Taschenbuch)
Österreichisches Lesevergnügen
Skurriler österreichischer Roman mit jede Menge Witz und Charm - ich war begeistert von Vea Kaisers Werk, unterhaltsam und spannend. Leseempfehlung für alle die gerne reale Geschichten bevorzugen und trotzdem in eine andere Welt eintauchen möchten.
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein toller Generationenroman....
Ein toller Generationenroman. Der Schreibstil ist absolut wundervoll und die Charaktere wachsen einem regelrecht ans Herz. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.
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5/5
15.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltung und Satire
Herrlich absurd! Vea Kaiser schreibt unverwechselbar: schlagfertig, humorvoll und eine mitreißende Handlung. Beste Unterhaltung und Gesellschaftssatire - Spannung und Lachen garantiert!
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