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Königin der Nacht Ein kurzes Buch über meine Mutter | "Lukas Bärfuss hat sich in eine schmerzhafte Gegend gewagt und ein unglaublich gutes Buch darüber geschrieben." Tagesanzeiger

2

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3224

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/13/2 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00321-0

Beschreibung

Rezension

Diesmal ist ihm sein bestes Buch überhaupt gelungen, und das liegt ganz einfach an der unerhörten Vielfalt des Buches. Meisterhaft. ("3Sat "Kulturzeit"")
Wenn man Literatur auch dokumentarisch definiert als das, was erzählt werden muss, weil es noch nicht erzählt wurde, dann muss diese starke Geschichte nicht nur erzählt, sondern auch gelesen werden. ("NZZ am Sonntag")
Was für ein ungeheuerliches, schonungsloses, ehrliches und lesenswertes Buch! ("rp-online.de")
Es ist bedrückend und beeindruckend zugleich, mit welcher Ehrlichkeit und mit welcher Wortgewalt Bärfuss über die Mutter schreibt. ("Freie Presse")
Im Zentrum dieses lesenswerten Essays steht der weibliche Überlebenskampf. Dass dieser nicht selten scheitert, so kann man den Autor verstehen, hat System. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Zugleich persönliche Trauerarbeit, Selbstreflexion und literarische Annäherung an eine komplexe Frau ("RBB Radioeins "Favorit Buch"")
Mit diesem Buch ist Lukas Bärfuss ein herausragendes Werk gelungen. Er lässt das Politische und das Private in seiner unverwechselbaren Sprache ineinanderfliessen. ("SRF 2 Kultur-Aktualität")
Ein harter, ein roher und ein unglaublich naher Bericht aus dem Inneren einer Kindheit in Armut. ("Basler Zeitung")
Eine brillant geschriebene und ergreifende Lektüre ("SRF Radio 2")
Ein bewegendes Zwiegespräch mit einer Toten, eine Geschichte, die mit dem Sterben erst beginnt. ("SWR Kultur lesenswert Magazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

3224

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/13/2 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00321-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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"Ich kannte das Gefühl der Mutterliebe nicht."

drawe aus Landau am 11.06.2026

Bewertungsnummer: 3164733

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ein kurzes Buch über meine Mutter“ – so der Untertitel. Ja, mit seinen nur 128 Seiten ist das Buch ein kurzes Buch, aber ein gewaltiges. Bärfuss beginnt sein Buch mit dem Tod seiner Mutter, die sich die teure Schweiz nicht mehr leisten konnte und ihre letzten Jahre in der Dominikanischen Republik verbrachte. Bei der Durchsicht ihres Nachlasses erkennt er ihre bittere Armut, erinnert sich an die katastrophale letzte Begegnung mit ihr und lässt seine Kindheit wieder Revue passieren: eine entbehrungsreiche Kindheit, ohne den Schutz einer Familie, ungeliebt, abgelehnt, von seiner Mutter um Geld und seine Zukunft betrogen, in die Obdachlosigkeit getrieben, „mit einem Gauner als Vater, einem Flittchen als Mutter, mit einem vagantischen Stiefvater“. Die Mutter geht so weit, das Kind als sog. Verdingkind an eine Bauernfamilie zu geben, „und der Junge war verkauft“. Seine Klage über diese harte Zeit ist berührend, eine Klage darüber, dass „seine Stimme erstickt, sein Wille an die Kette gelegt wird“. Dennoch findet er autodidaktisch den Weg zur Schrift, zum Lesen, zu Büchern und wird in seiner Obdach- und Mittellosigkeit „von allen guten Engeln behütet“, wie er es heute sieht. Der Autor bemüht sich offensichtlich um Distanz zur eigenen Biografie, wenn er nur vom „Sohn“ und dann vom „Jungen“ spricht, und er findet erst zum „Ich“, wenn er gegen Schluss die Biografie seiner Mutter in einen größeren Zusammenhang stellt. Er nimmt die gesellschaftlichen Verhältnisse der Schweiz in den Blick und klagt an: die Verdingung an, die aus armen Kindern Sklaven mache, und das System der Zwangsarbeit an, das bis in die 70er Jahre existierte. „Wie wird man zum reichsten Land der Welt? Durch Fleiß, schmutzige Geschäfte und den Krieg gegen die Armen innerhalb der eigenen Grenzen.“ Und die Geschichte dieses Krieges gegen die Armen und nicht gegen die Armut, die müsse erst noch geschrieben werden: der Feldzug der Rassisten und Eugeniker gegen die fahrenden Leute, die Homosexuellen, Waisen und alle anderen Schwachen. Und hier ordnet er seine Mutter ein, die mit Stärke und Mitleidlosigkeit versuchte, in diesem System zu überleben und dennoch scheiterte. Und an diesem Punkt seines Buches, wo er das Wort „Ich“ benutzt, bekommt auch seine Mutter ihren Namen: Ursula. Eine spezielle Form der Annäherung.

"Ich kannte das Gefühl der Mutterliebe nicht."

drawe aus Landau am 11.06.2026
Bewertungsnummer: 3164733
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ein kurzes Buch über meine Mutter“ – so der Untertitel. Ja, mit seinen nur 128 Seiten ist das Buch ein kurzes Buch, aber ein gewaltiges. Bärfuss beginnt sein Buch mit dem Tod seiner Mutter, die sich die teure Schweiz nicht mehr leisten konnte und ihre letzten Jahre in der Dominikanischen Republik verbrachte. Bei der Durchsicht ihres Nachlasses erkennt er ihre bittere Armut, erinnert sich an die katastrophale letzte Begegnung mit ihr und lässt seine Kindheit wieder Revue passieren: eine entbehrungsreiche Kindheit, ohne den Schutz einer Familie, ungeliebt, abgelehnt, von seiner Mutter um Geld und seine Zukunft betrogen, in die Obdachlosigkeit getrieben, „mit einem Gauner als Vater, einem Flittchen als Mutter, mit einem vagantischen Stiefvater“. Die Mutter geht so weit, das Kind als sog. Verdingkind an eine Bauernfamilie zu geben, „und der Junge war verkauft“. Seine Klage über diese harte Zeit ist berührend, eine Klage darüber, dass „seine Stimme erstickt, sein Wille an die Kette gelegt wird“. Dennoch findet er autodidaktisch den Weg zur Schrift, zum Lesen, zu Büchern und wird in seiner Obdach- und Mittellosigkeit „von allen guten Engeln behütet“, wie er es heute sieht. Der Autor bemüht sich offensichtlich um Distanz zur eigenen Biografie, wenn er nur vom „Sohn“ und dann vom „Jungen“ spricht, und er findet erst zum „Ich“, wenn er gegen Schluss die Biografie seiner Mutter in einen größeren Zusammenhang stellt. Er nimmt die gesellschaftlichen Verhältnisse der Schweiz in den Blick und klagt an: die Verdingung an, die aus armen Kindern Sklaven mache, und das System der Zwangsarbeit an, das bis in die 70er Jahre existierte. „Wie wird man zum reichsten Land der Welt? Durch Fleiß, schmutzige Geschäfte und den Krieg gegen die Armen innerhalb der eigenen Grenzen.“ Und die Geschichte dieses Krieges gegen die Armen und nicht gegen die Armut, die müsse erst noch geschrieben werden: der Feldzug der Rassisten und Eugeniker gegen die fahrenden Leute, die Homosexuellen, Waisen und alle anderen Schwachen. Und hier ordnet er seine Mutter ein, die mit Stärke und Mitleidlosigkeit versuchte, in diesem System zu überleben und dennoch scheiterte. Und an diesem Punkt seines Buches, wo er das Wort „Ich“ benutzt, bekommt auch seine Mutter ihren Namen: Ursula. Eine spezielle Form der Annäherung.

Eindrückliches Buch

Bewertung am 17.06.2026

Bewertungsnummer: 3170418

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Königin der Nacht ist ein erschreckendes Beispiel einer Mutter, die unfähig ist, ihr Kind zu lieben. Beeindruckt hat mich die Resilienz des jungen Bärfuss. Bärfuss hat mich mit seiner lebensnahen Schilderung in sein Leben mitgenommen. Der 3. Teil hat sich etwas verloren..

Eindrückliches Buch

Bewertung am 17.06.2026
Bewertungsnummer: 3170418
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Königin der Nacht ist ein erschreckendes Beispiel einer Mutter, die unfähig ist, ihr Kind zu lieben. Beeindruckt hat mich die Resilienz des jungen Bärfuss. Bärfuss hat mich mit seiner lebensnahen Schilderung in sein Leben mitgenommen. Der 3. Teil hat sich etwas verloren..

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