Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
September 1845. Zwei Pferde ziehen einen Leiterwagen mit wenigen Fahrgästen durch das nebelverhangene Watt von Föhr nach Amrum. Beinahe wären sie an der Leiche von Busso Dahl, dem Postläufer, vorbeigefahren. Er wurde von einer Harpune getroffen, mit einer Axt erschlagen und mit Holzpfählen im Watt angepflockt. Auf dem Gespann befindet sich auch der Reiseschriftsteller Georg Kohl, der die Insel Amrum erforschen möchte. Doch der Anblick der Leiche im Watt lässt ihn nicht los. Und so versucht er mit Hilfe von Dina Martensen und dem Herumstreuner Nickels, den Mörder zu finden. Dabei stoßen sie auf eine alte Geschichte und ein dunkles Geheimnis und bringen sich selbst in Gefahr.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
8 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Reiseschriftsteller Georg…
tassieteufel am 06.04.2016
Bewertungsnummer: 2705346
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Reiseschriftsteller Georg Kohl ist unterwegs um die Insel Amrum zu bereisen, per Leiterwagen geht es bei Ebbe durch das Watt von Föhr nach Amrum, als einer der Fahrgäste, eine Leiche entdeckt. Es ist der Postläufer Busso Dahl, der erschlagen, mit einer Harpune durchbohrt und mit Holzpfählen ins Watt gepflockt wurde. Der brutale Mord erschüttert die kleine Inselgemeinde und auch Georg Kohl läßt der Mord nicht mehr los und er beginnt nachzuforschen, da der eigentlich zuständige Strandvogt, nicht wirklich etwas tut. Dabei lernt er die hübsche Dina Martensen und den Waisenjungen Nickels kennen, die ihm bei seinen Ermittlungen helfen. Volker Streiter ist ein stimmiger und atmosphärischer dichter historischer Krimi gelungen, der viel Lokalkolorit verströmt und ganz nebenbei viel Wissenswertes über die Insel, ihre Bewohner und deren Lebensweise Mitte des 19. Jahrhunderts vermittelt. Indem er Reiseschriftsteller Georg Kohl die Ermittlungen führen läßt, ist dem Autor ein geschickter Schachzug gelungen, denn natürlich will Kohl so viel wie möglich über die Insel erfahren, da er ja einen Reisebericht darüber verfassen will und so fließen viel kleine Details über die Insel und ihre Bewohner wie nebenbei in die Geschichte ein und bilden so eine sehr stimmige Hintergrundkulisse und vermitteln ein gutes Bild der damaligen Zeit. In diesem Zusammenhang lernt Kohl auch viele der Inselbewohner kennen und merkt so recht schnell, dass es reichlich Motive und noch mehr Verdächtige gibt. Als er Dina Martensen kennen lernt, findet er zudem noch eine Verbündete, die ihn bei seinen Ermittlungen unterstützt und je mehr sie zusammen in Erfahrung bringen, um so gefährlicher wird es für Beide. Schnell wird aber auch klar, dass es zwischen Georg und Dina mehr gibt als nur die gemeinsamen Ermittlungen, zarte Bande werden geknüpft, immer unter den neugierigen Augen der Inselbewohner und in dem Bestreben, die Schicklichkeit zu wahren. Hier kommt auch ein gewisser Humor mit in die Geschichte, die die Mordermittlungen auflockert und den Leser immer mal wieder schmunzeln läßt. Ganz interessant fand ich, dass der Autor mit Pastor Lorenz Mechlenburg und Reiseschriftsteller Georg Kohl reale Figuren in seine Geschichte aufgenommen hat, die gelungen mit dem fiktiven Mordfall verknüpft werden. Seine Figuren, bis hin zu den Nebencharakteren hat der Autor mit Ecken und Kanten versehen und so individuelle Personen geschaffen, die sehr lebensnah und realistisch erscheinen. Da sind der brummigen Kapitän Lindhorst, der cholerischen Strandvogt, die undurchsichtige Kräuterfrau Meta, Außenseiter Nickels, der für fast alle der Sündenbock ist und Tycho Mechlenburg, der gegen den dominanten Vater aufbegehrt und der schmierige Händler Poppenbüttel um nur ein paar zu nennen. Geschickt schildert der Autor hier die Verflechtung der einzelnen Figuren untereinander und die Dynamik des dörflichen Lebens in so einer abgeschiedenen Gegend, wo die Menschen doch ziemlich isoliert leben. Der Krimifall ist recht undurchsichtig und je mehr Kohl und Dina zu Tage fördern um so mehr Verdächtige finden sie, daher bleibt die Mördersuche bis zum Schluß spannend und interessant, am Ende werden aber alle losen Fäden zusammen geführt und der Mord schlüssig aufgelöst. Lediglich die Frage, ob Dina und Georg Kohl noch zusammen finden, bleibt offen oder der Phantasie des Lesers überlassen. Im April diesen Jahres erscheint ja ein weiterer historischer Krimi des Autors, vielleicht wird diese Frage ja dort geklärt. FaziT: ein spannender historischer Krimi mit einem gelungenen historischen Hintergrund, der bestens unterhält und eine Mördersuche vor eher ungewöhnlicher Kulisse bietet.
Rezension zu "Das Geheimnis des Strandvogts"
Zsadista am 18.09.2014
Bewertungsnummer: 855661
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Amrum 1845. Der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl reist mit einem Leiterwagen und weiteren Fahrgästen von Föhr durch das Watt nach Amrum. Unterwegs stoßen sie auf eine Leiche. Es ist der Postläufer Busso Dahl von Amrum. Er wurde mit einer Harpune erschossen, mit einer Axt erschlagen und mit Holzpfählen an den Boden gepflockt. Mit der Leiche auf dem Gespann geht es weiter zu der Insel. Zwar wollte Kohl über die Insel einen Reiseführer schreiben, doch lässt ihn die Geschichte um den seltsamen Tod von Dahl nicht in Ruhe. Bei seinen Nachforschungen für sein Buch und über den Mord, freundet er sich mit Dina Martensen an. Auch sie findet dass der Tod des Postläufers seltsam ist. Gemeinsam versuchen sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch die Sache ist gefährlicher als gedacht.
Das Geheimnis des Strandvogts ist ein wunderbar atmosphärischer Insel-Krimi. Die Umgebung ist sehr gut beschrieben, man sieht die Insel richtig vor Augen ohne dass zu viele Worte darüber gemacht werden. Ich mag es, wenn nicht alles bis zum kleinsten Grashalm beschrieben wird und man selbst noch seine Phantasie spielen lassen kann. Die Protagonisten sind sympathisch und man fiebert mit ihnen mit, ob das Ganze doch noch ein gutes Ende bekommt. Die Story ist so gehalten, dass ich selbst ständig am überlegen war, wer der Täter war und warum er es getan hat. Trotzdem war ich über die Auflösung überrascht. Da wäre ich nicht drauf gekommen, allerdings war alles nachvollziehbar und somit absolut klasse. Für mich war das ein richtig guter historischer Krimi mit Spannung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.