Wie wäre es, wenn man in die Köpfe anderer Menschen sehen könnte? Ein Schweizer Forschungsteam tut genau dies und misst die Gehirnaktivität buddhistischer Mönche bei der Meditation. Weniger ausgeglichen als bei den Testpersonen sieht es jedoch in den Köpfen der Teammitglieder aus. Und so ist es kein Zufall, dass Konflikte innerhalb des Forschungsteams aufbrechen: Oona hat sich von Q getrennt, muss aber trotzdem mit ihm zusammenarbeiten, Paul steht vor den Herausforderungen eines alleinerziehenden Vaters und Jessica fühlt sich in ihren beruflichen Ambitionen eingeschränkt. Aber auch der koreanische Mönch Jibong ringt mit seiner Vergangenheit - und auf einmal ist der Erfolg der Studie infrage gestellt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
MirjS
aus Essen
5/5
08.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Meditation und Wissenschaft
Lässt sich die positive Einflussnahme von Meditation auf das menschliche Gehirn anhand einer Studie mit Messungen der Gehirnaktivität belegen? In „Jenseits der Dinge“ von Vera Hohleiter geht dieser Frage ein ziemlich unausgeglichenes Schweizer Forscherteam nach, indem sie in die Köpfe ihrer Testpersonen - einer Gruppe buddhistischer Mönche - „blicken“, während die Konflikte in den eigenen Köpfen zu eskalieren drohen.
Von Jibong, dem alten koreanischen Mönch einmal ganz abgesehen, sind es auch genau diese „unausgeglichenen“ Mitglieder des Forscherteams, die das Buch so interessant, fesselnd und einzigartig machen. Die einzelnen Charaktere sind wahnsinnig vielschichtig - jeder von ihnen ist durch seine Vergangenheit geprägt, hat sein Päckchen zu tragen und eben genau dadurch seinen „unausgeglichenen“ Charakter entwickelt.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Buch am Besten beschreiben soll, es ist jedenfalls kein normaler, reißerischer Roman, soviel ist klar. Vielmehr ist es eine - in einen Roman mit interessanter Story verpackte - Anleitung, für die Suche nach mehr Gelassenheit, bei der Meditation eine große Rolle spielt. Durch die Einbringung von fundiertem Fachwissen ist es gleichwohl interessant, wie spannend, verleitet zum Nachdenken und verschafft zudem Aha-Momente, indem Regulierungsmethoden wie selbstverständlich in den Alltag einzelner Protagonisten einfließen. Für mich, die ich diese Techniken für mehr Achtsamkeit und Resilienz zwar wegen meiner Angststörung bereits kenne, aber immer wieder vergesse sie im richtigen Moment einzusetzen, war es ein wirklich toller Reminder und eine Motivation mich mit der Meditation näher auseinanderzusetzen.
Fazit: Ein wirklich tolles, informatives und kluges Buch! Ich konnte für mich jedenfalls sehr viel daraus mitnehmen. Daher kann ich es Interessierten an den Themen Meditation, Achtsamkeit und Resilienz nur wärmstens ans Herz legen.
MirjS
aus Essen
5/5
08.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Meditation und Wissenschaft…
Meditation und Wissenschaft Lässt sich die positive Einflussnahme von Meditation auf das menschliche Gehirn anhand einer Studie mit Messungen der Gehirnaktivität belegen? In „Jenseits der Dinge“ von Vera Hohleiter geht dieser Frage ein ziemlich unausgeglichenes Schweizer Forscherteam nach, indem sie in die Köpfe ihrer Testpersonen - einer Gruppe buddhistischer Mönche - „blicken“, während die Konflikte in den eigenen Köpfen zu eskalieren drohen. Von Jibong, dem alten koreanischen Mönch einmal ganz abgesehen, sind es auch genau diese „unausgeglichenen“ Mitglieder des Forscherteams, die das Buch so interessant, fesselnd und einzigartig machen. Die einzelnen Charaktere sind wahnsinnig vielschichtig - jeder von ihnen ist durch seine Vergangenheit geprägt, hat sein Päckchen zu tragen und eben genau dadurch seinen „unausgeglichenen“ Charakter entwickelt. Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Buch am Besten beschreiben soll, es ist jedenfalls kein normaler, reißerischer Roman, soviel ist klar. Vielmehr ist es eine - in einen Roman mit interessanter Story verpackte - Anleitung, für die Suche nach mehr Gelassenheit, bei der Meditation eine große Rolle spielt. Durch die Einbringung von fundiertem Fachwissen ist es gleichwohl interessant, wie spannend, verleitet zum Nachdenken und verschafft zudem Aha-Momente, indem Regulierungsmethoden wie selbstverständlich in den Alltag einzelner Protagonisten einfließen. Für mich, die ich diese Techniken für mehr Achtsamkeit und Resilienz zwar wegen meiner Angststörung bereits kenne, aber immer wieder vergesse sie im richtigen Moment einzusetzen, war es ein wirklich toller Reminder und eine Motivation mich mit der Meditation näher auseinanderzusetzen. Fazit: Ein wirklich tolles, informatives und kluges Buch! Ich konnte für mich jedenfalls sehr viel daraus mitnehmen. Daher kann ich es Interessierten an den Themen Meditation, Achtsamkeit und Resilienz nur wärmstens ans Herz legen.
Feryla
aus Münster
5/5
31.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die wichtige Bedeutung der Meditation
Der Autorin Vera Hohleiter gelingt es auf bemerkenswerte Weise, dem Leser zu vermitteln, welche positiven Auswirkungen Mediation auf unser Leben haben kann. Für mich war das Buch durch die atmosphärische Dichte nur schwer aus der Hand zu legen, da es sich so am wahren, komplexen und emotionellen Miteinander befindet. Alles beginnt mit einer wissenschaftlichen Untersuchung über Meditation und dessen positiven Auswirkungen auf unser Gehirn. Allerdings geraten die Dinge immer mehr aus den Fugen. Das Projekt bringt die Schattenseiten in der wissenschaftlichen Arbeit zum Vorschein, die sich oft auch im Allgemeinen auf die jetzige Arbeitswelt anwenden lässt. Verschiedene Gefühle, wie Konkurrenz, Neid, Zorn, Narzissmus der Wissenschaftler erzeugen einen ungünstigen Start in das wissenschaftliche Projekt und bringen Vieles ins Wanken. Als die koreanischen Mönche eintreffen, geraden die Dinge aus den Fugen, doch vor allem der weise Mönch Jibong, der selbst von schweren Geschehnissen geprägt ist, ist als zentrale Figur zu sehen, da er Wege aufzeigt, unangenehme Gefühle anzunehmen und mit diesen umzugehen. Ein wichtiges Buch, um sich mit dem Thema Mediation zu befassen.
Marry22
5/5
30.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Literatur mit Tiefgang und einem Hauch von Spiritualität
Das Buchcover hat mich neugierig gemacht: eine Schichtaufnahme des Gehirns. Genauso hat mich auch die Geschichte von Anfang an gepackt. Die Idee, ein Forschungsteam bei der Untersuchung der Gehirnaktivität buddhistischer Mönche zu begleiten, finde ich einfach toll. Bisher kenne ich das Thema aus dem medizinischen Bereich, daher für mich persönlich aktuelles Thema. Hier geht es insbesondere um Achtsamkeit, Manipulation, Resilienz – und darum, was passiert, wenn Wissenschaft auf Spiritualität trifft.
Was mich besonders berührt hat, war die Vielschichtigkeit der Figuren. Oona, Q, Paul und Jessica sind keine glatten Charaktere, sondern Menschen mit Brüchen, Sehnsüchten und inneren Kämpfen. Und dann ist da noch Jibong, der koreanische Mönch, dessen stille Präsenz und traumatische Vergangenheit der Geschichte noch mehr tiefe und fast poetische Dimension verleihen.
Die Autorin Vera Hohleiter schreibt spannend und einfühlsam, lässt ihr fundiertes Wissen sehr gut in die Handlung einfließen und schafft es, komplexe Themen verständlich und berührend zu erzählen.
Für mich war „Jenseits der Dinge“ eine echte Entdeckung. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig emotional berührt. Sehr empfehlenswert für alle, die Literatur mit Tiefgang und einem Hauch von Spiritualität mögen.
Israelfreund
5/5
30.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tiefgang und Verständlichkeit…
Tiefgang und Verständlichkeit Ein Buch, das mich innerlich still gemacht hat. „Jenseits der Dinge“ hat mich sofort angesprochen. Schon das Thema, Meditation und Wissenschaft, fand ich spannend. Aber was mich wirklich gepackt hat, war, wie ehrlich und feinfühlig Vera Hohleiter über Menschen schreibt. In diesem Forschungsteam prallen so viele Egos, Verletzungen und Sehnsüchte aufeinander und gleichzeitig entsteht etwas sehr Menschliches, fast Zartes. Am meisten berührt hat mich eine Szene zwischen Jibong, dem koreanischen Mönch, und Kaja. Er sagt, dass es nicht schlimm ist, negative Gefühle zu haben, dass Trauer zeigt, was uns wichtig war, und Zorn uns hilft, Grenzen zu ziehen. Diese Gedanken haben mich tief getroffen. Seitdem sehe ich meine eigenen Emotionen ein Stück freundlicher an. Das Buch liest sich ruhig, aber intensiv. Kein lauter Roman, eher einer, der nachklingt, wenn man das Licht schon ausgemacht hat. Ich habe beim Lesen oft innegehalten, nachgedacht, manchmal sogar gelächelt. Ein wunderschönes, kluges Debüt, das ich wirklich jedem empfehlen kann, der Geschichten mit Tiefe liebt.
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