Immanuel, Gott ist bei dir. Wir kennen diese Zusage, aber kann man sie auch wirklich spüren?
Dieses Buch macht Hoffnung, wenn schwierige oder traumatische Erfahrungen es verhindern wollen. Summer Joy Gross zeigt nicht nur, wie unsere allerersten Beziehungen uns bis heute prägen, sondern auch, wie Gott uns trotz und durch diese Prägungen begegnen möchte. Ihr psychologisches Fachwissen zu verschiedenen Bindungstypen verknüpft die Autorin dabei geschickt mit persönlichen Hoffnungsgeschichten, biblischen Zusagen und Erfahrungen aus der geistlichen Begleitung.
Die verschiedenen praktischen Übungen aus den Schätzen der christlichen Tradition helfen dabei mit, dass mit der Zeit unser Bewusstsein, ja sogar unser ganzes Nervensystem mit der Geborgenheit Immanuels in Einklang kommen können.
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Nah am Herzen des Vaters
Bewertung aus Attenhofen am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023454
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Was für einen Unterschied würde es machen, wenn Christen wirklich in dem Bewusstsein leben könnten, dass Gott bei ihnen ist – immer, an jedem Tag und in jeder Sekunde. Und dass das etwas Gutes, etwas Schönes ist.
Der Titel dieses Buches kommt aus dem Hebräischen. Immanuel bedeutet „Gott ist mit uns“ und weist auf den menschgewordenen Gott hin, auf Jesus. Das feiern wir besonders an Weihnachten, doch was bedeutet das im Alltag? Spüre ich auch am Montag, dass Gott mir nah ist – oder nur sonntags in der Kirche?
Die anglikanische Priesterin und Seelsorgerin Summer Joy Gross zeigt in diesem Buch, wie dieses Kopfwissen ins Herz rutschen kann. Sie stellt fest, dass Wunden aus der frühesten Kindheit uns daran hindern können, der Liebe Gottes zu vertrauen. Unsere ersten Bindungserfahrungen – also wie unsere Bezugspersonen auf unsere Bedürfnisse reagiert haben – prägen unser Bild von Beziehungen. Ein Mangel aus diesen frühen Jahren wird, so die Autorin, häufig auf Gott projiziert. Dadurch fällt es vielen schwer, ihn als guten, zuverlässigen Vater wahrzunehmen.
Gross beschreibt die Bindungstheorie in verständlicher Sprache und greift dabei auf Erkenntnisse der Neurowissenschaft zurück. Besonders ermutigend ist ihre Betonung der Neuroplastizität: Das Gehirn kann sich immer wieder verändern. Fehlende Erfahrungen von Sicherheit und Geborgenheit können nachgeholt und im Gehirn neu verankert werden.
Es wärmt das Herz, zu lesen, wie viel Gott an uns liegt und wie sehr er sich nach Beziehung mit uns sehnt. Die Autorin versteht es gut, das Bild eines wunderbar liebenden Vaters vor Augen zu malen.
Im zweiten Teil nennt sie praktische Übungen, die diesen Vorgang unterstützen. Diese kontemplativen Praktiken, wie Stille, Gebet, Bibellesen und Buße, sind keine neumodischen Erfindungen, sondern haben eine lange Geschichte in der Christenheit. Die Erklärungen der Autorin zeigen, wie wohltuend diese Praktiken sein können. So schreibt sie beispielsweise: „Buße ist Gottes Einladung, sich losbinden zu lassen und ungehindert im Licht zu leben.“ Es geht nicht um den Zwang, etwas Bestimmtes praktizieren zu müssen, sondern um das Aufblühen in einer liebevollen und vertrauensvollen Beziehung zu Gott.
Der Schreibstil dieses Buches ist wohltuend, stets verständnisvoll und niemals verurteilend. Hilfreich ist, dass die Autorin viele eigene Beispiele für das Gesagte nennt – ob es um traumatische Erfahrungen oder um das liebevolle Werben Gottes um ihr Herz geht. Immer wieder lädt sie ihre Leser ein, innezuhalten und mit Gott ins Gespräch zu kommen.
Fazit: Dieses Buch ist eine liebevolle Einladung, sich nah an Gottes Herz zu schmiegen und die eigene Gottesbeziehung zu vertiefen. Theologisch fundiert und zugleich warm und persönlich geschrieben, ist es ein Werk zum Immer-wieder-Lesen – für alle, die Gottes Nähe nicht nur wissen, sondern tief erfahren möchten.
Hilfreicher Ratgeber
Bewertung am 12.11.2025
Bewertungsnummer: 2652200
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im Buch "Immanuel - Immer bei dir" von Summer Joy Gross geht es darum, (wieder) in eine tiefe Verbindung mit Gott zu kommen. Dabei ist das Buch zweigeteilt.
Der erste Teil informiert über die verschiedenen Bindungsstile, die wir seit frühester Kindheit erfahren haben und zeigt, welche Auswirkungen diese auf unser Bild von Gott haben können. Dabei bleibt das Buch aber nicht stehen. denn im zweiten Teil sind diverse Übungen, um mit Gott neu in Verbindung zu kommen beschrieben.
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch betont, dass wir nicht im Ist-Zustand stehen bleiben können und das unser Gehirn so geschaffen ist, das wirkliche Veränderung möglich ist. Gleichzeitig stellt die Autorin immer wieder dar, wie kompliziert ein solches Neu-Bahnen ist, was ich auch als sehr ermutigend empfunden habe. Daher gibts von mi 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
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