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Dr. No Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

127294

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

2710001823321

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

127294

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

2710001823321

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Dominik Alexander

    5/5

    02.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die produktive Leere: Spionage, Satire und Sinnsuche

    Percival Everetts Roman Dr. No lässt sich vordergründig als literarische Travestie des klassischen Spionageromans lesen, doch diese Beschreibung greift zu kurz. Hinter der grellen Oberfläche aus Bond-Anspielungen, grotesken Superschurken und absurder Handlung entfaltet Everett ein komplexes Nachdenken über Bedeutung, Macht und Leere – ästhetisch verspielt, philosophisch ambitioniert und soziologisch hellwach. Im Zentrum steht Wala Kitu, Mathematiker an der Brown University und Spezialist für das „Nichts“. Bereits diese Ausgangskonstellation markiert den Grundton des Romans: Identität, Wissen und gesellschaftliche Zuschreibungen werden nicht als stabile Größen verstanden, sondern als fragile Konstruktionen. Das „Nichts“ fungiert dabei weniger als bloßes Gimmick denn als erkenntnistheoretische Chiffre. Everett greift damit eine lange philosophische Tradition auf – von der Ontologie bis zur Existenzphilosophie –, ohne je in reine Theorieprosa zu kippen. Vielmehr werden abstrakte Fragen in narrative Bewegung übersetzt: Was besitzt Wert? Wer definiert Bedeutung? Und welche Gewalt geht von dem Anspruch aus, das Nichts kontrollieren zu wollen? Die Figur des milliardenschweren Antagonisten John Milton Bradley Sill verkörpert diese Hybris in zugespitzter Form. Sein Wunsch, das „Nichts“ aus Fort Knox zu entwenden, wirkt absurd, verweist aber auf reale Machtfantasien spätkapitalistischer Eliten, die selbst Leere noch zu verwerten versuchen. Everett verbindet diese Kapitalismuskritik mit einer präzisen Beobachtung politischer und gesellschaftlicher Verwerfungen: Rassismus, autoritäre Tendenzen, Verschwörungsdenken und die Erosion demokratischer Normen sind keine Randmotive, sondern strukturell in die Handlung eingelassen. Formal arbeitet der Roman mit einem bewusst hybriden Stil. Umgangssprachliche Dialoge stehen neben mathematischen und philosophischen Exkursen, Wortspiele neben existenziellen Fragen. Diese stilistische Uneinheitlichkeit ist kein Mangel, sondern Programm: Sie spiegelt eine Welt, in der Diskurse unverbunden nebeneinanderstehen und Sinn permanent neu ausgehandelt werden muss. Auch die satirische Überzeichnung der Figuren – etwa in der Persiflage des Bond-Girls oder der Geheimagenten – dient weniger dem Klamauk als der Demontage kultureller Klischees, insbesondere jener, die Geschlecht, Intelligenz und Macht betreffen. Gerade hier zeigt sich Everetts soziologische Sensibilität. Sexismus erscheint nicht nur als individuelles Fehlverhalten, sondern als strukturelles Phänomen, ebenso wie Alltagsrassismus, der in scheinbar beiläufigen Szenen sichtbar wird. Zugleich erlaubt sich der Roman Momente unerwarteter Empathie, etwa in der Darstellung neurodiverser Wahrnehmungen und vorsichtiger emotionaler Annäherungen. Dr. No ist damit weit mehr als eine intelligente Parodie. Der Roman fordert seine Leser heraus, Bedeutungen nicht als gegeben hinzunehmen, sondern als instabile Resultate von Macht, Sprache und Perspektive zu begreifen. Everett gelingt ein seltenes Kunststück: Er unterhält mit Witz und Absurdität und zwingt zugleich zur ernsthaften Reflexion. Gerade in dieser produktiven Spannung liegt die nachhaltige Wirkung des Romans.

  • Bewertung

    5/5

    14.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schurkenstück

    Percival Everetts Dr. No ist ein Roman, der sich jeder Erwartung mit genüsslicher Boshaftigkeit entzieht. Im Zentrum steht der Mathematiker Wala Kitu, der von einer geheimnisvollen staatlichen Organisation rekrutiert wird, weil deren Anführer, ein exzentrischer Milliardär das Nichts stellen will. Was wie ein Spionagethriller beginnt, kippt rasch in eine absurde Farce aus Entführungen, Geheimagentenpersiflage und philosophischen Gedankenspielen. Die Figuren wirken wie aus einem schrägen Paralleluniversum gefallen: überzeichnet, widersprüchlich, oft grotesk – und gerade deshalb verblüffend lebendig. Everett zeichnet sie mit einer Skurrilität, die nie bloß Selbstzweck ist, sondern Macht, Wissen und akademische Eitelkeiten seziert. Percival Everett ist ein ungemein witziger Roman gelungen, der auf hohem Niveau boxt.

  • Bewertung

    aus St.Pölten

    5/5

    09.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Humor, Tiefgang und alte Filmlegenden

    Ich habe Dr. No mit großer Freude gelesen. Das Cover finde ich sehr ansprechend und das Buch fühlt sich gut in der Hand an. Everett verbindet auf brillante Weise die Welt der alten James-Bond-Filme mit philosophischen Fragen über das „Nichts“ – und das macht die Lektüre sowohl spannend als auch unglaublich witzig. Besonders gefallen hat mir, wie er ernste Themen wie Rassismus in die Geschichte einbettet, ohne dass der Roman an Leichtigkeit verliert. Für mich war es ein Buch, das mich gleichzeitig zum Lachen gebracht und zum Nachdenken angeregt hat. Gerade diese Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und cleverem Spiel mit bekannten Filmklischees fand ich einfach großartig. Ich kann Dr. No nur wärmstens weiterempfehlen, vor allem für Leute die die alten Spionage Filme kennen, aber eine neue moderne Variante lesen möchten.

  • Adele

    aus Bremen

    5/5

    01.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftskritisch, satirisch, anspruchsvoll

    Wer hätte gedacht, dass ein Roman über Nichts so klug und humorvoll sein und dabei gleichzeitig ganz tief den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft legen kann? Vom Attentat auf Martin Luther King bis in die Gegenwart verwandelt Percival Everett seine pointierte Gesellschaftskritik in einen skurrilen, humorvollen und nicht weniger anspruchsvollen Spionageroman im Stile James Bonds. Wer hier der Bond ist, bleibt gewiss oft zweifelhaft. Im Mittelpunkt: Wala Kitu, Mitte 30, Professor an der Brown University, brillanter Mathematiker und Experte für nichts. Eines Tages wird Wala vom Milliardär John Sill angesprochen, der seine Unterstützung benötigt, um nicht weniger als ein Superschurke zu werden und die moderne USA zu zerstören. Und dafür benötigt er nichts, für das zufällig Kitu der Experte ist. Klingt verwirrend und skurril? Ist es auch! Und genau das macht den Reiz dieses Romans aus, der sich stets zwischen Philosophischer Theorie, Mathematik sowie Logik und Paradoxie bewegt. Als Bond-Girl firmiert in einer spektakulären Verwandlung Walas Kollegin Professor Eigen Vector. In der Auseinandersetzung mit Vector spielt Everett nicht nur mit dem Klischee des Bond Girls, zu dem Eigen erst wird, nachdem sie unter Drogen gesetzt und ihr komplette Identität als intelligente Frau abgelegt hat, sondern thematisiert auch andere Formen von Sexismus in der modernen Gesellschaft, zum Beispiel in der Gehaltsstruktur. Ich denke der Roman macht am meisten Spaß, wenn man die philosophischen, logischen und mathematischen Aspekte darin tatsächlich mitdenkt und versteht, ohne dass ich an der Stelle behaupten möchte, dass mir das durchgängig gelungen ist. Was oft so absurd klingt, ist es jedoch tatsächlich nicht, sondern verweist auf zentrale wissenschaftliche, philosophische Fragestellungen. Sicher nicht zufällig kommen sehr schnell Sartre und Heidegger in den Sinn, die dem Nichts eben viel mehr als nichts zuschreiben, sondern, obgleich durchaus theoretisch different, es als zentrale Bedingung des Seins herleiten. Ich habe den Eindruck, dass der Autor sich hier richtig austoben konnte und so geschrieben hat, wie er selbst denkt und fühlt, ohne dabei auf kommerzielle Aspekte Rücksicht zu nehmen. Für mich ein echter Lichtblick in der Fülle aktueller Literatur, in der sich gefühlt jede Journalistin/Schauspielerin/Influencerin etc. als Schriftstellerin berufen fühlt. Ich mochte den Humor unglaublich gern, so wunderbar trocken und klug. Trotz aller Bissigkeit fand ich gerade die Einblicke in die Lebenswelt im Autismus-Spektrum sehr gut herausgearbeitet, ebenso wie die beginnende emotionale Bindung zwischen Eigen und Wala. Everest beweist in Dr. No einmal mehr, was für ein aufmerksamer Beobachter unserer Gesellschaft er ist, denn neben der rassismuskritischen Perspektive, die gewissermaßen Grundlage des Romans ist, integriert er u.a. auch Kirchenkritik und Sexismus sehr deutlich in den Plot. Für mich war Dr. No ein echtes Highlight, das ich unbedingt allen ans Herz lege, die sich gern in theoretische Konzepte reindenken und bitterböse Gesellschaftskritik zu schätzen wissen!

  • Bewertung

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verrückt!!!

    ... und durchgeknallt... und philosophisch... und ein Roadmovie... und mit einem Seitenhieb auf die gegenwärtige, amerikanische Regierung... ein Showdown der Spione am Ende... skurile Figuren... sympathische Hauptpersonen... ein sprechender Hund mit nur einem Bein, Trigo genannt - oder auch liebevoll 'Fettgesicht' -... Unverständliches aus dem Bereich der höheren Mathematik... Wortwitz... mitreißender Schauplatzwechsel... und eigentlich geht es nur um nichts, um rein gar nichts (gar nicht wird gar nicht zusammengeschrieben)... In Percival Everetts neuem Roman "Dr No" ist Wala Kitu Mathematikprofessor, sein Spezialgebiet ist nichts, er besitzt einen einbeinigen Hund und ist nicht nur ohne Führerschein, sondern auch in anderen lebenspraktischen Dingen ziemlich unerfahren, dafür aber ungeheuer pragmatisch und gelassen. Nichts kümmert ihn - gewissermaßen. Sein großes Abenteuer beginnt, als er für den schwerreichen Oberschurken Sill eine Kiste aus Fort Knox stehlen soll, die nichts enthält... weil nichts für Oberschurken wichtiger ist, als Tonnen von Gold. Kaum jemand in der Geschichte ist wirklich diejenige Person, die sie zu sein vorgibt. Aber keine Sorge... in dem fantastisch verrückt-absurden Buch ist nicht nichts enthalten, vielmehr ein lesenswertes Etwas ;-))

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Schmid

    Simone Schmid

    OSIANDER Stuttgart

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Höchst origineller Genuss mit Witz und Spannung

    Dieser Roman um Mathematiker Wala Kitu, dessen Spezialität die Erforschung "DES NICHTS" ist... von dem er hofft, dass Nichts dabei herauskommt, ist ein Feuerwerk an Wort- und Sprachspielen, das mich sehr amüsiert hat ! Privat hat der Mathematiker was von einem zerstreuten Professor ... bis er in James-Bond-Manier einen großartigen Auftrag erhält . Falls sie Interesse an einem höchst originellen Genuss mit Witz und Spannung haben ...oder zum Verschenken... kann ich diesen Roman sehr empfehlen !
  • Zum Bewerterprofil von Reinhild Liedhegener

    Reinhild Liedhegener

    OSIANDER Konstanz

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    für Bond-Fans und Bond-"Ignoranten", nichts für Trump-Fans

    Sie möchten sich klug unterhalten und haben auch nichts dagegen, immer wieder ein Lachen nicht unterdrücken zu können? Dann ist Percival Everett immer eine gut Wahl. Mit seinem neuen Roman Dr. No führt er uns in die Welt der Superschurken à la James Bond ein. Es geht um Nichts! Hinreissend entführt er uns in U-Booten, Flugzeugen und in Anwesen von erstaunlicher Architektur. Die große Bühne Politik wird beleuchtet, subtil hinterfragt und ad absurdum geführt.
  • Zum Bewerterprofil von Leon Spielmann

    Leon Spielmann

    OSIANDER Forchheim

    Buchhändler*in

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    4/5

    09.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es geht um Nichts!

    Ein gesellschaftlicher, ein mathematischer, ein wissenschaftlicher, kurz gefasst: ein verrückter Roman! Es geht um Nichts! Und das macht es so genial. Percival Everett schreibt humorvoll, energiegeladen und einfach was anderes abseits vom Mainstream.
  • Zum Bewerterprofil von Christian Ludewig

    Christian Ludewig

    OSIANDER Balingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    05.11.2025

    eBook (ePUB)

    Gesellschaftskritisch, mathematisch, verrückt.

    "Dr. No" ist keine Leichte Kost. Der Protagonist, ein Experte in der Forschung über das "Nichts", wird von einem Milliardär für einen Bond-Coup angeheuert. Eine abstruse Story gespickt mit philosophischen Überlegungen und humorvollen Ideen. Gesellschaftskritisch, mathematisch, verrückt.

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