Den Traum von der Karriere als Sterne-köchin hat Katrin Lund aufgegeben. Ihrer Leidenschaft für die Zubereitung köstlicher Speisen geht sie zwar immer noch nach, aber als Chefköchin in der Kurklinik »Ebbe und Flut« in St. Peter-Ording fühlt sie sich kreativ unterfordert.
Als sie eines Tages auf dem Weg zur Arbeit am Fuß des Böhler Leuchtturms über eine Leiche stolpert, legt sich ein düsterer Schatten über das beschauliche Kurort-Idyll, denn der Mann ist ertrunken, aber nicht im Meer. Alles deutet darauf hin, dass jemand bei seinem Tod nachgeholfen hat. Bei der Leiche handelt es sich um Peer Petersen, den Physiotherapeuten einer Seniorenresidenz. Ein Mörder hat zugeschlagen, und St. Peter-Ording zittert!
Katrins Neugier ist geweckt, und neben ihrem kulinarischen Talent entdeckt sie nun auch ihren ausgeprägten Spürsinn.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
09.02.2023
Buch (Taschenbuch)
ein unterhaltsamer Krimi
Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und wie es dann oft passiert, stellt sich dieser Zufall als Glücksfall heraus. Denn bereits der Einstieg hat mir gut gefallen. Ich konnte Katrin Lund auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad begleiten. Die Autorin hat es sehr bildhaft beschrieben, allerdings störte der Tote am Leuchtturm. Natürlich war ich, genau wie Katrin, neugierig, weshalb er dort nackt auf der Bank saß.
Neben Katrin lernte ich unter anderem auch ihre Mutter Gerti kennen und natürlich Dirk Huber von der Kriminalpolizeistelle Husum. Dirk Huber muss nun mit seinen Kollegen das Rätsel lösen, weshalb der Tote ertrunken ist und zwar nicht im Meer. Katrin arbeitet zwar als Köchin in einer Kurklinik und ich erfahre dadurch einiges über ihre Arbeit, aber nun entdeckt Katrin ihren Spürsinn und sie will unbedingt mitmischen.
Die Autorin hat alles so gut geschildert und mich an das Buch gefesselt. Verdächtige gab es reichlich, aber ich hatte keinen der Beteiligten in Verdacht und war am Ende überrascht. Zwischen den Kapiteln gab Anette Schwohl noch interessante Hinweise, denn ich konnte immer wieder Tagebucheintragungen lesen, was sehr aufschlussreich war. Außerdem gab es einige Nebenschauplätze, die durchaus humorvoll geschildert wurden.
Fazit:
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Folgen gibt, in denen Katrin und Dirk eine wichtige Rolle spielen. Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.
Anett H.
aus Brandenburg
5/5
07.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Mord im Kurort
„Katrin Lund und der Tote am Leuchtturm“ von Anette Schwohl, KBV-Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 312 Seiten gelesen, die in 35 Kapitel eingeteilt sind. Am Ende bekommt man noch das Rezept von Katrins Caponate.
Auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit findet Katrin einen nackten, toten Mann auf einer Bank am Böhler Leuchtturm. Bis die Polizei anrückt, siegt ihre Neugierde und sie schaut sich den Toten genau an, der ihr bekannt vorkommt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Peer Petersen, den Physiotherapeuten einer Seniorenresidenz handelt.
Hauptberuflich ist Katrin Küchenchefin in der Kurklinik ‚Ebbe und Flut‘. Aber aufgrund des begrenzten Budgets kann sie sich nicht kreativ entfalten und fühlt sich unterfordert. Da kommt ihr so ein Mord gerade recht. Da Katrins Mutter in der Seniorenresidenz gerade wegen einer Reha-Maßnahme wohnt, hört sie sich ein bisschen um.
Sie lernt den sympathischen KHK Dirk Huber kennen, die Familie des Toten und auch einige Senioren, die ebenfalls ihre Ohren offenhalten.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war so angenehm zu lesen, dass ich einfach nicht aufhören konnte. Die Handlung war spannend, die kulinarischen Beschreibungen machten Appetit und die Gegend wird charmant beschrieben.
Der Fall selber ist schockierend, macht traurig und wütend.
Die Charaktere wurden sehr authentisch dargestellt. Katrin war mir sehr sympathisch, sie war zwar neugierig, aber nicht auf eine so sehr aufdringliche Art. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, ihrer Schwester und der Nichte. Ansonsten unterhält sie eine langjährige Beziehung zu ihrem Freund Sebastian. Nun kommt aber KHK Huber in ihr Leben und wirbelt so einiges durcheinander. Diesen fand ich auch toll. Viele Morde gibt es vor Ort nicht und nun kann er zeigen, was in ihm steckt. Er macht seine Sache sehr gut.
Zwischendurch kocht Katrin natürlich auch, beruflich wie privat, die leckersten Gerichte, was relativ detailliert beschrieben wurde und man hätte gleich mitkochen können. Der Appetit war jedenfalls schon da.
Auch das Cover hat mir sehr gefallen. Der Leuchtturm vor dem düsteren Hintergrund wirkt ziemlich einsam. Es ist ein gelungener Auftakt der Reihe und ich möchte mehr davon lesen.
Borkum
aus Kierspe
4/5
08.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Neugierige Köchin auf Ermittlungstour
Die Köchin Katrin Lund findet auf ihrem morgendlichen Weg zur Arbeit eine nackte Leiche am Leuchtturm. Nachdem sie festgestellt hat, dass es sich um den Physiotherapeuten der Seniorenresidenz handelt, in der ihre Mutter zurzeit weilt, gibt es für sie kein halten mehr. Katrin Lund ist die Neugierde in Person und versucht mit Hilfe ihrer Mutter, den Täter zu entlarven.
Auch wenn ich sowohl Katrin Lund als auch den Kommissar Huber nicht immer realistisch dargestellt fand, mochte ich beide ganz gut leiden. Die übrigen Protagonisten spielen eher eine untergeordnete Rolle.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, aber insgesamt fehlte es mir an Spannung. Mir gefielen die landschaftlichen Beschreibungen und bei den kulinarischen Kreationen lief mir teilweise das Wasser im Mund zusammen.
Mir gefiel die Idee in einem Krimi den Umgang mit den älteren Herrschaften in Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen zu thematisieren.
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe, die sicher noch Luft nach oben hat.
literaturwohnung
2/5
04.07.2023
Buch (Taschenbuch)
„Nur manchmal wünschte sie…
„Nur manchmal wünschte sie sich, in ein Zuhause zu kommen, in dem nicht auch noch Arbeit auf sie wartete, wo sie alles von sich abfallen lassen konnte und einfach nur entspannen.“ In dem Buch geht es um Katrin, die eigentlich in der Küche arbeitet, doch prompt zur Hobbyermittlerin wird, als sie einen nackten Leichnam am Böhler Leuchtturm entdeckt. Prompt sind wir im Geschehen und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Autorin sprach in der Lesung von einem Wohlfühlkrimi, was finde ich, nur teilweise passt. Es ist von allem etwas. Eine Prise Krimi, ein bisschen Liebe und ein bisschen interessanter Reiseführer. Anhand dessen kommt nicht wirklich Krimistimmung auf – was ich schade fand, denn die Geschichte klang interessant, nicht nur bei der Lesung, in der mich die Autorin mitriss. Katrin macht sich sehr gut als Hobbyermittlerin und auch in Bezug auf den Kommissar Dirk Huber, der die Augen nicht von ihr lassen kann. Ein witziges Duo, wie ich fand. Dennoch blieben die Charaktere blass und hatten wenig bis keine Ecken und Kanten. Die Einzige, die ich gut fand, war Katrins Mutter. Die hatte die nötige Würze in die Geschichte gebracht. Zudem spürte ich von Katrins Leidenschaft Köchin zu sein eher wenig. Es ließ sich dank des leichten Schreibstils gut lesen und war damit schnell ausgelesen. Was mir aber auffiel, waren manche Dialoge, wo ich nicht recht wusste, wen der Protagonist, in dem Fall Dirk Huber, nun ansprach. Zum Teil war die Handlung auch sehr sprunghaft bzw. zu schnell abgehandelt oder es wurde zu wenig erklärt. Beispiel hierfür wäre das Durcheinander mit dem Toten. Katrin kennt ihn nicht, dann plötzlich fällt ihr ein, wo sie ihn schon einmal gesehen hat. Dagegen spricht nichts. Genaugenommen hat sie ihn im Enzian, wo ihre Mutter derzeit gepflegt wird, gesehen. Der Tote trug dort seine blaue Arbeitskleidung. Später beim Kochen mit den Herren und Damen, fragt sie, wer er war und eine ältere Dame erzählt, dass man Physiotherapie bei ihm buchen konnte. Wenn sie doch ihre Mutter derzeit dort versorgen lässt, wieso weiß sie das dann nicht? Ich gehe da von mir aus. Wenn ich meine Eltern in eine Seniorenresidenz gebe, um sie dort pflegen zu lassen, möchte ich doch etwas über dieses erfahren. Wer sind die Menschen, die dort arbeiten? Wer ist zuständig? Was für Anwendungen erhalten sie nach der Operation? Katrin ist also mit Scheuklappen dorthin. Zu der Zeit fällt übrigens auch nicht der Name des Verstorbenen. Auch in den Gesprächen mit dem Kommissar fällt er in keiner Weise. Katrin tappt nach wie vor im Dunkeln. Nur einige Seiten weiter, so wie der Zufall will, wusste sie natürlich plötzlich den Namen des Mannes. Keiner hat ihn erwähnt, aber sie wusste ihn und auch, dass er an ihr vorbeilief. Geistesblitz! Klar, sonst würde die Ermittlung ja nicht weitergehen. Aber anstatt dem Kommissar den Namen zu verraten, behält sie ihn für sich. Ich finde, dass man noch mehr daraus hätte machen können und fand es insgesamt sehr plump und zu einfach. Immerhin ist Katrin eine erwachsene Frau und wenn sie nichts über den Physiotherapeuten gewusst hätte, dann eben ihre Schwester oder ihre Mutter. Die lebt ja immerhin derzeit im Enzian. Aber auch sie hatte wahrscheinlich die Scheuklappen auf. Zudem griff der Zufall der Protagonistin oft unter die Arme, anstatt mal selbst den Kopf anzustrengen. Manche Kapitel haben mehr Platz bekommen, andere weniger. Von manchen Situationen hätte ich gern mehr gelesen, daher wirkte manches etwas stumpf auf mich. Zudem gab es hier und da auch kleinere Logiklöcher, die mich kurzzeitig aus der Geschichte rissen, weil ich nicht wusste, wo ich nun war. Beispiel: Zuerst waren sie im Wohnzimmer, dann beim Essen am Esstisch, um dann wieder ins Wohnzimmer zu gehen. Hatten sie es überhaupt verlassen? Mir fehlte die bildliche Ausarbeitung und der Bezug zu dem vorigen Moment. Das machte es mir manchmal schwer zu folgen und wieder hineinzufinden. Ebenso ging Huber mit einem Polizisten in ein Haus hinein, um den dann einfach eiskalt dort stehen zu lassen und allein wegzufahren. Jetzt im Juli erscheint der zweite Roman um Katrin Lund und ich hoffe, dass dieser mich begeistern kann. „Der Tote am Leuchtturm“ konnte das leider nicht. Es gibt noch ganz viel Luft nach oben und ich würde mir wünschen, dass mich der zweite Band dieses Mal abholt.
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