Ihre Berührung kann töten. Sein Geheimnis könnte sie beide das Leben kosten.
Von ihren Vorfahren hat Nhika die Fähigkeit geerbt, Körper mit nur einer Berührung zu manipulieren - magische Heilkräfte, zumindest im Glauben ihres Heimatlandes. Doch Nhikas Volk wurde ausgerottet, und im technokratischen Stadtstaat Theumas sind Menschen wie sie als brutale Mörder verschrien und gefürchtet. Als Nhika im Geheimen versucht, einer kranken Frau zu helfen, wird sie erwischt und an die Meistbietenden versteigert: die Aristokratenfamilie Congmi, deren Oberhaupt kürzlich ermordet wurde. Ein mächtiger Mann ist tot, und der einzige Zeuge liegt im Koma - plötzlich sind Nhikas Fähigkeiten gefragt. Während sie unfreiwillig immer tiefer in die Mordermittlungen hineingezogen wird, begegnet ihr ständig der mysteriöse Arztgehilfe Ven Kochin. Nhika weiß, dass sie niemandem vertrauen darf, doch sie braucht Hilfe, denn eins wird ihr schnell klar: Falls sie scheitert, steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
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Ein Must Read für Fantasy Fans!
Sue Timeless am 04.05.2026
Bewertungsnummer: 3128284
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Verlorenes Herz"... oder eher die Frage, wie viel Schmerz ein Mensch ertragen kann, bevor aus Angst irgendwann Wut wird...
Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen.
Wirklich.
Nur mal schauen, ob mich die Geschichte gerade abholen kann...
Tja.
Und plötzlich sitze ich Stunden später da und starre emotional leicht zerstört gegen die Wand, weil dieses Buch mich komplett eingesogen hat.
Schon die ersten Seiten haben bei mir diese typische "ich lese nur noch ein Kapitel"-Sogwirkung ausgelöst.
Diese düstere Atmosphäre, die Mischung aus Magie, Medizin, Gewalt, Intrigen und unterschwelliger Romance...
Bitte WAS war das denn bitte für eine Kombination???
Doch worum geht's überhaupt?
Nhika gehört zu einem Volk, das fast vollständig ausgelöscht wurde. Durch ihre Gabe kann sie mit bloßen Berührungen Körper manipulieren und heilen... oder töten.
Im Stadtstaat Theumas gelten Menschen wie sie allerdings nicht als Heiler, sondern als Monster.
Als Nhika entdeckt wird, landet sie unfreiwillig mitten in einer Mordermittlung rund um eine mächtige Adelsfamilie und begegnet dort dem mysteriösen Ven, bei dem ich wirklich durchgehend nicht wusste, ob ich ihm vertrauen oder ihn anschreien soll.
Was mich hier aber am meisten begeistert hat, war diese komplette Stimmung des Buches.
Alles wirkt bedrückend, gefährlich und irgendwie hoffnungslos... und genau deshalb haben kleine Momente von Nähe oder Vertrauen plötzlich so unglaublich viel Gewicht.
Dieses Buch lebt nicht nur von seiner Handlung, sondern vor allem von diesem permanenten Gefühl, dass jederzeit alles eskalieren könnte.
Ich mochte außerdem unglaublich gerne, dass Nhika keine perfekte Heldin ist.
Sie trägt Angst, Einsamkeit und Schuld mit sich herum und genau das hat sie für mich so greifbar gemacht.
Dieses Gefühl nirgendwo wirklich hinzugehören... ständig vorsichtig sein zu müssen... immer überlegen zu müssen, wem man vertrauen darf...
Das war stellenweise fast greifbarer als die eigentliche Fantasy Handlung.
Und dann VEN.
Ich sags euch wie es ist...
Ich habe diesem Mann ungefähr alle drei Kapitel abwechselnd vertraut, misstraut, ihn verdächtigt und dann doch wieder gefeiert.
Diese Dynamik zwischen den beiden war einfach SO gut geschrieben, weil sie sich eben nicht sofort perfekt oder kitschig anfühlt.
Außerdem liebe ich Bücher, die Fantasy mit etwas Düsterem und fast schon Thriller-artigem verbinden.
Die Mordermittlungen, die Geheimnisse und dieses ständige Rätseln darüber, wer hier eigentlich welches Spiel spielt, haben mich komplett an die Seiten gefesselt.
Und können wir bitte kurz über dieses Worldbuilding reden?
Diese Mischung aus technologischem Fortschritt, düsterer Fantasy und dieser fast schon neblig-kalten Atmosphäre war einfach unglaublich bildhaft.
Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl selbst durch diese Straßen zu laufen oder direkt neben den Figuren in diesen bedrückenden Räumen zu stehen.
Für mich war "Verlorenes Herz" definitiv keine 08/15 Fantasy.
Es ist düster, emotional, stellenweise brutal und gleichzeitig voller leiser Momente, die einem plötzlich das Herz weich machen.
Die Art von Buch, bei der man nach dem Zuschlagen erst mal die Zimmerdecke anstarrt und kurz verarbeiten muss, was man da eigentlich gerade gefühlt hat.
Wenn ihr morally grey Charaktere liebt, düstere Fantasy mit Atmosphäre sucht und Geschichten mögt, die gleichzeitig spannend, melancholisch und emotional sind...
Dann solltet ihr dieses Buch definitiv im Auge behalten.
Fantasy with a twist
Bewertung am 09.03.2026
Bewertungsnummer: 3070498
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als "Verlorenes Herz" von Vanessa Le bei mir ankam, hat mich zuerst tatsächlich das tolle Cover beeindruckt. Es wirkt düster, etwas geheimnisvoll und passt sehr gut zu der Atmosphäre der Geschichte. Die Gestaltung vermittelt schon vorab, dass man sich auf eine eher dunkle Fantasywelt einstellen kann – genau das bekommt man beim Lesen dann auch geboten.
Besonders interessant fand ich die Grundidee der Geschichte. Die Magie in diesem Buch fühlt sich ungewöhnlich an, weil sie stark mit dem menschlichen Körper und medizinischen Eingriffen verbunden ist. Dadurch wirkt diese Welt ganz anders als mir bekannte, klassische Fantasy-Settings. Für mich war das einer der größten Reize beim Lesen, weil sich das Ganze frisch und originell liest. Die Handlung entwickelt sich spannend, vor allem weil neben den fantastischen Elementen auch Intrigen und Geheimnisse eine Rolle spielen. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Geschichte hält einige Wendungen bereit, die mich neugierig weiterlesen ließen.
Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen. Er ist angenehm flüssig und lässt sich leicht lesen, ohne dabei flach zu wirken. Besonders gelungen fand ich die detaillierten Beschreibungen, durch die ich mir die Welt und ihre Stimmung sehr gut vorstellen konnte. Man merkt, dass die Autorin viel Wert auf die Darstellung der Umgebung und der Emotionen gelegt hat. Dadurch entsteht beim Lesen eine Atmosphäre, die wirklich gut zur Handlung passt :)
Auch die Figuren haben für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht. Die Protagonistin wirkt nicht perfekt oder unbesiegbar, sondern eher wie jemand, der mit schwierigen Entscheidungen und eigenen Zweifeln klarkommen muss. Gerade diese Unsicherheiten machen sie für mich glaubwürdig und menschlich. Auch die Nebenfiguren haben Persönlichkeit und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte weiter, was ich immer besonders wichtig finde, damit die Handlung nicht zu vorhersehbar ist.
Insgesamt habe ich "Verlorenes Herz" sehr gern gelesen. Die ungewöhnliche Art von Magie, die atmosphärisch beschriebene Welt und die vielseitigen Charaktere machen den Roman zu einem spannenden Einstieg in die Reihe. Ich würde das Buch vor allem Leserinnen und Lesern empfehlen, die Fantasy mögen und Lust auf eine etwas andere Geschichte haben.
Meinung aus der Buchhandlung
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Erstmal ein wunderschönes Buch mit tollem Setting. Die Welt fand ich super ausgearbeitet mitsamt historischem Hintergrund und dem Klassensystem. Die Gabe der Heartsooths/Bloodcarver finde ich unglaublich spannend, vor allem, wie hier auch Anatomie und Medizin mit eingebracht werden. Leider hat es für mich dann an der Umsetzung gehapert. Der erste Teil des Buchs war extrem schleppend, erst gegen Ende fand ich es wirklich spannend. Dann war da noch eine Liebesgeschichte. Die kam auch recht spät. Ich würde es allerdings nicht Slow-Burn nennen. Erst ist er kaum aufgetaucht und wenn, dann waren es passiv-aggressive feindliche Begegnungen, und später waren sie irgendwie sofort nach zwei Tagen unsterblich ineinander verliebt. Das war etwas sehr plötzlich.
Fazit: tolle Idee, Umsetzung mittelmäßig.
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