Produktbild: Ein anderer Takt
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Ein anderer Takt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/3 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Dirk van Gunsteren

Sprache

Deutsch

EAN

2710001974078

Beschreibung

Rezension

»Man hat es hier wirklich mit einem Meisterwerk zu tun, und man kann es gar nicht verstehen, dass dieser Roman in Vergessenheit geraten ist.« ("3sat Buchzeit")
»Kühn und perspektivisch raffiniert legt der Afroamerikaner William Melvin Kelley seine Parabel auf die Südstaaten an.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ein spannender Roman.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Tolles Buch!« ("3sat Buchzeit")
»Fabelhaft.« ("Frankfurter Rundschau")
»William Melvin Kelleys ›Ein anderer Takt‹ hat seinen Platz unter den Klassikern der afroamerikanischen Literatur unbedingt verdient.« ("SWR2 lesenswert Magazin")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/3 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Dirk van Gunsteren

Sprache

Deutsch

EAN

2710001974078

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: vertrieb@hoca.de

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  • lisolino

    5/5

    13.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    immer noch zeitlos

    Ein anderer Takt hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte entwickelt einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Wie reagieren die Menschen wenn ein ganzer Bevölkerungsteil eine Stadt, ja einen ganzen Staat verlässt und niemand weiß warum. Erst neugierig und amüsiert, dann verständnislos und dann zunehmend aggressiv beobachtet die weiße Bevölkerung wie die farbige Bevölkerung ausnahmslos die Stadt verlässt. Dieses Geschehen wird im Buch von der Seite der weißen Bevölkerung, aus wechselnden Perspektiven, beschrieben. Dabei entfaltet sich nach und nach ein Szenario, das letzten Endes dem Leser nur Erklärungsansätze bietet. Besonders beeindruckt hat mich, wie aktuell das Buch trotz seines Alters wirkt. Viele der Themen und Fragestellungen haben bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren und regen auch heute noch zum Nachdenken an.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    14.09.2022

    eBook (ePUB 3)

    Was wäre, wenn alle einfach gegangen wären

    Der Roman spielt in Sutton, einer kleinen Stadt in einem imaginären Südstaat der USA. Im Juni 1957 versalzt Tucker Caliban, ein junger afroamerikanischer Farmer, sein Feld, schlachtet sein Pferd und seine Kuh, brennt sein Haus nieder und verlässt den Staat – woraufhin ihm dies die gesamte schwarze Bevölkerung gleichtut. Obwohl die Handlung des Romans vom autonomen Handeln von Afroamerikanern abhängt, wird die Geschichte ausschliesslich aus der Sicht der weissen Stadtbewohner erzählt. Diese Erzählungen reichen dabei von offen bis wohlmeinend rassistisch, stets aus dem Gestus der moralischen Überlegenheit gegenüber den Schwarzen. Kelley verrät dabei seine Figuren nicht, sie werden mit viel Feingefühl gezeichnet. Der Roman ist hervorragend komponiert. Ein aussergewöhnlicher Roman, der lange nachhallt.

  • H. P. Wicki

    aus Schindellegi

    5/5

    07.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Subtil erzählter Roman zum Verhältnis der Schwarzen und Weissen im Süden der USA

    William Melvin Kelley ist ein amerikanischer Autor, der neu entdeckt wurde. Er wird im Klappentext des Buches, das 1962 erstmals erschienen ist, als ein Gigant der amerikanischen Literatur bezeichnet, und das wohl zu recht. Er schildert, wie der schwarze Farmer Tucker Caliban mit Salz sein Land unfruchtbar macht, seine Tiere tötet, seine Farm anzündet und mit seiner Familie den Bundesstaat verlässt. Es beginnt ein Exodus aller Schwarzen aus dem Bundesstaat, der noch immer von der Rassentrennung geprägt ist. Dieser Exodus wird aus Sicht der weissen zurückgebliebenen Mitbürgerinnen und Mitbürger beobachtet und beschrieben. Man fühlt förmlich, wie die Weissen dieses unerhörte Ereignis einzuordnen versuchen, und die Schwarzen ihre Würde zu erringen versuchen. Das Buch ist fantastisch geschrieben, man findet nicht nur die Gegensätze sondern gerade auch die Zwischentöne, atmosphärisch und dicht, ein Meisterwerk.

  • F. Himmelstorfer

    aus Linz

    5/5

    15.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Schwarze Geschichte, weiße Stimme

    In einem fiktiven Staat im Süden Amerikas der 50er Jahre streut der schwarze Farmer Tucker Caliban Salz auf seine Felder, tötet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und macht sich auf den Weg in Richtung Norden. Die Weißen aus der Stadt und den umliegenden Farmen stempeln ihn als verrückt ab, schieben es auf sein afrikanisches Blut, das durchkommt. Doch plötzlich machen sich immer mehr Schwarze auf den Weg Richtung Norden. „Ein anderer Takt“ ist mehr als eine Geschichte über Rassismus. Kelley erzählt die Geschichte aus der Sicht einer weißen Familie, die Tucker Caliban wohlwollend gegenübersteht. Die Familie begrüßt es, dass die junge Bethrah das College besuchen möchte, schüttelt aber den Kopf, als Tucker selbstständig eine Farm bewirtschaften möchte. Darin liegt der Kunstgriff in Kelleys Roman. Er erzählt von einem gewaltlosen Aufbegehren der Schwarzen aus der Sicht weißer Privilegierter, die vermeintlich dafür sind, dass die schwarze Bevölkerung mehr Rechte erhält, die Schwarzen aber unterschwellig trotzdem als nicht gleichberechtigt sieht. Ich war zu Anfang verwirrt und dann sehr beeindruckt von Kelleys Roman, der in Anbetracht seiner Zeit von bemerkenswertem Gespür zeugt.

  • Bewertung

    aus Issum

    5/5

    14.11.2019

    eBook (ePUB 3)

    Tucker Caliban - ein eigenartiger Rebell

    Buchmeinung zu William Melvin Kelley – Ein anderer Takt „Ein anderer Takt“ ist ein Roman von William Melvin Kelley, der 2019 bei Hoffmann und Campe in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren erschienen ist. Der Titel der amerikanischen Originalausgabe lautet „A Different Drummer“ und ist 1962 erschienen. Zum Autor: William Melvin Kelley wurde 1937 in New York geboren. Mit vierundzwanzig Jahren veröffentlichte er seinen bis heute gefeierten Debütroman A Different Drummer. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Paris und auf Jamaika kehrte er mit seiner Familie 1977 nach New York zurück und unterrichtete am Sarah Lawrence College Kreatives Schreiben. Für seine Romane, Kurzgeschichten, Essays und Filme wurde Kelley vielfach ausgezeichnet. Er starb 2017 in Harlem. Klappentext: Die kleine Stadt Sutton im Nirgendwo der Südstaaten. An einem Nachmittag im Juni 1957 streut der schwarze Farmer Tucker Caliban Salz auf seine Felder, tötet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und macht sich auf den Weg in Richtung Norden. Ihm folgt die gesamte schwarze Bevölkerung des Ortes. Meine Meinung: Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht besonders. Dies fängt mit der Hauptfigur Tucker Caliban an, der der erste schwarze Farmer in Sutton gewesen ist. Seine Gedanken kommen kaum vor – es werden die Ergebnisse seines Tuns aus mehreren Perspektiven betrachtet. Er ist ein friedlicher Bürger, der ruhig und scheinbar zufrieden sein Leben gefristet hat. Dann vernichtet er von einen Tag auf den anderen seine Existenz und verlässt mit seiner Familie den Ort. Dies ist der Auslöser für eine friedliche Massenflucht aller schwarzen Bewohner des Ortes. Die Beobachter dieser Flucht sind zuerst überrascht und dann irritiert. Warum verlassen die schwarzen Bewohner den Ort? Sie werden nicht bedroht und doch ziehen alle fort. Die weißen Bewohner verstehen es nicht, aber sie merken, dass sich auch ihr Leben ändern wird. Auch ein wohlhabender schwarzer Priester aus dem Norden schaut sich die Lage vor Ort an und ist vom Tun Tucker Calibans fasziniert. Tucker bewegt mit seinem Tun mehr, als die lautstarken Proteste in anderen Orten. Die Sprache ist einfach und die Handlung überschaubar. Und doch übt die Geschichte Faszination auf den Leser aus. Ganz automatisch kommt man ins Grübeln und fragt sich, warum diese Massenflucht einsetzt. Aus den Schilderungen der weißen Bevölkerung wird klar, dass das Zusammenleben zwar friedlich, aber nicht gleichberechtigt gewesen ist. Das ist der einzige Grund. Fazit: Dieses Buch hat mich trotz der vorgeblichen Schlichtheit zum Nachdenken gebracht. Es ist ein faszinierender Appell für die Gleichberechtigung aller Menschen. Deshalb fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung.

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Bewertungen (7)

  • Produktbild: Ein anderer Takt
  • Cover
    Titelseite
    William Melvin Kelley – Foto
    Den größeren Teil von [...]
    Der Staat
    Der Afrikaner
    Harry Leland
    Mister Leland
    Ein Geburtstag im Herbst vor langer Zeit
    Die Willsons
    Dymphna Willson
    Dewey Willson III.
    Camille Willson
    David Willson
    Die Männer auf der Veranda
    Nachwort
    William Melvin Kelley
    Biographien
    Impressum