Produktbild: Wo vielleicht das Leben wartet
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Wo vielleicht das Leben wartet Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.08.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

591

Maße (L/B/H)

22,1/13,4/5,1 cm

Gewicht

729 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Эшелон на Самарканд

Übersetzt von

Helmut Ettinger

Sprache

Deutsch

EAN

2710001975686

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Warum sollte man das lesen? Weil die Autorin an die Wurzeln der Menschlichkeit geht, weil sie so schreibt, dass man fühlt und begreift, wie sich auch mit diesem Buch ein Vorhang vor so lange verdeckten oder beschönigten Tatsachen hebt.« ("Frankfurter Rundschau")
»Wie aus einem dermaßen harten Material ein so glänzendes Gewebe werden konnte, man staunt. Die 591 Seiten möchte man verschlingen. So gebannt ist man von dem, was man sieht. Ja, sieht: Denn das war schon immer das Talent von Gusel Jachina – lebendige Szenen vor unseren Augen erstehen zu lassen. Die Vorstellungen, wie sie beim Lesen ohnehin entstehen, werden bei ihr auf eine geheimnisvolle Weise verstärkt.« ("Neues Deutschland")
»Die Autorin stützt sich für ihren Roman auf eine Vielzahl von historischen Berichten über die Jahre der Hungersnot sowie auf authentische Erinnerungen von Betroffenen. Manchmal ist es mental schwer auszuhalten. Doch ihre Kunst zu erzählen, so drastisch die Ereignisse auch sind, geht ans Herz und unter die Haut, ›weil doch jeder irgendwie Mensch bleiben muss – auch in diesem alles verschlingenden Chaos‹«. ("LesArt")
»Gusel Jachina baut ihren Roman wie einen Heldenmythos auf. Und tatsächlich schafft sie den Spagat, das Unerträgliche durch eine zuweilen romantisierende, bewusst an russische Märchen erinnernde, kraftvoll bildhafte Sprache ertragbarer zu machen.« ("Bayerischer Rundfunk Diwan")
»Eine ungeschminkte Auseinandersetzung mit einem Kapitel der Sowjetgeschichte und ein Roman der starken Emotionen.« ("Buch-Magazin")
»Es [bleibt] der große Verdienst von Gusel Jachina, auch in diesem Roman wieder den Fokus auf wenig bekannte und dunkle Kapitel der sowjetischen Geschichte gelegt zu haben.« ("Deutschlandfunk Kultur")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.08.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

591

Maße (L/B/H)

22,1/13,4/5,1 cm

Gewicht

729 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Эшелон на Самарканд

Übersetzt von

Helmut Ettinger

Sprache

Deutsch

EAN

2710001975686

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    18.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Meisterwerk

    Gusel Jachina erzählt mit viel Herz und grosser Einfühlsamkeit und zeichnet ein berührendes Bild einer unfassbar tragischen Zeit. Die vielschichtigen und zutiefst menschlichen Figuren sowie der spannende Aufbau machen den Roman besonders eindrucksvoll.

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    14.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pure Erzählkraft!!!!

    Gusel Jachina ist eine russische Autorin tatarischer Abstammung, die mit diesem Buch ihren dritten ins Deutsche übersetzte Roman vorlegt. Zwischen 1921-23 herrschte in Sowjetrussland eine große Hungersnot, die 5 Millionen Menschen das Leben kostete. In dieser Zeit spielt dieser herausragende Roman. Ein ehemaliger Soldat der Kommunisten wird beauftragt, einen Zug mit 500 Kindern von Hasan nach Samarkand zu bringen, um diese vor dem Hungertod zu bewahren. Dejew heißt dieser Held und er wird begleitet von Belaja der staatstreuen Kommissarin, die das große Ganze im Blick behält, Fatima, die warm und weich und ganz Frau ist, weiteren Betreuerinnen, Bug dem starken Riesen und dem Lokführer. Wochenlang ist der Zug durch die unendlichen Weiten unterwegs, immer wieder gibt es Probleme und Störfälle, bis sie schließlich dort ankommen, wo vielleicht das Leben wartet. Dieses Buch ist so unglaublich ergreifend und traurig, sprachlich aber so zärtlich und fantasievoll und so stark wegen der Wunder die geschehen, das man es als Leser aushält und das Buch nicht mehr aus der Hand legt. Eine Geschichte voller Helden, 590 Seiten geballte Erzählkraft, zum Lachen und zum Weinen, einfach großartig! Jetzt schon ein Highlight dieses beginnenden Bücherjahres!

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    25.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Weg nach Samarkand

    Die Autorin und Filmemacherin Gusel Jachina nimmt uns in ihrem neuen Roman „Wo vielleicht das Leben wartet“ mit zurück in die russische Geschichte. Kasan, eine Stadt in der Republik Tartastan am Ufer der Wolga. Wir schreiben das Jahr 1923. Der Bürgerkrieg hat unzählige Opfer gefordert. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren. Teils wurden sie getötet, teils haben sie die Kinder ihrem eigenen Schicksal überlassen, weil sie sich nicht mehr imstande sind, sie zu ernähren. Es fehlt an allem, die Lage ist aussichtslos. Dejew, der ehemalige Rotarmist und jetzt Zugführer bei der Transportabteilung, erhält den Auftrag, 500 bis auf die Knochen abgemagerte Heimkinder im Alter zwischen zwei bis zwölf Jahren in die landwirtschaftlich geprägte Region um Samarkand zu bringen. 4200 Kilometer bis an einen Ort, wo es noch genug zu essen gibt, die Überlebenschancen besser als in der Heimat sind und wo vielleicht das Leben auf sie wartet. Keine leicht Aufgabe, denn es liegt eine lange und entbehrungsreiche Fahrt durch schwieriges Gelände einem klapprigen Sanitätszug vor ihnen. Es fehlt an Heizmaterial für die Lok, aber auch an Proviant, Medikamenten und Kleidung, selbst Seife ist knapp, aber Not macht erfinderisch und zwischendurch gibt es auch manchmal Hilfe von unerwarteter Seite. Dejew fühlt sich für jedes einzelne Kind verantwortlich und tut alles dafür, dass diese Mission erfolgreich ist. Deshalb handelt er, wenn es die Umstände erfordern, auch gegen die Anweisungen seiner Begleiterin Belaja, einer Moskauer Kommissarin der „Kommission zur Verbesserung des Lebens der Kinder“, die die korrekte Durchführung des Transports überwachen soll und sich ihrem Auftrag und weniger sentimentalen Emotionen verpflichtet fühlt. Aber fünf Wochen sind ein langer Zeitraum, in dem sich viel verändern kann. Der in Kasan geborenen Autorin ist mit diesem auf historischen Fakten beruhenden Roman ein eindrucksvolles, berührendes Roadmovie gelungen. Sie schreibt gegen das Vergessen an, will die dunklen Kapitel in der Geschichte ihres Heimatlandes aufzeigen. Das ist es, was all ihre Romane kennzeichnet. Dabei wechselt sie gekonnt zwischen an die Nieren gehenden realistischen Beschreibungen und zuversichtlichen, Hoffnung verbreitenden Bildern von tiefer Menschlichkeit. Und ja, man mag es kitschig nennen, aber es sind die empathisch geschilderten Einzelschicksale, die in Erinnerungen bleiben. Die Zuversicht in hoffnungsloser Lage vermitteln und die Bereitschaft zur Verständigung fördern, letzteres die Mission von Gusel Jachina. Auf den Seiten 572 – 576 sind übrigens die Kosenamen aller Kinder aufgeführt, die nach langer Fahrt wohlbehalten ihr Ziel in Samarkand erreicht haben.

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    30.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend und lesenswert…

    Beklemmend und lesenswert „Die Jagd nach Seife, Verpflegung und Kohle für die Lok brachte nichts, doch Dejew hatte das wichtigste Gesetz des Jägers verstanden, Augen und Ohren stets weit offen zu halten.“ (Zitat Pos. 4387) Inhalt Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges, der Aufstände und des Bürgerkrieges, verbunden mit Ernteausfällen und politischen Entscheidungen, führen in Russland zu einer katastrophalen Hungersnot, bei der Millionen Menschen sterben. Kinder landen in Kinderheimen und Sammelstellen. Fünfhundert dieser Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren soll der Zugführer Dejew von Kasan nach Samarkand bringen, unterstützt von der Kinderkommissarin Belaja. Den Auftrag erhält Dejew am 9. Oktober 1923, doch es gibt keinen Zug, so muss er zuerst eine Lokomotive und Waggons finden. Die Zeit drängt, sollen die Kinder eine Chance haben zu überleben. Die Strecke beträgt mehr als 4.000 Kilometer, die Reise wird mindestens vierzehn Tage dauern und er hat Verpflegung für genau drei, maximal vier Tage bekommen. Doch nicht nur das Essen fehlt, er braucht auch Kleidung, Medikamente für die Kinder, Kohle und Holz für die Lokomotive – es fehlt einfach alles. Doch Dejew, der ehemalige Soldat, der bisher nur Waren transportiert hat, ist fest entschlossen, die Kinder nach Samarkand zu bringen, durch den Bürgerkrieg und unwegsames Gelände, dorthin, wo es genug zu essen geben soll. Seine Ideen und sein persönlicher Einsatz sind waghalsig, kreativ und sehr gefährlich. Thema und Genre In diesem Roman mit geschichtlichem Hintergrund geht es um die Hungersnot in Russland in den 1920er Jahren, das Leben der Menschen, vor allem der Kinder. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, Obrigkeit, Mut, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Liebe, aber auch um Bürgerkrieg, Gewalt und Vorurteile und auch um Schuld und Sühne. Charaktere Als ehemaliger Soldat ist der junge Dejew von seinen Erinnerungen traumatisiert. Er ist mutig, scheut keine Gefahren, verzweifelt, wütend und zornig, wenn es ihm nicht gelingt, die dringend notwendigen Dinge zu erhalten. Er beugt sich keiner Obrigkeit und seine beinahe Vorurteile bleiben auch dort bestehen, wo er auf Menschlichkeit trifft. Handlung und Schreibstil Die Geschichte wird chronologisch erzählt, in sieben großen Kapiteln, die als Überschrift jeweils die Anzahl der Menschen tragen, die im Mittelpunkt stehen, und dazu den betreffenden Teil der Strecke. Im Laufe der Handlung ergänzen Erinnerungen der einzelnen Figuren die aktuellen Ereignisse. Diese Vorgeschichten der Figuren zeigen jeweils die eigene Entwicklung, Vergangenheit, prägende Erlebnisse und erklären ihren Charakter näher, ihre Einstellung und Handlungen in der Hauptgeschichte. So wird Verhalten, über das man sich beim Lesen zuvor manchmal gewundert hat, erklärt und nachvollziehbar. Spannende Situationen wechseln ab mit Schilderungen von politischen Hintergründen, des Umfeldes und der Natur, die dieser Zug auf seiner langen Reise durchquert, sowie der Gedanken und Befindlichkeiten der einzelnen Hauptfiguren. Diese ausführlichen Schilderungen und die sich wiederholenden ähnlichen Beschreibungen des Zustandes der hungernden Kinder führen trotz der erschütternden Eindrücklichkeit zu Längen. Denn die Sprache spart nicht mit allen grausamen Details, um dann wieder extrem gefühlsbetont ins Schwülstige zu wechseln. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Fazit Eine eindringlicher, beklemmender Roman, geschrieben gegen das Vergessen. Eine packende Geschichte, interessante Hauptfiguren und faktische Hintergründe, lebhafte, sprachgewaltige Schilderungen, obwohl ich mir gerade hier manchmal eine leisere Sprache gewünscht hätte, machen dieses Buch lesenswert.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    26.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Mensch sein

    Der ehemalige Soldat Dejew bekommt den Befehl, fünfhundert Kinder von Kinderheimen und Sammelstellen abzuholen und mit dem Zug von Kasan nach Samarkand zu bringen, um diese vor dem Hungertod zu bewahren. Dieser Auftrag ist ungewöhnlich für Dejew, der trotz seines jungen Alters bereits im Bürgerkrieg gekämpft hat, denn bisher transportierte er Waren und keine Personen, geschweige denn elternlose Kinder. Es ist das Jahr 1923, es herrscht große Hungersnot im Wolgagebiet, genauso wie im restlichen Land. Die Reise steht unter keinem guten Stern, denn es fehlt alles, was man auf einer solchen Reise benötigt. Dejew nimmt die Herausforderung an und kommt schon bald an seine Grenzen. „Dejew war ein einfacher Mann und liebte einfache Dinge. Zum Beispiel, wenn einer die Wahrheit sagte. Wenn die Sonne aufging. Wenn ein unbekanntes Kind ihm ein sattes, sorgloses Lächeln schenkte. Wenn Frauen sangen, oder auch Männer. Er liebte Alte und Kinder, er war ein Menschenfreund.“ (Seite 91) Dieses ungewöhnliche Buch lässt mich erschüttert zurück. Ich habe bereits oft am Rande über die Hungersnot in der Sowjetunion gelesen, mich aber nie mit dem Thema beschäftigt. Hier vermischt die Autorin Realität und Fiktion, wodurch eine ergreifende Geschichte entsteht, die so ähnlich tatsächlich passiert sein könnte. Die fremdländischen Namen und Bezeichnungen im Buch wurden nicht alle übersetzt oder erklärt, dies war aber auch nicht nötig. Daneben gab es zudem viele verschiedene Bevölkerungsgruppen, von denen ich noch nie gehört habe, aber auch diese Fülle erschwerte mir die Lektüre nicht. Die Autorin hat eine unglaubliche Gabe, so zu erzählen, dass diese Dinge zwar auffallen, aber den Lesefluss nicht behindern. Hier muss ich aber zusätzlich ein Kompliment an den Übersetzer aussprechen, der großartige Arbeit geleistet hat. Dejew ist die Hauptperson im Buch, aber da gibt es noch die Kinderkommissarin und Kinder, deren Sicht ich kennenlernen durfte. Dies war, besonders was die Kinder angeht, sehr emotional und stellenweise schwer zu ertragen, weil viele Erlebnisse zwar kindlich und unschuldig vorgetragen wurden, dadurch aber umso schwerer wogen. Es ist ein Unterschied, ob ein Erwachsener oder ein Kind beschreibt, wie ein Toter aussieht, besonders, wenn das Kind nicht wirklich versteht, was das tatsächlich heißt. Diese und anderen Beschreibungen haben mich oft an meine Grenzen gebracht, aber auch das Leid der Kinder und der Umgang mit ihnen haben dazu geführt, dass ich das Buch oft auf die Seite legen und mich förmlich sammeln musste. Auf der anderen Seite gab es aber viele Momente der Hoffnung und des kleinen Glücks, wenn etwa Hilfe erfolgte von einer Seite, von der man es nicht mal hätte erträumen dürfen. Auch der Einfallsreichtum und die Findigkeit von Dejew, der einfach nicht müde wurde, für diese ihm völlig fremden Kinder sein Leben aufs Spiel zu setzen, entlockte mir oft ein Lächeln und, so kitschig es auch klingt, bewirkte eine Wärme im Herzen. „Vielleicht können wir die Welt tatsächlich so drehen, wie wir es wollen? So verstehen, wie wir es wünschen?“ (Seite 399) Ein wunderbares Buch über Hoffnung, Menschlichkeit und Liebe und darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein. Eine Zeitreise in die Vergangenheit, die mir wieder einmal vor Augen führt, zu was ein Mensch fähig ist, wenn er nur will. Oder auch nicht. Von mir gibt es fünf Sterne mit Sternchen und eine Leseempfehlung.

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    Andreea Haug

    OSIANDER Wangen

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    5/5

    15.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neuer Lieblingsroman

    Ich finde Jachinas Schreibstil großartig! Auch ihr dritter Roman hat mich gefesselt und begeistert. Dejew, der Protagonist ist fest entschlossen über 500 Waisenkinder wohlbehalten von Kasan nach Samarkand zu bringen, koste es, was es wolle. Denn es ist entweder das, oder der Hungertod... Ein sehr emotionaler Roman über die dunklen Seiten der Geschichte und das Gute in Menschen.

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