Produktbild: Doppeltreffer

Doppeltreffer

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14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.09.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8192-1560-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.09.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8192-1560-5

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  • coala

    4/5

    02.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Ehrgeiz und Herzklopfen

    Mit Doppeltreffer bringt Sibi M. Siber frischen Wind in das Genre der Sports Romance. Statt Profifußball oder Highschool-Drama steht hier der Hochschulsport im Mittelpunkt, genauer gesagt das Florettfechten. Im Zentrum der Geschichte stehen Kate, ehrgeizig und zielstrebig mit klarer Olympia-Vision, und Amelie, ihr ehemaliges Idol, das dem Leistungssport längst den Rücken gekehrt hat. Zwei Frauen, zwei Lebensentwürfe und und eine Begegnung, die alles ins Wanken bringt. Vor allem die große Leidenschaft für den Fechtsport ist spürbar im Roman. Trainingsabläufe, Turniere und taktische Details werden mit viel Fachwissen und Hingabe geschildert. Das verleiht der Geschichte Authentizität und hebt sie angenehm von oberflächlichen Sportkulissen ab. Gleichzeitig kann diese Detailtiefe stellenweise aber auch etwas herausfordernd sein, gerade ohne Vorkenntnisse. Manchmal fehlt ein kleiner Anker, um jede Bewegung oder jeden Fachbegriff sofort einordnen zu können. Abseits der sportlichen Ebene entfaltet sich jedoch eine feinfühlige, glaubwürdige Liebesgeschichte. Das erste Aufeinandertreffen von Kate und Amelie verläuft alles andere als harmonisch. Stolz, Enttäuschung und unterschiedliche Weltanschauungen sorgen für Reibung, doch genau daraus entsteht eine intensive Dynamik. Dies wird auch schön deutlich in den klar unterschiedlichen Erzählstimmen der beiden Protagonistinnen und beide bekommen dadurch eine schöne Charaktertiefe. Die Annäherung beider geschieht langsam, fast vorsichtig, und wirkt dadurch umso echter. Kate überzeugt mit ihrem Ehrgeiz und ihrer klaren Zielstrebigkeit, während Amelie mit ihrer inneren Zerrissenheit und dem Versuch, sich außerhalb des Sports neu zu definieren, besonders berühren kann. Beide Figuren besitzen Ecken, Kanten und eigene Konflikte. Manche Spannungen werden am Ende zwar etwas schnell aufgelöst, doch insgesamt bleibt die emotionale Entwicklung nachvollziehbar. Ein weiteres Highlight ist zudem das Setting. Erfurt als Hochschulstandort bringt eine angenehme Abwechslung ins Genre, fernab der üblichen Großstadtklischees. Die Liebe zur Stadt und kleine Details wie kulinarische Vorlieben verleihen der Geschichte zusätzliche Authentizität. Eine leidenschaftliche, nerdige und zugleich gefühlvolle Sapphic Sports Romance, die den Hochschulsport ins Rampenlicht stellt. Mit viel Herz für das Fechten, zwei starken Persönlichkeiten und einer langsam wachsenden Liebesgeschichte trifft der Roman emotional ins Ziel, auch wenn die sportliche Details teilweise etwas zu ausführlich sind.

  • coala

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    02.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Ehrgeiz und Herzklopfen

    Mit Doppeltreffer bringt Sibi M. Siber frischen Wind in das Genre der Sports Romance. Statt Profifußball oder Highschool-Drama steht hier der Hochschulsport im Mittelpunkt, genauer gesagt das Florettfechten. Im Zentrum der Geschichte stehen Kate, ehrgeizig und zielstrebig mit klarer Olympia-Vision, und Amelie, ihr ehemaliges Idol, das dem Leistungssport längst den Rücken gekehrt hat. Zwei Frauen, zwei Lebensentwürfe und und eine Begegnung, die alles ins Wanken bringt. Vor allem die große Leidenschaft für den Fechtsport ist spürbar im Roman. Trainingsabläufe, Turniere und taktische Details werden mit viel Fachwissen und Hingabe geschildert. Das verleiht der Geschichte Authentizität und hebt sie angenehm von oberflächlichen Sportkulissen ab. Gleichzeitig kann diese Detailtiefe stellenweise aber auch etwas herausfordernd sein, gerade ohne Vorkenntnisse. Manchmal fehlt ein kleiner Anker, um jede Bewegung oder jeden Fachbegriff sofort einordnen zu können. Abseits der sportlichen Ebene entfaltet sich jedoch eine feinfühlige, glaubwürdige Liebesgeschichte. Das erste Aufeinandertreffen von Kate und Amelie verläuft alles andere als harmonisch. Stolz, Enttäuschung und unterschiedliche Weltanschauungen sorgen für Reibung, doch genau daraus entsteht eine intensive Dynamik. Dies wird auch schön deutlich in den klar unterschiedlichen Erzählstimmen der beiden Protagonistinnen und beide bekommen dadurch eine schöne Charaktertiefe. Die Annäherung beider geschieht langsam, fast vorsichtig, und wirkt dadurch umso echter. Kate überzeugt mit ihrem Ehrgeiz und ihrer klaren Zielstrebigkeit, während Amelie mit ihrer inneren Zerrissenheit und dem Versuch, sich außerhalb des Sports neu zu definieren, besonders berühren kann. Beide Figuren besitzen Ecken, Kanten und eigene Konflikte. Manche Spannungen werden am Ende zwar etwas schnell aufgelöst, doch insgesamt bleibt die emotionale Entwicklung nachvollziehbar. Ein weiteres Highlight ist zudem das Setting. Erfurt als Hochschulstandort bringt eine angenehme Abwechslung ins Genre, fernab der üblichen Großstadtklischees. Die Liebe zur Stadt und kleine Details wie kulinarische Vorlieben verleihen der Geschichte zusätzliche Authentizität.  Eine leidenschaftliche, nerdige und zugleich gefühlvolle Sapphic Sports Romance, die den Hochschulsport ins Rampenlicht stellt. Mit viel Herz für das Fechten, zwei starken Persönlichkeiten und einer langsam wachsenden Liebesgeschichte trifft der Roman emotional ins Ziel, auch wenn die sportliche Details teilweise etwas zu ausführlich sind.

  • EvyHeart

    3/5

    14.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sprache schwierig, Kollektiv gut

    Die Autorin hatte mich auf einer Buchmesse von ihrem Roman überzeugt, und das hat sie gut gemacht. Denn es geht um's Fechten, was ich in Romanen eher selten sehe. Das Buch hat ein tolles Cover, hat mich aber inhaltlich wenig überzeugt und sprachlich abgeschreckt. Glanzmomente konnte ich aber erkennen. Leichte Spoiler sind enthalten! Worum geht es? Kate und Amelie. Die beiden studieren in Erfurt und betrieben Fechtsport. Kate hat eine schwierige Vergangenheit und will sich im Profisport etablieren, Amelie hat gerade damit aufgehört. Als die Frauen eine Seminararbeit nicht abgeben, schlägt der Professor vor, dass sie als Ausgleich zusammen eine Arbeit schreiben. Wie hat mir das Buch gefallen? Ich hatte mich voller Freude ins Werk gestürzt, stolperte aber bereits im dritten Absatz, als vom "Assaut" berichtet wird. Fachbegriffe werden nicht erklärt, weder mit Fußnoten noch in einem Glossar am Ende. Das hat mir das eigentlich interessante Thema verleidet. Hinzu kommt Kates Sprache, denn Kate benutzt SEHR viele englische Wörter. Einige musste ich mit meinem B1-Level googlen z.B. "venten", das "sich auslassen" bedeutet. Ich musste ständig überlegen, was die Wörter bedeuten und ob sie passend eingebaut sind. Manche davon werden nach deutscher Grammatik gebeugt, andere nach englischer. Auch die Groß- und Kleinschreibung ist nicht einheitlich. Vielleicht gibt es aber eine Regel dazu, die ich nicht erkannt habe. Die Wörter kommen fließend, aber ich fand das sehr nervig. Wahrscheinlich ist das Jugendsprache, aber ich kenne keine Person, die das in dieser MASSE benutzt. Letztlich ist das eine Geschmacksfrage - es gibt sicher Leser:innen, die das gar nicht stört und/oder sie sich gesehen fühlen. Kate nimmt durch diese Besonderheit sehr viel Raum ein, sie wirkt einfach präsenter. Dadurch geht Amelie unter. Ohnehin fand ich die Dynamik der beiden was vorhersehrbar und ein Stück schwierig: Kate trifft ihr Idol und will jemanden, mit dem sie sich messen kann. Amelie ist planlos, vor ihren sport-begeisterten Eltern geflüchtet und ungeoutet. Letztlich ist Kate die Person, die die Handlungen auslöst. Amelie ist ziemlich farblos. Immerhin interessiert sich Amelie für sorbische Kultur, weil sie aus Bautzen kommt. Das wird aber leider nur einmal erwähnt. Auch eine jüdische Figur gibt es. Das Buch bemüht sich also um Vielfalt. Interessanterweise hat Amelie keinen klaren Dialekt, obwohl sie aus einer sächsichen Kleinstadt kommt. Die anderen Figuren haben überwiegend einen leicht süddeutschen Dialekt. Einige Personen im Buch sprechen eine deutliche Umgangssprache, teilweise brechen Sätze ab und neue beginnen. Ich konnte erkennen, dass sich Siber bemüht hat, jeder Figur eine eigenen Sprache zu geben. Einfach war es aber nicht. Erfurt kommt leider erst im letzten Drittel zum Tragen, als die Figuren durch die Stadt laufen, auch von Berlin sieht man einiges. Die Liebesgeschichte selbst beginnt sehr spät, ist sehr zart und hat mich nicht mitfiebern lassen. Leider sind die Szenen zwischen den beiden eher hölzern geschrieben, das Englische tut sein Übriges z.B. "Der Kuss war zart und vorsichtig mit frischer Versöhnung und süß mit Milchkaffee, dann firmer, als sich Amelies Hand in ihren Nacken glitt" (S. 247). Die beiden reden viel, aber ich habe keine Chemie gespürt. Immerhin gibt's keine erotischen Szenen, was für manche Leser:innen gut ist. Auch Spannung habe ich kaum gespürt; nach zwei Dritteln wurde mir bewusst, dass ich das Buch weglegen könnte und nichts verpasste. Die Seminararbeit ist ein Punkt, der aber nicht trägt. Es gibt einen Fiesling, der aber nach zwei Dritteln besiegt wird. Gut fand ich das Kollektiv. Amelie hat Esra und Shadow als queere Mitbewohner:innen, Kate ihre Freundin Jenna; außerdem gibt es die Trainerinnen und den Professor. Die Figuren bilden einen tollen Kontrast zu den Frauen. Vor allem der Professor, dessen Verhalten nett wirkt, aber zweifelhaft ist. Und von Esra hätte ich gern ein Spin-Of. Shadow nutzt die Pronomen they/them. Ich finde das wichtig, für mich blieben die Pronomen aber Fremdkörper, die mich aus dem Fluss gebracht haben. Vor allem, wenn sie deutsch und englisch gleichzeitig gebeugt werden z.B. "Shadow feierte jeden einzelnen Fund, den they machte, aber normalerweise war ein Flohmarkt nicht die erste Anlaufstelle, um theire Garderobe auszuweiten." (S. 53) Auch das: eine Geschmacksfrage. Es gab für mich Stellen im Buch, die ich künstlerisch toll fand, in denen Metaphern verwendet werden oder der Fluss richtig gut ist. Auch der Humor blitzt manchmal durch. Ich habe mich in der Welt des Buches sehr wohl gefühlt. Daher liegt die Stärke Siebers eher im Setting als in der Sprache. Am Ende des Buches gibt es zahlreiche Content-Notes, was ich sehr, sehr gut finde. Und im Buchsatz wird fast nie am Satz-Ende getrennt, die Leerzeichen werden so gestaltet, dass am Ende immer ein Wort steht. Das erleichert die Lesbarkeit. Überwiegend funktioniert das gut. Leider sieht die Schriftart aber vor manchen Buchstaben sehr kleine Leerzeichen vor, sodass die Buchstaben bei manchen Worten aneinander geklebt sind. Schlimm fand ich auch, dass bei Kapitälchen die ersten beiden Zeilen zu nah am ersten Buchstaben sind. Trauriger Höhepunkt war Kapitel 06, das mit einer Kursiv-Formatierung beginnt. Das war optisch sehr unruhig. Mein großes Problem mit dem Buch waren die zahlreichen Fehler. Gefühlt war ca. auf jeder vierten Seite etwas nicht stimmig. Tippfehler, Formatierungen, Leerzeichen, falsche Ausführungszeichen, Sätze, deren Struktur nicht passt. Beim Joggen ist von einer Gesamtlaufzeit pro Kilometer die Rede .. Manches kann man als "Dialekt" werten, aber ich bin ständig über etwas gestolpert, was die Lesefreude mindert. Selbst Verlagsbücher haben Fehler, aber diese Quote ist ziemlich hoch. Fazit Das Gespräch auf der Messe war toll, das Buch war es nicht. Die sprachlichen Eigenheiten und auch die Tippfehler sind eine Geschmacksfrage. Aber die Liebesgeschichte zündet nicht, Spannung ist kaum vorhanden und das interessante Thema "Fechten" wird nicht mitreißend vermittelt. Wirklich toll fand ich das Kollektiv.

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