Produktbild: Das gute Benehmen

Das gute Benehmen Roman. »Ein Buch, das deine ganze Denkweise verändert.« Tara-Louise Wittwer

10

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27660

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

19,4/12,8/2,5 cm

Gewicht

391 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Good Behaviour. A novel

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-67-2

Beschreibung

Rezension

»Die Dialoge sind messerscharf, der Stil stechend wie der Stachel eines Skorpions.« Maggie O’Farrell

Produktdetails

Verkaufsrang

27660

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

19,4/12,8/2,5 cm

Gewicht

391 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Good Behaviour. A novel

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-67-2

Herstelleradresse

Kjona Verlag
Zweibrückenstraße 3
80331 München
DE

Email: hello@kjona.eco

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Ein Abgesang

drawe aus Landau am 21.02.2026

Bewertungsnummer: 3053175

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein irischer Herrensitz in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts – hier entfaltet sich ein Familienroman der besonderen Art. Es ist die Zeit der Fuchsjagden und des reichen Müßiggangs, wo man vom Ererbten lebte und die Niederungen des Lebens den zahlreichen Dienstboten überließ. Ein kleiner Junge, der gerne liest? Da müssen sich die Eltern Sorgen machen; Intellektualität ist in diesen Kreisen verdächtig. Wer einen ländlich-behaglichen Roman erwartet, wird jedoch gleich auf den ersten Seiten eines Besseren belehrt. Da wird nämlich ein Kaninchen ratzfatz kleingemixt und der bettlägerigen Mutter aufgezwungen, die Kaninchen verabscheut. Die Mutter erbricht sich und stirbt – ein Racheakt der Tochter Aroon, die im Mittelpunkt des Geschehens steht und nun in der Rückschau ihr Leben erzählt. Das Familienleben entspricht wohl dem Geist der Zeit. Der Vater ist beschäftigt mit Pferdezucht, mit Jagden und seinen zahlreichen Affären, die Mutter malt und gärtnert, und Aroon und ihr Bruder werden dem Personal überlassen. Eines aber verbindet die Familie: der überkommene Verhaltenskodex eines „Guten Benehmens“ in allen Lebenslagen, nach dem Gefühlsregungen jedweder Art unerwünscht sind und in allen Lebenslagen die Contenance gewahrt werden muss. Dieser Verhaltenskodex prallt nun auf die Wirklichkeit. Die Familie übersieht dabei geflissentlich der Niedergang ihrer Welt. Aroon erkennt die Zeichen der Zeit und die wachsende Verschuldung der Familie, aber sie versteckt sich hinter ihren Beobachtungen und ihrem guten Benehmen, und es bleibt dem Leser überlassen, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Realität wird nur selektiv wahrgenommen: nicht nur die Realität des drohenden Bankrottes, sondern auch der Alkoholismus der Nachbarsmädchen, der Krieg, Homosexualität, die steigenden Schulden, die wachsende Zahl von Rechnungen und die Liebschaften des Vaters. Aroon selber steigert sich in eine Liebessehnsucht hinein, unfähig, die Zeichen richtig zu deuten – und auch ihr eigenes Selbstbild entspricht nicht ihrer Wirklichkeit als große und übergewichtige junge Frau. Die gesamte Realität wird verblendet mit der Fassade des Guten Benehmens. Damit zeichnet die Autorin nicht nur den Niedergang einer reichen adligen Familie, sondern auch den Niedergang einer Gesellschaftsschicht, der sie selber entstammte. Als Leser muss man Mitleid haben mit allen Figuren, weil sie nicht erkennen, dass ihr Weltbild und ihre Lebensweise längst überholt und untauglich geworden sind. Trotzdem: ich habe den Roman mit großem Vergnügen gelesen. Skurrile Situationen machen deutlich, wie die Familie die Wahrheit ausblendet – oder erkennt sie sie sehr wohl, aber spricht nicht darüber und verschanzt sich hinter der Fassade des guten Benehmens? Gerade diese Ambivalenz macht den Roman zu einem Lesespaß, der den Leser herausfordert. Molly Keanes scharfe Beobachtungen in Verbindung mit einer wie von selbst dahinfließenden Sprache lassen den Leser in Abgründe blicken, die er selber zwischen den Zeilen entdecken muss.

Ein Abgesang

drawe aus Landau am 21.02.2026
Bewertungsnummer: 3053175
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein irischer Herrensitz in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts – hier entfaltet sich ein Familienroman der besonderen Art. Es ist die Zeit der Fuchsjagden und des reichen Müßiggangs, wo man vom Ererbten lebte und die Niederungen des Lebens den zahlreichen Dienstboten überließ. Ein kleiner Junge, der gerne liest? Da müssen sich die Eltern Sorgen machen; Intellektualität ist in diesen Kreisen verdächtig. Wer einen ländlich-behaglichen Roman erwartet, wird jedoch gleich auf den ersten Seiten eines Besseren belehrt. Da wird nämlich ein Kaninchen ratzfatz kleingemixt und der bettlägerigen Mutter aufgezwungen, die Kaninchen verabscheut. Die Mutter erbricht sich und stirbt – ein Racheakt der Tochter Aroon, die im Mittelpunkt des Geschehens steht und nun in der Rückschau ihr Leben erzählt. Das Familienleben entspricht wohl dem Geist der Zeit. Der Vater ist beschäftigt mit Pferdezucht, mit Jagden und seinen zahlreichen Affären, die Mutter malt und gärtnert, und Aroon und ihr Bruder werden dem Personal überlassen. Eines aber verbindet die Familie: der überkommene Verhaltenskodex eines „Guten Benehmens“ in allen Lebenslagen, nach dem Gefühlsregungen jedweder Art unerwünscht sind und in allen Lebenslagen die Contenance gewahrt werden muss. Dieser Verhaltenskodex prallt nun auf die Wirklichkeit. Die Familie übersieht dabei geflissentlich der Niedergang ihrer Welt. Aroon erkennt die Zeichen der Zeit und die wachsende Verschuldung der Familie, aber sie versteckt sich hinter ihren Beobachtungen und ihrem guten Benehmen, und es bleibt dem Leser überlassen, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Realität wird nur selektiv wahrgenommen: nicht nur die Realität des drohenden Bankrottes, sondern auch der Alkoholismus der Nachbarsmädchen, der Krieg, Homosexualität, die steigenden Schulden, die wachsende Zahl von Rechnungen und die Liebschaften des Vaters. Aroon selber steigert sich in eine Liebessehnsucht hinein, unfähig, die Zeichen richtig zu deuten – und auch ihr eigenes Selbstbild entspricht nicht ihrer Wirklichkeit als große und übergewichtige junge Frau. Die gesamte Realität wird verblendet mit der Fassade des Guten Benehmens. Damit zeichnet die Autorin nicht nur den Niedergang einer reichen adligen Familie, sondern auch den Niedergang einer Gesellschaftsschicht, der sie selber entstammte. Als Leser muss man Mitleid haben mit allen Figuren, weil sie nicht erkennen, dass ihr Weltbild und ihre Lebensweise längst überholt und untauglich geworden sind. Trotzdem: ich habe den Roman mit großem Vergnügen gelesen. Skurrile Situationen machen deutlich, wie die Familie die Wahrheit ausblendet – oder erkennt sie sie sehr wohl, aber spricht nicht darüber und verschanzt sich hinter der Fassade des guten Benehmens? Gerade diese Ambivalenz macht den Roman zu einem Lesespaß, der den Leser herausfordert. Molly Keanes scharfe Beobachtungen in Verbindung mit einer wie von selbst dahinfließenden Sprache lassen den Leser in Abgründe blicken, die er selber zwischen den Zeilen entdecken muss.

Tolles Buch

V aus München am 19.02.2026

Bewertungsnummer: 3050895

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bücher aus Irland kaufe ich quasi ohne den Klappentext zu lesen, auch bei Büchern vom Kjona Verlag greife ich eigentlich fast immer zu, ohne groß nachzudenken. Die Kombi aus beidem hat mich natürlich sehr neugierig gemacht! Ich wurde nicht enttäuscht: Wer sich mit Irland ein bisschen beschäftigt, weiß, dass die 1920er Jahre, in denen das Buch spielt, sich noch extrem von der heutigen Zeit unterscheiden. Die Gesellschaft war viel Konservativer, die katholische Kirche mit ihren engen Moralvorstellungen prägte das Leben. Die Geschichte der Familie St. Charles wird von der Autorin, die das Buch in den 80er Jahren herausbrachte, scharfzüngig beschrieben. Ich habe mich dabei enorm gut unterhalten gefühlt und kann es nur aus vollem Herzen empfehlen!

Tolles Buch

V aus München am 19.02.2026
Bewertungsnummer: 3050895
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bücher aus Irland kaufe ich quasi ohne den Klappentext zu lesen, auch bei Büchern vom Kjona Verlag greife ich eigentlich fast immer zu, ohne groß nachzudenken. Die Kombi aus beidem hat mich natürlich sehr neugierig gemacht! Ich wurde nicht enttäuscht: Wer sich mit Irland ein bisschen beschäftigt, weiß, dass die 1920er Jahre, in denen das Buch spielt, sich noch extrem von der heutigen Zeit unterscheiden. Die Gesellschaft war viel Konservativer, die katholische Kirche mit ihren engen Moralvorstellungen prägte das Leben. Die Geschichte der Familie St. Charles wird von der Autorin, die das Buch in den 80er Jahren herausbrachte, scharfzüngig beschrieben. Ich habe mich dabei enorm gut unterhalten gefühlt und kann es nur aus vollem Herzen empfehlen!

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Das gute Benehmen

von Molly Keane

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