Produktbild: Die Clans aus al-Rashidiya
Band 6617

Die Clans aus al-Rashidiya Arabische Familien und ihre kriminellen Netzwerke

Aus der Reihe Beck Paperback
2

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Abbildungen

mit 2 Abbildungen und 3 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,3/12,4/1,8 cm

Gewicht

233 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84311-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Abbildungen

mit 2 Abbildungen und 3 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,3/12,4/1,8 cm

Gewicht

233 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84311-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Die Strukturen familienbasierter Kriminalität

Anne Kaffeekanne am 23.03.2026

Bewertungsnummer: 3086462

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mahmoud Jaraba ist ein palästinensisch-deutscher Politikwissenschaftler und Ethnograf, der unter anderem zu „familienbasierter Kriminalität” forscht. In diesem Buch möchte er sich dem Thema aus einer ungewohnten Perspektive nähern: „von innen heraus“, wie er selbst schreibt. Dazu führt er Interviews mit Personen, die aus al-Rashidiya migriert sind, und schließt daraus auf allgemeingültige Muster. Dabei ist der Autor bemüht, darauf einzugehen, dass nicht die Menschen schlecht sind, sondern dass sie in Umständen leben, in denen eine kriminelle Karriere, wenn nicht die einzige, so doch zumindest eine pragmatische Strategie erscheint, und ein Ausbruch aus dem Familiensystem extrem schwer ist. Der Autor erklärt sehr einleuchtend, dass die typischen Bilder von Clanstrukturen veraltet sind. man Oft hat beispielsweise das Bild eines mächtigen Patriarchen im Kopf, der alles kontrolliert. Inzwischen ist es durch Social Media und das Heranwachsen einer neuen Generation jedoch zu vielfältigen Brüchen gekommen und die Kontrolle alter Respektspersonen erodiert. Aufschlussreich war für mich auch die Beleuchtung der Rolle von Frauen in einem stark patriarchalen Familienverband: Sie sind zwar unterworfen, aber dennoch einflussreich. Der Autor warnt davor, mit veralteten Bildern an die Bekämpfung von Kriminalität heranzugehen. Er zeigt, wie fatal fehlgeschlagene Integration über Generationen hinweg wirkt, und bietet auch Lösungsstrategien an. Das Buch bietet interessante Einblicke, ist aber zu wenig umfangreich, um das komplexe Thema in Gänze zu fassen. Dafür lässt es sich aber sehr gut lesen. Gerne hätte ich die Statistiken im Anhang etwas stärker in den Text integriert gesehen. Im Anhang gehen sie etwas verloren. Insgesamt gut geeignet als Anstoß für weitere und dringend notwendige Diskussionen und auch politische Handlungen.

Die Strukturen familienbasierter Kriminalität

Anne Kaffeekanne am 23.03.2026
Bewertungsnummer: 3086462
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mahmoud Jaraba ist ein palästinensisch-deutscher Politikwissenschaftler und Ethnograf, der unter anderem zu „familienbasierter Kriminalität” forscht. In diesem Buch möchte er sich dem Thema aus einer ungewohnten Perspektive nähern: „von innen heraus“, wie er selbst schreibt. Dazu führt er Interviews mit Personen, die aus al-Rashidiya migriert sind, und schließt daraus auf allgemeingültige Muster. Dabei ist der Autor bemüht, darauf einzugehen, dass nicht die Menschen schlecht sind, sondern dass sie in Umständen leben, in denen eine kriminelle Karriere, wenn nicht die einzige, so doch zumindest eine pragmatische Strategie erscheint, und ein Ausbruch aus dem Familiensystem extrem schwer ist. Der Autor erklärt sehr einleuchtend, dass die typischen Bilder von Clanstrukturen veraltet sind. man Oft hat beispielsweise das Bild eines mächtigen Patriarchen im Kopf, der alles kontrolliert. Inzwischen ist es durch Social Media und das Heranwachsen einer neuen Generation jedoch zu vielfältigen Brüchen gekommen und die Kontrolle alter Respektspersonen erodiert. Aufschlussreich war für mich auch die Beleuchtung der Rolle von Frauen in einem stark patriarchalen Familienverband: Sie sind zwar unterworfen, aber dennoch einflussreich. Der Autor warnt davor, mit veralteten Bildern an die Bekämpfung von Kriminalität heranzugehen. Er zeigt, wie fatal fehlgeschlagene Integration über Generationen hinweg wirkt, und bietet auch Lösungsstrategien an. Das Buch bietet interessante Einblicke, ist aber zu wenig umfangreich, um das komplexe Thema in Gänze zu fassen. Dafür lässt es sich aber sehr gut lesen. Gerne hätte ich die Statistiken im Anhang etwas stärker in den Text integriert gesehen. Im Anhang gehen sie etwas verloren. Insgesamt gut geeignet als Anstoß für weitere und dringend notwendige Diskussionen und auch politische Handlungen.

Zu wenig Fakten - zu viele Ausreden

Sue aus Uelzen am 02.03.2026

Bewertungsnummer: 3062825

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Seit 2015 forscht der Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba zu Familien aus dem arabisch-türkischen Raum. Mit seinem Buch "Die Clans aus al-Rashidiya - Arabische Familien und ihre kriminellen Netzwerke" möchte uns Jaraba das schildern, wie es zu der sogenannten Clankriminalität kommt/gekommen ist. Sein Ausgangspunkt ist dabei das Dorf al-Rashidiya, das in der Provinz Mardin im Südosten der Türkei liegt - nahe der Grenze zu Syrien und dem Irak. Hier liegen die Wurzeln vieler bekannten Familienclans und Jaraba möchte zeigen, wie sie sich zu dem Punkt entwickelt haben, an dem wir heute stehen. Dabei folgt Jaraba einem ethnografischen Ansatz, der helfen soll die familiären Strukturen zu verstehen. Der das Leben und Denken der Menschen in ihrem kulturellen Zusammenhang betrachtet. Zudem stützt sich der Autor zum Teil sehr auf das, was ihm in persönlichen Gesprächen erzählt wurde - also das, was mündlich von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Er erklärt uns wie die sogenannten Clans aufgebaut sind und wie sie funktionieren - das fand ich tatsächlich auch wirklich interessant - auch im Wandel der Zeit über Generationen hinweg. Jareba versucht uns die Hintergründe und die Mechanismen zu erklären, die dazu führten, das verschiedene Clans bzw. Teile davon in die Kriminalität abrutschten. Wo Behörden bzw. die Politik ggf. versagt haben und nach wie vor versagen. Trotz allem klingt dieses Buch für mich zu sehr danach, dass man nach Ausreden und Rechtfertigungen sucht. Denn dass es auch anders geht, ohne in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein, das beweisen genug andere Menschen, die in der gleichen Situation sind und waren. Wer sich für die Herkunft und die Strukturen der Clans interessiert, der sollte hier durchaus mal reinschauen. Der Schreibstil ist zudem angenehm und flüssig zu lesen.

Zu wenig Fakten - zu viele Ausreden

Sue aus Uelzen am 02.03.2026
Bewertungsnummer: 3062825
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Seit 2015 forscht der Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba zu Familien aus dem arabisch-türkischen Raum. Mit seinem Buch "Die Clans aus al-Rashidiya - Arabische Familien und ihre kriminellen Netzwerke" möchte uns Jaraba das schildern, wie es zu der sogenannten Clankriminalität kommt/gekommen ist. Sein Ausgangspunkt ist dabei das Dorf al-Rashidiya, das in der Provinz Mardin im Südosten der Türkei liegt - nahe der Grenze zu Syrien und dem Irak. Hier liegen die Wurzeln vieler bekannten Familienclans und Jaraba möchte zeigen, wie sie sich zu dem Punkt entwickelt haben, an dem wir heute stehen. Dabei folgt Jaraba einem ethnografischen Ansatz, der helfen soll die familiären Strukturen zu verstehen. Der das Leben und Denken der Menschen in ihrem kulturellen Zusammenhang betrachtet. Zudem stützt sich der Autor zum Teil sehr auf das, was ihm in persönlichen Gesprächen erzählt wurde - also das, was mündlich von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Er erklärt uns wie die sogenannten Clans aufgebaut sind und wie sie funktionieren - das fand ich tatsächlich auch wirklich interessant - auch im Wandel der Zeit über Generationen hinweg. Jareba versucht uns die Hintergründe und die Mechanismen zu erklären, die dazu führten, das verschiedene Clans bzw. Teile davon in die Kriminalität abrutschten. Wo Behörden bzw. die Politik ggf. versagt haben und nach wie vor versagen. Trotz allem klingt dieses Buch für mich zu sehr danach, dass man nach Ausreden und Rechtfertigungen sucht. Denn dass es auch anders geht, ohne in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein, das beweisen genug andere Menschen, die in der gleichen Situation sind und waren. Wer sich für die Herkunft und die Strukturen der Clans interessiert, der sollte hier durchaus mal reinschauen. Der Schreibstil ist zudem angenehm und flüssig zu lesen.

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von Mahmoud Jaraba

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