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Die 27ste Stadt Roman | »Jonathan Franzens imponierendes Frühwerk." Wolfgang Schneider, FAZ

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18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/4,2 cm

Gewicht

452 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Twenty-Seventh City

Übersetzt von

Heinz Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14959-4

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/4,2 cm

Gewicht

452 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Twenty-Seventh City

Übersetzt von

Heinz Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14959-4

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Im Strudel

Polar aus Aachen am 02.01.2008

Bewertungsnummer: 573686

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman soll Thriller, Sittengemälde, Zeitbild und Literatur in einem sein. Vor allem fehlt ihm die Spannung. Es wird zu viel ausgeschrieben, beschrieben, charakterisiert. Wir werden mit Details überhäuft. Da ist weniger oft mehr. Die Realität wird im Genre des Kriminalromans und Thrillers zupackender, kürzer mit Offenlassungen präsentiert, die dem Leser Raum geben. Jonathan Franzen erschafft nicht nur in S. Jammu keine überzeugende Polizeichefin, der Roman schleppt auch andere Figuren als Ballast mit sich herum, die geheimnisvoll wirken sollen, aber blass bleiben. Sie sind oft nicht durch sich selbst präsent, sondern über das, was über sie erzählt, als Hintergrundinformation geliefert wird. Der Plot ist über knapp 670 Seiten gestreckt, und wie bei Suppen, denen irgendwann so viel Wasser zugefügt wurde, dass man das Herzhafte nicht mehr schmeckt, weiß man als Leser irgendwann, was dem Autor am Herzen liegt, und würde ihm wünschen, es kürzer zu fassen. In der Substanz ist Franzen sicher ein Spiegelbild der amerikanischen weißen Mittelschicht der achtziger Jahre gelungen, doch gibt er allzu oft der Sprache nach, was einer fesselnden Schilderung der Geschichte im Wege steht. Es tauchen zu viele Figuren auf, zu viele Orte, zu viele Nebenschauplätze und die Wahl einer indischen Polizeichefin überzeugt auch nicht, nicht mal wenn der Einfall am Anfang stand und darum herum ein literarisches Gebäude errichtet werden sollte. Das Bemühen um tiefere Bedeutung ist allzu offensichtlich. Wer Franzens andere beiden auf Deutsch erschienen Romane mag, wird enttäuscht sein, obwohl sein Humor auch hier spärlich durchscheint und man dem Autor sicher nicht absprechen will, dass er schreiben kann. Der 27ste Stadt leidet an dem, was ihr aufgebürdet wurde.

Im Strudel

Polar aus Aachen am 02.01.2008
Bewertungsnummer: 573686
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman soll Thriller, Sittengemälde, Zeitbild und Literatur in einem sein. Vor allem fehlt ihm die Spannung. Es wird zu viel ausgeschrieben, beschrieben, charakterisiert. Wir werden mit Details überhäuft. Da ist weniger oft mehr. Die Realität wird im Genre des Kriminalromans und Thrillers zupackender, kürzer mit Offenlassungen präsentiert, die dem Leser Raum geben. Jonathan Franzen erschafft nicht nur in S. Jammu keine überzeugende Polizeichefin, der Roman schleppt auch andere Figuren als Ballast mit sich herum, die geheimnisvoll wirken sollen, aber blass bleiben. Sie sind oft nicht durch sich selbst präsent, sondern über das, was über sie erzählt, als Hintergrundinformation geliefert wird. Der Plot ist über knapp 670 Seiten gestreckt, und wie bei Suppen, denen irgendwann so viel Wasser zugefügt wurde, dass man das Herzhafte nicht mehr schmeckt, weiß man als Leser irgendwann, was dem Autor am Herzen liegt, und würde ihm wünschen, es kürzer zu fassen. In der Substanz ist Franzen sicher ein Spiegelbild der amerikanischen weißen Mittelschicht der achtziger Jahre gelungen, doch gibt er allzu oft der Sprache nach, was einer fesselnden Schilderung der Geschichte im Wege steht. Es tauchen zu viele Figuren auf, zu viele Orte, zu viele Nebenschauplätze und die Wahl einer indischen Polizeichefin überzeugt auch nicht, nicht mal wenn der Einfall am Anfang stand und darum herum ein literarisches Gebäude errichtet werden sollte. Das Bemühen um tiefere Bedeutung ist allzu offensichtlich. Wer Franzens andere beiden auf Deutsch erschienen Romane mag, wird enttäuscht sein, obwohl sein Humor auch hier spärlich durchscheint und man dem Autor sicher nicht absprechen will, dass er schreiben kann. Der 27ste Stadt leidet an dem, was ihr aufgebürdet wurde.

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Die 27ste Stadt

von Jonathan Franzen

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