Produktbild: Nichts verblasst für immer

Nichts verblasst für immer Ein Salzburg-Krimi

2

15,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/4,2 cm

Gewicht

373 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7996-9

Beschreibung

Rezension

"Das, was uns in der Kindheit widerfährt, begleitet uns ein Leben lang, und nur die wenigsten können sich davon lösen. Mit Mara stellt Katharina Eigner eine facettenreiche Frau mit Fehlern und Kanten in den Mittelpunkt. Eine Frau, die versucht, Geschehenes zu verdrängen und sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Aber die Vergangenheit holt sie ein und Mara muss sich ihr stellen. Katharina Eigners Kriminalroman ist spannend, entlarvend und messerscharf beobachtet." Kristina Sprenger

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/4,2 cm

Gewicht

373 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7996-9

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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  • Bewertung

    aus Bad Säckingen

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Was für eine grandiose Geschichte

    Ich bin immer noch ein bisschen zerstört und nachdenklich nach der Lektüre von „Nichts verblasst für immer“. Die Geschichte spielt in Österreich und zwar nicht in grauer Vorzeit, sondern beginnt 1984, einer Zeit, in der auch ich bereits gelebt habe. Was tun, wenn du intelligent bist und unbedingt mehr im Leben erreichen möchtest, als im Dorf zu versauern, zu heiraten, Kinder zu bekommen? Marianne möchte Medizin studieren, aufgewachsen in einem lieblosen Elternhaus. Der Vater, ein Versehrter, ertränkt seinen Frust im Alkohol, die Mutter folgt schweigsam, wartet dieses Schicksal auch auf Marianne als sie ungewollt schwanger wird? Sie entscheidet sich gegen ihr uneheliches Kind und ihr gelingt der gesellschaftliche Aufstieg in Salzburg. Aber die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe und scheint sie einzuholen, als sie plötzlich im Mittelpunkt einer Mordermittlung steht. Während zunächst mehrere Geschichten parallel zueinander laufen zu scheinen, kommt es zum großen Showdown und der erschreckenden Erkenntnis, mit welcher Grausamkeit und Kälte Menschen handeln können, die vorgeblich Gutes tun. Die Autorin nimmt mich mit in ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte, welches ich mir nicht vorstellen mag und das Schlimmste daran ist, dass die skandalösen Verhältnisse bis zur Neuzeit anhalten. Mein Herz hat geblutet bei den Schilderungen, die nicht der Fantasie von Katharina Eigner entspringen sondern leider der Realität. Zum Schluss noch ein tröstendes Zitat aus dem Nachwort der Autorin: „Dennoch glaube ich unerschütterlich an das Gute irgendwo da draußen, auch wenn es manchmal nicht größer als ein flackerndes Teelicht ist. Und deshalb steckt, trotz aller Düsternis, auch viel Schönes in diesem Krimi.“ Ein Buch, welches nachhallt und Eindruck hinterlässt und von mir deshalb 5 Sterne Plus erhält.

  • Jürg K.

    5/5

    02.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eindrücklicher Roman

    Mich hat diese Geschichte vor allem durch die Art berührt, wie sie zeigt, dass ein neues Leben nie wirklich ein Neuanfang ist, wenn der alte Schmerz ungesühnt bleibt. Mara, oder Marianne, trägt ihre Vergangenheit wie einen unsichtbaren Riss unter der eleganten Oberfläche. Je mondäner ihr Leben in Salzburg wird, desto deutlicher spürt man, wie brüchig diese Fassade eigentlich ist. Ihre Hilfsorganisation wirkt wie ein Versuch, sich selbst zu retten, indem sie andere rettet, ein schöner, aber auch zutiefst verzweifelter Mechanismus. Besonders stark fand ich die Beziehung zu Flora. Da prallen zwei Generationen aufeinander, beide verletzt, beide misstrauisch, beide auf ihre Weise einsam. Dass sich zwischen ihnen etwas Zartes bildet, gerade weil sie einander nicht idealisieren, macht die Geschichte glaubwürdig. Gleichzeitig bleibt immer diese unterschwellige Angst, dass Mara erneut alles verliert nicht durch äussere Umstände, sondern durch das, was sie selbst verdrängt hat. Die Spannung entsteht weniger aus den Krimielementen als aus der Frage, wie lange ein Mensch gegen die eigene Wahrheit ankämpfen kann. Maras Affären, ihre Einmischung in Jesús’ Geschäfte, die plötzlich auftauchende Person aus ihrer Vergangenheit all das wirkt wie ein Netz, das sich langsam, aber unaufhaltsam zuzieht. Und doch bleibt sie eine Figur, die man nicht verurteilen will. Zu viel Sehnsucht, zu viel Schuld, zu viel Menschlichkeit steckt in ihr. Am Ende hat mich gerade die Offenheit bewegt. Ob Mara Verantwortung übernimmt oder ob die Wahrheit sie zerstört, bleibt unklar, aber vielleicht ist genau dieses Schweben der ehrlichste Schluss. Manche Lebenslügen lassen sich nicht einfach auflösen. Manche Wunden bleiben. Und manchmal besteht Mut nicht darin, alles zu gestehen, sondern darin, sich selbst endlich anzusehen, ohne wegzublinzeln.

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