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Schleifen Roman

79

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

18426

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,8 cm

Gewicht

522 g

Farbe

Schwarz

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07588-7

Beschreibung

Rezension

»Der österreichische Italo Calvino.« Clemens J. Setz
»Ein wildes Ideenfeuerwerk ... Alles bloß ein nerdiger Rausch ohne politische Brisanz? Mitnichten. Hirschls Literatur ist eine, die durchdrungen ist von der Auseinandersetzung mit der Gegenwart sowie von entschiedenem Formwillen … Der Trost in 'Schleifen' liegt, wenn, in der Literatur selbst: Hirschl feiert hier so leidenschaftlich wie ausufernd ihre Möglichkeiten und bietet damit der sich brutalisierenden Realität auf gefinkelte Art Paroli.« Katja Gasser, ORF, 27.01.26
»Literarisch anspruchsvolles Chaos mit hohem Unterhaltungswert … verspielt, unglaublich witzig, intelligent.« Daniel Grabner, FM4, 27.01.26
»Der abgefahrenste Roman 2026 ... phänomenale neue Literatur aus Österreich ... dieses Buch hat mich wirklich umgehauen!« Joachim Scholl, Deutschlanfunk Kultur, 26.01.26
»Man steht baff vor dem Einfallsreichtum Hirschls ... Ein großes lustvolles, gescheites Spiel und Lesevergnügen. Lässig streift Hirschl an großen linguistischen, psychologischen, ästhetischen Überlegungen an und kitzelt sie aufs Schönste.« Michael Wurmitzer, Standard, 26.01.26
»Er macht das so gut und so glaubwürdig und stellt diese Welt auf eine Art dar, dass man wirklich eine Parallelwelt vor sich hat … wahnwitzig und genial … Wittgenstein auf Ecstasy … witzig und blitzgescheit … und einer der spannendsten Texte zum Thema Fake-News, die ich bisher gelesen habe!« Manfred Müller, Österreichische Gesellschaft für Literatur
»Der feuchte Traum künftiger Germanistinnen und Germanisten… ein faszinierendes Buch!« Günter Kaindlstorfer
»Man liest wirklich fasziniert … Ein Ritt über den Bodensee … Und unglaublich vielfältig, wir könnten die nächsten zwölf Stunden darüber sprechen.« Imogena Doderer, ORF
»Vielfältig und originell … ein sprachwissenschaftlicher Schelmenroman, der an den Kern unserer Existenz rührt … genau die Literatur, die ich brauche und möchte!« Wolfgang Huber-Lang, APA
»'Schleifen' verblüfft und verführt, unterhält und fordert heraus. Viel mehr kann man von einem Roman nicht verlangen.« Wolfgang Huber-Lang, APA

Produktdetails

Verkaufsrang

18426

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,8 cm

Gewicht

522 g

Farbe

Schwarz

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07588-7

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    18.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig und faszinierend

    Ich bin an das Buch mit wenig Erwartung herangegangen und wurde somit mehr als überrascht. Die Sprache und die Art wie der Autor die Themen beschreibt, ist faszinierend und großartig. Man hat keine großen Probleme seinen Weg in das Buch zu finden. Es werden Themen aufgegriffen, die mein Gehirn gefordert haben und ich bin dafür sehr dankbar. Man liest es nicht einfach nur, man erfährt diese Geschichte. Ab und zu musste ich mir auch Zeit nehmen, es wirken zu lassen und einige der Charaktere haben wirklich existiert. Es war sehr faszinierend dies herauszufinden und hat der Geschichte eine gewisse Lebendigkeit vermittelt. Dieses Werk ist es wert gelesen zu werden und ich empfehle es jedem, der mal wieder etwas anspruchsvolles und faszinierendes lesen möchte. Der Autor hat eine tolle Art des Schreibens gefunden und ich freue mich schon auf weitere Werke von ihm.

  • Bewertung

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Anfang, kein Ende

    Als ich zuerst den Titel und den Klappentext des Buches gelesen habe, dachte ich mir, ah okay ein Buch über zwei Menschen aus zwei verschiedenen Forschungsfeldern. Ich hätte wohl kaum mehr daneben liegen können. Wenn ich das Buch in ein Genre verweisen müsste, würde mir nicht ein mal ein passendes Genre einfallen. Ganz davon abgesehen muss ich zugeben, das hier war der beste deutschsprachige Roman den ich jemals lesen durfte. Er braucht keine Erklärung zu seinem Ende, er erklärt sich quasi selbst, ohne sich erklären zu müssen. Was ich festhalten möchte ist der Fakt, dass ich denke dieses Buch ist auch für Leute geeignet die chronisch an der Ich-habe-seit-der-Grundschule-nicht-mehr-gelesen Krankheiten leiden. Wenn ich das Buch mal nicht gelesen habe, gab es nichts anderes an das ich denken konnte als, wann kann ich wieder lesen? Kein einziger langweiliger Moment mit dieser Geschichte - Jim Blum

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    02.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wilder Ritt

    Es fällt mir schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Was für ein wilder Ritt, den uns Elias Hirschl hier liefert! "Schleifen" ist höchst fordernd, das Buch zu lesen braucht Zeit, Geduld und freie Gehirnwindungen, die bereit sind ordentlich mit Geistesergüssen durchgespült zu werden! Ich bin fasziniert, was für eine Ideenvielfalt Hirschl in sich hat. Das für mich treffendste Wort "fantastisch" fällt mir hierzu ein - in seiner vielfältigen Bedeutung. Fantastisch, weil viele verrückte Ideen den Roman durchdringen; fantastisch, weil die sprachliche Ebene komplex, eloquent und durchtrieben zugleich ist; fantastisch, weil man - je tiefer man in den Roman eintaucht, Fiktion von Historischem kaum mehr auseinanderhalten mag; fantastisch, dass Sprache, Weltherrschaftwille, Mathematik und Philosophie sich hier so unzertrennlich ineinander fügen; fantastisch, weil man so etwas Spezielles erst einmal zustande bringen muss. Die Rahmenhandlung webt sich um Franziska Denk und Otto Mandl. Franziska leidet unter einer speziellen Unannehmlichkeit: sobald sie von irgendeiner Krankheit erfährt - durch lesen oder wenn jemand davon erzählt - spürt sie sogleich deren Symptome. Durch Sprache versucht sie sie zu beherrschen und zu heilen. Irgendwann lernt sie den Mathematiker Otto Mandl kennen und mit ihm gemeinsam will sie die Welt verändern - ganz im Sinne ihrer wohl größten Leidenschaft: der Sprache. Hier von einer im Zentrum stehenden Geschichte zu sprechen, trifft den Inhalt des Buches nicht. Vielmehr ist die Sprache selbst Protagonistin, sie (be-)herrscht (über) jene, die sie bändigen wollen. Und der Kaiser über alledem ist der Autor selbst. Unfassbar wie es ihm gelingt, tausende Ideen, tausende Fantasmen und schwer identifizierbares Historisches in ein so stimmiges Werk zu packen. Am Ende, nein, auch immer wieder mittendrin, ist man erschöpft, ringt nach Luft, braucht eine Pause, um sich schlussendlich gewahr zu werden: die Schleifen und das Schleifen spielen in einer extra Liga. Und für einen kurzen Moment durften wir an diesem Wunderwerk teilhaben.

  • sofie

    5/5

    01.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaublich kreativ und amüsant

    Es ist nicht einfach, kurz zu beschreiben, worum es in “Schleifen” von Elias Hirschl geht. Am Anfang wirkt es fast wie eine Liebesgeschichte zwischen Sprache und Mathematik. Die Sprache wird verkörpert von Franziska Denk, die als Kind unter seltsamen Umständen leidet: Jede Krankheit und jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie selbst sofort. Ihre Eltern sind beide sprachbegeistert und philosophisch interessiert und auch Franziska lernt schon als Kind unglaublich viele Sprachen. Die Mathematik wird verkörpert von Otto Mandl, dessen Vater schon Mathematiker war, aber aufgrund der zeitlichen Umstände keinen großen Erfolg hatte: “Mandl wusste, dass das, was sich vor seinem Fenster abspielte, in erster Linie ein sprachlicher Bedeutungswandel war. Das Wort ‘Mensch’ hatte sich verändert. Das Wort ‘Volk’ hatte sich verändert. Sehr viele Wörter hatten sich rasend schnell verändert.” (S. 59) Franziska Denk und Otto Mandl werden ein Paar und ab da eskaliert es. Anders kann man es nicht nennen. Der Roman fühlt sich manchmal an wie eine große Welle, die einen mitreißt. Immer neue, immer absurdere Dinge passieren. Im Zentrum steht dabei die Sprache und was sie mit Menschen machen kann. Wozu wir Sprache brauchen, wie sie funktioniert, wie sie unser Denken beeinflusst. Die Motive wiederholen sich dabei immer wieder, wie, na ja, Schleifen. Sie werden immer wieder aufgegriffen und auf die Spitze getrieben. Am Ende landet man als Leserin mitten in einer Dystopie, in der die Welt komplett aus den Fugen geraten ist. Ich habe während des Lesens sehr viel nachgeschlagen, denn einige der genannten Personen im Buch haben tatsächlich existiert. Dabei war ich oft überrascht, welche wirklich gelebt haben und welche sich Hirschl ausgedacht hat – in beide Richtungen. So war mir zwar die sogenannte “Deutsche Physik” in der Zeit des Nationalsozialismus bekannt, dass es aber auch eine “Deutsche Mathematik” gab, war mir neu. Neben der unglaublichen Kreativität mit der der Autor ganze Sprachen, Völker, Mythen, Gesellschaftsformen und Krankheiten erfindet, hat mir vor allem der Humor des Romans gefallen. Immer wieder kommen kleinere und größere amüsante Bemerkungen in diesem ganzen Wahnsinn vor. “Nun ist es in der Literaturwissenschaft und Germanistik seit jeher gleichsam verpönt wie üblich, über das Liebesleben von Autor:innen zu spekulieren. Einerseits ist es natürlich völlig fehl am Platz, über so etwas Privates wie zwischenmenschliche Neigungen zu mutmaßen, was ja wirklich niemanden etwas angeht, vor allem wenn es um so intellektuelle, hochgeistige Angelegenheiten wie Literatur und Philosophie geht. Andererseits stellen sich die meisten Literaturwissenschaftler:innen abend bei einem bis fünf Bier dann doch oft die Frage: ‘Thomas Bernhard – hat er jetzt gefickt oder nicht?’” (S. 148) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es geteilte Meinungen zu diesem Buch geht. Mich hat es aber ausgezeichnet unterhalten und zum Nachdenken gebracht. Man muss sich ein bisschen darauf einlassen, aber es lohnt sich!

  • Bewertung

    5/5

    26.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine denkwürdige Reise durch die Welt der Sprache und Mathematik

    Zu Beginn wusste ich nicht, was ich von diesem Roman halten sollte, und selbst nach der letzten Seite blieb die Frage: Ist das wahnsinnig intelligent oder einfach nur wahnsinnig? Am Ende habe ich beschlossen, dass es wohl beides ist – und genau darin liegt seine Stärke. Sprachlich ist Schleifen ein faszinierendes Experiment. Hirschl macht Sprache nicht nur zum Thema, sondern zum strukturellen Prinzip des Romans. Sie ist hier kein neutrales Transportmittel von Bedeutung, sondern eine Kraft mit realen Konsequenzen. Franziskas Krankheit – die Fähigkeit, Symptome zu übernehmen, von denen sie liest oder hört – wirkt zunächst wie eine bizarre Idee, verliert jedoch schnell ihre rein medizinische Dimension. Sie wird zum literarischen Beweisstück dafür, dass Sprache Wirklichkeit erzeugt. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher verschiebt sich der Fokus: Es geht nicht mehr um Krankheit im engeren Sinn, sondern um die Macht der Begriffe, um Diskurse, um Konstruktion. Sprache infiziert, strukturiert, verformt. Und genau hier entfaltet der Roman seine verstörende Aktualität. In Zeiten von Fake News, algorithmischer Echokammern und polarisierenden Wahlkämpfen liest sich dieses Buch wie ein intellektueller Stresstest: Was ist Fakt, was ist Behauptung, was ist bloße rhetorische Simulation von Wahrheit? Immer wieder musste ich beim Lesen austarieren, ob der Text mich bewusst in die Irre führt oder ob er mir einen philosophischen Kern präsentiert. Diese Ambiguität ist kein Nebeneffekt, sondern spielt sich auf mehreren Ebenen ab: erzählerisch, essayistisch, meta-reflexiv. Er spielt mit wissenschaftlichen Anmutungen, mathematischen Exkursen und sprachphilosophischen Gedankengängen, ohne je ganz preiszugeben, ob wir uns noch im Feld der Erkenntnis oder bereits im Reich der Konstruktion befinden. Gerade diese Doppelbewegung – zwischen intelligenten Gedankenausflügen und absurder Überzeichnung – macht das Leseerlebnis so intensiv. Das Buch ist unterhaltsam und anstrengend zugleich. Es ist witzig, teilweise urkomisch in seinen sprachlichen Volten, und gleichzeitig erschreckend präzise in seiner Analyse diskursiver Mechanismen. Man liest nicht einfach eine Geschichte, sondern bewegt sich durch gedankliche Schleifen, die das eigene Denken spiegeln und infrage stellen. Für mich ist Schleifen ein Roman, wie ich ihn bislang nicht gelesen habe. Intelligent und absurd, fordernd und faszinierend. Er richtet sich an Alle die bereit sind, sich auf eine Metaebene einzulassen – auf ein Nachdenken über Sprache selbst, über ihre Macht und ihre Gefährlichkeit. Am Ende bleibt ein Gedanke, der lange nachhallt: Vielleicht sind selbst die vermeintlichen Grundmauern unserer Gedankenwelt keine festen Strukturen, sondern bewegliche Konstruktionen. Vielleicht ist selbst Mathematik nicht der letzte sichere Hafen, sondern ebenfalls ein philosophisch aufgeladener, mitunter prekärer Raum. Und vielleicht wissen wir tatsächlich weniger, als wir glauben – und erzählen uns die Welt nur so, wie sie uns gerade passt.

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