• Produktbild: Ein Mädchen verließ das Zimmer
  • Produktbild: Ein Mädchen verließ das Zimmer

Ein Mädchen verließ das Zimmer Roman | Die literarische Sensation aus Dänemark

10

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7420

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,4 cm

Gewicht

379 g

Farbe

Marine / Altrosa

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En pige forlod værelset

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894108-2-4

Beschreibung

Rezension

»Ulrikka S. Gernes gelingt es, die Gefühlswelt eines jungen Mädchens überzeugend darzustellen und virtuos verschiedene Zeitebenen zu verknüpfen. Ihr Schreiben legt eine Beziehung frei, die nicht hätte sein dürfen.« ("Berliner Morgenpost")
»So feinfühlig Gernes schreibt, diese Geschichte steckt man nicht so leicht weg!« ("emotion")
»Ulrikka S. Gernes erzählt eindringlich von einem [...] Mädchen, das dem manipulierenden Versprechen von Liebe glaubte und mit den unauslöschlichen Folgen der Taten leben muss.« ("SWR Kultur")
»Gleichermaßen wundervoll geschrieben und psychisch herausfordernd.« ("n-tv")
»Die Worte, die Gernes für ihr explosives Material gefunden hat entfalten große Wucht [...]. Ursel Allenstein hat diesen Roman eindrücklich ins Deutsche geholt.« ("WDR Westart")
»Es ist ein Kunstwerk.« ("3sat Kulturzeit")
»[Die Übersetzung von Ursel Allenstein] lässt das Bezwingende dieses Verhältnisses in seiner ganzen Ambivalenz schillern. Das ist eine Kunst, denn Ulrikka S. Gernes setzt die Sprache mit der Sensibilität einer Lyrikerin ein.« ("Der Freitag")
»Sprachlich nähert sich die Autorin mit recht einfachen, aber eindrucksvollen Bildern der Thematik.« ("Papierstau Podcast")
»Während die Handlung schwer ist, bleibt die Sprache immer poetisch, nie schonend, aber verspielt [...].« ("Buchkultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

7420

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,4 cm

Gewicht

379 g

Farbe

Marine / Altrosa

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En pige forlod værelset

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894108-2-4

Herstelleradresse

Gutkind Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

Kundinnen und Kunden meinen

10 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ein verstörendes, wichtiges Buch, das man nicht liest sondern aushält

whatabout_nadine aus Handewitt am 17.06.2026

Bewertungsnummer: 3170599

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„In meinem Leben gab es kein Davor, zu dem ich zurückkehren konnte. Ein Mädchen verließ mit vierzehn das Zimmer und wurde nicht mehr gesehen. Ein weißer Fleck auf der Karte. Ein nasser Fleck auf dem Laken. Eine leere Puppe. Ein Loch in der Welt.“ Ein treffendes Zitat das dieses Buch beschreibt, denn in dem Roman "Ein Mädchen verließ das Zimmer" erzählt Ulrike S. Gernes die Geschichte der 14 jährigen Tanja , das in eine Beziehung zu dem 46 Jahre alten Ed, ein Freund der Familie gerät. Es ist eine Geschichte über Manipulation, Grooming, emotionalen Missbrauch und darüber, wie leicht ein Kind glauben kann, geliebt zu werden, wenn ihm jemand endlich Aufmerksamkeit schenkt. Besonders erschütternd ist dabei, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit aus dem Leben der Autorin beruht. Und genau das spürt man auf jeder einzelnen Seite. Dieses Buch war für mich wirklich schwer zu ertragen. Es gab beim Lesen Momente, in denen ich das Buch weglegen musste um einmal tief durchzuatmen und dunkle Gedanken abschütteln musste. Teilweise hätte ich wirklich (sorry!) kotzen können. Nicht, weil das Buch schockieren will, sondern weil es so perfide leise erzählt ist. So unschuldig und fast niedlich an manchen Stellen. Da ist dieses junge Mädchen, das glaubt, die große Liebe gefunden zu haben. Das sich gesehen fühlt, besonders und wichtig. Weil ein erwachsener Mann genau weiß, welche Worte er benutzen muss, um sie emotional abhängig zu machen. Wie er sie langsam einlullt. Wie er ihr das Gefühl gibt, sie wäre reif genug, freiwillig genug, verliebt genug. Und während man das liest, möchte man sie die ganze Zeit anschreien. Niemals aus Wut auf sie, sondern weil man versteht, was da passiert, während sie selbst noch glaubt, etwas Schönes zu erleben. Der Missbrauch taucht hier nicht als das offensichtliche Monster auf, sondern als etwas, das sich tarnt. Hinter Aufmerksamkeit. Hinter lieben Worten. Hinter vermeintlicher Zärtlichkeit. Noch schlimmer war für mich aber fast das Umfeld. So viele Erwachsene haben das EINFACH GESCHEHEN lassen. Haben weggesehen, es hingenommen, als wäre daran irgendetwas normal. Selbst die eigenen Eltern. Dieses Gefühl von kompletter Schutzlosigkeit hat mich beim Lesen regelrecht fassungslos gemacht und eine beklemmende Leere aufgetan. Diese Therapeutin - unfassbar. Gerade eine Person, die eigentlich helfen, schützen und auffangen sollte, wirkt so erschreckend untätig. So distanziert. Als würde sie ihrer Verantwortung überhaupt nicht gerecht werden. Beim Lesen dachte ich ständig: Irgendjemand muss doch endlich erkennen, was hier passiert. Irgendjemand muss doch handeln. Und Ed… ich glaube selten hat mich eine Figur auf so stille Weise abgestoßen. Diese Schuldumkehr. Dieses permanente Festhalten daran, alles sei völlig normal, völlig richtig, völlig einvernehmlich. Selbst bis zum Schluss. Diese Selbstverständlichkeit, mit der er Grenzen überschreitet und gleichzeitig jede Verantwortung von sich weist, war einfach krank. Aber was mich wirklich fertig gemacht hat, waren die Männer in diesem Buch allgemein. Diese unterschiedlichen Formen von Missbrauch. Diese Selbstverständlichkeit, mit der manche ihre Macht ausnutzen. Teilweise sogar gegenüber den eigenen Töchtern. Es lief mir mehr als einmal kalt den Rücken herunter, weil das Buch einem auf erschreckende Weise zeigt, wie tief solche Strukturen verankert sein können. Und genau deshalb ist das auch nichts, das man einfach irgendwann „hinter sich lässt“. Diese sogenannte Beziehung verschwindet nicht einfach mit einem Schlussstrich. Sie zieht sich weiter durchs ganze Leben. Durch Erinnerungen. Durch Trigger. Durch Situationen, die plötzlich wieder den Atem rauben und alte Wunden aufreißen, obwohl man dachte, sie wären vielleicht endlich etwas verheilt. Und dann sind da diese Begegnungen mit Menschen von damals. Menschen, die gesehen haben. Die hätten eingreifen können. Erwachsene, die Verantwortung hatten und einfach weggeschaut haben. Dieses Wissen hat mich beim Lesen fast noch mehr zerrissen als manches andere. Und trotzdem… oder vielleicht gerade deshalb… halte ich dieses Buch für unglaublich wichtig. Es ist kein Buch, das einen „mitreißt“ im klassischen Sinn. Kein Buch, bei dem man atemlos durch die Seiten fliegt, weil alles so spannend ist. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich nicht wegsehen wollte. Weil ich mitgefühlt habe. Weil ich das Gefühl hatte, dieses Mädchen nicht allein lassen zu dürfen. Und vielleicht auch, weil ich selbst nicht vergessen will, wie solche Geschichten aussehen können. Wie leise sie anfangen. Wie normal sie nach außen wirken. Jetzt sitze ich hier und finde es fast unmöglich, dieses Buch in Sterne zu packen. Denn eigentlich fühlt sich eine Bewertung dafür falsch an. Aber gleichzeitig weiß ich auch: Ohne Bewertungen wird es oft nicht gesehen. Und dieses Buch muss gesehen werden.

Ein verstörendes, wichtiges Buch, das man nicht liest sondern aushält

whatabout_nadine aus Handewitt am 17.06.2026
Bewertungsnummer: 3170599
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„In meinem Leben gab es kein Davor, zu dem ich zurückkehren konnte. Ein Mädchen verließ mit vierzehn das Zimmer und wurde nicht mehr gesehen. Ein weißer Fleck auf der Karte. Ein nasser Fleck auf dem Laken. Eine leere Puppe. Ein Loch in der Welt.“ Ein treffendes Zitat das dieses Buch beschreibt, denn in dem Roman "Ein Mädchen verließ das Zimmer" erzählt Ulrike S. Gernes die Geschichte der 14 jährigen Tanja , das in eine Beziehung zu dem 46 Jahre alten Ed, ein Freund der Familie gerät. Es ist eine Geschichte über Manipulation, Grooming, emotionalen Missbrauch und darüber, wie leicht ein Kind glauben kann, geliebt zu werden, wenn ihm jemand endlich Aufmerksamkeit schenkt. Besonders erschütternd ist dabei, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit aus dem Leben der Autorin beruht. Und genau das spürt man auf jeder einzelnen Seite. Dieses Buch war für mich wirklich schwer zu ertragen. Es gab beim Lesen Momente, in denen ich das Buch weglegen musste um einmal tief durchzuatmen und dunkle Gedanken abschütteln musste. Teilweise hätte ich wirklich (sorry!) kotzen können. Nicht, weil das Buch schockieren will, sondern weil es so perfide leise erzählt ist. So unschuldig und fast niedlich an manchen Stellen. Da ist dieses junge Mädchen, das glaubt, die große Liebe gefunden zu haben. Das sich gesehen fühlt, besonders und wichtig. Weil ein erwachsener Mann genau weiß, welche Worte er benutzen muss, um sie emotional abhängig zu machen. Wie er sie langsam einlullt. Wie er ihr das Gefühl gibt, sie wäre reif genug, freiwillig genug, verliebt genug. Und während man das liest, möchte man sie die ganze Zeit anschreien. Niemals aus Wut auf sie, sondern weil man versteht, was da passiert, während sie selbst noch glaubt, etwas Schönes zu erleben. Der Missbrauch taucht hier nicht als das offensichtliche Monster auf, sondern als etwas, das sich tarnt. Hinter Aufmerksamkeit. Hinter lieben Worten. Hinter vermeintlicher Zärtlichkeit. Noch schlimmer war für mich aber fast das Umfeld. So viele Erwachsene haben das EINFACH GESCHEHEN lassen. Haben weggesehen, es hingenommen, als wäre daran irgendetwas normal. Selbst die eigenen Eltern. Dieses Gefühl von kompletter Schutzlosigkeit hat mich beim Lesen regelrecht fassungslos gemacht und eine beklemmende Leere aufgetan. Diese Therapeutin - unfassbar. Gerade eine Person, die eigentlich helfen, schützen und auffangen sollte, wirkt so erschreckend untätig. So distanziert. Als würde sie ihrer Verantwortung überhaupt nicht gerecht werden. Beim Lesen dachte ich ständig: Irgendjemand muss doch endlich erkennen, was hier passiert. Irgendjemand muss doch handeln. Und Ed… ich glaube selten hat mich eine Figur auf so stille Weise abgestoßen. Diese Schuldumkehr. Dieses permanente Festhalten daran, alles sei völlig normal, völlig richtig, völlig einvernehmlich. Selbst bis zum Schluss. Diese Selbstverständlichkeit, mit der er Grenzen überschreitet und gleichzeitig jede Verantwortung von sich weist, war einfach krank. Aber was mich wirklich fertig gemacht hat, waren die Männer in diesem Buch allgemein. Diese unterschiedlichen Formen von Missbrauch. Diese Selbstverständlichkeit, mit der manche ihre Macht ausnutzen. Teilweise sogar gegenüber den eigenen Töchtern. Es lief mir mehr als einmal kalt den Rücken herunter, weil das Buch einem auf erschreckende Weise zeigt, wie tief solche Strukturen verankert sein können. Und genau deshalb ist das auch nichts, das man einfach irgendwann „hinter sich lässt“. Diese sogenannte Beziehung verschwindet nicht einfach mit einem Schlussstrich. Sie zieht sich weiter durchs ganze Leben. Durch Erinnerungen. Durch Trigger. Durch Situationen, die plötzlich wieder den Atem rauben und alte Wunden aufreißen, obwohl man dachte, sie wären vielleicht endlich etwas verheilt. Und dann sind da diese Begegnungen mit Menschen von damals. Menschen, die gesehen haben. Die hätten eingreifen können. Erwachsene, die Verantwortung hatten und einfach weggeschaut haben. Dieses Wissen hat mich beim Lesen fast noch mehr zerrissen als manches andere. Und trotzdem… oder vielleicht gerade deshalb… halte ich dieses Buch für unglaublich wichtig. Es ist kein Buch, das einen „mitreißt“ im klassischen Sinn. Kein Buch, bei dem man atemlos durch die Seiten fliegt, weil alles so spannend ist. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich nicht wegsehen wollte. Weil ich mitgefühlt habe. Weil ich das Gefühl hatte, dieses Mädchen nicht allein lassen zu dürfen. Und vielleicht auch, weil ich selbst nicht vergessen will, wie solche Geschichten aussehen können. Wie leise sie anfangen. Wie normal sie nach außen wirken. Jetzt sitze ich hier und finde es fast unmöglich, dieses Buch in Sterne zu packen. Denn eigentlich fühlt sich eine Bewertung dafür falsch an. Aber gleichzeitig weiß ich auch: Ohne Bewertungen wird es oft nicht gesehen. Und dieses Buch muss gesehen werden.

Beklemmend, fordernd und so wichtig

Silke - Buchgespür - am 20.04.2026

Bewertungsnummer: 3114906

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerade in meinem Beruf habe ich mit jungen Menschen zu tun. Vielleicht hat mich dieses Buch deshalb so aufgewühlt. Der Begriff der „Verführung Minderjähriger“ ist allgemein gängig, ihn aus dieser so nahen Perspektive der Protagonistin Tanja zu erleben, war aber etwas völlig anderes. Es war schmerzhaft, eindrücklich und gleichzeitig erschreckend erklärend. Man stellt sich beim Lesen unweigerlich die Frage, wie oft solche gefährlichen Entwicklungen übersehen werden und wie viel Verantwortung eigentlich bei den Erwachsenen im Umfeld liegt. Das Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und trotzdem bin ich dankbar, dass es solche Romane gibt, weil sie die Wahrheit zeigen. Die Gedanken und Gefühle eines Mädchens, das lange nicht erkennt, was mit ihr geschieht. Tanja sucht Erklärungen und Entschuldigungen für Eg, ihren 30 Jahre älteren Liebhaber, relativiert, was passiert und fühlt sich mit verantwortlich. Genau das macht es so schwer auszuhalten. Was mich besonders erschüttert hat, war nicht nur die Dynamik zwischen Täter und Opfer. Es war das Umfeld, das nicht eingegriffen hat, obwohl andere Menschen wahrgenommen haben, was sich entwickelt hat und welche Art Beziehung die beiden tatsächlich führen. Der Täter wird weder von Tanjas Familie noch von seinen Bekannten als eindeutig böse dargestellt. Gerade das macht das Geschehen so beunruhigend. Als Leserin nimmt man sehr genau wahr, was hier passiert, erkennt die Grenzüberschreitungen, während sie innerhalb der Geschichte lange nicht klar benannt werden, obwohl Egs Täter-Verhalten schonungslos offengelegt wird. Seine Manipulationen, seine narzisstischen Züge, diese perfide Verschiebung von Verantwortung. Er redet Tanja ein, dass sie diese Beziehung genauso forciert und gewollt hat wie er, um sich selbst von Schuld zu entlasten. Er verletzt sie immer wieder mit seinem Handeln, seinem Kontakt zu anderen Frauen, seiner Rücksichtlosigkeit… Das hat mich so wütend gemacht, es rüttelt aber auch wach. Ich würde raten, sich gut überlegen, wann und ob man dieses Buch liest. Es ist hart, aber absolut passend niedergeschrieben und durch tiefe Emotionen aufklärend.

Beklemmend, fordernd und so wichtig

Silke - Buchgespür - am 20.04.2026
Bewertungsnummer: 3114906
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gerade in meinem Beruf habe ich mit jungen Menschen zu tun. Vielleicht hat mich dieses Buch deshalb so aufgewühlt. Der Begriff der „Verführung Minderjähriger“ ist allgemein gängig, ihn aus dieser so nahen Perspektive der Protagonistin Tanja zu erleben, war aber etwas völlig anderes. Es war schmerzhaft, eindrücklich und gleichzeitig erschreckend erklärend. Man stellt sich beim Lesen unweigerlich die Frage, wie oft solche gefährlichen Entwicklungen übersehen werden und wie viel Verantwortung eigentlich bei den Erwachsenen im Umfeld liegt. Das Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und trotzdem bin ich dankbar, dass es solche Romane gibt, weil sie die Wahrheit zeigen. Die Gedanken und Gefühle eines Mädchens, das lange nicht erkennt, was mit ihr geschieht. Tanja sucht Erklärungen und Entschuldigungen für Eg, ihren 30 Jahre älteren Liebhaber, relativiert, was passiert und fühlt sich mit verantwortlich. Genau das macht es so schwer auszuhalten. Was mich besonders erschüttert hat, war nicht nur die Dynamik zwischen Täter und Opfer. Es war das Umfeld, das nicht eingegriffen hat, obwohl andere Menschen wahrgenommen haben, was sich entwickelt hat und welche Art Beziehung die beiden tatsächlich führen. Der Täter wird weder von Tanjas Familie noch von seinen Bekannten als eindeutig böse dargestellt. Gerade das macht das Geschehen so beunruhigend. Als Leserin nimmt man sehr genau wahr, was hier passiert, erkennt die Grenzüberschreitungen, während sie innerhalb der Geschichte lange nicht klar benannt werden, obwohl Egs Täter-Verhalten schonungslos offengelegt wird. Seine Manipulationen, seine narzisstischen Züge, diese perfide Verschiebung von Verantwortung. Er redet Tanja ein, dass sie diese Beziehung genauso forciert und gewollt hat wie er, um sich selbst von Schuld zu entlasten. Er verletzt sie immer wieder mit seinem Handeln, seinem Kontakt zu anderen Frauen, seiner Rücksichtlosigkeit… Das hat mich so wütend gemacht, es rüttelt aber auch wach. Ich würde raten, sich gut überlegen, wann und ob man dieses Buch liest. Es ist hart, aber absolut passend niedergeschrieben und durch tiefe Emotionen aufklärend.

Kundinnen und Kunden meinen

Ein Mädchen verließ das Zimmer

von Ulrikka S. Gernes

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Ein Mädchen verließ das Zimmer
  • Produktbild: Ein Mädchen verließ das Zimmer