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Arendal Roman

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26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3854

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.05.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,9 cm

Gewicht

540 g

Farbe

Messing / Kaffee

Originaltitel

Arendal (Morning Star Book 5)

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87824-9

Beschreibung

Rezension

»Es gibt Schriftsteller, die stoßen den Leser sofort und übergangslos in tiefste Fragen, gleichgültig, welche Geschichte sie gerade vordergründig erzählen. Dostojewski ist so einer. Karl Ove Knausgård ebenfalls.« ("Welt am Sonntag, Richard Kämmerlings")
»Für mich ist der Morgenstern-Zyklus eine universelle Erkundung der Existenz. […] Und wir lesen, wie diese Erkundung immer weitergeht, oder um es so zu sagen: wir sind dabei, wie die Göttliche Komödie unserer Zeit entsteht.« ("RBB, radioeins, Thomas Böhm")
»Es ist ein großes, gewaltiges Buch, Entertainment mit Tiefsinn, so ziemlich die perfekte Mischung.« ("Berliner Morgenpost, Thomas Andre")
»In einer bewusst schmucklosen, auf (innere) Dialoge setzenden, soghaften Prosa seziert er die psychische Zerrissenheit eines Mannes, der sich mit dem Hier und Jetzt nicht abzufinden vermag« ("Deutschlandfunk, Studio 9, Rainer Moritz")
»Auch ›Arendal‹ ist wieder ein bohrender, philosophischer Roman, der mit Knausgård'scher Intensität die großen Fragen des Lebens verhandelt. Wie schön, dass diese Romanreihe weitergeht.« ("NDR Kultur, Andreas Wirthensohn")
»...wieder ein Grenzgang zwischen Alltag und Metaphysik, Realität und Rausch, in der der norwegische Literatur-Popstar die physische Welt aus der Verankerung löst.« ("Kleine Zeitung, Bernd Melichar")

Produktdetails

Verkaufsrang

3854

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.05.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,9 cm

Gewicht

540 g

Farbe

Messing / Kaffee

Originaltitel

Arendal (Morning Star Book 5)

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87824-9

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Aus männlicher Sicht

MarieOn am 12.06.2026

Bewertungsnummer: 3165608

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kurz vor Arendal zickte Syverts Wagen. Er war geschäftlich in Kongsberg und auf dem Weg zu seiner Familie. Obwohl er das Gaspedal durchtrat, sank die Tachonadel weiter und pendelte sich auf dreißig Stundenkilometer ein. Hinter ihm fuhren drei Autos, die nicht überholen konnten, weil die Strecke unübersichtlich war. Die Nervosität der anderen Fahrer ließ ihn an einer Bushaltestelle rechts ranfahren. Als er ausstieg, um die Motorhaube zu öffnen, spürte er die -20 °C kaum. Ein alter Cortina hielt und der Fahrer kurbelte das Fenster herunter, fragte, ob er helfen könne. „Nein, aber vielen Dank.“ Nachdem er die Motorhaube wieder verschlossen hatte, lief er die Straße zurück, weil er sich an einzelne Häuser erinnerte. Im ersten Haus reagierte niemand auf sein Klopfen. Im zweiten wurde die Tür geöffnet, noch bevor er die Hand heben konnte. Er durfte das Telefon benutzen und rief den Abschleppdienst an, danach erreichte er Evelyn und teilte ihr mit, dass er es heute nicht mehr nach Hause schaffen werde. In der Werkstatt lieh man ihm einen VW-Käfer, damit fuhr er nach Arendal. Einem Impuls folgend hielt er an der Kirche, in die seine Großmutter immer gegangen war, stieg die Stufen zum Portal hoch, doch die schwere Holztür ließ sich nicht öffnen. Hier hatten sie gestanden, die, die nicht mehr ist und seine Mutter, die alt ist. Er erinnert den Garten, der für ihn der Sonntags- oder Feriengarten war, mit den Obstbäumen, auf die er nicht klettern durfte. Fazit: Karl Ove Knausgård, einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart, ist seiner Linie treu geblieben. Er hat in seinem fünften Buch der Morgenstern-Reihe das Thema Einsamkeit zum Thema gemacht, um die Abgründe des menschlichen Daseins zu verdeutlichen. Sein Protagonist ist Mitte dreißig, verheiratet und Vater zweier Söhne. Er findet sein Glück nicht in der Beziehung zu seiner unterkühlten Frau, zu der er als Berufspendler immer wieder zurückkehrt. Aufgerieben zwischen seiner Loyalität, seinem Verantwortungsbewusstsein und der Sinnlosigkeit seines Daseins, versucht er seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, bis es aus dem Ruder läuft. Die Autopanne zwingt ihn zu einer Nacht in dem Ort, in dem er aufgewachsen ist. Schlaflos irrt er durch die Straßen und hängt seinen Gedanken nach. Der Autor lotet sehr fein die Sehnsüchte und Beweggründe eines Mannes aus. Die Scham, sich seinen Gefühlen zu stellen, wird so groß, dass er immer exzessiver trinken muss. Am Ende trifft er eine schwerwiegende Entscheidung, vor der er sich lange gedrückt hat. Es geht um Einsamkeit und innere Zerrissenheit. Sehr erhellend nach all den Frauenstimmen der letzten Jahre, auch einmal einem Mann zuzuhören.

Aus männlicher Sicht

MarieOn am 12.06.2026
Bewertungsnummer: 3165608
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kurz vor Arendal zickte Syverts Wagen. Er war geschäftlich in Kongsberg und auf dem Weg zu seiner Familie. Obwohl er das Gaspedal durchtrat, sank die Tachonadel weiter und pendelte sich auf dreißig Stundenkilometer ein. Hinter ihm fuhren drei Autos, die nicht überholen konnten, weil die Strecke unübersichtlich war. Die Nervosität der anderen Fahrer ließ ihn an einer Bushaltestelle rechts ranfahren. Als er ausstieg, um die Motorhaube zu öffnen, spürte er die -20 °C kaum. Ein alter Cortina hielt und der Fahrer kurbelte das Fenster herunter, fragte, ob er helfen könne. „Nein, aber vielen Dank.“ Nachdem er die Motorhaube wieder verschlossen hatte, lief er die Straße zurück, weil er sich an einzelne Häuser erinnerte. Im ersten Haus reagierte niemand auf sein Klopfen. Im zweiten wurde die Tür geöffnet, noch bevor er die Hand heben konnte. Er durfte das Telefon benutzen und rief den Abschleppdienst an, danach erreichte er Evelyn und teilte ihr mit, dass er es heute nicht mehr nach Hause schaffen werde. In der Werkstatt lieh man ihm einen VW-Käfer, damit fuhr er nach Arendal. Einem Impuls folgend hielt er an der Kirche, in die seine Großmutter immer gegangen war, stieg die Stufen zum Portal hoch, doch die schwere Holztür ließ sich nicht öffnen. Hier hatten sie gestanden, die, die nicht mehr ist und seine Mutter, die alt ist. Er erinnert den Garten, der für ihn der Sonntags- oder Feriengarten war, mit den Obstbäumen, auf die er nicht klettern durfte. Fazit: Karl Ove Knausgård, einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart, ist seiner Linie treu geblieben. Er hat in seinem fünften Buch der Morgenstern-Reihe das Thema Einsamkeit zum Thema gemacht, um die Abgründe des menschlichen Daseins zu verdeutlichen. Sein Protagonist ist Mitte dreißig, verheiratet und Vater zweier Söhne. Er findet sein Glück nicht in der Beziehung zu seiner unterkühlten Frau, zu der er als Berufspendler immer wieder zurückkehrt. Aufgerieben zwischen seiner Loyalität, seinem Verantwortungsbewusstsein und der Sinnlosigkeit seines Daseins, versucht er seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, bis es aus dem Ruder läuft. Die Autopanne zwingt ihn zu einer Nacht in dem Ort, in dem er aufgewachsen ist. Schlaflos irrt er durch die Straßen und hängt seinen Gedanken nach. Der Autor lotet sehr fein die Sehnsüchte und Beweggründe eines Mannes aus. Die Scham, sich seinen Gefühlen zu stellen, wird so groß, dass er immer exzessiver trinken muss. Am Ende trifft er eine schwerwiegende Entscheidung, vor der er sich lange gedrückt hat. Es geht um Einsamkeit und innere Zerrissenheit. Sehr erhellend nach all den Frauenstimmen der letzten Jahre, auch einmal einem Mann zuzuhören.

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Arendal

von Karl Ove Knausgard

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