• Produktbild: Mr. Fox
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Mr. Fox Roman

10

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

Blessing

Seitenzahl

784

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/5,1 cm

Gewicht

794 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-784-6

Beschreibung

Rezension

»Unheimlich, schockierend, provokant und wunderschön geschrieben ist Mr. Fox ein weiterer Beweis dafür, dass Oates eine der größten Erzählerinnen unserer Zeit ist.« ("Gillian Flynn")
»Beeindruckend und verstörend« ("New York Times Book Review")
»Oates ist ein Genie.« ("Rebecca Makkai")
»Eine zutiefst faszinierende, atemlos-fiebrige Erzählung darüber, wie die Taten eines Einzelnen eine ganze Gemeinschaft erschüttern.« ("The Guardian")
»Meisterhafte psychologische Spannung … so aktuell, als wäre sie direkt den Schlagzeilen entrissen.« ("People")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

Blessing

Seitenzahl

784

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/5,1 cm

Gewicht

794 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-784-6

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

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  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    03.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Widerliche Liebesspiele

    Mit einem zuerst harmlosen Morgenspaziergang im Wieland Pond beginnt die Reise in die obskuren Untiefen einer amerikanischen Kleinstadt. Sorgfältig und hintergründig – mit eleganten Satzgebilden umschrieben – wird ein Verdacht aufgebaut, der schliesslich zum halb versenkten Auto von Mr. Fox führt. Ob die Leiche wirklich Mr. Fox ist, oder ob der elegant- galante Mr. Fox gar über Leichen geht, um sich aus seiner einmal mehr ausweglosen Situation zu befreien? Oates beschreibt das Doppelleben dieses beliebten und sich beliebt machenden Lehrers gekonnt und lässt tief in die Psyche dieses getriebenen Mannes blicken. Meisterhaft sind die Szenen, in denen er andere manipuliert, nicht nur jene Schülerinnen, die er begehrt, sondern auch die Schuldirektorin Paige und seine Alibifreundin Imogene. Die Charaktere sind sehr klar gezeichnet, die verschiedenen Szenen entwickeln einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Nachdem Frank Farrell an der vorherigen Schule seinen Kopf nur äusserst knapp mit Hilfe eines Anwalts aus der Schlinge ziehen konnte, ist nur allzu klar, dass er sich am neuen Ort eigentlich nichts zu Schulden kommen lassen möchte, aber schon bald seine inneren Dämonen und Begierden nicht mehr beherrschen wird. Ob seine moralische Entrüstung echt oder gespielt ist, bleibe dahingestellt. Der Missbrauch der vorpubertären Mädchen und die Auswirklungen, die diese Übergriffe auf die Opfer haben, wie massiv sie diese Mädchen / jungen Frauen innerlich zerstören und sie in eine verzweifelte Abhängigkeit und Einsamkeit treiben wird überaus deutlich. Die erziehenden Personen (Eltern, Lehrpersonen) sind völlig ahnungs- und hilflos, verkennen die Nöte ihrer Kinder ob ihrer eigenen Beziehungsprobleme. «Das ist der besondere Moment. Von dem Kätzchen niemandem etwas erzählt, nie. Wenn Seelen sich vereinen. Versprechen gegeben werden. Die köstlichsten Geheimnisse». (76) «Andere dazu bringen, dass sie gut über uns denken, (…) Man konditioniert ständig andere, damit man sie zu einem späteren Zeitpunkt für irgendetwas in Anspruch nehmen kann, (…) die Bekundung von Zuneigung, aufmerksames Zuhören oder die Erzeugung dieses Eindrucks – das alles ist nützlich». (220) «Andere dazu bringen, dass sie einen mögen, und dadurch vereiteln, dass sie einen nicht mögen -  einem misstrauen: Darauf kommt es an». (243) Mr. Fox kann es nicht leiden, wenn er nicht von allen bewundert und verehrt wird. Da ist ihm keine Heuchelei und keine Ungerechtigkeit zu schade, um bei Eunice zum Ziel zu kommen. Dabei ist ihm nicht bewusst, was solch innige falsche Liebe für Abhängigkeiten erzeugt, wie diese vermeintliche Liebe für die Mädchen wie eine Erlösung aus ihrem Dornröschendasein wird, wie sie meinen, endlich von jemandem wahrgenommen zu werden. Dass das letztlich zu noch grösseren Selbstzweifeln und Selbstverletzungen führt, ist ihm nicht klar. Ob dann der mysteriöse Tod von Mr. Fox durch Detektiv Zwender aufgeklärt werden kann?  «Es gibt Dinge, die müssen unter der Decke gehalten werden. Wenn man sich entscheiden muss, die Wahrheit publik zu machen oder Unschuldige zu schützen, zum Beispiel die unschuldigen Opfer von Francis Fox, bin ich für den Schutz der Unschuldigen». (735) Es ergeben sich einige grundsätzliche Gedanken: Wer weiss schon, was wirklich wahr ist, wessen Erinnerung was wie ausgeschmückt, weggelassen, zurechtgebogen hat? Ja, und wie ist es mit der so viel beschworenen Seelenverwandtschaft, ist das nur Geflunker oder Seelen ultimativ packende Realität? Und wenn eine Seelenverwandtschaft plötzlich stirbt, bleibt die Verbindung einseitig bestehen, oder rechtfertigt sie sogar den Tod? «Gleich als sich unsere Blicke begegneten, erkannten wir einander. Denn unser Wissen um einen anderen entstammt der Seele, nicht unserem äusserlichen Sein. Und es wird eine Zeit geben, in der unsere Seelen nicht vereint sind». (754) Vor allem: dieses pseudophilosophische Geschwurbel von Mr. Fox rechtfertigt keinesfalls seine Übergriffe, seine exaltierten «Liebesbezeugungen», seine gewaltsame Inbesitznahme dieser jungen Menschen, dieser Reduktion von Seelen zu schlafenden schönen Kätzchen. Das alles ist sehr abstossend und doch real. Vor allem bindet Fox seine Opfer innerlich an sich, mit der vermeintlichen Liebe und Sanftheit, so dass er in ihrem Gedächtnis als der erste – und bedeutendste – Mann haften bleibt, der sie liebte, und sie so für ihr ganzes Leben schädigt.  «Die schlimmste Form des sexuellen Missbrauchs: das Opfer zwingen, grosse Lust zu empfinden. Das Opfer auf eine Weise an den Missbrauchstäter zu binden, die tückischer ist als Vergewaltigung. Fox prägte seine hilflosen Opfer[CH1]  auf eine Weise, die so tief geht, dass sie sich nicht ausmerzen lässt, weil sie ihn für immer als Geliebten im Gedächtnis behalten, nicht als Vergewaltiger, der erste Mann, der sie liebte». (608) «Ich liebe Mr. Fox – es gab nie eine Zeit, in der ich Mr. Fox nicht geliebt habe. Wenn er tot ist, gibt es keinen Grund für mich, zu leben, ihr könnt mich nicht zwingen, zu leben». (612) Der Schreibstil von Oates ist sehr flüssig, leicht zu lesen und geht doch in die Tiefe, da einen die geschilderten Untaten nicht kalt lassen können, zum Teil sehr abstossend sind: nicht nur die sexuellen Übergriffe, sondern auch die erpresserische Notengebung und Ungleichbehandlung der Schüler:innen; auch das Anbandeln, abhängig machen und dann fallen lassen. Man sieht das Kleinstadtleben bildlich vor sich und riecht die verstaubten Gänge der Academy, das leicht abgehobene Getue einer vermeintlich besseren Gesellschaft. Der Krimi ist in seiner ganzen Länge interessant aufgebaut, die Personen werden gut eingeführt und tauchen zu gegebener Zeit wieder auf; allerdings sind einige Szenen auch ein wenig in die Länge gezogen. Ein eindrücklich-eindringliches Leseerlebnis!     —  [CH1]

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hinter seiner charmanten Fassade verbirgt sich ein gefährliches Doppelleben

    Mr. Fox ist ein düsterer Roman für ein erwachsenes Publikum. Im Mittelpunkt steht der beliebte Lehrer Francis Fox, dessen scheinbar makellose Fassade ein erschütterndes Doppelleben verbirgt. Hinter verschlossenen Türen nutzt er das Vertrauen seiner Schülerinnen auf grausame Weise aus. Die Einblicke in Francis Fox Gedankenwelt sind zugleich faszinierend und zutiefst verstörend. Der Roman ist unheimlich, schockierend und provokant, zugleich aber auch sprachlich eindrucksvoll geschrieben. Der ungewöhnliche Schreibstil kann zunächst gewöhnungsbedürftig sein. Ebenso ist die Thematik – insbesondere Pädophilie, sexueller Missbrauch und die Manipulation junger Mädchen – sehr belastend und sicherlich nicht für jede Leserin und jeden Leser geeignet. Man sollte sich bewusst sein, auf welche intensive und emotionale Reise man sich mit diesem Buch einlässt. Dennoch bin ich der Meinung, dass Joyce Carol Oates eine herausragende Erzählerin ist und mit diesem Roman trotz der anspruchsvollen und belastenden Thematik ein beeindruckendes Werk geschaffen hat.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Psychologische Abgründe

    Eine Kleinstadt, ein neuer, äusserst beliebter Lehrer der aber scheinbar doch nicht der ist, der er zu sein scheint. Mr. Fox hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest, die Geschichte ist intensiv, beklemmend und emotional fordernd. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) konnte ich es kaum aus der Hand legen. Joyce Carol Oates schreibt unglaublich eindringlich. Ihre Sprache ist präzise, atmosphärisch und so fesselnd, dass ich komplett in die Geschichte eingetaucht bin. Auch der Aufbau des Romans ist hervorragend gelungen: Die Spannung bleibt konstant hoch, und Stück für Stück setzt sich das Gesamtbild zusammen. Die Themen Kindesmissbrauch, Grooming und Manipulation sind schwer und schmerzhaft. Ich finde aber, dass Oates sie mit viel Feingefühl und psychologischem Verständnis behandelt. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie zeigt, wie Manipulation funktioniert und welche Dynamiken dahinterstecken, ohne dabei den Täter zu entschuldigen oder die Opfer aus dem Blick zu verlieren. Mr. Fox selbst ist eine Figur, die mich während des Lesens immer wieder beschäftigt hat. Seine Handlungen wurden auf psychologischer Ebene verständlich gemacht, nie aber so, dass man Empathie für ihn empfindet. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass einige Handlungsstränge etwas kompletter abgeschlossen werden. Nach dieser intensiven Reise blieben für mich ein paar Fragen offen, die ich gerne noch beantwortet gehabt hätte. Trotzdem ist Mr. Fox für mich ein beeindruckender Roman, der sprachlich und psychologisch auf höchstem Niveau ist. Kein leichtes Buch, aber eines, das lange nachhallt und mich sicher noch eine Weile beschäftigen wird.

  • bookishhexli

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Abgründe einer Kleinstadt

    Mr. Fox kommt neu an die Privatschule Langhorne Academy in einer beschaulichen Kleinstadt in New Jersey. Der charismatische Lehrer gewinnt schnell die Sympathie der sonst sehr strikten Direktorin sowie auch seiner Schülerinnen und Schüler. Doch hinter seine Fassade verbirgt sich, was niemand für möglich hält. Als in einer Mülldeponie ein übel zugerichteter Leichnam entdeckt wird, bringen die darauffolgenden Ermittlungen die Abgründe zutage, die jahrelang verborgen blieben. Die im Buch besprochen Themen und die Rechtfertigung der Taten durch Mr. Fox sind für mich sehr schwer nachvollziehbar und zeigen aber wohl leider auch ein Bild der heutigen Gesellschaft, wo vieles öffentlich und doch versteckt passiert. Er scheint als Person ein Mensch zu sein, der immer wieder in die für die Situation richtige Rolle schlüpfen kann. Der Schreibstil der Autorin schafft es, einem in jeder Situation die Gedankengänge und auch Emotionen der einzelnen Charaktere in ihren eigenen Worten wiederzugeben. Die Unterschiede der Arbeiterklasse kristallisieren sich, in den von der Autorin geschickt geschriebenen Textpassagen, klar heraus und man erkennt, dass viel Arbeit in die Charakterentwicklung geflossen ist. Für mich war es zu teilen etwas repetitiv, da man die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven, sowohl von Personen als auch Zeitebenen, erzählt bekommt. Ich werde in der Zukunft bestimmt wieder zu einem ihrer Bücher greifen – hoffe dabei aber, dass dies etwas leichter verdauliche Kost sein wird. Zusatz an den Verlag sowie an verkaufende Buchhändler: Die geschilderten Taten und Manipulationen sind nichts fürs schwache Nerven. Daher hätte ich mir, wie bei vielen Bücher heute üblich, eine Triggerwarnung gewünscht. Auch würde ich mir wünschen, dass das Buch - da unter Romanen gelistet - eine Altersfreigabe ab 18 enthalten würde.

  • Ivy S.

    Orell Füssli Book Circle Community

    3/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düster. Verstörend. Nachhallend.

    ⚠️ Triggerwarnung: Pädophilie, sexuelle Gewalt, Manipulation, Mordgedanken, psychische Gewalt Worum geht’s? Ein rätselhafter Todesfall, verschiedene Perspektiven und eine Geschichte, die sich erst nach und nach zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht Mr. Fox – eine Figur, deren Gedankenwelt immer verstörender wird und die einen tief in die Abgründe menschlicher Psyche blicken lässt. Mein Fazit Fox ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es ist düster, verstörend und behandelt schwere Themen wie Pädophilie, Manipulation und Gewalt. Besonders die Gedankenwelt von Mr. Fox hat mich schockiert. Er redet sein Verhalten ständig klein, sucht Ausreden und sieht sich selbst beinahe als Opfer. Der ungewöhnliche Aufbau mit den vielen Perspektiven hat mich neugierig gemacht, auch wenn ich anfangs oft nicht wusste, wohin die Geschichte führen soll. Bis zum Schluss bleiben viele Fragen offen, die einen zum Weiterlesen antreiben. Mit dem Schreibstil bin ich jedoch nicht richtig warm geworden. Die sehr langen, verschachtelten Sätze und häufigen Wiederholungen haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte etwas straffer erzählt werden dürfen. Und in der heutigen Zeit erwarte ich Triggerwarnungen in Büchern. Das hat gefehlt. Trotz meiner Kritik hat mich das Buch beschäftigt – und genau das macht gute Literatur oft aus. Es ist kein Wohlfühlbuch, sondern eines, das provoziert, verstört und zum Nachdenken anregt. Für alle, die psychologisch anspruchsvolle und düstere Literatur mögen, könnte Fox genau das Richtige sein.

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Bewertungen (10)

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    Christine Holzner

    OSIANDER Aalen

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    4/5

    08.07.2026

    eBook (ePUB)

    Wenn Mr. Tongue kuscheln will

    Eine übel zugerichtete Leiche wird entdeckt und als Mr Fox identifiziert. Alle sind entsetzt. Der beliebte Lehrer hatte diesen schrecklichen Tod nicht verdient, oder doch? Joyce Carol Oates lässt uns tief in die Abgründe einer kranken Seele blicken und hinter die zarten Schleier perfider Manipulation. Dem umfangreichen Werk hätte eine Straffung gut getan, obwohl es sich sehr gut liest.

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