Der große Roman von Platz-1-»New York Times«-Bestsellerautor Joe Hill
Das renommierte Rackham College in Maine: Als Vorzeigestudent Arthur Oakes und seine Freunde in einem alten okkulten Text aus der Universitätsbibliothek ein Ritual entdecken, mit dem man angeblich einen Drachen beschwören kann, beschließen sie in einer rauschhaften Silvesternacht, die Probe aufs Exempel zu machen. Was als Spiel beginnt, wird schon bald zum Albtraum: Eine uralte und mächtige Wesenheit erwacht. Und sie ist hungrig ...
Der Originalroman »King Sorrow« erscheint auf Deutsch in zwei Teilen »King Sorrow 1« und »King Sorrow 2«.
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Der Drache, den ich rief..
Blaxy87 aus Hannover am 10.05.2026
Bewertungsnummer: 3133994
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ohne Umschweife: Highlight incomming!
Erklärung:
Wenn man nach 550 Seiten des ersten Bandes schimpfend das Buch zu Seite legt, weil die Fortsetzung erst im Juli erscheint, man aber der Story noch keinen Deut überdrüssig ist, hat das schon einen gewissen Aussagewert! ☝️
Wer hier einen wilden Ritt erwartet, bekommt ihn - phasenweise schnellte mein Adrenalinpegel in die Höhe und ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Doch gilt das nicht für das komplette Buch. Hier ist auch viel Geduld gefragt, denn Hill nimmt sich - ganz wie sein Vater - viel Zeit um ein genaues Bild zu kreieren.
Leider muss ich bei der Beschreibung ein wenig rumeiern, damit ich nicht zu viel vorweg nehme, doch kann man es durchaus so sehen, dass "King Sorrow" mehrere kleine Unterbücher beherbergt - und jedes davon kurbelt eine Dynamik an, die den Leser völlig in einen Bann zu ziehen vermag.
Schon in "Fireman" liebte ich diese Erzählkunst; hier wird kein schneller Plot dem Leser vor die Füße gekotzt, hier werden Charaktere und Situationen so deutlich erschaffen, dass ich jetzt schon weiss, dass Arthur, Gwen, Allie, Van, Donna und Colin mir nach dem Ende entsetzlich fehlen werden.
Allein bis Juli zu warten fällt mir jetzt schon schwer!
Konzentrieren wir uns auf diesen Freundeskreis:
Eine Hand voll Studenten im beschaulichen Maine. Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam, und dennoch werden sie zu Freunden. Eine Herausforderung des Lebens bringt die Truppe dazu, sich aus Spaß und Verzweiflung mit Hilfe eines okkulten Rituals Hilfe zu verschaffen.
Nichts ahnend, was sie da ins Leben rufen, geschweige denn, was der Preis für die vermeintliche Hilfe ist..
So eine intensive, aber auch authentische friendship-story habe ich seit "Es" nicht mehr gelesen.
Hier sind die guten Leutchen gerade so noch Kinder, die man auf dem Weg in die Erwachsenenwelt begleitet ( - man startet übrigens im Jahre 1989 und kommt gen Ende des Buches Ende der '90er an).
Während des Verlaufs wird der Druck auf das Gespann deutlich, der Leser sieht die Auswirkungen über die Jahre, wodurch die Geschichte schon fast zu einer Art Drama wird.. und mich wirklich gespannt darauf macht, was in den Folgejahren noch passieren wird.
Doch ein großer Unterschied zu "Es" ist natürlich, dass man hier nur ansatzweise Horror hat - wir bewegen uns mehr im Fantasybereich.
Nicht zuletzt durch den Namensgeber "King Sorrow".
Das ist übrigens für mich eine absolut coole, wenn aber auch grausame Socke. :D
Durch den King wird nahezu alles bedient: Grauen. Humor. Spannung. Leid.
Fun fact: ich wiederhole mich, aber.. ich lechze nach mehr!
"King Sorrow" gehört für mich zu den Büchern, die immer weiter gehen könnten!
Kleiner Wermutstropfen:
Das Buch umfasst knapp 600 Seiten. Ca 50 davon sind allerdings eine Leseprobe zum zweiten Band. Daher endete diese Reise noch abrupter für mich.
Super
lauras_garden_of_books am 29.04.2026
Bewertungsnummer: 3123588
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Wir haben es geschafft, eine Fantasiegestalt aus dem Reich des Unmöglichen in die Realität zu holen. Wir haben die Wirklichkeit zerschlagen wie ein Stein eine Fensterscheibe.“
Mit King Sorrow bekommen wir ein Horror-Fantasy-Buch vom Feinsten geliefert. Viele dürften Joe Hill schon durch die Comicbuchreihe „Locke and Key“ kennen und natürlich als Sohn des King-of-Horror Stephen King.
Diese berühmte Referenz hat er aber garnicht nötig, denn seine schriftstellerische Qualität spricht für sich.
1989 in Maine beginnt es…eine Freundesgruppe beschwört im Rausch eine mächtige Wesenheit aus einem Buch der Universitätsbibliothek. Sie gehen einen Handel mit dem Drachen „King Sorrow“ ein, der ungeahnte Folgen mit sich bringt; jedes Jahr zu Ostern müssen sie ihm ein Opfer darbringen…und wenn nicht, trifft es einen von ihnen.
Wir haben hier eine ganz tolle Mischung aus Horror, Fantasy, Gesellschaftsroman und Coming-of-Age. 1989 lernen wir die 6 Charaktere zunächst aus der Sicht von Arthur kennen. Es war überraschend für mich, dass nach knapp 300 Seiten ein Perspektivwechsel erfolgt und wir werden im Laufe des Buchs auch noch zu den anderen Protagonisten der Freundestruppe wechseln. So lernen wir sie nach und nach besser kennen; aus der Perspektive der Anderen und der Eigenen.
King Sorrow beobachtet die Gruppe permanent aus dem Verborgenen heraus und wird sich auch auf die ein oder andere Art und Weise unschön in ihr Leben einmischen, sie herausfordern, mit ihnen Wetten eingehen und vor Entscheidungen stellen.
Dabei stehen auch viele moralische Fragen im Raum zu der Wertigkeit eines Lebens:
„Wer ist wertvoller für die Welt, Gwen? Wir oder irgendein kranker Serienmörder?
„Aber, Colin, sagte Gwen. Wir sind doch auch Serienmörder.“ (S. 297).
Die Geschichte ist generell langsam erzählt, besitzt aber von Anfang an einen Sog, der einen an den Seiten kleben lässt. Und wenn King Sorrow zuschlägt, kann man das Buch eh nicht mehr zur Seite legen. Je besser man die Charaktere über die Jahre hinweg kennenlernt, desto intensiver wird es. Die Anspielungen auf Stephen-King Bücher oder den Hobbit mit dem Drachen Smaug machen zusätzlich großen Spaß!
❕ Wichtig; im Englischen Original ist „King Sorrow“ ein Standaolne, im Deutschen ist das Buch allerdings geteilt, der zweite Band erscheint im Juli ❕
Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn es weitergeht
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