Produktbild: Hitlers Gefolgsmann

Hitlers Gefolgsmann Robert Ley - mein Großvater, der Kriegsverbrecher | Eine Biografie eines der mächtigsten Nationalsozialisten - erzählt von seinem Enkel

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22,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

22602

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

13116 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462314274

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ePUB 3

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22602

Erscheinungsdatum

07.05.2026

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KiWi eBooks

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Deutsch

EAN

9783462314274

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  • Bewertung

    5/5

    18.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Das emotionale NS-Erbe

    Axel Spickler ist der Sohn des einzigen ehelichen Sohnes von Robert Ley. Robert Ley - ein Name, den ich zuvor noch nie gehört habe. Aber er war einer der 24 Hauptangeklagten der Nürnberger Prozesse! Wer war Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Wie stieg er in eine so machtvolle Position auf, an der Spitze des NS-Staates? Axel Spickler gibt in diesem Buch die Biografie und den Werdegang seines Großvaters wieder. Dabei setzt er die Informationen in den historischen Kontext. Auch das Privatleben, Leys Kinder und Partnerinnen und ihre Geschichten bekommen Raum. Während Ley sich noch vor Prozessbeginn der Gerichtbarkeit entzogen hat, mussten seine Kinder und seine Partnerin einen Platz in der sich neu ordnenden Welt finden. Spickler verfolgt auch ihre Lebenswege. Dabei geht er auch auf die Beziehung der Hinterbliebenen zu Ley ein, wie sie zu ihm stehen. Es wird gezeigt, wie das emotionale Erbe noch die Enkel-Generation prägt. Und auch der Umgang der jungen Bundesrepublik mit den NS-Verbrechen wird beleuchtet. Was vielleicht der größte Schock für mich in diesem ganzen Buch war... Dieses Buch behandelt ein sensibles und auch persönliches Thema. Der Autor lässt uns eine Perspektive einnehmen, die bisher unterrepräsentiert ist. Und er hat das ganze stark umgesetzt.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    25.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Die Wahrheit muss ans Licht

    Die Wahrheit muss ans Licht Robert Ley (1890-1945) war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Steinerne Zeuge ist der 4 km lange Gebäudekomplex der Prora auf Rügen, der von Ley in Auftrag gegeben worden ist. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess als Nummer 4 in der Hierarchie rund um Hitler einer der 24 Hauptangeklagten. Seinem (Todes)Urteil in den Kriegsverbrecherprozessen entzieht sich Robert Ley 1945 durch Selbstmord. Autor Axel Spilcker ist Historiker und Enkel von Robert Ley. In diesem Buch erzählt er vom Aufstieg des Robert Ley in den innersten Kreis um Hitler, von Intrigen, Korruption und fanatischem Antisemitismus, den Ley bis zu seinem Tode nicht abgelegt hat. Selbst als man ihm Beweise über die Verbrechen der NS-Zeit vorgelegt hat, behauptet er, Hitler hätte davon nichts gewusst. Axel Spilcker berichtet an Hand von exklusiven Dokumenten, wie den unveröffentlichten Memoiren von Leys letzter Lebensgefährtin Madeleine Wanderer, über seinen Großvater. Wir erfahren wie Ley seine erste Frau und die gemeinsame Tochter Renate schnöde verlassen hat, um mit der von Hitler gefeierten Sopranistin Inga Hansen, die später in Morphiumsucht und Depressionen versinkt und sich 1942 das Leben nimmt, eine zweite Ehe einzugehen aus der drei Kinder, darunter sein eigener Vater Inger-Wolf Spilcker hervorgegangen ist. Die drei Kinder werden nach Ende des NS-Regimes in der Obhut der Großeltern, die ihren Namen in Spilcker geändert haben, getreu den Vorgaben des NS-Regimes aufwachsen: Ausgezeichnete Schulbildung nur für den Sohn und Stammhalter, für die Töchter muss eine Lehre genügen. Axel Spilcker erzählt davon, wie man Robert Ley innerhalb der Familie nach wie vor verehrt. Besonders Renate, einer anerkannten Professorin und Feministin, hält an der „Heldenverehrung“ fest. Daneben erfahren wir, dass die Familie einen jahrelangen Rechtsstreit um die Rückgabe des Vermögens, zu dem auch umfangreiche Immobilien geführt hat und, man glaubt es kaum, Recht bekommt, während die Nachfahren von enteigneten und ermordeten Juden leer ausgehen. Das Inger-Wolf Spilcker das Erbe verlieren wird, weil er mit Geld nicht umgehen kann, ist nur eine klitzekleine Genugtuung. Meine Meinung: Die Aufarbeitung von Familiengeschichten, die tief in der NS-Zeit verstrickt sind, ist Aufgabe der Enkel und Urenkel. Wie auch bei dieser Spurensuche ist deutlich zu sehen, dass die Kinder der Täter viel zu nahe an den Ereignissen dran. Dieses Buch gewährt uns einen interessanten und sehr persönlichen Einblick in eine Familie, die mit der Last der Vergangenheit leben muss. Dabei spart Axel Spilcker seine eigenen Gefühle nicht aus. Mögen noch mehr Enkel und Urenkel den Mut haben, sich mit der Geschichte ihrer Familien auseinanderzusetzen, zumal die Demokratie wieder unter Druck gerät, weil allenthalben nach einem starken Mann gerufen wird und das Wissen um die NS-Zeit leider (wieder) in Vergessenheit gerät. So wird in rechtsradikalen Kreisen behauptet, dass es sich bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen um Willkür der Siegermächte gehandelt habe. Solchen Behauptungen muss energisch entgegen getreten werden. Für uns Wienerinnen und Wiener möchte ich anmerken, dass die Leystraße in der Brigittenau, dem 20. Bezirk Wiens, nach dem Bezirkspolitiker Konrad Ley (1801-1881) benannt ist. Wenn Axel Spilcker meint, die Wahrheit gehöre ans Licht, kann ich ihm nur beipflichten. Fazit: Gerne gebe ich dieser lesenswerten und aufwühlenden Familiengeschichte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    11.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein wichtiges Buch zur deutschen Erinnerungskultur

    Robert Ley war ein glühender Verehrer Hitlers. Nach der Kapitulation und dem Sieg der Alliierten wurde er verhaftet und als Kriegsverbrecher angeklagt. Dem Prozess in Nürnberg entging er mit seinem Suizid. Sein Enkel hat mit "Hitlers Gefolgsmann" ein Buch geschrieben, das nicht nur den Werdegang des Herrn Ley thematisiert. Es zeigt auch das Schweigen in der Familie, die es nicht wahrhaben möchte, dass der Vater ein Nationalsozialist und glühender Anhänger Hitlers war. Bis zu seinem Selbstmord hatte Herr Ley so gar kein Unrechtsbewusstsein. Zwischendurch behauptete er gar, dass er den Juden half und ihnen niemals etwas Böses antun wollte. Der Autor des Buches, Axel Spilcker belegt, dass das Gegenteil der Fall ist. Ley galt etliche Jahre als Hitlers Vertrauter und war häufig auf dem Obersalzberg zu Gast. Der Bau der Ordensburg Vogelsang in der Eifel war seine Idee und der Enkel besuchte den Prachtbau vor einigen Jahren. Bei der Führung kam auch die Sprache auf seinen Großvater. Was Herr Spilcker dazu schrieb, werde ich hier nicht wiederholen. Es zeigt aber, dass noch sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig ist. Zumal dort viele Schüler zu Gast sind und die sollten doch nur Tatsachen zu hören bekommen. Axel Spilcker belegt, dass sein Buch einzig auf Tatsachen beruht. Das sind Tagebücher, Briefe und Erzählungen von Familienmitgliedern. Die Originalfotografien gehören auch zu den Fakten. Ich kann nur jedem raten, dieses wertvolle Werk zu lesen. Es ist ein wichtiger Stein im Bild der „Erinnerungskultur“. Wer, wenn nicht wir, müssen am „Nie wieder“ festhalten. Sprüche wie: „Denkmal der Schande und dämliche Vergangenheitsbewältigung“ dürfen sich nicht in den Köpfen unserer Kinder und Kindeskinder festsetzen.

  • sleepwalker

    5/5

    02.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ehrliche Aufarbeitung der Familiengeschichte

    „Die Wahrheit muss ans Licht. Der Gedanke daran wird mich nicht mehr loslassen“ – so schließt der Historiker und Journalist Axel Spilcker sein Buch „Hitlers Gefolgsmann“ über seinen Großvater Robert Ley. Das Buch ist ein äußerst interessantes und informatives Werk über den Reichsleiter der NSDAP und Leiter des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront, die Biografie des geistigen Vaters der Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, von Projekten wie dem Volkswagenwerk in Wolfsburg, Prora auf Rügen und den Ordensburgen Vogelsang und Sonthofen. Axel Spilcker nähert sich seinem Großvater und dem Rest der Familie kritisch. Das Konstrukt der Sippenhaft ist mir fremd, Fakt ist aber, dass Robert Ley als einer der führenden Nationalsozialisten einer der der 24 Hauptkriegsverbrecher war, die im Nürnberger Prozess angeklagt waren. Einer „der einflussreichsten Agitatoren der Zeit des Nationalsozialismus“ entzog sich der Verurteilung schon vor Prozessbeginn durch Suizid. Spilckers Buch beschreibt sowohl die politische Person Robert Ley als auch den Privatmann. Zugegeben, sympathisch sind sie beide nicht. Der politische Emporkömmling schaffte es, als Bauernsohn aus dem Nichts zu kommen und Karriere zu machen. Protegiert von seinem großen Idol Adolf Hitler konnte der promovierte Chemiker zeitweise seinen Hang zum Größenwahn ausleben. Der Ausbau seines Musterguts Rottland im Bergischen Land wurde beispielsweise von der Reichskanzlei mit gut einer Million Reichsmark bezuschusst. „Endlich kann er [Ley] in seiner Heimat den Menschen zeigen, dass er es ganz nach oben geschafft hat.“ Was vermutlich keiner wusste: Leys Aufstieg wurde zum Teil durch Intrigen und Korruption ermöglicht. Dabei war der Politiker auch in der eigenen Partei umstritten. Propagandaminister Joseph Goebbels bezeichnete seine Reden als „Dilettantismus, der zum Himmel schreit“. Weggefährten bezeichneten ihn als „Ochsenfrosch der Partei“ (Lutz Graf Schwerin von Krosigk), als „lächerlichen Kobold“ (Walter Darré) und auch seine Alkoholsucht sorgte für Spott und Häme, wobei Worte wie „Reichstrunkenbold“ und „Immerblau“ fielen. „Eine innere Zerrissenheit zieht sich durch die Linien der Angehörigen. Ich habe miterlebt, wie etliche Verwandte Robert Ley noch in den 70er- und 80er-Jahren verehrten.“ So zum Beispiel Spilckers Tante Renate, die älteste Tochter Robert Leys aus seiner ersten Ehe (insgesamt hatte Ley vier eheliche Kinder und einen unehelichen Sohn). Wie auch Ley selbst, sah sie ihn als unschuldig an („Robert Ley hingegen, einer der Architekten des deutschen Gewaltregimes, wähnt sich unschuldig. »Von alledem was ich bisher gefragt worden bin über: deutsche Arbeitsfront, meine Tätigkeit als Reichsorganisationsleiter – ist nichts enthalten, was irgendwie den Menschen Schaden gebracht hätte, sondern Deutschen wie Fremdvölkischen ungeheuren Nutzen und Segen.«“) Dabei hatte er bis zu seinem Tod weder den Antisemitismus noch seine Loyalität zu Adolf Hitler abgelegt. „Eine Schlussfolgerung, die deutlich belegt, dass da einer gar nichts begriffen hat.“ – so lautet ein Fazit, das Axel Spilcker zieht. Nach Robert Leys Tod legten die Nachfahren gegen seinen ausdrücklichen Wunsch den Namen „Ley“ ab („Ich habe eine Bitte, meine Kinder sollen nicht ihren Namen ablegen. Er wird wieder vom Volk geehrt und geliebt werden, ich kenne mein deutsches Volk. Die Kinder werden einmal stolz sein, meine Kinder zu sein.“) Auch schaffte die Familie es, sich Besitztümer zurückzuholen. „Ein skandalöses Urteil zugunsten meiner Familie“ nennt Spilcker das Ganze. Man klagt sich nämlich nicht nur Gut Rottland ein. „Selbst kleinere Hinterlassenschaften werden ein Fall für die Justiz“. Das schlechte Gewissen hält sich bei meinen Verwandten in Grenzen. „Wir hatten immer das Gefühl, das gehört uns. Und uns steht das zu“, führt man im Rückblick aus. Noch heute tut sich die Familie schwer, zwischen Gut und Böse bei Robert Ley zu trennen. »Als Politiker, das hat man natürlich nie gutgeheißen. Das wäre ja absurd. Aber wo es um die wirtschaftlichen Vorteile ging, dann schon.« Das Buch liest sich wie ein spannender Roman. Sprachlich ist es flüssig zu lesen, unterfüttert mit vielen Fußnoten und Verweisen. Leider hat es auch einige sehr ärgerliche Schreibfehler. Aber die störten berufsbedingt vermutlich nur mich. Das Buch ist ein wichtiges Werk, heute vielleicht wichtiger denn je. Es zeigt nicht nur den kometenhaften Aufstieg eines vormals unpolitischen einfachen Bauernsohn. Es zeigt auch den Umgang der Nachwelt mit diesem. Eine Familie, die ihn einerseits teilweise noch als Helden verehrt, auf der anderen Seite aber den verräterischen Nachnamen abgelegt hat. Eine Regierung, die nur halbherzig entnazifiziert und den Nachkommen aus Bequemlichkeit die Besitztümer zurückgibt. Und einen Enkel, der Schuldgefühle für etwas hat, für das er nichts kann. Da die Zeitzeugen immer weniger werden, sind Bücher wie dieses noch wichtiger geworden. Ich empfehle es jedem, der der Meinung ist: „Nie wieder ist jetzt!“

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Familiengeschichte plötzlich weh tut

    Manchmal liegt ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Das wird kein gemütlicher Lesesessel mit Keks und Tee. Das wird eher ein Stuhl im Verhörraum. Hell ausgeleuchtet, unbequem, aber verdammt wichtig. Hitlers Gefolgsmann von Axel Spilcker ist genau so ein Buch. Keine trockene Geschichtsstunde, bei der man nach drei Seiten innerlich abschaltet. Hier geht es um Robert Ley, einen der mächtigsten Männer im NS-System, aber eben auch um Familie, Schweigen, Schuld und dieses bittere Erbe, das nicht einfach verschwindet, nur weil man den Namen ändert oder den Blick senkt. Besonders stark ist für mich der persönliche Zugang. Spilcker schreibt nicht aus sicherer Entfernung, sondern aus einer Familiengeschichte heraus, die wehtut. Man spürt diese Mischung aus Recherche, Wut, Fassungslosigkeit und dem Wunsch, endlich hinzuschauen. Da sitzt man als Leser da und denkt: Uff, wie trägt man so etwas eigentlich? Das Buch zeigt nicht nur den fanatischen Nazi-Funktionär Ley, sondern auch die kaputten Kreise, die so ein Mensch hinterlässt. Frauen, Kinder, Nachkommen, Schweigen, Verehrung, Flucht. Geschichte wird hier nicht als staubiges Archiv erzählt, sondern als etwas, das noch immer nachhallt. Leicht ist das alles nicht. An manchen Stellen musste ich das Buch kurz weglegen, weil es einfach schwer im Kopf bleibt. Aber genau deshalb funktioniert es. Es ist unbequem, klug und erschreckend aktuell. Für mich ein starkes, wichtiges und sehr persönliches Buch über Schuld, Erinnerung und die Frage, wie ehrlich eine Familie mit ihrer eigenen Vergangenheit sein kann.

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