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Die Routinen Roman | Nominiert für den lit.cologne-Debütpreis

17

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26480

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.01.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,8 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Tabak / Sonnengelb

Auflage

2. Druckaufl. 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96716-6

Beschreibung

Rezension

»Mit ›Die Routinen‹ hat Son Lewandowski einen tiefgehenden, eindrücklichen und sehr anspruchsvollen Debütroman vorgelegt, der Höchstnoten verdient.« Norbert Windeck, Aachener Zeitung, 20. April 2026 ("Aachener Zeitung")
»Es sind diese Details, die diesen Roman so intensiv machen – und es ist diese vorwärtsdrängende Sprache Lewandowskis mit ihren Wiederholungen und dringlichen Bildern. Sie entwickelt einen eigenen Sog. […] Am Ende dieser Lektüre sind wir erschüttert, nicht auf diese kurze, erregte Weise, die nichts ändert, sondern profund.« Bettina Steiner, Die Presse, 28. März 2026 ("Die Presse")
»Son Lewandowski hat einen wirklich exzellenten Roman über Turnen, Machtmissbrauch und unsere Gesellschaft geschrieben. Man sollte ihn lesen, egal, wie beklemmend und bedrückend diese Lektüre auch sein mag.« Antonia Leise, nd Extra, 17. März 20276 ("nd")
»In Lewandowskis protokollarischen Reigen, in dem der Roman sich erzählerisch voranbewegt, spürt man, wie die Sätze stilistisch die Bewegungsmuster und Übungen nachspielen, von denen hier berichtet wird, wie stark die Abläufe, die Wiederholungsqual des Turnens in die Sprache der Erzählerin eingedrungen ist und so den Roman unter eine intensive, bisweilen überanstrengte Spannung setzt.« David Hugendick, Die Zeit, 12. März 2026 ("Die Zeit")
»Son Lewandowskis Debüt ist kein Sportroman im klassischen Sinn, sondern eine literarische Analyse von Macht, Körperpolitik und Anpassungsdruck. ›Routinen‹ bringt dazu, genau hinzusehen – nicht nur auf den Schwebebalken, sondern auf die Strukturen, die darunter tragen. Oder eben nicht.« Sophia Zessnik, taz, 27. Februar 2026 ("taz")
»›Die Routinen‹ ist auch deshalb ein grandioser Roman, weil er Fragen stellt, die über das Dokumentarische weit hinausgehen. Mit ihrer insistierenden, hochpräzisen Sprache vermisst Son Lewandowski die Masse zwischen Nähe und Distanz.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22. Januar 2026 ("NZZ")
»Die Autorin entwirft eine Poetik der Wiederholung, Konkretion und Zumutung, der man sich nur schwer entzieht. Faszinierend verschwimmen Gewalt und Zartheit, Grobheit und Präzision.« Marie-Luise Goldmann, Die Welt, 21. Januar 2026 ("Die Welt")
»Es ist sehr poetisch, ganz bildreich oft und mit überraschenden Sprachbildern für […] diese körperlichen Vorgänge.« Deutschlandfunk Kultur, 16. Januar 2026 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Der Sprachgestus ist der einer Klage- und Anklageschrift, eines Lamento über begabte und ehrgeizige Mädchen, die um ihr Teenagerleben betrogen werden und mit deren Gesundheit Schindluder getrieben wird.« Sigrid Löffler, Deutschlandfunk, 15. April 2026 ("Deutschlandfunk")
»Lewandowski platziert oft schmucklose Sätze, die gerade durch ihre Schmucklosigkeit mit Wucht treffen. […] So ergibt sich ein fragmentarisches Mosaik aus Stimmen und Eindrücken, das danach ruft, aufgeführt zu werden, eine Bühne zu bekommen, gesprochen zu werden.« Lotte Löhausen, Stadtrevue, Februar 2026 ("Stadtrevue")

Produktdetails

Verkaufsrang

26480

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.01.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,8 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Tabak / Sonnengelb

Auflage

2. Druckaufl. 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96716-6

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Stark und eindringlich in Sprache und Thema

darkola77 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 01.05.2026

Bewertungsnummer: 3125600

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer von Euch kann ein Rad? Was mit einer so harmlos wirkenden Frage beginnt, ist ein Anfang. Und der Einstieg in die Welt des Leistungssports. In eine Kindheit und Jugend des Trainings, der Siege, des Erfolgs. Und ebenso der Entbehrungen und des Leids. Und in diesem Fall: des Missbrauchs. Son Lewandowski richtet ihren klaren, unverstellten Blick auf das, was hinter dem Rampenlicht, dem Applaus und dem Lächeln der Gewinnerinnen liegt. Auf ein System, welches junge Mädchen auf ihren Körper und die Leistungen reduziert, welche dieser zu erbringen vermag. Auf die Psyche, die für einen Platz auf dem Siegertreppchen gebrochen wird. Auf die Grenzüberschreitungen, welche diesen Weg durchziehen. Schmerzhaft und traumatisierend für die Betroffenen. In der jeweiligen Situation selbst. Und oftmals noch viele Jahre und Jahrzehnte später. Was sie aus Quellen zusammentragen und in Beziehung setzen kann und schließlich in Form eines fiktionalen Textes aufarbeitet, ist erschreckend. Voll unterschwelliger Grausamkeiten und offensichtlichem Leid. Und von einer hohen literarischen Qualität. Mit einer überzeugenden, eindringlichen Figurenzeichnung, welche nach und nach Systematik und Struktur der Ausbeutung mit ihren desaströsen Konsequenzen ans Tageslicht befördert. Mit einer Sprache, die präzise, pointiert und zugleich von einer tiefen Schönheit und mit starken Bildern ist. Und einen Rhythmus und Erzählfluss erzeugt, der durch die Kapitel und von Trainingseinheit zu Wettkampf zu Tränen und durchwachten Nächten am Krankenbett trägt. Und von ihrer ganz eigenen Meisterschaft ist. Für mich ist „Die Routinen“ das Überraschungsbuch meines bisherigen Lesejahres. Dass ich einen besonderen Text in meinen Händen halte, ließ die Buchvorstellung bereits erkennen. Dass dieser von einer solchen Reife, sprach- und wortgewaltig ist und ein schweres, verstörendes Thema sensibel wie eindringlich zu vermitteln vermag, hat sich mir von Zeile zu Zeile, von Seite zu Seite erschlossen. Und mich sehr für den Roman begeistert.

Stark und eindringlich in Sprache und Thema

darkola77 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125600
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer von Euch kann ein Rad? Was mit einer so harmlos wirkenden Frage beginnt, ist ein Anfang. Und der Einstieg in die Welt des Leistungssports. In eine Kindheit und Jugend des Trainings, der Siege, des Erfolgs. Und ebenso der Entbehrungen und des Leids. Und in diesem Fall: des Missbrauchs. Son Lewandowski richtet ihren klaren, unverstellten Blick auf das, was hinter dem Rampenlicht, dem Applaus und dem Lächeln der Gewinnerinnen liegt. Auf ein System, welches junge Mädchen auf ihren Körper und die Leistungen reduziert, welche dieser zu erbringen vermag. Auf die Psyche, die für einen Platz auf dem Siegertreppchen gebrochen wird. Auf die Grenzüberschreitungen, welche diesen Weg durchziehen. Schmerzhaft und traumatisierend für die Betroffenen. In der jeweiligen Situation selbst. Und oftmals noch viele Jahre und Jahrzehnte später. Was sie aus Quellen zusammentragen und in Beziehung setzen kann und schließlich in Form eines fiktionalen Textes aufarbeitet, ist erschreckend. Voll unterschwelliger Grausamkeiten und offensichtlichem Leid. Und von einer hohen literarischen Qualität. Mit einer überzeugenden, eindringlichen Figurenzeichnung, welche nach und nach Systematik und Struktur der Ausbeutung mit ihren desaströsen Konsequenzen ans Tageslicht befördert. Mit einer Sprache, die präzise, pointiert und zugleich von einer tiefen Schönheit und mit starken Bildern ist. Und einen Rhythmus und Erzählfluss erzeugt, der durch die Kapitel und von Trainingseinheit zu Wettkampf zu Tränen und durchwachten Nächten am Krankenbett trägt. Und von ihrer ganz eigenen Meisterschaft ist. Für mich ist „Die Routinen“ das Überraschungsbuch meines bisherigen Lesejahres. Dass ich einen besonderen Text in meinen Händen halte, ließ die Buchvorstellung bereits erkennen. Dass dieser von einer solchen Reife, sprach- und wortgewaltig ist und ein schweres, verstörendes Thema sensibel wie eindringlich zu vermitteln vermag, hat sich mir von Zeile zu Zeile, von Seite zu Seite erschlossen. Und mich sehr für den Roman begeistert.

Automatenmädchen

galaxaura (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.02.2026

Bewertungsnummer: 3042256

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Routinen“ von Son Lewandowski, erschienen 2026 bei Klett-Cotta, ist ein starker Roman, den wir hoffentlich in diesem Jahr noch sehr oft besprochen und bepreist finden werden. Die Autorin nimmt uns darin mit in die Welt des weiblichen Turn-Leistungssport und offenbart Abgründe, die einen an der Menschheit zweifeln lassen. Dabei ist der Roman nur durch die Schilderung dieser Welt, die komplett auf Tatsachen beruht, zutiefst feministisch – ohne dafür je programmatisch werden zu müssen. Was Menschen ihren Kindern antun für ein bisschen Ruhm und Geld, und was Männer Kindern antun, nur um ein Gefühl von Macht zu haben, erzeugt schon beim nur Lesen einen Blick auf den Sport, den man nie wieder ablegen können wird. Dabei schreibt Lewandowski verblüffend poetisch und in extrem starken Bildern, so dass perfiderweise von einem literarischen Hochgenuss gesprochen werden muss, was zunächst so gar nicht zu dem Inhalt des Buches passen will.   Formal bewegen wir uns auf mehreren Zeit- und Erzählebenen. Die Ich-Erzählerin Amik, der wir primär durch das Buch folgen, ist schon über Dreißig und steht längst am Ende ihrer Turnkarriere. Ihre Zimmergenossin Izzy ist mit 16 Jahren auf ihrem Leistungshöhepunkt. Bei der Turn-Europameisterschaft in Antalya 2023 erleidet Izzy einen schweren Sturz und wird in der Folge im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt. Während Amik, die den Wettkampf nur noch von der Tribüne aus verfolgen durfte und es nicht mehr in den Kader schaffte, an ihrem Bett wacht, taucht sie immer tiefer ein in die Reflektion ihrer Karriere und der gemeinsamen Vergangenheit. Dabei blickt sie zeitlich zurück auf die vielen Härten und Grausamkeiten, die sie in ihrer Zeit im Leistungssport erlebt hat und auch auf den Missbrauch, dem sie und viele anderen jungen Mädchen ausgesetzt waren: die komplette Zerstörung der eigenen Körperwahrnehmung und die gezielte Anerziehung einer Essstörung, der permanente Drill und Leistungsdruck, die Schmerzen, die Objektifizierung, die beständigen Übergriffe, die soziale Isolation. Das Herauszögern der Pubertät, das möglichst lang Kind sein – rein körperlich gesprochen, denn wie die Kindheit im Sozialen den Mädchen vollkommen genommen wird, beschreibt das Buch eindrücklich. Und immer wieder: Die Routinen, die ewigen Übungen, die die Tage strukturieren, aber auch die Routinen in dem Sinn, dass keine Fragen mehr gestellt werden, die Dinge sind, wie sie sind und jedes Aufbegehren wird sofort sanktioniert. Wer die Stimme erhebt, wird aussortiert und ersetzt, vorbei der Traum vom Olympiasieg.   Eindrücklich schildert die Autorin eine eiskalte Welt, in der junge Mädchen ihres Lebens beraubt und für den Erfolg anderer instrumentalisiert werden. Was startet mit der harmlosen Frage „Wer kann ein Rad“ endet in einer gnadenlosen Maschinerie.   Diese zwei Räume des Jetzt im Krankenhaus und des Gestern in Amiks Reflektion werden begleitet von dokumentarischen Anteilen über berühmte Leistungsturnerinnen, die nicht fiktiv sind, sondern real – und somit überprüfbar und auch mit Bildmaterial unterfüttert, wenn die Lesenden Lust haben, sich in dieses Rabbithole zu begeben – mit der Lektüre des Buches im Hintergrund wird die Betrachtung jeder Turnkür zum schmerzhaften Albtraum.   Die Autorin findet durchweg zu starken und ungewöhnlichen Bildern, um sich die Turnwelt zu erschließen, ihre ungemein poetische Sprache öffnet einen vierten Raum, der einen enormen Nachhall erzeugt. Ich war von der ersten Seite an begeistert von diesem Buch. Auch wenn ich mich schon mit Leistungssport und auch insbesondere dem Turnsport beschäftigt habe: Den enormen Missbrauch, Druck und Drill und die schweren Folgen noch einmal so geballt zu lesen, war eindrücklich und das hat mich wirklich sehr berührt. Auch die formale Konstruktion durch die verschiedenen Zeiten und Wettbewerbe und die Zitatebenen/historischen Kontexte waren für mich einfach angenehm für die Lesereise, am Anfang kurz etwas verwirrend, aber ich konnte mich schnell reinfinden. Das war mal ein kurzes, kompaktes Buch, das es in sich hatte und das ich noch lange nicht vergessen werde. Unbedingte Leseempfehlung.

Automatenmädchen

galaxaura (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.02.2026
Bewertungsnummer: 3042256
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Routinen“ von Son Lewandowski, erschienen 2026 bei Klett-Cotta, ist ein starker Roman, den wir hoffentlich in diesem Jahr noch sehr oft besprochen und bepreist finden werden. Die Autorin nimmt uns darin mit in die Welt des weiblichen Turn-Leistungssport und offenbart Abgründe, die einen an der Menschheit zweifeln lassen. Dabei ist der Roman nur durch die Schilderung dieser Welt, die komplett auf Tatsachen beruht, zutiefst feministisch – ohne dafür je programmatisch werden zu müssen. Was Menschen ihren Kindern antun für ein bisschen Ruhm und Geld, und was Männer Kindern antun, nur um ein Gefühl von Macht zu haben, erzeugt schon beim nur Lesen einen Blick auf den Sport, den man nie wieder ablegen können wird. Dabei schreibt Lewandowski verblüffend poetisch und in extrem starken Bildern, so dass perfiderweise von einem literarischen Hochgenuss gesprochen werden muss, was zunächst so gar nicht zu dem Inhalt des Buches passen will.   Formal bewegen wir uns auf mehreren Zeit- und Erzählebenen. Die Ich-Erzählerin Amik, der wir primär durch das Buch folgen, ist schon über Dreißig und steht längst am Ende ihrer Turnkarriere. Ihre Zimmergenossin Izzy ist mit 16 Jahren auf ihrem Leistungshöhepunkt. Bei der Turn-Europameisterschaft in Antalya 2023 erleidet Izzy einen schweren Sturz und wird in der Folge im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt. Während Amik, die den Wettkampf nur noch von der Tribüne aus verfolgen durfte und es nicht mehr in den Kader schaffte, an ihrem Bett wacht, taucht sie immer tiefer ein in die Reflektion ihrer Karriere und der gemeinsamen Vergangenheit. Dabei blickt sie zeitlich zurück auf die vielen Härten und Grausamkeiten, die sie in ihrer Zeit im Leistungssport erlebt hat und auch auf den Missbrauch, dem sie und viele anderen jungen Mädchen ausgesetzt waren: die komplette Zerstörung der eigenen Körperwahrnehmung und die gezielte Anerziehung einer Essstörung, der permanente Drill und Leistungsdruck, die Schmerzen, die Objektifizierung, die beständigen Übergriffe, die soziale Isolation. Das Herauszögern der Pubertät, das möglichst lang Kind sein – rein körperlich gesprochen, denn wie die Kindheit im Sozialen den Mädchen vollkommen genommen wird, beschreibt das Buch eindrücklich. Und immer wieder: Die Routinen, die ewigen Übungen, die die Tage strukturieren, aber auch die Routinen in dem Sinn, dass keine Fragen mehr gestellt werden, die Dinge sind, wie sie sind und jedes Aufbegehren wird sofort sanktioniert. Wer die Stimme erhebt, wird aussortiert und ersetzt, vorbei der Traum vom Olympiasieg.   Eindrücklich schildert die Autorin eine eiskalte Welt, in der junge Mädchen ihres Lebens beraubt und für den Erfolg anderer instrumentalisiert werden. Was startet mit der harmlosen Frage „Wer kann ein Rad“ endet in einer gnadenlosen Maschinerie.   Diese zwei Räume des Jetzt im Krankenhaus und des Gestern in Amiks Reflektion werden begleitet von dokumentarischen Anteilen über berühmte Leistungsturnerinnen, die nicht fiktiv sind, sondern real – und somit überprüfbar und auch mit Bildmaterial unterfüttert, wenn die Lesenden Lust haben, sich in dieses Rabbithole zu begeben – mit der Lektüre des Buches im Hintergrund wird die Betrachtung jeder Turnkür zum schmerzhaften Albtraum.   Die Autorin findet durchweg zu starken und ungewöhnlichen Bildern, um sich die Turnwelt zu erschließen, ihre ungemein poetische Sprache öffnet einen vierten Raum, der einen enormen Nachhall erzeugt. Ich war von der ersten Seite an begeistert von diesem Buch. Auch wenn ich mich schon mit Leistungssport und auch insbesondere dem Turnsport beschäftigt habe: Den enormen Missbrauch, Druck und Drill und die schweren Folgen noch einmal so geballt zu lesen, war eindrücklich und das hat mich wirklich sehr berührt. Auch die formale Konstruktion durch die verschiedenen Zeiten und Wettbewerbe und die Zitatebenen/historischen Kontexte waren für mich einfach angenehm für die Lesereise, am Anfang kurz etwas verwirrend, aber ich konnte mich schnell reinfinden. Das war mal ein kurzes, kompaktes Buch, das es in sich hatte und das ich noch lange nicht vergessen werde. Unbedingte Leseempfehlung.

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Marion Müller

OSIANDER Reutlingen

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4/5

Harte Realität im Leistungssport herausragend erzählt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich wirklich erschüttert. Es ist bekannt, dass im Turnsport unter fragwürdigen Bedingungen trainiert wird. Aber das so ungeschönt zu lesen, mit Zitaten von Star-Turnerinnen aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten, verlangt einiges von der lesenden Person. Erzählt wird aus der Innensicht einer Turnerin, eingebettet ist das ganze aber durch geschickte Perspektivwechsel eben auch in das große Ganze, sprich: Was Turnerinnen aus aller Welt erleiden, und wie sie ihren Sport trotzdem lieben können. Ein sehr intensives Leseerlebnis, manchmal fast unerträglich. Wer dieses Buch gelesen hat - was sich wirklich lohnt- wird beim nächsten im TV übertragenen Turnier ganz anders hinschauen- oder den Fernseher auslassen. 
  • Marion Müller
  • Buchhändler/-in

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4/5

Harte Realität im Leistungssport herausragend erzählt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich wirklich erschüttert. Es ist bekannt, dass im Turnsport unter fragwürdigen Bedingungen trainiert wird. Aber das so ungeschönt zu lesen, mit Zitaten von Star-Turnerinnen aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten, verlangt einiges von der lesenden Person. Erzählt wird aus der Innensicht einer Turnerin, eingebettet ist das ganze aber durch geschickte Perspektivwechsel eben auch in das große Ganze, sprich: Was Turnerinnen aus aller Welt erleiden, und wie sie ihren Sport trotzdem lieben können. Ein sehr intensives Leseerlebnis, manchmal fast unerträglich. Wer dieses Buch gelesen hat - was sich wirklich lohnt- wird beim nächsten im TV übertragenen Turnier ganz anders hinschauen- oder den Fernseher auslassen. 

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