Die deutsche Sprache steht im Ruf, genau und logisch, aber auch schwerfällig, hart im Klang und sogar unschön zu sein. Bestsellerautor Roland Kaehlbrandt widmet sich keiner geringeren Aufgabe, als zu beweisen: Deutsch ist eine schöne Sprache! Denn sie lädt zu feinsten Nuancen ein; sie ist klangvoll, klar und anschaulich, kann aber auch anmutig und elegant sein, ja sogar voller Witz. Dieses Buch ist eine Schatztruhe an Sprachschönheiten, aufgespürt in Wörtern, Sätzen, Versen, Liedern, Reden, im Sprachwitz und in unseren Mundarten. Ein ästhetisches Lesevergnügen für alle Sprachliebhaber.
»Um die deutsche Sprache zu lieben, muß man ihre Schönheit entdecken – Roland Kaehlbrandt öffnet uns dafür Augen und Ohren.« Martin Mosebach
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
1 Bewertungen
5 Sterne
(0)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Hommage an die deutsche Sprache
Bewertung aus Speyer am 02.10.2025
Bewertungsnummer: 2613419
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Als ich Sprachwissenschaft des Deutschen zu studieren begann, gab es zwei Standardreaktionen: „Wozu, kannst du doch?“ Oder „Ist das nicht öde?“ Die Antwort auf die letzte Frage lautet eindeutig „Nein“, denn unsere Sprache ist äußerst spannend – schön? Es gibt Sprachen, die als schöner gelten, also mal lesen, was Roland Kaehlbrandt über den ästhetischen Wert des Deutschen zu berichten weiß.
Seinem Text schickt Kaehlbrandt einige Zitate teils bekannter Autoren sowie ein Vorwort, worum es ihm geht, voran. Es folgen einige Überlegungen zur Schönheit von Sprache, um im ersten Teil des Buches der Frage nachzugehen, wie das Deutsche schön sein kann, und im zweiten darum, wie schön das Deutsche sein kann. Wenn Sie jetzt überlegen, worin genau der Unterschied bestehen soll, sind Sie bei den grundsätzlichen Fragestellungen angekommen: Es geht um Kulturgeschichte, Sprache als Teil der Kultur, einzelne Wortarten, Klischees, Potenziale, Klang, Stil(brüche), die Lebensalter der Sprache, ihre Veränderung, Wortkunstwerke und Satzbau, Humor und Mundart, Opitz, Humboldt, Klopstock, Mann, verschiedene Ebenen (Wörter, Sätze, Lieder …) – und all diese Stichworte sind nur ein Bruchstück dessen, was der Autor alles anführt. Abgerundet wird der ohnehin schon reichhaltige Inhalt von einem Literaturverzeichnis sowie Anmerkungen.
Dass dies bereits das zweite Buch Roland Kaehlbrandts zur deutschen Sprache ist, war mir vor der Lektüre nicht bewusst – letztlich ist es aber auch nicht wichtig, da man das Buch gut und mit Gewinn lesen kann, ohne das erste zu kennen. Hier geht es nicht darum, die Exaktheit des Deutschen hervorzuheben, sondern seine Schönheit. Deutschmuttersprachler mag das erstaunen, da wir unsere Sprache nicht als ästhetisch wertvoll empfinden dürften – vielleicht ein paar alte Texte, die wir des zeitlichen Abstands wegen wiederum kaum mehr als „unsere Sprache“ wahrnehmen. Kaehlbrandt geht dem gesamten Themenfeld auf den Grund, wann Sprachen als schön gelten können und wie Deutsch sich dafür mit seiner Kompositionsfreude und Exaktheit bei gleichzeitiger Weitschweifigkeit qualifiziert. Ob er wie der Klappentext verspricht, den Beweis antritt, sei dahingestellt, denn Schönheit liegt ja bekanntermaßen im Auge des Betrachters, insofern ist ein Schönheitsbeweis in sich schon schwierig. Nein, man muss kein Sprachkenner sein, aber man sollte ein Faible für Sprache bzw. Sprachwissenschaft mitbringen, um die Lektüre gewinnbringend zu finden. Letztlich ist „Von der Schönheit der deutschen Sprache“ nicht mehr und nicht weniger als eine Hommage an unsere Sprache.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.