Svea kehrt nach Jahren zurück in den Muschelstieg, wo der Gutshof ihrer verstorbenen Eltern steht. Doch die wildwachsenden Sanddornhecken rund um das Grundstück lassen sie kurz nach ihrer Ankunft schon das Schlimmste vermuten: Der Hof ist heruntergekommen – an eine Verpachtung ist nicht mehr zu denken. Als plötzlich der Trakehner „Fiete“ auf dem Hof ausgesetzt wird, erinnert sich Svea an ihren Jugendtraum: ein Therapiezentrum für vernachlässigte Pferde. Soll sie das Abenteuer wagen und den kleinen Sanddornhof erneut zum Leben erwecken – oder doch das Grundstück verkaufen? Als wäre die Situation nicht kompliziert genug, melden sich auch noch die eigenwilligen Dorfbewohner zu Wort. Zwischen dem attraktiven Meeresförster Jannes, mit dem sie prompt aneinandergerät, und einem verlockenden Angebot des charmanten Hoteliers Max muss Svea die Entscheidung ihres Lebens treffen …
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Michaela
aus Weimar Lahn
5/5
30.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Romanze am Muschelstieg
Svea eine 35-jährige Marketing-Expertin aus Hamburg,kommt nach vielen Jahren zurück in den Muschelstieg, wo der Gasthof ihrer verstorbenen Eltern steht.Sie hat es Lange vermieden, den Gutshof ihrer verstorbenen Eltern zu besuchen. Der langjährige Pächter ist plötzlich verstorben und sie muß einen Nachfolger finden.Nach dem sie den Zustand des heruntergekommenen Hofes gesehen hat,wird ihr klar, das es mit dem verpachten des Hofes schwierig werden wird.Als auf dem Hof dann ein Trakehner- Fiete ausgesetzt wird ,erinnert sich Svea an ihren Jugendtraum,ein Therapiezentrum für vernachlässigte Pferde.Die Bewohner aus dem Muschelstieg ,packen alle kräftig mit an.
Allen voran Jannes, den Svea noch aus ihrer Jugend kennt….
Die Autorin Julia Reymers hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Sie erzählt die Geschichte eines wunderschönen Sanddornhofes sowie seiner Eigentümer und Bewohner.Man meint dabei zu sein,sehr gerne 5 Sterne.
Bewertung
5/5
24.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Strandkorbpommes mit Majo & Ketchup und eine tierische Umarmung
Als ich „Der kleine Sanddornhof – Träume im Muschelstieg“ von Julia Reymers aufgeschlagen habe, dachte ich erst, mich erwartet die klassische, ein bisschen seichte Ponyhof-Romantik. Aber weit gefehlt! Das Buch hat mich ab der ersten Seite gepackt und ist für mich ein absolutes Lese-Highlight des Sommers.
Die Story dreht sich um Svea, eine 35-jährige Marketing-Expertin aus Hamburg, die eigentlich voll im strukturierten Großstadtleben steckt. Als der Pächter des alten Gutshofs ihrer verstorbenen Eltern stirbt, fährt sie ins beschauliche Dorf Muschelstieg. Ihr Plan ist es, in drei Wochen Urlaub alles schnell neu zu verpachten und dann zurück in ihr Leben nach Hamburg zu fahren. Doch dann wird ein traumatisiertes Pferd namens Fiete auf dem Hof ausgesetzt, und Sveas perfekt durchgeplante Welt bricht komplett zusammen. Muschelstieg ist einfach ein Ort zum Verlieben, auch wenn er fiktiv ist und irgendwo bei Timmendorf an der Ostsee liegt.
Julia Reymers beschreibt die Kulisse so lebendig, dass ich beim Lesen fast den Salzgeruch in der Nase und das Meeresrauschen im Ohr hatte. Im Dorf kennt jeder jeden und genau das, hat beim Lesen etwas total Gemütliches und Warmes, bringt aber natürlich auch die typische soziale Kontrolle eines kleinen Nestes mit sich. Der Hof selbst ist anfangs völlig heruntergekommen und von wildem Sanddorn überwuchert. Es war wunderschön zu verfolgen, wie sich dieser Ort im Laufe der Story von einer schmerzhaften Erinnerung in eine lebendige Zuflucht für Tiere verwandelt. Wenn der Küstenwind draußen peitschte, habe ich mich mit den Dorfbewohnern in der „Muschelklaus“ oder am Kiosk gefühlt.
Svea als Hauptfigur war mir sofort sympathisch, weil sie eben nicht perfekt ist. Sie leidet seit einem schweren Jugendunfall unter heftigen Schuldgefühlen und Panikattacken. Ihre Entwicklung vom Kontrollfreak hin zum Loslassen ist der Autorin richtig gut gelungen. Sie schreibt feinfühlig, authentisch und ohne in den typischen Liebesroman-Kitsch abzudriften.
Und Jannes, der Meeresförster, ist mal kein glattgelackter Traumprinz, sondern ein bodenständiger, naturverbundener Typ mit dem Herz am rechten Fleck. Das Prickeln zwischen den beiden hat mich echt mitgerissen.
Mein heimliches Highlight waren aber die Tiere. Das sensible Pferd Fiete und das freche Shetlandpony Willi stehlen den menschlichen Charakteren zwischendurch glatt die Show! Was mir besonders gut gefallen hat, war die Spannung. Es gibt einige Geheimnisse im Buch, wie zum Beispiel, wer Fiete ausgesetzt hat oder was die quirlige Camperin Lina verbirgt, die mich bis zum Schluss zum Weiterblättern gezwungen haben.
Das Sommerfest im Buch ist dann der absolute Wendepunkt, an dem die Emotionen und das Drama rund um Sveas Trauma richtig hochkochen. Julia Reymers schreibt wunderbar flüssig, modern und baut tolle Bilder im Kopf auf. Sie schafft den Spagat, ernstere Themen anzusprechen, fängt das Ganze aber immer im richtigen Moment mit einer gehörigen Portion trockenem, norddeutschen Humor wieder auf. Die Dialoge klingen einfach echt und lebendig. Auch die Zeitsprünge in Sveas Vergangenheit passen perfekt und machen ihr Handeln absolut greifbar.
Fazit: „Der kleine Sanddornhof“ ist die perfekte Sommerlektüre, die aber auch ans Herz geht. Ein Buch über Mut, Vertrauen und den Mut zur Veränderung. Ich habe jetzt richtig Lust auf eine Fortsetzung! Und als kleines Schmankerl gibt es ganz hinten im Buch sogar noch Sveas Erdbeerkuchen-Rezept zum Nachbacken. Unbedingte Leseempfehlung!
Bewertung
aus Bispingen
5/5
17.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Trauma überwinden - und vielleicht auch eine neue Liebe finden?
Julia Reymers hat mich von der ersten bis zur letzten Seite an die Hand genommen und mir frische und auch teils tiefgründige Lesestunden geschenkt.
Ihr Schreibstil ist locker, flüssig und unterhaltsam.
Für mich ganz wichtig: auch das Ende kommt ohne Kitsch aus und bleibt trotz einiger Überraschungen glaubwürdig.
Die Charaktere und die wunderschöne Landschaft werden so bildhaft und fein beschrieben, dass ich jeden und alles vor mir sehen konnte.
Ein wirklich schönes Buch, das mich einige Stunden hat aus dem Alltag fliehen lassen und dem ich sehr gern fünf Sterne gebe.
Bettina
aus Stuttgart
5/5
16.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Svea und die Muschelstiegler
Meine Meinung:
Svea kehrt zurück auf den Sanddornhof. Emil ihr Pächter ist gestorben. Was für ein Verlust. Sie hatte sich nach dem Tod ihrer Eltern nach Hamburg verzogen. Hunter war ihr Pferd. Ihr Vater war immer gegen ihn und ihr Vorhaben, dem Pferd zu helfen. Ein Unfall änderte alles. Immer wieder holt sie die Vergangenheit in Flashbacks ein. Grausam belasten sie die Ereignisse von damals.
Was soll sie machen? Ein neuer Pächter, Max Angebot annehmen?
Die Muschelstiegler sind der absolute Wahnsinn. Man kann nicht umhin alle zu mögen. Sie sind der Knaller. Selbstlos helfen sie Svea.
Allerdings mag ich Max verschlagene Art, von Anfang an nicht. Er führt was im Schilde. Hört gar nicht auf Sveas Wünsche. Das stößt mir übel auf.
Lina ist besonders. Sie gehört bald dazu. Doch da ist was, was ich nicht beschreiben kann. Sie behält manches für sich. Sie ist nicht ganz durchschaubar. Aber ich mag ihre Art trotzdem sehr.
Die Muschelstiegler sind eine tolle Truppe.
Ohne Ausnahme.
Mein Fazit:
Svea ist eine starke Persönlichkeit, aber auch verletzt und unsicher. Sie muss ihre Vergangenheit bewältigen und verarbeiten.
Es gefällt mir, wie sie jederzeit Unterstützung findet. Nie ist sie wirklich allein. Einer hat sich aber von Anfang an, ganz langsam in ihr Herz geschlichen. Wunderbar leicht und ohne viel Aufhebens zu machen. Kleine Ausflüge und Überraschungen inklusive. Ein toller Kerl.
Dieses Buch bekommt eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.
Borkum
Thalia Book Circle Community
5/5
13.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Zauberhaft, emotional, bewegend
Nach vielen Jahren kehrt Svea auf den elterlichen Hof zurück, um ihn möglichst schnell wieder zu verpachten, denn zu viele schlimme Erinnerungen verbindet sie mit dem Sanddornhof. Aber der Hof ist in die Jahre gekommen und es stehen etliche Renovierungen und Ausbesserungen an, die Sveas finanzielle Möglichkeiten überschreiten. Ein unerwartetes Angebot würde dieses Problem lösen. Wird sie dieses Angebot annehmen und gehen oder wird sie bleiben und kämpfen?
Svea ist eine junge Frau, die ich von Anfang an sympathisch fand. Man merkt schnell, dass ihr der Hof einerseits am Herzen liegt, sie andererseits aber ein Trauma noch nicht verarbeitet hat. Genau wie Svea hat der Trakehner Fiete, der plötzlich bei ihr vor der Tür steht, eine schlimme Erfahrung gemacht. Er weckt in Svea einen längst aufgegebenen Traum zum Leben.
Manchmal hätte ich Svea gerne in die Arme geschlossen, denn es prasselt so einiges auf sie ein. Zum Glück gibt es die Gemeinschaft der Muschelstiegler, die das für mich übernehmen. Sie kommen Svea mehr oder minder ungefragt zur Hilfe. Gegen ihre Hilfsbereitschaft kommt man nicht an, aber sie meinen es nur gut. Ihr Einsatz hätte mich persönlich zwar hin und wieder auch überfordert und trotzdem habe ich sie bis auf eine Ausnahme in mein Herz geschlossen. Die Menschen kommen so authentisch und warmherzig rüber, dass man sich wünscht dazuzugehören.
Obwohl es in dem Roman um Überwindung von Ängsten und Verarbeitung schlimmer Erlebnisse geht, verliert die Geschichte nie die Leichtigkeit eines Wohlfühlromans. Emotionale Passagen, die mich bewegten, hat Julia Reymers immer wieder durch andere Aktionen aufgelockert. Eine tolle Mischung wie ich finde.
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