Produktbild: GPS

GPS Roman

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22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Herausgeber

Milena Adam

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

20,1/12,4/1,8 cm

Gewicht

265 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-1059-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Herausgeber

Milena Adam

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

20,1/12,4/1,8 cm

Gewicht

265 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-1059-3

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

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  • Lust_auf_literatur

    4/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Spannung

    Dieser Roman hat mir mal wieder gezeigt, warum ich so den unabhängigen Matthes & Seitz Verlag so schätze. In seinen Programmen finde ich immer wieder ein paar ganz besondere Perlen. Wie eben zum Beispiel „GPS“ der französischen Schriftstellerin und Regisseurin Lucie Rico. Ihre Erzählerin Ariane (ihren Namen erfahre ich erst spät im Roman) lebt sehr zurückgezogen in ihrer kleinen Wohnung und vermeidet die Außenwelt wo sie nur kann. Als Journalistin schreibt sie Artikel über Verbrechen für kleinere, lokale Zeitungen, was sie remote erledigen kann. Als ihre beste Freundin Sandrine sie zu ihrer Verlobungsfeier in einer Parkanlage einlädt, zögert sie erst, kann sich dann aber doch durchringen, die Party zu besuchen. Sie freut sich darauf Sandrine wiederzusehen, kann deren zukünftigen Mann John aber nicht leiden. Während dieser Verlobungsfeier verschwindet Sandrine spurlos. Vor der Party hatte sie noch ihren GPS-Standort mit der Erzählerin geteilt, damit sie leichter zur Location findet. Jetzt verfolgt die Erzählerin diesen roten Punkt auf ihrem Display und versucht anhand seines Standortes herauszufinden, warum Sandrine von der Party verschwunden ist. Sie spekuliert über Sandrines Motive und lässt ihre gemeinsame Vergangenheit Revue passieren. Mysteriöserweise scheint sich der rote Punkt (Sandrine) auf Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit zuzubewegen. Die Erzählerin verliert sich immer mehr in der digitalen Welt der GPS-Karte, auf der sich der Punkt bewegt. Dann wird an einem See, an dem sich auch der Punkt aufgehalten hat, eine verbrannte Leiche gefunden… Ja, dieser Roman liest sich wirklich teilweise spannend wie ein Thriller und enthält ähnliche Elemente. Mich erinnert die Art, wie die eingekapselte Erzählerin aus ihrer Wohnung heraus das Geschehen auf ihrem Smartphone verfolgt, sehr stark an „Das Fenster zum Hof“, wobei Rico allerdings im Unklaren lässt, wieviel der Handlung vielleicht nur im Kopf ihrer Erzählerin stattfindet. Und es ist nicht wirklich ein Thriller, dafür arbeitet Rico viel zu literarisch. Nach meiner Lesart bieten sich verschiedene Interpretationsansätze an und ich finde, das obsessive Verfolgen des GPS-Punkts, der für die Freundin Sandrine steht, könnte für die späte Aufarbeitung ihrer Freundschaft stehen. Oder auch als Prozess des Loslassens und der Trauerarbeit, dass ihre Freundschaft sich nach der Verlobung ändert (oder endet?). Außerdem folgt die Protagonistin Ariane dem GPS ähnlich wie einem Ariadnefaden (beachte die Namensähnlichkeit) durch unsere verwirrende, labyrinthische und angstauslösende moderne Welt. Interessant finde ich auch, das sich Rico für die zweite Person Singular, also das „Du“ als Erzählposition entschieden hat, also eine zusätzliche Beobachtungspostion, was das Thema des Romans aufgreift. Der Roman liest sich ausgesprochen spannend und schnell, auch wenn Rico kurz vor dem beschleunigten Schluss abrupt das Tempo drosselt, bis es mit Ein-Satz-Seiten quasi zum Erliegen kommt. Mir macht so was großen Spaß, das könnte aber, genauso wie der interpretationsoffene Schluss, für manche Leser*innen eventuell zu experimentell wirken. Aber für alle, die gerne besondere literarische Spannung entdecken wollen, ist „GPS“ eine echte Empfehlung!

  • Sonjalein1985

    3/5

    26.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der rote Punkt

    Inhalt: Seit sie arbeitslos ist, zieht sich die junge Journalistin Ariane immer weiter zurück. Kaum jemand schafft es noch, sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Eine Ausnahme ist ihre alte Freundin Sandrine, die den Kontakt nie abreißen ließ. Als Sandrine ihre Verlobung in der großen Parkanlage des Stadtwaldes feiert, teilt sie ihren Standort über Google Maps, damit Ariane den Weg leichter findet. Doch nach der Feier ist Sandrine plötzlich verschwunden. Zurück bleibt nur der rote Punkt auf der Karte, der sich unaufhörlich weiterbewegt. Für Ariane wird dieser Punkt schon bald zu einer Obsession, die sie immer stärker in ihren Bann zieht. Meinung: Dieses Buch ist ungewöhnlich und ich musste mich zunächst an den Schreibstil gewöhnen. Der Leser wird direkt angesprochen, was es leicht macht, sich mit Ariane zu identifizieren. Sie lebt seit ihrer Arbeitslosigkeit sehr zurückgezogen, ist schüchtern und voller Selbstzweifel. Ihre Fantasie jedoch hat sie sich bewahrt. Auch ihr Freund, ein Feuerwehrmann, ist noch Teil ihres Lebens und besucht sie regelmäßig. Zu ihrer alten Freundin Sandrine, die deutlich aktiver und lebensfroher wirkt, pflegt Ariane weiterhin einen engen Kontakt. Deshalb ist es nur konsequent, dass sie sich trotz ihrer Ängste zur Verlobungsfeier aufmacht. Da Sandrine sie nicht selbst abholen kann, aktiviert sie das Standort teilen über Google Maps. Als das Signal jedoch auch nach Sandrines Verschwinden aktiv bleibt und Ariane auf eine gedankliche Reise in die Vergangenheit mitnimmt, entwickelt sich daraus eine intensive Besessenheit. Das Buch hebt sich definitiv von der Masse ab. Ich hätte mir stellenweise etwas mehr Spannung gewünscht. Auch wenn ich Ariane in vielen Momenten verstehen konnte, bin ich mit den Figuren insgesamt nicht ganz warm geworden. Dennoch regt die Geschichte zum Nachdenken an, über Freundschaft, über das Leben und über unseren Umgang mit Technik. Fazit: Ein interessantes und etwas anderes Buch, das zum Nachdenken anregt. Nicht perfekt, aber auf jeden Fall lesenswert.

  • Bewertung

    3/5

    26.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das war eine Geschichte, die mich gleichzeitig fasziniert und verwirrt hat

    3.5/5 Auf der einen Seite konnte ich viele, sei es noch so komische, Gedankengänge nachfühlen, auf der anderen Seite hatte ich Probleme den Kern der Story zu verstehen. Es ist bizarr, Wahrheit und Einbildung verschwimmen, es entsteht eine Obsession und Gefühle und Erinnerungen überlagern die Wirklichkeit. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn wir sind Ariane und werden direkt angesprochen. Allerdings gefiel mir das ziemlich gut, ich bekam dadurch eine Verbindung zu ihren Gedanken und zu ihrer Sicht der Freundschaft mit Sandrine. Auch wenn ich am Ende des Buches nicht sicher war, wie viel davon eigentlich tatsächliche Erinnerungen waren. Auch weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man sich in etwas reinflüchtet und die Wirklichkeit immer mehr wegdrückt. Was hier das GPS ist, kann ganz allgemein für Social Media, dem Internet, Bücher, Filme etc. stehen. Es wird immer seltsamer, man spürt, dass es zu viel wird und trotzdem fühlt es sich vertraut an, sämtliche andere auftauchenden Charaktere waren bis zum Ende wie ein Fremdkörper und man kann einfach nicht anders, als in dieser eigenen Blase zu bleiben. Aber trotzdem fehlte mir etwas. Ich wäre glaube ich gerne tiefer eingetaucht, denn am Ende hat sich alles noch zu oberflächlich angefühlt und ich merke wie es mich stört, wenn ich nicht für alles eine eigene Erklärung habe, das Buch mir aber auch nicht mehr an Erklärungen liefert. Wer aber mit etwas seltsamen, beunruhigenden Geschichten, die ruhig daherkommen und Raum für Interpretationen lassen, etwas anfangen kann sollte sich GPS definitiv mal anschauen.

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