Spielen ist der wichtigste Motor für kindliches Lernen. Trotzdem rutscht es im Kita-Alltag oft an den Rand: Förderangebote verdrängen das Freispiel, Sicherheitsbedenken bremsen wichtige Erfahrungen, und manchmal fehlt die Spielfreude – auch bei den Fachkräften. Michael Fink lädt mit prägnanten Beispielen aus der Praxis dazu ein, den Alltag in der Kita neu zu betrachten: Wo verliert das Spiel – ungewollt – seine Kraft? Wie werden Fachkräfte zu Spielbegleiterinnen und Spielbegleitern, die Kindern echte Entdeckungen ermöglichen? Gestützt von solidem Fachwissen gibt dieses Buch zahlreiche Praxisimpulse, die die Spielfreude im Kita-Alltag wecken und wachhalten. Damit Kinder wieder frei, mutig und voller Freude lernen dürfen – genau dort, wo Lernen beginnt: im Spiel.
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Mehr Freispiel bitte!
LaLi am 14.02.2026
Bewertungsnummer: 3045649
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Spielen – kaum etwas wird so sehr mit Kindheit verbunden. Und das zu Recht. Denn im Spiel lernen Kinder die Welt zu verstehen. Sie sammeln Erfahrungen, verarbeiten Erlebnisse, probieren Neues aus und integrieren Bekanntes. Spielen ist kein „Extra“. Es ist Grundlage.
Genau hier setzt dieser Ratgeber an. Er plädiert für mehr freie Spielphasen im Kita Alltag und zeigt anhand von 17 typischen Situationen, wie pädagogisches Handeln spielerischer, respektvoller und kindorientierter gestaltet werden kann.
Jede Situation wird analysiert und mit konkreten Impulsen ergänzt. Infokästchen und prägnante Merksätze machen das Buch auch im Alltag schnell nutzbar. Besonders hilfreich finde ich die farblich markierten Kernaussagen, wenn man schnell etwas nachschlagen möchte.
Meine Meinung:
Ich mag diese Reihe wirklich sehr. Auch wenn sich vieles an den Kita Bereich richtet, nehme ich als Mama und Lehrerin jedes Mal unglaublich viel mit.
Besonders schätze ich die konkreten, umsetzbaren Ideen. Keine leeren Floskeln, sondern echte Impulse auf Augenhöhe mit Kindern. Genau das brauchen wir mehr.
Ein Buch, das Haltung stärkt und Praxis verändert.
Spielend die Welt entdecken
Bewertung am 20.01.2026
Bewertungsnummer: 2993207
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Spielend die Welt entdecken – für Kinder ist dieser Leitsatz die wohl natürlichste und wirkungsvollste Art, Neues zu lernen, gefordert und gefördert zu werden. Doch wie gelingt es, diesen Spieltrieb und die kindliche Neugier im freien Spiel des Kita-Alltags zu integrieren, ohne neue Barrieren zu schaffen oder unnötige Begrenzungen vorzunehmen?
Genau hier setzt Michael Fink mit seinem praxisnahen und alltagstauglichen Buch „Inspirieren statt begleiten“ an. Mit großer Fachkenntnis und spürbarer Nähe zum pädagogischen Alltag zeigt er, wie Freispiel nicht nur ermöglicht, sondern bewusst gestaltet werden kann – ohne es zu kontrollieren oder einzuengen.
Im Freispiel erkunden Kinder eigenständig ihre Welt. Sie lernen, sie zu gestalten, zu verstehen und sich in ihr zurechtzufinden. Fink macht eindrucksvoll deutlich, wie Freispiel die Kreativität fördert, indem Kinder eigene Spielideen entwickeln, Räume und Materialien erforschen und selbstständig Lösungsstrategien für Herausforderungen finden.
Besonders überzeugend ist, dass der Autor den Bildungsauftrag der Kita klar im Blick behält und zugleich zahlreiche konkrete Ideen und Impulse liefert, um Stolperfallen zu vermeiden und herausfordernde Situationen sicher zu meistern. Seine „Spiel-Regeln“ sind klar, praxisnah und leicht umzusetzen – und damit hervorragend in den Kita-Alltag integrierbar.
Anhand vieler anschaulicher Praxisbeispiele macht das Buch deutlich, wie vielfältig und tiefgreifend Freispiel die kindliche Entwicklung unterstützt. Kinder erleben sich dabei als selbstwirksam, treffen eigene Entscheidungen und gewinnen zunehmend Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Im gemeinsamen Spiel lernen sie, auf andere einzugehen, zu teilen, zu verhandeln und Konflikte einfühlsam zu lösen. Gleichzeitig entstehen durch ihre Fantasie immer wieder neue Spielwelten, in denen kreative Ideen wachsen und individuelle Lösungswege gefunden werden. Auch kognitive Prozesse werden angeregt, wenn Kinder Herausforderungen durchdenken, Probleme eigenständig lösen und ihre sprachlichen Fähigkeiten erweitern. Nicht zuletzt bietet das Freispiel Raum, Erlebtes zu verarbeiten, Gefühle auszudrücken und ein stabiles, positives Selbstbild zu entwickeln.
Es fällt leicht, sich mit den Anregungen aus dem Buch zu identifizieren und sie unmittelbar in die eigene pädagogische Arbeit zu übertragen. „Inspirieren statt begleiten“ lädt dazu ein, Kinder noch wertschätzender, aufmerksamer und vertrauensvoller beim Aufwachsen zu begleiten.
Eine wundervolle Lektüre, die in keiner Kita fehlen sollte – am besten griffbereit, um immer wieder neue Impulse für einen lebendigen, kindzentrierten Alltag zu finden.
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