Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Eternal-Hope
aus Österreich
5/5
05.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von Mut, Sinnsuche und Selbstermächtigung
Manche Bücher mit einer Hauptperson, die Mitte 20 ist, sind auch fast nur für die gleiche Altersgruppe interessant zu lesen. Dieses gehört nicht dazu. Ich bin selbst schon Anfang 40, also klar nicht mehr Teil der Generation, die im Mittelpunkt dieses Buches steht, doch begeistert hat es mich ganz genauso mit seiner nachdenklichen, ruhigen Geschichte, die fundamentale Fragen zur Gestaltung des eigenen Lebens stellt, die nicht nur für diese Altersgruppe relevant sind.
Es passiert auf der Oberfläche gar nicht so viel in diesem Buch, doch gelingt es der Autorin dennoch, so zu schreiben, dass man sich keine Sekunde langweilt, emotional tief berührt und in die Geschichte hineingezogen wird und es auch danach nachhallt und zum Nachspüren und Nachdenken über das eigene Leben anregt.
Worum geht es? Sophie ist 25 Jahre alt, ist gemeinsam mit ihrem Bruder bei liebevollen, unterstützenden Eltern in Süddeutschland aufgewachsen, studiert und macht gerade ein unbezahltes Praktikum. Also alles gut, oder? Doch wirklich glücklich ist sie nicht, weder das Verfassen theoretischer Hausarbeiten im Studium noch Zahlen von einer Tabelle in die andere zu verschieben im Praktikum fühlen sich danach an, wirklich etwas Relevantes beizutragen oder zu erleben.
Und wozu soll das alles führen? Zu einem Job, in dem sie weiterhin theoretische und sich sinnlos anfühlende Arbeiten ausführt und sich immer mehr von ihrem Körper, der Natur und ihrem Inneren entfremdet?
So spürt Sophie in sich eine tiefe Sinnlosigkeit, fühlt sich entfremdet von realer Arbeit und von dem Kontakt mit ihrer Umgebung. Spürbar wird, wie die junge Frau dem gefolgt ist, was so vielen ihrer Generation geraten wurde: gut in der Schule sein, ein gutes Abi machen, studieren... und dieser Weg sie immer weiter von ihrem Inneren entfernt hat.
An Erspartem hat Sophie gerade ein bisschen über 3000 Euro, und so passiert es, dass sie aus einer Laune heraus im Internet danach sucht, ob es um dieses Geld Häuser zu kaufen geben könnte. Und tatsächlich, sie findet ein Angebot: in der Einöde im ehemaligen Ostdeutschland, 11 Kilometer vom nächsten kleinen Ort und mehrere Zugumstiege von Berlin entfernt, aber gar nicht so weit vom Meer, verkauft ein älterer Herr eine verfallene Bruchbude: anfangs funktionieren weder Wasseranschluss noch Elektrizität, über das Dach kommt Wasser hinein, Handyempfang gibt es kaum, Internet schon gar nicht, und auf der Hälfte des Hauses liegt ein umgestürzter Baum. Eine abbruchreife Bruchbude im Nirgendwo also, fernab jeglicher Zivilisation - doch erschwinglich für Sophie.
So kommt es, dass sie kurz entschlossen dieses Haus kauft und sich mit dem Zug und dann mit ihrem Rad, denn Auto hat sie auch keines, dorthin aufmacht. Als der ältere Herr die naiv und unerfahren wirkende junge Frau sieht, ist er erstmals skeptisch, doch er verkauft ihr das Haus, besiegelt mit einer auf einem Einkaufszettel handgeschriebenen Quittung für das in Raten empfangene Geld. Sophie bezieht das Haus und macht sich an die Renovierung, fährt mit dem Rad zum Baumarkt und kauft Farbe zum Ausmalen, Saatgut zum Anlegen eines Gemüsegartens und vieles mehr.
Sie schwimmt im kleinen Weiher, arbeitet fleißig im Haus und im Umfeld, eignet sich immer mehr Fähigkeiten an, hat dabei durchaus so einige Rückschläge, aber erwirbt vor allem Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit: für fast alles lässt sich am Ende eine Lösung finden und es tut ihr gut, mit den eigenen Händen zu arbeiten und die Ergebnisse der eigenen Arbeit zu sehen, aber auch nahe der Natur zu sein und dabei schrittweise bei sich selbst anzukommen.
Als ihr das Geld auszugehen droht, nimmt sie einen Teilzeitjob als Kellnerin in einer Kneipe in einem Ort in der Nähe an. Doch geht natürlich auch so einiges schief, den Eltern traut sich Sophie lange nicht von ihrem neuen Leben zu erzählen, auch vielen Freunden und Freundinnen nicht, und die Frage ist, wie es langfristig weitergehen soll und wie sich ihr neues Aussteigerleben mit einer langfristig tragfähigen Vision einer guten Zukunft vereinbaren lassen kann?
Das ganze Buch ist aus der Innenperspektive Sophies geschrieben und so ist naturgemäß auch sie die Figur, die wir sehr gut von innen erleben und kennen lernen. Weitere Figuren aus dem früheren und neuen Leben Sophies kommen aber auch vor, auch diese sind durchaus liebevoll und authentisch gezeichnet.
Sehr interessant habe ich gefunden, dass über weite Strecken scheinbar nicht sehr viel passiert: wir erleben einfach detailliert Sophies Erfahrungen mit dem Bezug und der Renovierung des Hauses mit, und doch ist mir bei der Lektüre keine Sekunde fad geworden, so interessant und persönlich ist es alles geschildert. Dabei wird das Landleben auch nicht verklärt und diverse Schwierigkeiten werden auch realistisch beschrieben, am Ende kommt das Buch auch zu einem gut passenden Abschluss.
Bei mir hat das Buch emotional und auch gedanklich stark nachgewirkt und viele Fragen dazu angeregt, was es mit uns macht, wenn wir in einer immer mehr intellektualisierten Gesellschaft leben und fast alle Kinder und Jugendlichen stark ermutigt bis gedrängt werden, die höchstmögliche Schulbildung zu absolvieren und wenn möglich zu studieren, während handwerkliche Tätigkeiten leider nach wie vor oft gesellschaftlich abgewertet werden.
Dieses Buch zeigt sehr gut auf, zu welcher Entfremdung und damit verbundenen Sinnlosigkeitsgefühlen das bei manchen jungen Menschen führen kann, die vielleicht auf einem anderen Berufsweg, bei dem sie mit den Händen arbeiten können, wesentlich besser aufgehoben gewesen wären.
Gleichzeitig mochte ich die Selbstermächtigung sehr, die Sophie für sich durch ihr entschlossenes Handeln Stück für Stück zurück erobert, weil dabei sichtbar wird, wie viel wir Menschen doch in der Hand haben und wie glücklich es machen kann, das eigene Leben selbst zu gestalten und mutig Veränderungen zu wagen. Überhaupt mochte ich die Figur dieser tapferen, entschlossenen jungen Frau Sophie sehr gerne.
Hier noch ein paar besonders prägnante Zitate aus dem Buch:
"Vielleicht ist das ganze Leben mehr DIY und Learning-by-doing, als ich dachte. Niemand von uns kommt schließlich auf die Welt mit dem Wissen, wie man eine Grundsteuererklärung macht. "Und überhaupt, ich will mich von nichts im Leben abhalten lassen, nur weil es die Steuererklärung komplizierter macht", füge ich etwas leiser hinzu." (S. 111 im E-Book)
"Selbst wenn ich mein Geld zurückbekomme, den Vertrag zerreiße und den nächsten Zug zurück nach München buche - jede Sekunde hier habe ich gelebt. Jede Sekunde hier hat mich verändert, hat mein Leben verändert. Was davor war und danach, kann ich nicht einfach miteinander verbinden, ohne dass ein Knoten in der Mitte entsteht." (S. 160 im E-Book)
"Aber wie soll man denn Neues schaffen und etwas aufbauen in einer Welt, in der es eigentlich schon zu viel von allem gibt?"
"Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben." (S. 222 im E-Book)
Ja, es ist ein ganz besonderes Buch, das innerlich sicher noch lange in mir verweilen wird und das ich
Bewertung
5/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auszeit vom Alltag
Für mich ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ eine klare Empfehlung. Wer eine ruhige und warmherzige Geschichte sucht, die ohne großes Drama auskommt und sich wie eine kleine Pause vom Alltag anfühlt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Genau die richtige Geschichte für zwischendurch. Ich hab’s sehr genossen :-)
TineBook87
aus Markkleeberg
5/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Und ich muss gar nichts, außer zu leben.“ – letzter Satz
Ich habe so eine Marotte, entweder gleich zu Beginn oder im ersten Drittel des Buches, blättere ich mich zum Ende & lese den letzten Satz, nur den letzten & ausschließlich diesen. Hier hat er sofort etwas in mir ausgelöst & ich ahnte, dass dieses Buch besonders ist.
Anna Katharina Scheidemantel hat mich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, ich bin jetzt noch wehmütig, dass ich dieses Buch schon beendet habe, dass ich nicht mehr gedanklich in Günderode die Hühner füttere, den Garten pflege, Wände streiche, in den Tümpel springe. Als ich in den letzten Zügen war, habe ich einer Bekannten geschrieben wie ich es genieße & mir jetzt schon eine Fortsetzung wünsche. Wenn Sophie als 70-jährige in ihrer nicht mehr ganz so Ruine sitzt & ihren Enkeln jetzt wirklich von diesem Abenteuer, dieser Entscheidung in ihrem Leben erzählt.
Für alle die noch nichts von diesem Roman gehört oder gelesen haben & sich jetzt fragen: Hühner? Ruine? Wtf? Sophie, Mitte zwanzig, im Hamsterrad von Uni, Etwas werden wollen oder müssen, zwischen Excellisten & Leitz-Ordnern gefangen, kauft in einem Moment der Unsicherheit eine Schnäppchen-Ruine irgendwo im Nirgendwo. Oder war es doch ein Moment der Klarheit der sie zu dieser Tat bewegt hat?
Ich könnte ewig über dieses Buch schreiben, was es für eine therapeutische Wirkung hat & ja ich finde, dass man es vielen Menschen mit mentalen Sorgen in die Hand drücken sollte: „Lies!“ Darüber wie ich mich selbst wiedererkannt habe, in der Umbauphase einer nicht ganz so Ruine wie Sophie ihrer, aber doch weit entfernt von neu & modernisiert. Über Existenzängste, ob man das Alles schafft, ob es die dümmste Idee war das zu tun, aber eben auch über die Zufriedenheit, Etwas selbst geschafft zu haben, über die Erkenntnis, dass man zu gern gedankliche Worst-case-Szenarien durchspielt, die so nie eintreten, die Erkenntnis das eben nicht jede Kleinigkeit ein Drama ist & sich die Gesellschaft vielleicht mal wieder abgewöhnen sollte, eines daraus zu machen.
TochterAlice
aus Köln
5/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegend und inspirierend
Ich weiß gar nicht genau, was ich von diesem Buch erwartet habe: jedenfalls nicht, dass es mich vom ersten bis zum letzten Satz so begeistert, wie das der Fall ist.
Sophie, 25 Jahre alt, sieht in ihrem Studium und dem geplanten weiteren Verlauf ihres Lebens auf einmal keinen Sinn mehr - beziehungsweise wird ihr das erst so richtig klar, als sie von jetzt auf gleich ihre Zelte in einer Münchner WG abbricht und sich in den den Osten Deutschlands - ich tippe aufgrund der Ostsee-Nähe auf Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg - begibt, um dort in einem winzigen Ort ein ziemlich zerfallenes Haus zu kaufen. Und dort zu leben. Und es allmählich instand zu setzen - nicht nach irgendwelchen allgemeingültigen Vorgaben, sondern ganz nach ihrem eigenen Rhythmus.
So wie sich das Haus verändert, verändert sich auch Sophie. Man könnte sagen, sie wird erwachsen. Aber das ist es nicht unbedingt. Vielleicht findet sie auch auf diese Weise zu sich selbst, ohne das geplant zu haben.
Sophie weiß zunächst nicht, wie es für sie weitergeht und schlägt einen Weg ein, mit dem sie selbst nie gerechnet hätte. Dies beschreibt Autorin Anna Katharina Scheidemantel auf unglaublich packende Art und Weise, der gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit wie auch eine Schwere, die man auch als Ballast bezeichnen könnte, innewohnt.
Ein sehr besonderes Buch, zumindest für mich, das ich mit großem Genuss gelesen habe und an das ich mich gern und oft erinnern werde!
Marita Robker-Rahe
Thalia Book Circle Community
5/5
22.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
für mich ein absolutes Highlight
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel , erschienen im @polarverlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack, obwohl ich mit 68 Jahren ganz bestimmt nicht zur Zielgruppe der Lesenden gehöre.
Sophie, Mitte 20, hat ein Einserabi gemacht und nach Vorstellung ihrer Eltern und Freunde, stehen ihr damit alle Möglichkeiten in der Zukunft offen. Sie studiert und absolviert gerade ein Praktikum, doch ihre Stimmung auf der Zufriedenheitsskala tendiert eher nach unten , als nach oben. Irgendwie stellt sie das was sie da macht, Zahlenkolonnen von rechts nach links zu verschieben , als Zukunftsvision stark infrage. Als ihr auf einer Onlineplattform eine Anzeige ins Auge fällt, die ein renovierungsbedürftiges Haus in der ostdeutschen Provinz für 3000 Euro anbietet, denkt sie nicht weiter nach und kauft es. Ein Spontankauf , für den sie sich im Nachhinein für völlig verrückt hält. Trotzdem packt sie ihren Rucksack, schnappt sich ihr Fahrrad und startet per Bahn gen Osten.
Dieses Buch zu lesen war überraschend , wohltuend und einfach nur toll.
Wir begleiten Sophie bei ihrem „Ausstieg“ und ihrem Abenteuer ein heruntergekommendes Haus soweit gemütlich und bewohnbar zu machen und das mit minimalsten Mittel, daß sie sich dort wohl fühlt. Zu Anfang auch ohne Verbindung zur Außenwelt, beginnt Sophie nach und nach das Haus und den Garten zu erobern und merkt, dass die Arbeiten, Dielen abschleifen, Wände streichen, Kartoffeln pflanzen usw, sie zufrieden machen und einen Sinn geben.Sie lernt mit sich allein zu sein, ohne große Ablenkung, ganz auf sich und das Wesentliche beschränkt und gewinnt dabei immer mehr an Klarheit, was sie will und wohin ihr Weg führen soll.
Diese Geschichte wird dabei so humorvoll erzählt, dass ich häufig laut lachen musste und die Geschichte mich immer mehr in ihren Bann gezogen hat. Ich war sehr traurig als das Buch endete und habe noch lange über dieses Buch nachgedacht und tue es noch immer.
Eigentlich sollte man jedem jungen Menschen wünschen so eine Möglichkeit zu haben ,sich aus dem Hamsterrad verabschieden zu können, sich auf sich, auf das was man kann, auch wenn man sich dies vorher nicht wusste, zu besinnen und Klarheit und Stärke zu gewinnen. Das ist oft in unserem Alltag nicht möglich und eine Auszeit , fernab allen Trubels ist da sicher ein großer Gewinn für sich und seine Persönlichkeit.
Sophie merkt jedenfalls , dass eine Verrücktheit genau dahin geführt hat.
Dieses Buch bekommt von mir eine riesen große Leseempfehlung nicht nur wegen der humorvollen Schilderungen des Landlebens und der wirklich herausragenden Sprache, die mich das Buch genießen ließen, sondern auch wegen des überzeugenden Inhalts.
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5/5
01.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Statt aus dem Fenster zu schauen...
... mal lieber ein altes Haus in Ostdeutschland mit großem Gartengrundstück kaufen und dem Bürostuhl den Rücken kehren. Sophie macht genau das, stellt aber auch fest, dass die ländliche Idylle manchmal trügt.
Flott erzählte Geschichte über den Mut, gewohnte Pfade zu verlassen und Träume zu verwirklichen.
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5/5
26.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausbruch aus dem Alltag
Sie fühlt sich ziemlich planlos, ist aber eigentlich sehr mutig: Die 25jährige Sophie bricht aus ihrem eintönigen und durchgeplanten Alltag aus und kauft ein Haus - eher eine Ruine - auf dem Land. Ohne jegliche Vorkenntnisse stellt sie sich den Herausforderungen, die auf ihre spontane Aktion folgen.
Die Autorin schafft mir ihrer poetischen Sprache eine tolle Atmosphäre, die das eigene Leben überdenken lässt und die "Was wäre, wenn"-Gedanken neu ankurbelt.
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4/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Raus aus dem Alltag
Ein schwüler, stupider Arbeitstag im Büro und Sophie entschließt kurzerhand: Das will sie nicht mehr. Statt aus dem Fenster zu schauen will sie am Leben teilhaben und ersteigert kurzerhand ein altes, renovierungsbedürftiges Haus in Ostdeutschland. Es beginnt eine abenteuerliche Reise zurück zur Natur, zu ihr selbst und zu dem, was Sophie im Leben am Wichtigsten ist. Ein melancholischer aber auch inspirierender Sommerroman für alle, die einen Schritt aus ihrer Komfortzone wagen wollen.
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4/5
03.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sommerlektüre einmal anders
Sophie sitzt in ihrem Praktikum, starrt auf Excel-Tabellen und denkt: Naja, dann kauf ich mir halt ein Haus. Gesagt, getan — 3.000 Euro, ein verfallenes Objekt in der ostdeutschen Provinz und eine Zugfahrt später beginnt das echte Leben. Oder zumindest das Leben, das sich anfühlt wie echtes Leben. Mit leichter Feder erzählt Anna Katharina Scheidemantel ihre Geschichte. Sie schafft es, die großen Fragen (Wer bin ich? Was will ich wirklich?) nicht als philosophisches Schwergewicht zu inszenieren, sondern als das zu zeigen, was sie sind: Gedanken, die zwischen Renovierungsarbeiten und Stille entstehen.
Das Buch ist eine Liebeserklärung an den Aufbruch und die Selbstfindung — und gleichzeitig eine wunderbar ironische Abrechnung mit dem Hamsterrad aus Erwartungen und Leistungsdruck
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