Cleo St. Clair übernimmt die Leitung von Nizzas Mordkommission. Ihr erster Fall führt sie ausgerechnet in die Parfümfabrik ihrer Eltern, deren Chefparfümeurin Matilde Ducasse getötet wurde. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, das Geständnis unterschrieben. Doch Cleo hegt Zweifel. Welche Rolle spielt der Staatsanwalt, der mehr als nur Interesse an ihr zeigt? Und was haben die Lavendelblüten in Mund, Nase und Lunge der Toten zu bedeuten? Cleo beschließt, inoffizielle Ermittlungen anzustellen. Eine Spur führt sie tief in die Provence und hinein in die Welt der Düfte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Kati Klatte
aus Lüneburg
5/5
14.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn der Tod nach Lavendel riecht.
Matilde und ihre Kreation „Mimosa Vera“ wird auf einer Feier der La Manufacture Clairon präsentiert. Doch kurze Zeit später ist sie Tod. Ein hasserfüllter Kollege von Commisaire Clothilde St. Clair. Ein Bauunternehmer mit versteckten Drohungen. Und Staatsanwalt Mathis Simonet, der für Cleos Geschmack zu widersprüchliche Signale sendet.
Ein Ausflug in die Lavendel-Felder, so harmlos und so gefährlich zugleich.
Ein Krimi der betörend ist gibt es nicht? Doch, denn mit diesem Krimi hat Rippmann solch einen geschrieben. Ein atmosphärischer Kriminalroman mit Düften durchzogener Spannung, welche sich, mit jeder Seite mehr, steigert. Auch der Nervenkitzel wird in der 2. Hälfte des Buchs mehr und mehr.
Interessant sind die unterschiedlichen Figuren, auch innerhalb der Mord Kommission. Gestehen muss ich, Mathis ist für mich der geheimnisvollste Protagonist, einer der ungeheuer große Neugier, in mir, hervorruft. Da ist die dunkle und kriminelle Energie anderer Figuren gleich präsent. Details; Rippmann hat eine Gabe kleine Details im gesamten Text einzustreuen, und erschafft damit einen fließenden und bildhaften Schreibstil. Ein Detail wie dieses: Cleo klatschte mit der Hand in die Pfütze und ein Tropfen traf das Eis kleinen Mädchens.
Meine Reaktion beim lesen reichen von nervös, angespannt, schmunzeln bis hin zu kalten schaudern. Mich begeistert diese vielfältige Mischung aus Humor, Spice, Spannung, Nervenkitzel, Romantik und Information, welche nicht einen einzigen Augenblick unnatürlich oder gekünstelt erscheint.
Dieser Fall, ein exzellent ausgearbeiteter Krimi, mit einem einnehmenden Spannungsbogen, einfach perfekt ausbalanciert.
Jürg K.
5/5
12.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Wem kann sie trauen, ihrer Familie, ihren Kollegen, ihren Instinkten
Cleo St. Clair übernimmt die Leitung der Mordkommission in Nizza. Ein Schritt, der sie stolz machen könnte, wäre ihr erster Fall nicht ausgerechnet in der Parfümfabrik ihrer Eltern angesiedelt. Genau diese Spannung trägt den Roman. Der Mord an Matilde Ducasse, der Chefparfümeurin, ist nicht nur ein Verbrechen, sondern ein Angriff auf eine Welt, die von Präzision, Kreativität und Geheimnissen lebt. Dass schnell ein Verdächtiger gefunden wird und sogar gesteht, wirkt zunächst wie ein klassischer Krimieinstieg. Das Geständnis ist zu glatt, die Beweise zu bequem, die Atmosphäre zu aufgeladen. Besonders gelungen ist die Figur Cleo selbst. Sie ist keine unnahbare Ermittlerin, sondern eine Frau, die spürt, wie sehr sie zwischen den Fronten steht. Der Staatsanwalt, der mehr als nur berufliches Interesse zeigt, verstärkt diese Ambivalenz. Seine charmante Hartnäckigkeit wirkt gleichzeitig verführerisch und bedrohlich. Die Spur, die Cleo inoffiziell verfolgt, führt tief in die Provence, in die Welt der Düfte, der Essenzen, der alchemistischen Kunst des Parfümierens. Was diesen Krimi besonders macht, ist die Verbindung von Kriminalfall und Identitätssuche. Cleo ermittelt nicht nur gegen einen Täter, sondern auch gegen die blinden Flecken ihrer eigenen Vergangenheit. Die Frage, wem sie trauen kann, ihrer Familie, ihren Kollegen, ihren Instinkten, wird zum emotionalen Kern des Romans. Am Ende bleibt ein Krimi, der nicht nur durch seine Handlung überzeugt, sondern durch Atmosphäre, psychologische Tiefe und die kunstvolle Verflechtung von Duft und Gefahr.
Deidree C.
aus Altmünster
4/5
20.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Cosy mit greifbaren Figuren und bildhafter Landschaftsbeschreibung
Mit Cleo und ihren Töchtern begibt sich der Leser nach Nizza. Doch als Frau muss sich Cleo erst ihren Platz als Chefin der Mordkommission sichern. Wer steht auf ihrer Seite, vor wem soll sie sich in Acht nehmen, wer meint es nicht wirklich gut mit ihr?
Ihr erster Mordfall führt den Leser in die Duftwelt. Faszinierende Einblicke in die Parfumherstellung sind auch für einen Laien verständlich beschrieben. Der Fall an sich, wurde von Konrad K. L. Rippmann glaubwürdig aufgebaut, auch die Ermittlungen sind nachvollziehbar und wirken nicht konstruiert. Seine Hauptprotagonisten entwickeln eine Tiefe, sie sind greifbar und bleiben nicht oberflächlich.
Eingebettet ist der Fall in eine extrem genaue Landschaftsbeschreibung. Für einen ortsunkundigen Leser helfen diverse Wegbeschreibungen nicht viel. Es ist durchaus schön Landschaft und Orte genau vor Augen zu haben, doch mit der Zeit wird dies etwas zu dominant, genauso wie die französischen Ausdrücke.
„Lavendelmord“ bewegt sich als Cosykrimi mit sympathischen Figuren in einer farbenfrohen Gegend und in einem nicht üblichen Umfeld. Das Buch unterhält und lässt bis zu einem gewissen Grad eintauchen, sodass es sicher für Leser interessant ist, die leichte Krimis in der malerischen Provence lieben.
Pimpysbücherwelt
aus Gaggenau
5/5
18.06.2026
eBook (ePUB 3)
Raffinierter Fall mit überraschenden Wendungen
Mit Cleo St. Clair wurde eine sympathische und kluge Ermittlerin geschaffen, die sich in ihrem ersten Fall gleich einer besonders persönlichen Herausforderung stellen muss. Die Verbindung eines Todesfalls zur Parfümfabrik ihrer Eltern verleiht der Geschichte zusätzliche Spannung und emotionale Tiefe. Aber auch in Bezug auf ihr Familienleben erlebt man einiges mit. So ist Cleo keine blasse Ermittlerin, sondern eine Mama, die mitten im Leben steht, einen Schicksalsschlag zu verkraften hat und trotzdem im Beruf ihren "Mann" steht. Die duftenden Lavendelfelder der Provence, die faszinierende Welt der Parfümherstellung und das sonnige Flair Südfrankreichs werden so lebendig beschrieben, dass man sich mitten ins Geschehen versetzt fühlt.
Der Fall selbst ist raffiniert konstruiert und hält einige überraschende Wendungen bereit. Eine Geschichte voller Geheimnisse und unerwarteter Verbindungen, die überrascht.
Wer atmosphärische Frankreich-Krimis, in denen es menschelt, und mit einer starken Ermittlerin mag, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Sylvia B.
aus Fredersdorf-Vogelsdorf
5/5
13.05.2026
eBook (ePUB 3)
…folge dem Duft der Provence
Lavendelmord von Konrad K.L. Rippmann
Der Leser erwartet ein spannender, humorvoller Kriminalroman und führt mich in die Provence. Dies ist der erste Band einer neuen Kriminal- Reihe. Im Mittelpunkt steht Cleo St. Clair.
Diese übernimmt die Leitung von Nizzas Mordkommission. Ihr erster Fall führt sie ausgerechnet in die Parfümfabrik ihrer Eltern, deren Chefparfümeurin Matilde Ducasse getötet wurde. Doch sie liebt ihren Job und muss sich das Vertrauen ihrer neuen Mitarbeiter erst erarbeiten.
Während sie einigen Mitarbeitern sofort vertraut, gibt ihr ihr Stellvertreter Commandant Zanin Rätsel auf. Die Beziehung zum leitenden Staatsanwalt Matis Simonet wirkt von Anfang an besonders und Cleo lässt sich auf ihn ein...
Während Zanin sofort einen Täter präsentiert, ist Cleo der Überzeugung das der Fall noch nicht abgeschlossen ist und ermittelt im Verborgenen weiter. Dabei hat sie Unterstützung.
Wird sie zu einem anderen Ergebnis kommen?
Mir gefällt die Balance zwischen Ermittlungen,ihren familiären Verpflichtungen und das Eintauchen in ihre Privatsphäre. .Mit einer Leichtigkeit fliegen sie Seiten nur so dahin und ich fiebere immer mit.
Mir gefiel besonders dieses Zitat: nicht nur unsere Fälle, auch das Leben ist oft rätselhaft!
Ein rätselhafter Brief und eine Einladung zu einem Besuch von ihrem Vorgänger, lassen sie wachsam sein.
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