Produktbild: Eifelgrau - Jagd der Wölfe
Band 10

Eifelgrau - Jagd der Wölfe Wenn der Wolf zur tödlichen Waffe gemacht wird — Kriminalroman

2

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

44439

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,3/12,5/2 cm

Gewicht

245 g

Farbe

Schwarz / Eisblau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-8089-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

44439

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,3/12,5/2 cm

Gewicht

245 g

Farbe

Schwarz / Eisblau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-8089-8

Herstelleradresse

Gmeiner Verlag
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE

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  • Eliza

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wer ist hier der Jäger?

    Der zehnte Fall für Kommissar Fett und seine Kollegin Conti zieht wesentlich größere Kreise als zunächst gedacht. Der Wolf ist das zentrale Motiv des Romans: die Angst vor dem Wolf, die den Menschen schon in Märchen wie „Rotkäppchen“ eingeimpft wird. Aber auch der wissenschaftliche und naturkundliche Aspekt rund um den Wolf kommt hier nicht zu kurz. Man lernt sehr viel über den Wolf, sein Verhalten und das politische Spannungsfeld drumherum. Ebenso werden die Folgen für Tourismus und Landwirtschaft thematisiert. Auch die große Weltpolitik findet wieder ihren Platz im Roman – ob der Krieg in der Ukraine oder Korruptionsaffären in der EU. Gleichzeitig verschmelzen auch lokalpolitische Themen wie der Skandal um den Landrat des Kreises Düren mit der Handlung zu einer stimmigen Symbiose innerhalb des Kriminalromans. Fett und Conti haben diesmal einen etwas geringeren Anteil an der Geschichte als in den letzten Bänden. Die Ermittlungsarbeit teilen sie sich mit Catherine Kaufmann, die für den französischen Geheimdienst arbeitet. Auch Chantal Kalumba aus Belgien kommt wieder zum Einsatz und unterstützt die Kollegen im Dreiländereck, denn der Wolf hält sich natürlich nicht an Staatsgrenzen. Olaf Müllers Schreibstil trägt durch den gesamten Roman. Sein Humor und die pointierten Dialoge lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Beste Unterhaltung mit dem einen oder anderen Schmunzler ist garantiert. Seine Ortskenntnis ist unschlagbar: Wie von Zauberhand baut er etliche regionale Schauplätze ein, nennt Restaurants oder Persönlichkeiten, die den Leserinnen und Lesern ein Gefühl von Heimat vermitteln. Zudem kennt er die Menschen in Aachen, Düren und der Eifel genau und zeichnet dadurch herausragende Charaktere, die diesen Menschenschlag überzeugend widerspiegeln. Der Dialekt beziehungsweise die Eifeler Mundart tun dabei ihr Übriges. Der Roman umfasst diesmal eine größere Zeitspanne. Insgesamt erstrecken sich die Ermittlungen über ein Jahr, wodurch es einige Zeitsprünge gibt und die Erzählweise nicht ganz so dicht wirkt wie in manchen seiner anderen Bücher. Conti und Petridis widmen sich zwischendurch unter anderem auch Altfällen, die jedoch nicht weiter ausgeführt werden. Die verschiedenen POVs sorgen für Abwechslung und ermöglichen es den Leserinnen und Lesern, den zahlreichen Protagonisten näherzukommen. Wieder ein gelungener Kriminalfall, der uns die Region Aachen–Düren–Eifel näherbringt und bestens unterhält. Für mich war das Ende leider etwas plötzlich und wirkte nicht vollständig rund, aber das ist nur mein subjektiver Eindruck und schmälert den Lesespaß kaum.

  • Jürg K.

    4/5

    12.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Aktueller Krimi

    In die raue Landschaft der Nordeifel kehren die Wölfe zurück und mit ihnen die Gefahr. Ein toter Wilderer gibt den Aachener Kommissaren Fett und Conti Rätsel auf. Wurde er von einem Wolf gerissen oder zuerst ermordet? Währenddessen wächst die Zahl der aggressiven Wolfsangriffe rasant und versetzt die Region in Angst und Schrecken. Man liest ein Krimi, der weit über die reine Ermittlungsarbeit hinausgeht. Er nutzt die Rückkehr der Wölfe als Spiegel für eine Region, die zwischen Faszination und Angst schwankt und für Menschen, die sich plötzlich mit Kräften konfrontiert sehen, die sie nicht kontrollieren können. Genau darin liegt die besondere Spannung dieses Romans. Die Kommissare Fett und Conti sind keine überhöhten Helden, sondern Ermittler, die zwischen Fakten, Gerüchten und politischem Druck navigieren müssen. Besonders gelungen ist, wie ihre Zweifel und ihr Unbehagen sichtbar werden, je mehr sich die Hinweise verdichten, dass hinter den Wolfsangriffen mehr steckt als natürliche Raubtierinstinkte. Die Einbindung des französischen Geheimdienstes wirkt zunächst überraschend, fügt sich aber stimmig in die Handlung ein und öffnet den Blick auf eine grössere Bedrohung, die weit über die Eifel hinausreicht. Was den Roman für mich auszeichnet, ist seine Fähigkeit, verschiedene Ebenen miteinander zu verweben. Den klassischen Kriminalfall, die ökologische Debatte um die Rückkehr der Wölfe, die wirtschaftliche Not der Bauern, die Angst der Tourismusbranche und schliesslich die Frage nach menschlicher Verantwortung. Dies ist ein Krimi, der nachhallt. Er ist atmosphärisch dicht, gesellschaftlich relevant und zugleich packend erzählt. Ein Buch, das zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Natur und Bedrohung, zwischen Wissenschaft und Hybris, zwischen Menschen und Tier manchmal ist.

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