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Die Dinner Party Roman | Wenn ein kurzer Moment alles verändert. Ein Roman mit Sogkraft über Grenzen, Wut und Selbstbefreiung

37

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23215

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

490 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

The Dinner Party

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0058-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23215

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

490 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

The Dinner Party

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0058-5

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • MarieOn

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Psychologische Fiktion vom Feinsten

    Seit dem Vorfall, in dem ein Messer vorkam, redet Franca mit Ärzten und Therapeuten. Sie sitzen auf dem Sofa, Andrew lässig in Jogginghose mit dem Notebook auf dem Bauch, Franka etwas verkrampft, den jungen Kater auf der Brust. Das Tier hatte Andrew ihr geschenkt, damit sie sich um jemanden kümmern kann, wenn er den ganzen Tag arbeitet. Sie sah in dem ungewollten Geschenk den Wink mit dem Zaunpfahl, sich auf eine mögliche Mutterschaft vorzubereiten, doch diese These wies er empört zurück. Andrew möchte für seinen Partner Evan und den literaturaffinen Gerald eine Dinnerparty geben. Eine kleine kühle Vorspeise, nichts Großes. Zum Hauptgang wäre Kaninchen passabel, das liebt Andrew und als Dessert Schokokuchen, der haut Evan immer um. Ob sie das zubereiten könne. Sie esse doch gar kein Fleisch. Das müsse sie ja auch nicht. Da Andrew seine Firma gerade für mehrere Millionen verkauft hat, wäre es ein leichtes, einen Partyservice anzuheuern, aber das ist ihm zu unpersönlich, er möchte es intimer. Franca lässt sich breitschlagen und Andrew küsst ihre Stirn. Vier Jahre zuvor hatte sie sich Hals über Kopf in den attraktiven Andrew verliebt oder auch in die Bügelfalte seiner Hose und das gut sitzende Hemd. Er hatte sie in der Bibliothek angelächelt, als das mit Harry gerade zu Ende gegangen war, was auch immer das gewesen ist. Harry ist einfach zurück nach England gegangen und hat eine schmerzende Lücke hinterlassen. Er war der einzige echte Freund, den sie je hatte. Jetzt lebt sie selbst in England, weil sie Andrew nach nur drei Wochen Beziehung aus Utrecht gefolgt ist. Seitdem studiert sie nicht mehr, aus der Traum vom Schreiben. Einen Job hat sie auch noch nicht gefunden, aber eigentlich sucht sie auch nicht mehr. Bier und Netflix rauben ihre Energie. Fazit: Viola Van De Sandt hat mit ihrem Debüt etwas Magisches geschaffen. Ihre Protagonistin spricht mit ihrer Therapeutin, die sie auffordert, ihre dissoziierten Erlebnisse durch Schreiben zurückzuholen. So schreibt Franca an Harry, der ihr neben ihrem Vater der wichtigste Mensch war. Ich erfahre durch das Zurückerzählen alles über ihre Beziehung zu ihren Eltern, die Zeit mit Harry und den auslösenden Abend, die Dinnerparty, als alles aus dem Ruder lief. Die einsame menschenscheue Franca kämpft sich durch vier Semester Literaturwissenschaften und folgt dann dem Mann, der ihrem Bild vom Richtigen gerecht wird, bis der eine Grenze überschreitet. Zwischendurch lässt die Autorin immer wieder kleine Gewaltszenen aufblitzen, die aber nur Phantasmen sind und für mein Unverständnis sorgen. Zum Ende hin entblättert sich die Persönlichkeit Francas mit all ihrer Wut und ihren unbefriedigten Bedürfnissen. Die Charaktere sind treffsicher gezeichnet und wirken realistisch. Das Ende ist wie ein Schlag vor den Kopf und sehr verwirrend, weil ich nicht damit gerechnet habe. Und ich muss sagen, die Autorin traut sich was. Thematisiert wurden Nähe, Macht und Selbstbestimmung. Das ist psychologische Fiktion vom Feinsten. Für alle, die Anne Freytag lieben.

  • Bewertung

    5/5

    13.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verluste

    Verluste Als ich das Buch zur Hand genommen habe, dachte ich zuerst, es geht um eine etwas schief gelaufene Party. Wie man es eben aus so manchen Filmen kennt. Hier ein dummer Witz und etwas verschütteter Wein. Aber “Die Dinner Party” hat mich definitiv überrascht. Denn was zunächst wie ein Gesellschaftsroman über eine unglückliche Frau in einer scheinbar perfekten Beziehung wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einem vielschichtigen psychologischen Drama. Franca lebt ein komfortables Leben an der Seite ihres erfolgreichen Verlobten. Doch hinter der schönen Fassade steckt viel Leere. Während sie eine wichtige Dinnerparty vorbereitet, werden nach und nach Erinnerungen an ihre Vergangenheit sichtbar. Gleichzeitig versucht sie im Nachgang in Gesprächen mit ihrer Therapeutin, die Ereignisse jenes verhängnisvollen Abends zu verstehen. Besonders gelungen fand ich die Erzählweise. Die verschiedenen Zeitebenen greifen ineinander und setzen das Gesamtbild Stück für Stück zusammen. Lange bleibt unklar, was wirklich passiert ist und was nur Francas Wahrnehmung entspringt. Dadurch entsteht eine dauerhafte Spannung, die bis zum Ende trägt. Die Geschichte lebt vor allem von ihrer Atmosphäre. Zwischen Alkohol, unterschwelligen Konflikten und gesellschaftlichen Erwartungen baut sich ein immer stärkerer Druck auf. Francas zunehmende Verzweiflung und ihr Gefühl, sich selbst verloren zu haben, werden dabei sehr gut dargestellt. Auch die Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Machtverhältnissen und den Erwartungen an Frauen fand ich sehr gelungen. Der Roman regt zum Nachdenken an und hält den Lesenden immer wieder den Spiegel vor. ISBN: 978-3759600585 Autorin: Viola Van De Sandt Verlag: Pola ET: 30.03.26 Umfang: 336 Seiten

  • Bewertung

    5/5

    09.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Lesehighlight

    “Eine Geschichte zu lesen ist etwas anders, als sie richtig zu begreifen, und darin besteht der entscheidende Unterschied [...]” Wie weit bist du bereit zu gehen? Wie sehr willst du dich verbiegen? Was bist du bereit auszuhalten? Diese Fragen stellt Viola van de Sandt in ihrem Debüt "Die Dinner Party". Fran hat alle das, was man als erfolgreiche Verlobte der Oberschicht haben kann: Die Küche voller Markenmaschinen, den Weinkeller mit guten Tropfen, den gut aussehenden und erfolgreichen Partner. Nur zufrieden ist sie nicht: Ihr Studium - abgebrochen. Ein Job - Fehlanzeige. Finanzielle abhängig von ihrem Mann und gelangweilt verbringt sie die Tage mit Alkohol und Netflix. Bis zur verheerenden, titelgebenden Dinner Party. Es fällt schwer, die Geschichte angemessen wiederzugeben, ohne zu viel Überraschungen vorweg zu nehmen. Überall liest man, dass "Die Dinner Party" ganz anders gewesen ist, als man es erwartet hat - das trifft definitiv zu! Van de Sandt spielt auf meisterhafte Weise mit den Skripts, die wir aus romantischen Romanen im Kopf haben. Vieles ist ganz anders, als es auf den ersten Blick scheint. Die große Kunst liegt darin, dass den Lesern selbst der Spiegel vorgehalten wird. Ich würde mich durchaus als feministisch bezeichnen, van de Sandt hat aber auch mir an mehreren Stellen gezeigt, wie fest verankert Stereotype in meinem Kopf sind. Grandios! Doch nicht nur die Wendungen machen "Die Dinner Party" zu einem großartigen Leseerlebnis. Van de Sandt kann einfach auch gut erzählen, Drei Zeitebenen werden wunderbar miteinander verwoben. Die subtilen Bezüge zwischen ihnen lassen Zusammenhänge herstellen. Gefordert wird die Leserschaft dabei durchaus auch: So ist Fran, aus deren Sicht der Roman verfasst ist, eine durchaus unzuverlässige Erzählerin. An einer Stelle beschreibt sie, wie sie die Katze mit der Zigarette verbrennt, nur um ein paar Seiten weiter einen unversehrten Kater durch die Küche laufen zu lassen. Anhand von Frans Erzählungen kann man wunderbar mitverfolgen, wie die Frau zunehmenden unter psychischen Druck gerät, ohne dass die Autorin das einmal explizit benennen muss. Gefallen haben mir darüber hinaus die Meta-Diskurse. Frans Verlobter Andrew fördert ein Weltraumprojekt, bei dem auch Kulturgüter ins All geschossen werden sollen - unter anderem eine Liste ausgewählter Bücher. So findet sich in den Kapiteln immer wieder Kritik am Kanon und an einer weißen Leserschaft, die von subjektiven Leseeindrücken auf bedeutsame Literatur schließt. Auch die Konkurrenz zwischen Geistes- und Wirtschaftswissenschaften kommt immer wieder zum Ausdruck. Kritisieren mag man vielleicht, dass in diesem Kontext die Figuren manchmal stereotyp erscheinen mögen. Doch auch das bricht die Autorin mit einer Überraschung am Ende des Romans. Für mich ist "Die Dinner Party" aus mehreren Gründen ein absolutes Lesehighlight, das ich sehr gerne weiterempfehle!

  • Lisa von Wortpause

    aus Schwarzwald

    5/5

    05.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und am Ende des Buches wollte ich es am liebsten direkt noch einmal von vorne beginnen - so viel, was ich nicht wahrgenommen habe…

    Man könnte meinen, eine Dinnerparty mutet zunächst etwas Elegantes, Stilvolles, Exklusives und Genussvolles an. Ein Abend mit guten Freunden in schönem Ambiente. So hat sich Andrew das mit Sicherheit gedacht, als er Franca bittet, für seine Kollegen einen spontanen Abend zu organisieren. Und selbstverständlich scheut er keine Mühen und Kosten und … lässt seine Verlobte den Abend über selbst in der Küche stehen. Wäre das nicht schon erniedrigend genug, erlaubt er sich auch noch einen (gelinde ausgedrückt) Fehltritt vor der Party, bei dem man lange nicht weiß, ob es der erste dieser Art war. Und Franca fällt es zunehmend schwer, an diesem Abend ihr Gesicht vor Andrew, seinen Gästen und einer ihr zufällig selbst schon lange bekannten Person zu wahren. In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir von der Aufarbeitung genau jenes Abends – bis zu dem Moment, an dem sich die lange verdrängten Erinnerungen wieder begegnen. Und genau an dieser Stelle wollte ich das Buch direkt noch einmal von vorne lesen. Was hatte ich selbst übersehen im Rausch der Dinnerparty? Diesen Rausch erlebt der Lesende nicht nur bildlich durch die Erzählung, sondern spürt ihn auch im Lesestil. Denn im Handlungsstrang der Dinnerparty wird mehr als das ein oder andere Gläschen Alkohol zu viel getrunken, und beim Lesen frage ich mich zunehmend: Habe ich etwas verpasst oder überlesen? Wo liegt die Grenze zwischen Illusion, Vorstellung, Wahn und Wahrheit? Bin ich beim Lesen vielleicht selbst schon „lesetrunken“, habe ich gar einen Filmriss? Oder ist genau das die Wirkung, die die Autorin mit ihrem modernen Schreibstil erzielen möchte – mich am Ende des Buches verwirrt zurückzulassen? Verwirrt - wütend - geschockt. Ich mochte das Buch sehr und habe tatsächlich ganze Kapitel ein zweites Mal gelesen, nachdem ich es beendet hatte. Lange dachte ich, die Handlung sei vorhersehbar. Doch die Autorin schafft es, durch viele Hintergründe und Umstände aus Francas Leben die Geschichte auf ein ganz anderes Niveau zu heben. Die Fülle an Fehlbarkeiten aus ihrem Umfeld, die Francas gesamtes Leben beeinflussen, schmerzen und fesseln zugleich beim Lesen. Ich finde es sehr wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt - um Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen: Sie sind nicht allein auf der Welt. Nein! Und es kann ihnen geholfen werden. Und ein klitzekleines bisschen Franca steckt vielleicht sogar … leider … in jeder von uns.

  • meerblick

    5/5

    03.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dramatische Herausforderungen

    Franca, die Protagonistin in Viola van de Sandts Roman ‘Die Dinner Party‘, ist eine junge Frau, die bereits mit zwölf Jahren nach dem Tod ihres Vaters, der stets ihre einzige Bezugsperson war, den Halt unter den Füßen verliert. Das Schwiegen der Mutter führt sie in eine Isolation, die sie erst während ihres Studiums in Utrecht teilweise überwinden kann, als sie Harry kennenlernt. Ihre Beziehung bleibt allerdings nicht unbelastet. Als sie sich viele Jahre später in England bei einer kleinen Dinner Party im Haus ihres Verlobten wieder treffen, kommt es zu dramatischen Auseinandersetzungen. Die Schriftstellerin gibt uns einen Einblick in das Seelenleben von Franca, die ihre traumatischen Erlebnisse mit Hilfe einer Psychologin versucht aufzuarbeiten. Dabei gewährt sie uns Einsichten in die Vergangenheit, die sie mit der Verarbeitung in der Gegenwart koppelt. Die Geschichte entwickelt sich langsam und spitzt sich immer weiter zu. Themen wie häusliche Gewalt, Trauer, Entfremdung, Isolation aber auch Alkoholsucht und Depression sind starke Trigger, die ihre Wirkung auf den Leser durch die schonungslose Offenheit haben können. Ein Romandebüt, das herausfordert in seiner Intensität der Handlung.

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