Zürich 1291: Buchmaler Bertram führt ein ruhiges Leben mit seiner Ehefrau Fides und ihren drei Töchtern. Doch der Tod des Königs und ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit könnten ihm alles nehmen: das Dach über dem Kopf, die Liebe seiner Frau und die Ehre seiner Tochter Hedwig, die ihr Herz gleich an zwei Männer verloren hat - den Seidenhändler Jakob und den mysteriösen Jean. In seiner Verzweiflung trifft Bertram eine fatale Entscheidung. Dann steht Herzog Albrecht mit gewaltigem Heer vor der Stadt - und das Schicksal Zürichs liegt in den Händen der Frauen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Susanna B.
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
30.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Eindrücklich, spannend
Die Töchter von Zürich ein spannender historischer Roman von @erikaweigeleschreibt hat mich in eine Zeit des 13. Jahrhundert entführt.
Die interessante Geschichte beginnt mit der Flucht von Johannes im August 1290 aus Winterthur.
Zürich, 1291, Bertram ein Buchmaler, Fides seine Frau und ihre drei Töchter Hedwig, Agnes, Margarethe leben in einem Haus, das König Rudolf Bertram geschenkt hat, jedoch ist der König krank und das Geld sehr knapp bei Betram, sodass niemand wusste was nach dem Tod geschah.
Bertram bewarb sich deshalb für das Amt des Ratsschreibers.
Bertram hat ein Geheimnis, weswegen er erpresst wird, urplötzlich passierte schlimmes, niemand wusste weshalb, warum.
Eindrücklich, die Recherche von Erika, all die wichtigen Herren, Adligen, die da die Finger im Spiel hatten bei der Fehde zwischen Zürich und Winterthur, authentisch und gut nachvollziehbar.
Zum Beispiel Johannes‘ von Wildegg, ich wohne sehr nah beim Schloss Wildegg und habe dies auch schon besucht, sehr sehenswert.
Zürich, 12. Juni 1292, Albrecht steht mit seinem Heer vor den Toren und jetzt?
Die Agnes, die mittlere der Töchter gefiel mir sehr, keck, witzig, nie verlegen auf eine Antwort.
Starke Frauen, die den Männern zeigen zu was sie fähig sind, sich trauen und Mut beweisen.
Immer anfangs der Kapitel war ein Gedenktag oder Heiliger erwähnt zum Datum des Geschehens, wusste gar nicht wie viele es geben kann.
Einen herzlichen Dank an Erika für diese abenteuerliche, unterhaltsame Geschichte mit wahrem historischen Hintergrund, die ich allen empfehlen kann, obwohl ich Band 1 nicht gelesen hatte war ich mitten drin und habe mich wohlgefühlt.
Julie Grossmann
5/5
22.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannung mit unterhaltsamen Geschichtsunterricht
Im Gegensatz zum ersten Buch von Erika Weigele „Der Buchmaler von Zürich“, wo die Spannung schon auf der ersten Seite entsteht und kontinuierlich gesteigert wird, beginnt die Spannung in ihrem zweiten Buch „Die Töchter von Zürich“ erst ab Seite 90 und entwickelt sich wie die berühmten 3 Schwestern-Wellen, von denen die Leserinnen und Leser überrollt und geplättet werden.
Das heisst nicht, dass die Geschichte bis dorthin langweilig wäre, denn wie das ganze Buch ist es enorm detailverliebt geschrieben und bringt einem das mittelalterliche Leben greifbar nahe, sei es politisch, gesellschaftlich, architektonisch oder kulturell. Das ist unterhaltsam und sehr interessant.
Auch in diesem Buch gelingt es der Schriftstellerin immer wieder, neue Wendungen in den Handlungsstrang einzubringen, die so nicht vorhersehbar gewesen sind. Man bekommt ab und an Hinweise, z.B. dass mit dem Haar des Bösewichtes etwas nicht stimmen könnte, aber wirklich auf die Lösung bin ich nicht gekommen.
Die Schriftstellerin ist unglaublich genau in ihren Beschreibungen und man merkt an diesem Buch fast noch mehr als im ersten ihren beruflichen Hintergrund. Wie viel Stunden an Recherche wohl in diesem Buch stecken? Es müssen unglaublich viele sein.
Sehr eindrücklich ist die Beschreibung der Intrigen und des Lobbyierens nach dem Tod eines Königs (oder Papstes) und wie fragil die politische und persönliche Lage durch ein solches Ereignis jeweils für eine Stadt, aber auch für Individuen werden konnte.
Wer eine spannende Geschichte, gespickt mit Beschreibungen der Realität eines mittelalterlichen Lebens in eine Stadt liebt, oder wissen möchte, wie sich das Leben des Buchmalers Bertram mit seiner Frau Fides weiterentwickelt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Büchertanz.de
aus Freiburg
5/5
03.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine rundum gelungene Fortsetzung
Es sind bereits einige Jahre vergangen, seit ich den ersten Band „Der Buchmaler von Zürich“ von Erika Weigele mit großer Begeisterung gelesen habe. Ich war unglaublich gespannt auf die Fortsetzung „Die Töchter von Zürich“ und vorweg:
Erika Weigele hat es mir spielend leicht gemacht, sofort wieder in die packende Geschichte und Zeit einzutauchen und ich freute mich total, viele liebgewonnene Charaktere wieder zu treffen. Ich empfinde es nicht als zwingend erforderlich, dass man den ersten Band unbedingt vorher gelesen haben muss. Die Geschichte funktioniert auch eigenständig, ohne Vorkenntnisse.
Besonders fasziniert hat mich erneut das historisch fundierte Setting. Die Autorin weiß als gelernte Germanistin und Kunsthistorikerin genau, wovon sie schreibt. Die Orte, Bräuche und die Kunst des Buchmalerhandwerks sind so detailliert und bildhaft beschrieben, dass ich wir während des Lesens alles bestens vorstellen konnte.
Ein absolutes Highlight ist dabei die geschickte Verwebung von Fiktion und Realität. Erika Weigele bettet die Geschichte meisterhaft in die realen Ereignisse des Jahres 1291 ein: Das ewige, dramatische Gerangel um die Königsnachfolge nach dem Tod Rudolfs I. von Habsburg. Eigentlich sollte dessen Sohn, Herzog Albrecht, die Krone erben – doch die Mächtigen entschieden sich anders. Es machte mir unheimlich viel Spaß zu sehen, wie die fiktiven Charaktere nahtlos mit den realen historischen Figuren agieren, während der abgewiesene und wütende Herzog Albrecht mit seinem gewaltigen Heer vor der Stadt Zürich steht.
Diese bewaffneten Konflikte von 1291 bis 1474/1511 zwischen der entstehenden Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstengeschlecht der Habsburger sind als die „Schweizer Habsburgerkriege“ in die Geschichte eingegangen. Eine spannende und aufreibende Zeit.
Auch wenn Bertram wieder im Mittelpunkt der Geschichte steht, liegt bei diesem Band auch der Fokus auf seinen drei sehr unterschiedlichen Töchtern – vor allem auf der ältesten Tochter Hedwig. Sie ist zu Beginn noch sehr jung und ein wenig naiv, was absolut authentisch wirkt. Dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen, und ihre persönliche Entwicklung im Laufe der dramatischen Ereignisse ist hervorragend gelungen.
Aber auch die ältere Generation verlangte mir während des Lesens emotional einiges ab: Als Bertram aus purer Verzweiflung eine fatale Entscheidung trifft, um seine Familie zu schützen, löste das bei mir ein absolutes Gefühlschaos aus. Ich konnte seine Zwangslage total verstehen … und habe mich im nächsten Moment wieder furchtbar über ihn und seine Taten geärgert! Genau diese Ecken und Kanten machen die Figuren so lebendig. Es gibt aber auch Momente, in denen ich mit den Tränen gekämpft habe. Das Buch ist somit eine emotionale Achterbahnfahrt.
Das Finale hat mich dann vollends gefesselt. Als das Schicksal der Stadt schließlich in den Händen der Frauen liegt, zieht die Spannung massiv an. Alle Fäden laufen perfekt zusammen und die Geschichte findet einen absolut gelungenen, runden Abschluss. Zufrieden klappte ich das Buch nach der letzten Seite zu. Doch ich finde, dass die Geschichte um Bertram, seine Frau Fides und die drei Töchter noch nicht auserzählt ist – da wäre auf jeden Fall noch Platz für einen dritten Band …
Herzlichen Dank liebe Erika Weigele für das großartige und lehrreiche Leseerlebnis.
Fazit: Der historische Roman „Die Töchter von Zürich“ von Erika Weigele ist eine rundum gelungene Fortsetzung und verknüpft Fiktion und die packende, wahre Historie perfekt miteinander. Sehr lesenswert!
Bewertung
5/5
13.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Super, spannend, sehr gut dokumentiert
Einmal aufgeschlagen, schwierig zu lassen. Dieses Buch führt einem durch die Altstadt von Zürich, diese Roman ist spannend geschrieben, wohl dokumentiert und bringt einen sehr schnell in das Mitte des Geschehen. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
27.05.2026
eBook (ePUB 3)
Zürich im Mittelalter - mit historischer Kenntnis geschrieben
Bei Romanen über Städte, die ich kenne, bin ich immer etwas skeptisch - manchmal wird nur die Neugierde geweckt und hat wenig Substanz. Hier war die Skepsis absolut unnötig - das Buch ist "voll von Zürich". Für mich sehr unterhaltsam waren die Ortsbeschreibungen: diese Strasse, jener Platz - vieles davon kenne ich, manches musste ich ergoogeln (die immer wieder erwähnte Leonhardskapelle gibt es nicht mehr, aber dass sie sich beim heutigen "Central" und somit ausserhalb der Stadt befand, hat mich zu einem Feierabendspaziergang dorthin veranlasst). Auch die historischen Ereignisse (Habsburger, Feldzug Winterthur, Manesse usw.) sind stimmig und passen sich perfekt in den Roman ein. Wer nur einen unterhaltsamen und spannenden Roman erwartet ist bestens bedient. Darüber hinaus ist das Buch auch empfehlenswert für Interessierte am Mittelalter und natürlich für Zürcher!
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