Produktbild: Das Ende vom Lied

Das Ende vom Lied Roman | »Das Ende vom Lied" ist für mich wirklich eine literarische Offenbarung.« Denis Scheck

36

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

53855

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

3618 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125344

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
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  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Verkaufsrang

53855

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

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3618 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125344

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  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    26.02.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wenn das Erwachsenwerden früh beginnt

    Ein dreizehnjähriger Junge steht zwischen Kindheit und einer Welt, die ihn viel zu früh erwachsen macht. Westberlin im Jahr 1969 wirkt rau und eng, und doch liegt in jeder Straßenecke ein Versprechen von Freiheit. In der Belziger Straße lernt er schnell, dass Zugehörigkeit Schutz bedeutet und Liebe ein Wagnis sein kann. Der Umzug in die neue Wohnung bringt keine Erleichterung. In den Zimmern liegt eine Schwere. Der Vater ist vom Krieg gezeichnet. Die Mutter wirkt müde und oft abwesend. Zwischen den Eltern steht vieles unausgesprochen im Raum. Der Junge spürt, dass zu Hause etwas zerbricht. Draußen auf der Straße ist alles direkter. Dort gelten klare Regeln. Wer stark ist, wird respektiert. Die Nähe zu Körschi gibt ihm Halt. Gleichzeitig fühlt er sich zu Alina hingezogen. Diese ersten Gefühle sind neu und verwirrend. Man merkt, dass diese Zeit ihn verändert. Der Roman zeigt ein Westberlin, das hart wirkt und zugleich lebendig ist. Straßen, Hinterhöfe und Wohnungen werden so beschrieben, dass sie greifbar werden. Nichts wird beschönigt. Es gibt Gewalt, aber auch Nähe. Beides steht dicht nebeneinander. Die Geschichte bleibt nah bei dem Jungen. Vieles erklärt sich aus dem, was er erlebt. Dadurch wirkt alles echt. Die Spannung entsteht nicht nur durch das, was passiert, sondern durch das, was er entscheiden muss. Es geht darum, dazuzugehören und nicht allein zu sein. Der Roman bleibt ehrlich und klar. Er zeigt ein Westberlin, das eng und rau ist und doch voller Leben steckt. Große Worte braucht es dafür nicht. Die Zeit wird nicht verklärt, sondern so gezeigt, wie sie für den Jungen war. Seine Unsicherheit, sein Wunsch dazuzugehören und seine ersten starken Gefühle stehen im Mittelpunkt. Die Spannungen in der Familie, die Nähe zu Körschi und die Beziehung zu Alina führen Schritt für Schritt zu einer Entscheidung, die Folgen hat. Am Ende bleibt das Bild einer Jugend, die früh Verantwortung tragen muss. Die Geschichte zeigt sich vor allem durch das, was der Junge erlebt und fühlt. Mein Fazit: Eine eindringliche Geschichte, die von einem Jungen im Westberlin der späten 60er Jahre erzählt. Wer klare, ehrliche und unaufgeregte Romane über das Erwachsenwerden mag, wird dieses Buch gern lesen. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und fühlt sich sehr nah und echt an. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Martha

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos ehrlich und bewegend

    West-Berlin 1969. Man könnte nun meinen, hier wäre alles im Umbruch der 68er Bewegung. Aber für den 13jährigen Ich-Erzähler ist die Situation beklemmend. Er ist wie jeder normale Junge auf der Suche nach sich selbst. Fragen über die Familie beschäftigen ihn, die aber fast schon kafkaesk dysfunktional ist. So ist er ein Getriebener, Suchender ohne Antworten, die es zwar gibt, aber eben häufig nicht ausgesprochen werden. Wie soll er sich finden? Welche Räume bleiben ihm in all dem Ungesagten, Verborgenen?  Der Erzählstil ist ehrlich, häufig schonungslos und konsequent die Sicht des 13 jährigen Jungen, der die Welt nicht mehr versteht. Hinzu kommen die Wirren des Kalten Krieges. Klassische Unterhaltungsliteratur ist das nicht. Aber der Roman ist sprachgewaltig und rückt einen Jungen in den Mittelpunkt, der dem Leser zu Beginn fremd erscheint, aber gegen Ende doch vertraut ist.

  • Batyr

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    31.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Politische Wirren und persönliches Leid

    Wildenhains Roman schildert eine Zeit und einen Ort, die einmalig waren und die so niemals wiederkehren werden. Einerseits war es eine Epoche des Aufbruchs und Umbruchs. Als die Forderungen einer jungen Generation ungehört verhallten, wehrte sie sich mit Aufruhr und Gewalt. Andererseits aber litten die Älteren noch an den inneren und äußeren Blessuren des überstandenen 2.Weltkriegs. Vater und Mutter des jugendlichen Protagonisten verkörpern eben diese Erstarrung im Leiden. Da dem Ich-Erzähler von ihrer Seite kaum Beistand im Durchleiden seiner pubertären Wirren zuteil wird, wendet er sich den Reizen der Straße zu, die ihn nach dem erzwungenen Umzug innerhalb Berlins locken. Es ist eine raue und brutale Welt, in der er sich zu behaupten sucht, und auch die Altlasten der Erwachsenen werden ihm weit über das seinen Jahren zuträgliche Maß aufgeladen. Dazu gerät er auch noch in die politischen Wirren der damaligen Zeit. In faszinierender vielformiger Sprachgestaltung ersteht ein komplex konstruiertes Gebilde aus persönlichem Schicksal, soziologisch genau getroffenem Milieu, aus niederdrückend rückwärts gewandter Politik und ohnmächtiger Wut. Gefangen in diesem Konglomerat lädt der Held schwere Schuld auf sich, manipuliert von seiner ersten, doch unerreichbaren und ihm letztlich innerlich fremd bleibenden Liebe.

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Westberliner Junge

    Das Ende vom Lied, ein Roman von Michael Wildenhaim erzählt von einem 13-jährigen Jungen und dessen Leben in Berlin der 1968er Jahre. Die Stadt ist geteilt, die Menschen sind noch nicht ganz über den Krieg hinweg und werden es wohl auch noch eine Weile nicht sein. Kriegsbeschädigte in Körper uns Seele sind nicht zu übersehen. Wildenhaim lässt seinen Jungen eine Geschichte erzählen, die einem eiskalt den Rücken runter kullert. Michael Wildenhaim hat einen wunderbaren und tiefgründigen Roman geschrieben, der ein besonderes Bild von einer Stadt und seinen Menschen zeichnet. Sein Ich-Erzähler ist ein schlauer Kopf, will aufs Gymnasium gehen. Er zieht mit seiner Familie aus Charlottenburg nach Schöneberg, muss sich dort erst wieder einleben, sich mit den Straßenjungen der Gegend auseinandersetzen und seinen Platz dort finden. Er hat Eltern, die mit Traumata aus dem letzten Krieg zu kämpfen haben, die aber versuchen ihren Kindern eine heile Welt vorzuleben. Dazu kommt das Erwachsenwerden und die erste Liebe zu einem Mädchen das allerdings mit dem stärksten Boxer der Gegend zusammen zu sein scheint. Wieder einmal bin ich an einen Roman geraten, der sich am Anfang schwer anging. Aber wenn man das Muster des Romans verstanden hat und die Sätze nicht verschlingen mag, dann eröffnet sich eine spannende und vielschichtige Welt der Schreiberei. Der Autor liebt Bandwurmsätze mit vielen Kommata und Bindestrichen und manchmal "verrutscht" der Leser in der Zeit und muss sich neu orientieren. Wenn man dann aber zwischen den Seiten angekommen ist, kann es passieren, dass man die 416 Seiten verschlingt. Es ist eher ein Roman, der sich an die älteren Leser wendet, oder solchen, die sich mit der Zeit der Revolution in Berlin der 60/70 Jahre auszukennen wissen. Manchmal verheddern sich die Erzählstränge und man versteht im ersten Augenblick nicht was man da gelesen haben mag. Manchmal habe ich über diese verwirrenden Sätze einfach hinweggelesen und fand einige Seiten später die Erklärungen. Das Buch ist keine leichte Kost. Schwierig zu lesen und doch unterhaltsam. Vor allem, da ich in diesem Teil von Berlin aufgewachsen bin und ziemlich viele Schnittpunkte fand. Der Erzähler steckt zwischen den Fronten, wird gerade Erwachsen und findet heraus, wer er wirklich ist. Dazwischen die Protestaktionen der Studenten und die Machtkämpfe der Jungen von der Straße, die sich auch ein ums andere Mal bemüßigt finden, sich an den Protesten zu beteiligen. Die Aufklärung der eigenen Geschichte des Erzählers, die mit Betrug und Kriegstraumata einhergehen macht den Roman nicht leichter, da der Autor seine Sätze immer wieder gerne in verwirrende Stellungen bringt. "Alle leiden darunter." - "Die Mauer tut einem nix. Die ist nur da." "Es werden Leute erschossen." "Nur welche aus dem Osten." Erschrockenes hüsteln, ungläubiger Blick ... Das meint der Junge nicht ernst. "Was redest du da?" "In Schöneberg gibt's keine Mauer. In Charlottenburg auch nicht." "Darüber macht man keine Witze!" Seite 167 Mir hat der Roman aber doch sehr gefallen. Vielleicht gerade, weil ich dort groß geworden bin und die Nähe zu dem Protagonisten sozusagen gespürt habe. Mir war die Mauer und die Fragen darum von der westdeutschen Verwandtschaft immer lästig, genau wie dem Erzähler des Romans. Rubi fand den Roman dagegen schwer Kost und fand nicht immer die Zusammenhänge. Sie ist jünger und weiß nicht, wie es sich zwischen den Mauern Berlins angefühlt haben mag.

  • Cassandra

    aus Berlin

    5/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitreißendes Zeitportrait der Sechziger in Berlin

    Der namenlose Protagonist ist zwölf Jahre alt, seine Mutter stark durch Krieg und Flucht traumatisiert, der Vater einbeinig aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt. Als Leser erfahren nie den Namen, aber der Vergleich mit „Daniel in der Löwengrube“ beschert ihm zumindest zeitweise den Nickname Dänni. Für mich ergab sich im immer fiebriger werdenden Lesefluss der Eindruck, ich hätte es in Körschi, einer dominanten, kraftvollen Bandenführer-Gestalt im Roman, mit einem Franz Bieberkopf der Sechziger Jahre zu tun. Natürlich ist Dieter Korschakowski viel gewitzter als Franz. Dennoch lassen sich gewisse Parallelen ziehen. Seine Freundin Alina, von Dänni heiß begehrt, aber schwer erreichbar, gibt die „Mieze“ im Ensemble, auch sie deutlich klüger und manipulativer, eben modern. Die eindringliche Sprache, wechselnde Perspektiven, Zeitsprünge und eine immer dramatischere Handlung, nehmen mich als Leserin gefangen. Ein wirklich eindrucksvolles Zeitportrait der wilden Sechziger aus Sicht eines Westberliners auf der Schwelle zum Erwachsenwerden.

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