Auf der malerischen norwegischen Insel Magerøya ist Thea auf der Suche - nur weiß sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr, wonach. Der einzige Anhaltspunkt ist Kasper Mogensen, der Mann, der plötzlich vor ihrem kleinen Ferienhaus auftaucht und den sie offenbar dringend vor ihrem Unfall sprechen wollte. Gemeinsam begeben sich die beiden im Frühlingsleuchten von Magerøya auf die Suche nach Antworten. Während sie sich Stück für Stück der Wahrheit nähern, entwickeln sie Gefühle füreinander, doch mit jeder Erkenntnis scheint ein Happy End am Nordkap weiter in die Ferne zu rücken. Zu eng sind ihre Schicksale miteinander verwoben. Ob die beiden einen Ausweg finden?
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
16.05.2026
eBook (ePUB)
Ein Jahr vergessen – und trotzdem angekommen
„Scheint, als würde ich dir eine ganze Menge für deine Hilfe schulden“, gestand Thea.
„Man merkt, dass du aus der Stadt bist“, erwiderte Kasper.
**** Mein Eindruck ****
Retrograde Amnesie – das ist Theas Schicksal. Sie erwacht an einem fremden Ort, umgeben von Menschen, die sie nicht kennt. Ihr Handy bleibt gesperrt, Erinnerungen fehlen, und ausgerechnet Kasper scheint der einzige zu sein, der ihr helfen möchte. Warum genau, weiß er selbst nicht so richtig. Nur, dass Thea am Tag zuvor unbedingt zu ihm wollte – und nun nicht einmal mehr weiß, weshalb.
Schon diese Ausgangssituation hat mich sofort gepackt. Die Mischung aus verlorener Erinnerung, Unsicherheit und dem vorsichtigen Kennenlernen der beiden Figuren war unglaublich involvierend. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen Thea und Kasper ein warmes, herzliches und stellenweise auch wunderbar humorvolles Miteinander.
Wer bereits Bücher der Autorin kennt, weiß, wie bildgewaltig ihr Schreibstil ist und wie intensiv sie Figuren zeichnet. Auch hier erschafft sie Menschen, die sich echt anfühlen und die man am liebsten selbst im Freundeskreis hätte. Dazu kommt erneut diese besondere Liebe zur Natur, zur rauen Landschaft und zur Atmosphäre des Nordens – diesmal sogar bis ans Nordkap, inklusive Rentieren und einer eindrucksvollen Inselstimmung.
Ich war beim Lesen komplett gefesselt und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Besonders die zarte Liebesgeschichte zwischen Thea und Kasper hat mich berührt. Keine künstlichen Spielchen, kein unnötiges Drama, sondern ein ehrliches, vorsichtiges Aufeinanderzugehen.
Das Zusammensetzen von Theas Erinnerungen fühlte sich dabei fast wie ein persönlicher Krimi an – weniger spannungsgetrieben, dafür emotional umso intensiver. Gerade zum Ende hin hat mich die Geschichte sehr mitgenommen und emotional nicht mehr losgelassen.
Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre bei. Sie wirken lebendig, herzlich und machen die Inselgemeinschaft greifbar und authentisch.
Insgesamt ist es ein Buch, das zum Verweilen einlädt – selbst wenn man zwischendurch tief durchatmen muss, weil einem manche Momente so nahegehen. Eine Geschichte voller Wärme, Schmerz, Natur und echter Gefühle.
**** Empfehlung? ****
Für alle, die emotionale Liebesgeschichten mit besonderem Setting, authentischen Figuren und leisen, tiefgehenden Emotionen suchen – atmosphärisch, berührend und voller nordischer Wärme.
buecher_und_schokolade
5/5
15.05.2026
eBook (ePUB)
Nordkap Hoffnungen ❤️
Madita Tietgen nimmt uns mit ihrem neusten Reihenauftakt mit an den nördlichsten Zipfel Europas. Durch den wunderbar malerischen Schreibstil ist es so, als wäre man wirklich direkt vor Ort.
Protagonistin Thea ist zuerst verwirrt, an genau diesem Flecken Erde zu sein, hätte sie doch genug Gründe, sich von der Insel Magerøya fernzuhalten. Sie verbindet mit dem Ort vor allem Verlust und Schmerz. Auf der Suche nach ihren Erinnerungen, die ihr ein Wanderunfall genommen hat, muss sie sich dem sowie weiteren "Rätseln" stellen. Und auch wenn ich im Normalfall kein riesiger Fan des Tropes Lost Memories bin, wird er hier feinfühlig und glaubwürdig mit starker Progression dargestellt. Die Kinderbuchautorin und Illustratorin Thea wächst auch insgesamt als Charakter, ebenso nachvollziehbar und stetig. Anstoß sind dabei nicht zuletzt zwei besondere Rentiere und an ihrer Seite steht ganz ungeplant Kaspar. Der Hotelier macht es ihr alles andere als leicht, sein Herz zu erobern, schließlich hält er es seit Jahren schwer verschlossen. Ganz anders als der Rest seiner Familie, die die Story um sympathische, herzliche Charaktere erweitert, denen man nur zu gerne im echten Leben begegnen möchte, und die Thea sofort liebevoll aufnehmen und sie unterstützen. Bis zum Happy End ist es dennoch ein Weg voller Auf und Ab und neuer Erkenntnisse.
Insgesamt ein atmosphärisches, eindrückliches Leseerlebnis, dem es trotz schwerer Themen nicht an Leichtigkeit und Hoffnung mangelt.
Spice: ️/5
beagline
5/5
15.05.2026
eBook (ePUB)
Am Nordkap die Liebe finden
Titel und Cover bilden eine wundervolle Einheit bei dem ersten Band der neuen Romanreihe von Madita Tietgen. Genauso stelle ich mir die Insel Magerøya im Norden Norwegens vor, beleuchtet von der nicht untergehenden Sonne entlang der Gebirgskette, die sanft das Wort Hoffnungen des Titels unterstreicht.
Ganz in ihrem gewohnten, präzisen und doch leichten Schreibstil stellt mir Madita Tietgen, Thea und Kasper vor. Thea, die bei einem Sturz während einer Wanderung kurzzeitig ihr Gedächtnis verloren hat, versucht sich mit Hilfe von Kasper, mit dem sie offensichtlich ein Treffen geplant hatte, wieder zu erinnern.
Dabei gehen beide sehr behutsam vor und es wird schnell klar, dass die beiden mehr verbindet, als man erahnen kann. Eingebunden in vertraute wunderschöne Naturbeschreibungen begebe ich mich mit den beiden auf die detektivische Suche nach Theas Leben. Zunächst fest eingeschnürt in ihren Welten, beginnen beide mit der Entwirrung und erfahren Dinge, die nicht nur auf Zustimmung stoßen.
Dabei erscheint das Auftreten der beiden Elche, symbolisch wohl Theas verstorbene Eltern, fast schon magisch.
Madita Tietgen hat einen fesselnden Roman zum Reihenstart verfasst, der mich vollkommen überzeugt hat und ich mich jetzt schon auf weitere Bände freue.
Leseschnecke Susi
aus Duisburg
5/5
28.04.2026
eBook (ePUB)
Wundervoller Auftakt
Was für ein tolles Cover, da bekommt man gleich Lust in diese Geschichte einzutauchen. Ich kenne fast alle Bücher dieser Autorin und mag ihre Art zu schreiben sehr.
Auch hier bleibt sie ihren Stil treu und hat mich wieder einmal komplett in den Bann gezogen. Bücher von Madita liest man nicht nur, man fühlt sie.
Man fühlt sich mit den Protas immer sehr verbunden und die Orte sind so detailreich beschrieben, das man das Gefühl hat, als wäre man vor Ort.
In diese Geschichte reisen wir nach Norwegen, genau genommen nach Magerøya , eine Insel am Nordkap. Warum Thea dort ist, weiß sie zu Anfang der Geschichte nicht, denn sie hat bei einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Sie fragt sich die ganze Zeit, was sie hier wollte? Den Ort, den sie nie mehr im Leben betreten wollte, der Ort wo ihre Eltern tödlich verunglückten. Und doch ist sie dort.
Kasper Mogensen, lebt mit seiner Familie auf der Insel. Er betreibt ein Hotel, welches schon länger in Familienbesitz ist. Er lebt um zu arbeiten. Ein Privatleben gibt es nicht und doch hilft er Thea den Grund ihres Aufenthaltes herauszufinden. Was beide herausfinden zieht beiden den Boden unter den Füßen weg, erstmal. Doch es gibt da noch Anna, Kaspers Schwester und sein Bruder Hallvard, die sich nach und nach auf Theas Seite stellen. Es wird spannend, emotional und manchmal auch fassungslos.
Zwei Protas die man zu ihrem Glück zwingen muss. Doch Sturheit und die Angst loszulassen steht beiden sehr lange im Weg.
Eine Geschichte die nicht enden darf und das tut sie auch nicht, denn es gibt noch mehr davon.
Ich freue mich schon darauf, wenn es mit dieser Reihe weitergeht.
Liebe Grüße Susi
buecherschildkroete
5/5
22.04.2026
eBook (ePUB)
Ein Besuch am Nordkap mit Kasper und Thea
Manchmal sieht das Schicksal andere Wege vor
Lasst uns doch bitte über dieses wunderschöne Cover sprechen. Es schreit schon förmlich nach Urlaub, dem Nordkap, einer schönen Zeit und so viel mehr. Wie gerne würde ich meinen Koffer packen und dorthin reisen.
Ein wirklich tolles Cover, dass mich schon von Beginn an träumen lässt.
Der Klappentext lässt mich mehr als neugierig werden. Welchen Unfall hatte Thea, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat? Was wollte sie mit Kasper besprechen? Und warum rückt ein Happy End in immer weitere Ferne? Ich muss unbedingt nach Magerøya reisen und hoffe darauf, dass Thea doch noch ihr Happy End bekommt. Vielleicht bringt ihr ja die Magie der Natur etwas Glück.
Meine Meinung
Mit ihrem neuen Buch „Nordkaphoffnungen (Die Nordkap-Reihe 1)“ aus dem Heyne Verlag ist Madita Tietgen wieder ein wunderschöner Auftakt einer neuen Buchreihe gelungen. Ihr Schreibstil ist einfach packend, unterhaltsam, angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte ist emotional und tiefgründig, zwischendurch zauberte sie mir aber auch mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Madita hat mich schon auf der ersten Seite abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Dieses Setting. Leute. Wie gerne würde ich im Restaurant „Mogensen’s“ essen gehen. Die Gerichte hören sich so toll an. Und dann dieses unglaubliche Ambiente. All dies lässt das „Mogensen’s“ garantiert zu einem unvergesslichen Besuch werden. Wobei ich einen Urlaub im Hotel auch nicht ausschlagen würde. Dadurch könnte ich die Magie der Natur aufsaugen und die Mitternachtssonne genießen.
Es war so schön mit Thea, Kasper, Anna oder Hallvard Teile der Insel Magerøya, besonders Honningsvåg, das Nordkap oder Knivskjellodden (fragt mich jetzt aber nicht, wie man diesen Ort ausspricht) kennenzulernen. Und ja, Thea und Kasper hatten es nicht immer leicht und manches Mal erlebten beide eine wirklich schwierige Zeit. Doch kann man in solch schwierigen Zeiten wirklich genügend Kraft schöpfen, um mutig genug zu sein, um etwas zu ändern?
Ich mochte die tierischen Bewohner der Insel total gerne und habe mal wieder etwas hineininterpretiert, was mein Herz hat schmelzen lassen.
Zwischendurch mussten nicht nur Thea und Kasper mal tief durchatmen, sondern auch ich. Während des Lesens hat sich das ein oder andere Tränchen aus meinen Augen geschlichen und ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich in manch einer Situation reagiert hätte. Wäre ich Mutig gewesen oder hätte ich eher an mir und der Welt gezweifelt? Denn seien wir mal ehrlich. Das Schicksal hat es mit Thea alles andere als gut gemeint. Als ob es nicht schon schwer genug ist, zeitgleich beide Elternteile aufgrund eines Unfalls zu verlieren und die Trauer zu verarbeiten, da erleidet man durch einen Unfall eine Amnesie und wird dadurch bis zum Zeitpunkt der Beerdigung zurückgeworfen. Zack alle Gendanken wieder auf Anfang. Einfach schrecklich.
Welche Probleme Kasper hat, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. Und da ist nicht Nein sagen zu können, noch sein kleinstes Problem.
Was für tolle Charaktere dürfte ich in diesem Buch kennenlernen. Ich habe mich sofort mit allen wohl gefühlt. Egal ob es die Geschwister Morgensen waren, die – wie ich finde – eine sehr gute Verbindung untereinander haben oder Amalie und Olav. Bei allen hatte ich das Gefühl, dass sie absolut jeden herzlich aufnehmen würden. Marie fand ich auch sehr sympathisch. Schade, dass wir sie nur kurz kennenlernen durften. Bei diesem Buch ist die Auswahl aller Charaktere wirklich sehr gut gelungen.
Mein Fazit
Von mir gibt es für „Nordkaphoffnungen“ eine absolute Leseempfehlung. Ich hatte den Klappentext noch nicht gelesen, da hatte Madita mich schon aufgrund des Covers überzeugt. Eigentlich muss ich die Klappentexte überhaupt nicht mehr lesen, denn bisher hat mich noch jedes Buch, das ich von ihr gelesen habe, überzeugt.
Es war so schön die Reise gemeinsam mit Thea und Kasper zu erleben. Ich musste mir das Nordkap und den nördlichsten Punkt in Europa sogar im Internet anschauen und habe sofort davon geträumt, wie es wäre dort zu sein.
Ich freue mich schon darauf, die Geschichten von Hallvard (Nordkapherzen, ab 15.7.26) und Anna (Nordkapleuchten, ab 16.9.26) zu erleben.
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