Eine späte Schuld Die junge Journalistin Toni wollte die Vergangenheit eigentlich hinter sich lassen. Doch als ihr Vater ins Krankenhaus eingeliefert wird, macht sie sich sofort auf den Weg nach Pirmasens, ihrer Heimatstadt am Rand des Pfälzer Walds. Als sie dort eintrifft, ist es zu spät - ihr Vater ist tot.
In seinem Nachlass findet sie einen kryptischen Brief, in dem er ihr eine jahrzehntealte Schuld gesteht. Zu ihrem Entsetzen stellt Toni fest, dass es etwas mit einer Verbrechensserie in den 60er Jahren zu tun haben muss. Drei Kinder sind spurlos verschwunden, die Fälle wurden nie aufgeklärt. Welche Rolle hat ihr Vater dabei gespielt? Und warum interessiert sich plötzlich die Polizei für ihre Familie? Ihr journalistischer Jagdeifer ist geweckt - bis sich die Vergangenheit auf einmal zu wiederholen droht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Venenorojo
Thalia Book Circle Community
5/5
04.04.2026
eBook (ePUB)
Spannender Kriminalroman mit eingeflochtenem, realem Cold Case
Schon das Cover des Kriminalromans verweist auf Pirmasens, eine Stadt, bekannt für ihre Schuhmacherkunst, aber auch für eine Jahrzehnte zurückliegende Entführungsserie. In den 60er Jahren sind dort Kinder spurlos verschwunden. In diese Stadt kehrt die Journalistin Toni zurück, da sie sich nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters nun um ihr Elternhaus kümmern muss. Beim Ausmisten fällt ihr ein Brief in die Hand, von ihrem Vater an sie addressiert, jedoch nicht zu einem Ende gebracht. Als Toni beginnt, den kryptischen Hinweisen zu folgen, erkennt sie, dass ihr Vater bei dem Verschwinden der drei Kinder eine Rolle gespielt hatte, denn einer der verschwundenen Jungs war sein Spielkamerad Klausel. Die journalistischen Instinkte seiner Tochter, aber auch die fehlende Antwort auf die Frage, weswegen sich ihr Vater schuldig gefühlt hatte, lässt Toni recherchieren. Behilflich ist ihr dabei der vor Ort arbeitende Kriminalkommissar Leo Steiner.
Es handelt sich um einen Kriminalroman, der ohne viel Blutvergießen auskommt, und bei dem man trotzdem Seite um Seite verschlingen möchte. Abwechslungsreich gestaltet sich der Roman dadurch, dass man Rückblicke in das Geschehen der 60er Jahre bekommt und das wahre Verbrechen ein wenig beleuchtet wird, als aber auch durch kurze Kapitel, die den Leser wissen lassen, dass es aktuell scheinbar wieder ein Entführungsopfer aus Pirmasens gibt. Besonders spannend finde ich persönlich dabei die Einwürfe des ehemaligen Professors von Toni, der ihr im Studium Strategien für verschiedene Interviewpartner mitgegeben hat. Grundsätzlich haben mir Tonis diverse Gedanken zum Leben gefallen und das Buch zu einem Roman gemacht, der nicht nur stumpf ein Verbrechen abhandelt. Peter Probsts gut lesbarer Krimi erhält von mir deshalb volle fünf Punkte!
SunshineSaar
Thalia Book Circle Community
5/5
27.03.2026
eBook (ePUB)
Spannend von Anfang bis zum Ende
Den Autor kannte ich bisher noch nicht, aber bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Und ich muss sagen, dass ich so gut von dem Buch unterhalten wurde, so dass ich es gar nicht mehr zur Seite legen konnte. In nur zwei Tagen habe ich es regelrecht verschlungen.
Die Geschichte dreht sich um die junge Journalistin Toni, die die Vergangenheit eigentlich hinter sich lassen wollte. Doch als ihr Vater ins Krankenhaus eingeliefert wird, macht sie sich sofort auf den Weg nach Pirmasens, ihrer Heimatstadt am Rand des Pfälzer Walds. Als sie dort eintrifft, ist es zu spät - ihr Vater ist tot. In seinem Nachlass findet sie einen kryptischen Brief, in dem er ihr eine jahrzehntealte Schuld gesteht. Zu ihrem Entsetzen stellt Toni fest, dass es etwas mit einer Verbrechensserie in den 60er Jahren zu tun haben muss. Welche Rolle hat ihr Vater dabei gespielt?
Der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut und er passt super zu dem Genre. Außerdem ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt.
Die Geschichte wird zudem im Wechsel aus der Sicht von Toni erzählt, wechselt aber auch mal in die Vergangenheit zu ihrem Vater und zeigt auch die Sicht eines Opfers aus der Gegenwart. Genau diese Mischung hat dazu geführt, dass die es die ganze Zeit mitreißend und spannend blieb. Von Anfang bis zum Ende habe ich mitgefiebert, weil ich unbedingt rausfinden wollte, wie alles zusammenhängt.
Die Auflösung fand ich überraschend, und alle offenen Fragen wurden aufgelöst. Ein wirklich spannender Krimi, der mir absolut gut gefallen hat. Gerne mehr davon! Von mir gibt es ganz klar die volle Punktzahl!
Witch-Journal
5/5
21.03.2026
eBook (ePUB)
Das Level liegt sehr hoch
Peter Probst hat mit „Am helllichten Tag“ einen Kriminalroman geschaffen, der so intensiv ist, dass die Grenze zwischen Fiktion und Realität gefährlich verschwimmt. Journalistin Toni wollte Pirmasens, die Stadt am Rand des Pfälzer Walds, eigentlich für immer hinter sich lassen. Doch der Anruf aus dem Krankenhaus ändert alles. Als sie eintrifft, ist es bereits zu spät: Ihr Vater ist verstorben. Was er ihr jedoch hinterlässt, ist weit mehr als nur Trauer. In seinem Nachlass stößt Toni auf einen kryptischen Brief – ein Geständnis über eine jahrzehntealte Schuld. Zu ihrem Entsetzen führen die Spuren zurück in die 60er Jahre, zu einer grausamen Verbrechensserie, bei der drei Kinder spurlos verschwanden. Die Fälle wurden nie aufgeklärt. Toni muss sich die quälende Frage stellen: Welche dunkle Rolle spielte ihr Vater damals wirklich? Während die Polizei plötzlich ein unheimliches Interesse an ihrer Familie zeigt, erwacht Tonis journalistischer Jagdeifer. Doch je tiefer sie gräbt, desto klarer wird: Die Vergangenheit ist nicht tot – sie schickt sich an, sich am helllichten Tag zu wiederholen. Man spürt auf jeder Seite, welche akribische Recherche Peter Probst geleistet haben muss. Die Atmosphäre des Pfälzer Walds und die beklemmende Stimmung der ungeklärten Fälle aus den 60ern sind so detailgetreu eingefangen, dass man die Zeit förmlich atmen kann. Vom ersten Kapitel des Plots bis hin zum letzten Satz des Epilogs wird die Spannung unerbittlich hochgehalten. Es ist erstaunlich, mit wie viel Geschick und Erfahrung der Autor komplexe Verwicklungen erschafft, sie verwebt und schließlich brillant auflöst. Jede Seite fühlt sich wie ein kleines, gefährliches Abenteuer an. Probst beweist hier eindrucksvoll, in welcher Champions-League der Autoren er spielt. Seine Schreibweise ist wortgewandt, lebendig und äußerst angenehm zu lesen, ohne dabei an Schärfe zu verlieren. Die Spannung ist dabei so greifbar und hoch emotional, dass man beim Lesen fast das Zittern der Lippen spürt. Auch das Cover ist ein absoluter Volltreffer: Der optische Verlauf vom bedrohlichen Dunkel am unteren Rand bis hinauf in den „helllichten Tag“ symbolisiert perfekt den Weg der Wahrheit ans Licht – ein echtes Highlight im Buchregal. Peter Probst liefert mit diesem Werk ein psychologisches und spannungsgeladenes Meisterstück ab. Wer intelligente Krimis mit historischer Tiefe sucht, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Vielen Dank, lieber Peter
DieUnterhofer
Orell Füssli Book Circle Community
4/5
10.05.2026
eBook (ePUB)
Das Echo der Schuld
Cover:
Das Cover finde ich sehr passend gestaltet. Vor allem die Gestaltung finde ich sehr spannend. Die untere Hälfte des Covers wird von ein paar Häusern und einem Wald eingenommen, wodurch das Kleinstadt-Setting gut hervorkommt. Die obere Hälfte mit den rötlichen, großen Wolken verleiht dem Cover eine angespannte Stimmung. Es wirkt auf mich wie die Ruhe vor dem Sturm. Auch der Titel auf den Wolken in leuchtend roter Schrift verstärkt diesen Eindruck. Man spürt gleich, dass irgendetwas brodelt. Das Cover gefällt mir daher sehr gut.
Handlung:
Als Tonis Vater stirbt, stellt sie ein unvollendeter Brief von ihm an sie vor ein großes Rätsel. Er schreibt von einer Schuld, die ihn seit seiner Kindheit quält. Toni ist Journalistin, ihre Neugier ist geweckt und sie findet heraus, dass Pirmasens, der Ort ihrer Kindheit, in den 60er Jahren Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens war, bei dem drei Kinder sind spurlos verschwunden sind. Die Fälle wurden nie aufgeklärt. Die Hinweise deuten darauf hin, dass es eine Verbindung zu Tonis Vater gibt. Wollte er ihr davon erzählen?
Schreibstil & Spannungsaufbau:
Peter Probsts Schreibstil und seine Erzählweise haben es mir leicht gemacht gut in das Buch zu starten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln/ Ebenen erzählt.
Die Hauptebene ist dabei in der Gegenwart, in der man die Hauptfigur Toni bei ihrer Recherche bzw. ihren Nachforschungen begleitet. Als eine weitere Handlungseben in der Gegenwart stellt sich der Vermisstenfall eines Mädchens Namens Vanessa heraus. Zusätzlich gibt eine Ebene in der Vergangenheit, die Erwin (Tonis Vater) im Fokus hat. Auch hier gibt es Vermisstenfälle von Kindern. Hin und wieder gibt in dem Buch auch Zeitungsartikel aus den 60er Jahren. Super finde ich, dass die Rechtschreibung in diesen Artikeln der damaligen Zeit angepasst ist.
Die Vermisstenfälle, die Peter Probst in der Vergangenheit erwähnt, basieren auf wahren Begebenheiten und erzählen von einem Stück deutscher Kriminalgeschichte. Die Fälle konnten nie gelöst werden.
Charaktere:
In Peter Probsts Kriminalroman kommen eine Vielzahl an Charakteren vor. Die wichtigsten Figuren des Buchs sind meiner Meinung nach Toni, Erwin, Vanessa und Leo.
Toni ist Journalistin und hat eben ihren Vater Erwin verloren. Daher reist sie nach Primasens, um sich um den Nachlass zu kümmern. Dabei entdeckt sie einen kryptischen Brief ihres Vaters, dessen Rätsel sie entschlüsseln möchte. Bald zeigt sich, dass Tonis Fragen auf Zurückweisung im Ort stoßen. Ihre Mutter hat sie bereits mit ca. 13 Jahren verloren, das Verhältnis zu ihrem Vater war angespannt. Toni ist mir von Anfang an sympathisch, ihre Neugier kann ich gut nachvollziehen.
Erwin ist Tonis Vater. Er ist ein religiöser Mensch, was sich auch an der Einrichtung in seinem Haus zeigt. In den Wochen vor seinen Tod hatte er verstärkt Kontakt zu der örtlichen Pfarrgemeinde gesucht. Ein Ereignis aus seiner Kindheit hat ihn schwer getroffen: Nämlich das Verschwinden eines Freundes aus seiner Gruppe. Von dem Moment an hat ihn eine Schuld befallen, die ihn sein Leben lang nicht mehr losgelassen hat.
Vanessa ist ein junges Mädchen, das entführt wurde.
Leo ist ein Polizist, den Toni flüchtig bei der Beerdigung ihres Vaters gesehen hat. Wegen einer Routineüberprüfung ihres Vaters betreffend, wendet er sich an sie und die beiden lernen sich näher kennen. Er ist es auch, der den Vermisstenfall von Vanessa bearbeitet.
Die Figuren sind meiner Meinung nach lebendig und realistisch getroffen, ihre Handlungsweisen im Großen und Ganzen plausibel, sodass man mit ihnen mitfühlen kann. Vor allem Toni und ihr Vater sind meiner Meinung nach psychologisch gut ausgearbeitet.
Meinung & Fazit:
„Am helllichten Tag“ war das erste Buch, das ich von Peter Probst gelesen habe. Die Spannung war von Anfang an gegeben und viele Stellen/Szenen haben meine Neugier über das Buch hinweg weiter geschürt. Peter Probst hat es gut geschafft, dass ich mir lange keinen Reim auf die einzelnen Handlungsstränge machen konnte und das Ende für mich wenig vorhersehbar war. Insgesamt habe ich es als sehr stimmig empfunden, wie die Handlungsstränge zusammenfließen.
Die Figuren sind meine Ansicht nach lebhaft und interessant gestaltet. Besonders berührt hat mich, wie sich das Verhältnis von Toni zu ihrem Vater im Laufe des Buchs verändert. Ihre Trauer und ihren inneren Dialog mit ihrem Vater finde ich sensibel und gut nachvollziehbar dargestellt. Mich persönlich hat das sehr berührt, vor allem diese Stelle:
„Ich habe immer gespürt, dass du ein Geheimnis mit der rumträgst. Ich hatte nur keine Ahnung, was für eines. Jedes Mal, wenn ich dich was Persönliches gefragt habe, hast du dicht gemacht. Ich war oft wütend auf dich. Dabei hätte ich eher Mitleid mit dir haben müssen. Warum hast du mich nie aufgeklärt? Ich hätte dich sicher besser behandelt. Und…vorbehaltloser lieben können.“
Insgesamt ein sehr spannender, vielschichtiger Kriminalroman, der mit unterhaltsame Lesestunden bereitet hat.
Bewertung
1/5
19.02.2026
eBook (ePUB)
Einfach nur furchtbar
Leider habe ich mich von der Beschreibung, welche sehr interessant klang, blenden lassen. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich ein Flop. Weder spannend noch logisch. Schade um das Geld für diesen Kauf.
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