Eigeninitiative ist gefragt – das gilt nicht nur für das Privatleben, sondern auch für den Job. Deutschlands meistgelesener Managementautor Reinhard K. Sprenger zeigt, was Manager tun können, damit ihre Mitarbeiter Verantwortung übernehmen, initiativ werden und Kreativität und Leistungsfreude entfalten. Anhand vieler Beispiele beschreibt Sprenger, was Selbstverantwortung ist und wie Führungskräfte sie fördern können: indem sie ihre Überzuständigkeit angemessen reduzieren und Mitarbeiter in der Verantwortung lassen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Raumzeitreisender
aus Ahaus
5/5
12.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aufforderung zum Perspektivwechsel
In seinem Klassiker "Mythos Motivation" ("Alle Motivierung zerstört die Motivation") [1] demaskiert Reinhard K. Sprenger Beeinflussungstechniken und verändert damit die Sicht auf die Arbeitswelt. In "Das Prinzip Selbstverantwortung" beschreibt er die Grundlagen dieser Sicht und setzt auf Eigeninitiative und Selbstverantwortung ("Macht hat, wer macht.").
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Zu Beginn benennt Sprenger Missstände in Unternehmen. Dazu zählen Unzuständigkeiten, Entlastungsversuche und archaische Führungsstrukturen. Sein Gegenentwurf besteht darin, selbst in die Verantwortung zu gehen. Das impliziert ein freiwilliges, engagiertes und kreatives Handeln. Wie ist das zu erreichen?
Sprenger definiert im ersten Hauptteil die philosophische Basis für das "Prinzip Selbstverantwortung", welche stark vom Konstruktivismus geprägt ist. Wir haben uns freiwillig für die Situation entschieden, in der wir uns heute befinden. Das zu erkennen erfordert einen Perspektivwechsel. Infolgedessen können wir uns auch freiwillig für das engagieren, was wir wollen.
Der Konstruktivismus erhebt die Subjektivität aller Erfahrung und allen Wissens zum Leitsatz. Im Sinne des Konstruktivismus gibt es keine Objektivität und keine Wahrheit. Der Absolutismus wird ersetzt durch einen Relativismus. Der Mensch ist verantwortlich für seine eigene Wirklichkeit. Subjektivität und Nützlichkeit sind zielführender als Objektivität und Wahrheit.
Im zweiten Hauptteil thematisiert Sprenger, wie dieser Perspektivwechsel erreicht werden kann. Wer schon einmal in seinem eigenen Umfeld Thesen aus diesem Buch diskutiert hat, weiß, wie schwierig das ist. Zu den Thesen zählen "Führung ist Beziehung", "Selbstverantwortung ist eine Einstellung", "Wer ein Problem hat, hat auch immer eine Lösung", um nur Beispiele zu benennen.
Sprenger rüttelt auf, stellt infrage und provoziert. Das Buch ist ausgesprochen anregend und enthält nützliche Thesen, die weit über das Berufsleben hinausgehen, wie Sprenger selbst in seinem späteren Buch "Die Entscheidung liegt bei Dir!" [2] deutlich macht. Ob Menschen zur Selbstverantwortung fähig sind, ist umstritten. Letztlich ist Selbstverantwortung Voraussetzung für Freiheit.
[1] Reinhard K. Sprenger: Mythos Motivation
[2] Reinhard K. Sprenger: Die Entscheidung liegt bei Dir!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.