Erst verschwindet ihr Bruder, dann taucht die geheimnisvolle Sol in ihrem Leben auf, die alles durcheinanderbringt. Zufall oder nicht - es ist der Moment, in dem die 16-Jährige Tonia alles infrage stellt, auch das System der Überwachung, in dem sie lebt. Sie schaltet ihren Sensor ab, klinkt sich aus und flieht in den Wald, wo es trotz großer Dürre auf eigentümliche Weise regnet. Was als kleine Flucht begann, wird für Tonia zu einer atemberaubenden Suche nach dem Geheimnis der 'Regenkinder', bei dem sie auf eine unerhörte Wahrheit stößt.
Ein aufwühlender Roman um ein Mädchen, das vor Neugierde brennt und endlich weiß, wofür es sich zu kämpfen lohnt von Stefanie Höfler, der Autorin von "Der Tanz der Tiefseequalle".
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Daggy
Thalia Book Circle Community
5/5
25.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beängstigend und voller Spannung
Tonia lebt im Jahr 2065 zusammen mit ihren Eltern und ihren älteren Bruder Rudi zusammen in einer überwachten Welt. Ein Sensor am Arm und ein Smartphon in der Hand, so sind die Menschen unterwegs. Vitamine werden durch Pillen ersetzt und es ist wichtig sich anzupassen und dem Normensystem zu entsprechen. Die Ressourcen sind knapp und es regnet kaum noch.
Doch dann verschwindet Rudi nach einem Streit mit den Eltern und Sol taucht in der Klasse auf. Sie hat genau wie Rudi Narben an den Fingern und sie gefällt Tonia. Doch dann, als es anfängt zu regnen, entschließt sich Tonia ihren Bruder im Wald zu suchen. Rudi ist ein Regenkind, auch wenn wir lange nicht verstehen, was das bedeutet.
Die Dystopie ist nicht so düster und vieles fühlt sich noch sehr vertraut an, anderes ist beängstigen, wie sie ständige Überwachung durch Kameras und den Sensor. Die festen Regeln, aus denen man nicht ausbrechen darf, weil man dann nicht studieren darf. So sind auch gleichgeschlechtliche Paare genauso verboten, wie uneheliche Kinder.
Tonia schafft es dann im Wald zu überleben, weil sie vieles von ihrem Bruder gelernt hat, der sich sehr mit der verbliebenen Natur beschäftigt hat.
Neben der Erzählung, die immer wieder auch in die vergangenen Tage abschweift, gibt es Briefe du Texte, die ich nicht zuordnen konnte, die erst im Nachhinein Sinn ergeben. Fast möchte ich das Buch noch einmal mit dem Wissen, dass das Ende mit sich bringt, lesen.
Manchmal zog sich die Geschichte etwas, zumal ich ja wissen wollte, was hinter den Regenkindern steckt.
Ein ungewöhnliches, spannendes Buch, dass von einer Zukunft berichtet, die wir hoffentlich verhindern können.
Nadine Banks
aus Bremerhaven
5/5
30.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ist doch positiv, wenn man Regen kontrollieren kann?
Eine tiefgründige Dystopie über Jugendliche in der nicht sehr weiten und dunklen Zukunft.
Protagonistin Tonia lebt in einem System, dass die Menschen mit Sensoren, Trackern und allem möglichen Schnick Schnack überwacht. Wie geht es den Menschen? Treiben sie genug Sport? Mit wem treffen sie sich? All das sind wichtige Informationen für das System.
Es regnet immer häufiger, seit dem Verschwinden von Tonias Bruder. Sie vermisst ihn und fängt an nach ihm zu suchen. Schnell stößt sie auf Geheimnisse, die das System, ihre Familie, aber auch sie selbst betreffen.
Tonia verbringt Zeit mit einem Mädchen, aber im System zählt eine gleichgeschlechtliche Liebe als verboten. Es stellt nicht das überleben der Menschheit sicher.
Sie bekommt immer mehr das Bedürfnis sich dem System entgegenzustellen und ihre Liebe zu dem Mädchen, aber auch zu ihrem Bruder nicht aufzugeben.
Sie begibt sich in die verbotene Zone, tief am Rande des Naherholungsgebiet, das für die Systemtreuen ihre Grenze des Begehbaren ist.
Hinter der Grenze scheinen andere Regeln zu gelten und früh merkt sie, dass sie nicht allein im verbotenen Wald ist.
Eine düstere und aufreibende Geschichte, in der offensichtlich der Regen kontrolliert wird.
Der Verlag ist für seine intensiven Geschichten bekannt und bei mir sehr beliebt. Die Autorin kennen wir auch aus anderen intensiven Geschichten.
Nicht weniger aufwühlend ist das neue Buch von Stefanie Höfler.
Für mich war Tonia von Anfang an sehr überzeugend in ihrer Wahrnehmung. Ihre Gedanken über das System sind erschreckend realistisch.
Und sind wir mal ehrlich. Ein bisschen macht es Angst, wenn wir überlegen, was es anrichten könnte, wenn Menschen den Regen kontrollieren können.
Mein erster Gedanke war eigentlich recht positiv, als ich die Grundsätze des Systems las. Schutzgebiete zu errichten, damit Flora und Fauna sich erholen können. Regen zu kontrollieren, damit alles besser wachsen kann. Klingt nach Zukunftsorientiertem Verhalten. Doch umso erschreckender, als weitere Details an das Tageslicht kamen.
Stecken da Menschenversuche hinter? Narben an den Fingern. Beschwerden sobald es regnet?
Fazit: Für mich ist die Dystopie ab 14 Jahren absolut gelungen und ein richtiger Pageturner. Zum Ende verliert sich der Spannungsbogen, doch die Auflösung ist ist berührend und traurig.
Wenn ihr das Genre mögt, dann sollte das definitiv euer nächstes Must-read werden.
Bewertung
4/5
23.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend, emotional & aufwühlend
Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich wollte nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist angenehm und bildgewaltig. Die Atmosphäre wirkt düster und bedrängend. Ein Überwachungsstaat in dem es nie regnet und Menschen, die den strengen Regeln des Staates folgen müssen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Tonia geschildert. Tonia ist eine starke und liebenswerte Protagonistin. Ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen und konnte ihre Gedanken und Taten nachvollziehen. Es gab einige Rückblenden, die ich sehr spannend fand, da ich dadurch Tonia noch mehr verstehen konnte. Alle Charaktere wirkten sehr authentisch.
Die Spannung baut sich nach und nach auf und vorallem die Kapitel, in der Briefe etc gezeigt werden, erhöhen diese. Lediglich zum Ende hin fehlte mir etwas Spannung. Die Geschichte regt aber definitiv zum Nachdenken an.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.
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