Kommissar Max Kandlbinder hatte sich seinen Frühruhestand im Bayerischen Wald anders vorgestellt. Statt Ruhe und Natur trifft der hypochondrische Münchner auf die quirlige Veronika Obermaier, die sich auf seinem geerbten Hof breitgemacht hat. Als dann auch noch auf dem Hausberg die Leiche des Brauereibesitzers gefunden wird, brodelt es im Dorf. Der Bürgermeister fürchtet um das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr und drängt Kandlbinder, sich der Sache anzunehmen. Widerwillig lässt er sich dabei von der Obermaierin helfen. Das ungleiche Ermittlerduo muss sich rasch zusammenraufen, bevor ein weiteres Unglück geschieht.
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Herrlich
Lisa0312 am 03.04.2026
Bewertungsnummer: 3098130
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zum Inhalt:
Kommissar Max Kandlbinder hatte sich seinen Frühruhestand im Bayerischen Wald anders vorgestellt. Statt Ruhe und Natur trifft der hypochondrische Münchner auf die quirlige Veronika Obermaier, die sich auf seinem geerbten Hof breitgemacht hat. Als dann auch noch auf dem Hausberg die Leiche des Brauereibesitzers gefunden wird, brodelt es im Dorf. Der Bürgermeister fürchtet um das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr und drängt Kandlbinder, sich der Sache anzunehmen. Widerwillig lässt er sich dabei von der Obermaierin helfen. Das ungleiche Ermittlerduo muss sich rasch zusammenraufen, bevor ein weiteres Unglück geschieht.
Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, der Schreibstil war locker, flüssig und mit viel Humor. Die Leiche war auch sofort da und so konnte es gleich mit dem ermitteln beginnen. Die Charaktere waren alle super lustig und das ungleiche Duo passt einfach perfekt zusammen, wie die Faust aufs Auge. Der Autor schafft es perfekt das bayrische Dorfleben wiederzugeben da fühlte ich mich gleich wohl. Und auch wenn es ab und zu mal für den einen oder anderen Leser vielleicht zu gschert ( gemein) sein sollte, kann ich nur sagen nimms mit Humor wir Bayern sind halt mal so. Das ermitteln funktionierte dann auch ganz gut mit den beiden und es hat mich nicht gewundert das sie den Fall dann auch lückenlose abgeschlossen haben.
Wer also einen Krimi mit Humor lesen will ist hier an der richtigen Adresse,auch wenn man nicht so wie ich aus Bayern kommt ( zwar Oberbayern, ist nochmal ein Unterschied zu Niederbayern) wird gut unterhalten, oder der denkt sich typisch Bayern( wir haben halt Humor, wenn auch manchmal einen schrägen).
Ich freu mich wenn es mit den beiden weitergeht auf Verbrecherjagd.
Spannender Krimi bis zum Schluss
Jürg K. am 28.03.2026
Bewertungsnummer: 3091606
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Für mich ein Roman über zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die gerade deshalb einander brauchen. Der Kriminalfall ist solide und unterhaltsam, aber das eigentliche Vergnügen liegt im Zwischenmenschlichen, im Reiben, im Scheitern, im Zusammenraufen. Max Kandlbinder ist eine Figur, die man nicht sofort ins Herz schliesst. Er ist müde, überfordert, leicht neurotisch und doch spürt man hinter all dem eine echte Sehnsucht nach Ruhe, nach Sinn, nach einem Platz, an dem er wieder atmen kann. Dass er diesen Platz ausgerechnet im Bayerischen Wald findet, wo alles lauter, direkter und chaotischer ist als in seinem Münchner Leben, ist ein herrlicher erzählerischer Widerspruch. Veronika Obermaier ist das genaue Gegenteil, lebendig, pragmatisch, laut, herzlich. Sie ist der Wirbelwind. Obwohl sie ihn in den Wahnsinn treibt, ist sie genau die Figur, die dem Roman Wärme und Humor schenkt. Der tote Brauereibesitzer, das brodelnde Dorf, der Bürgermeister, der um sein Feuerwehrfest bangt, das alles ist, charmant erzählt und gibt dem Roman Struktur. Was wirklich trägt, ist die Dorfatmosphäre, die Gerüchteküche, die Eigenheiten der Bewohner, die Mischung aus Humor und unterschwelliger Tragik. Man fühlt sich wie in einer bayerischen Version von Inspector Barnaby nur mit mehr Dialekt und mehr Bier. Für mich ein Krimi, der weniger durch Nervenkitzel als durch Charme, Menschlichkeit und Figurenwärme überzeugt. Es ist ein Buch über zweite Chancen, über unfreiwillige Partnerschaften und die Erkenntnis, dass man manchmal genau dort landet, wo man nie hinwollte.
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