Die nahe Zukunft. Seit Jahren brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Die Hitze ist unerträglich, der Süden unbewohnbar geworden, der Staat nur noch Fassade. Wer es sich leisten konnte, ist rechtzeitig nach Nordschottland, Grönland, Kanada oder Sibirien gezogen. Fausto hat es nicht in den Norden geschafft. In einem weitgehend aufgegebenen Dorf kämpfen er und einige wenige Nachbarn ums Überleben. Der Alltag ist hart und wenig abwechslungsreich. Bis eines Tages eine schöne, schweigsame junge Frau auftaucht, der die Hitze beneidenswert wenig auszumachen scheint. Fausto verliebt sich in sie - nichts ahnend von dem unerhörten Geheimnis, das mit ihr verbunden ist ...
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Wenn die Sonne zum Feind wird
Brenda_wolf aus Bad Berneck am 05.05.2026
Bewertungsnummer: 3129901
Bewertet: Hörbuch (CD)
Andreas Eschbach hat mit "Ins fahle Herz des Sommers" éine atmosphärisch dichte Dystopie geschaffen, die lange nachhallt. Ich habe den Roman als Hörbuch angehört.
Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft. Es eröffnet sich uns ein schreckliches Szenario. Eine unbarmherzige Sonne brennt vom Himmel. Die Klimakatastrophe ist eingetroffen und hat die Menschen in kühlere Gegenden flüchten lassen. Zudem hat eine Pandemie gewütet und die Menschen dahingerafft.
Nur noch wenige Menschen halten sich in dem kleinen Dorf, das irgendwo im Süden Europas angesiedelt ist, auf. Früher bot es fast 1000 Einwohnern Heimat. Jetzt leben hier nur noch eine alte Frau und der ebenso alte Pfarrer und außerhalb des Dorfes, die reiche Bauernfamilie Brack. Und natürlich unserem Protagonisten Fausto. Regelmäßig macht sich Fausto nachts, wenn die Hitze nachgelassen hat, in den verlassenen Häusern auf die Suche nach Konserven und haltbaren Lebensmitteln.
Irgendwann bemerkt Fausto bei sich ein Kribbeln im Nacken. Er fühlt sich beobachtet. Und richtig, im Nachbarhaus ist eine junge Frau eingezogen: Valerie. Wer ist sie? Wo kommt sie so plötzlich her. Ihr scheint auch die Hitze nichts anzuhaben.
Das Hörbuch hat mich gefesselt und ich habe es sehr gerne gehört, auch wenn die Thematik düster und bedrohlich ist. Der Sprecher Matthias Koeberlin macht einen wunderbaren Job. Er liest mit ruhiger, unaufgeregter Stimme. Er transportiert perfekt den Ernst der Lage, die bedrückende Stimmung, den Kampf ums Überleben, die Einsamkeit und die Hitze.
Andreas Eschbach setzt weniger auf Action. ‚Ins fahle Herz des Sommers‘ lässt eine lebensfeindliche Welt entstehen, mit glühender Hitze, Wasserknappheit und einem diktatorischen Staat.
Fazit: Ein Hörbuch, dass zum Denken anregt und lange nachhallt.
Klimawandel, Seuche, kaum noch Leben...
chuckipop aus Bünde am 30.04.2026
Bewertungsnummer: 3124837
Bewertet: Hörbuch (CD)
...gibt es in Andreas Eschbachs "Ins fahle Herz des Sommers", das bei Lübbe Audio in der gekürzten Version mit einer Laufzeit von 6 Stunden, 15 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Matthias Koeberlin.
Das Klima lässt die Temperaturen stetig ansteigen, die Hitze ist kaum noch auszuhalten für die Menschheit - nach einer agressiven Seuche leben allerdings auch nicht mehr allzu viele von ihnen! Die Privilegierteren leben in den nördlichen Regionen und in dem Ort, in dem Fausto, der Protagonist des (Hör)-buchs lebt, existieren außer ihm nur noch den Pfarrer, die alte Madame Margeaux und die Familie Braque. Fausto fühlt sich einsam und leidet nicht nur unter den äußeren Einflüssen - bis eines Tages Valerie auftaucht. Valerie, mit der es sofort funkt, die gleich bei Fausto einzieht und die doch so ganz anders ist...
Andreas Eschbach hat ein beklemmendes dystopisches Szenario geschaffen, das wohl deshalb so betroffen macht, weil es so wahnsinnig dicht an der Realität ist...!
Die Endzeitstimmung wird perfekt herübergebracht, ebenso die Hoffnung, die Fausto trotz der ungewissen Lage immer noch hat. Er versucht, nach den gewohnten Schemata zu leben, doch ob das möglich ist, zeigt sich im Verlauuf der Handlung - mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern.
Der Erzählstil ist fesselnd und unterhaltsam, die Atmosphäre dicht und dem Plot angemessen, die Charaktere und deren Handlungen nahbar, überzeugend und authentisch.
Matthias Koeberlin liest perfekt, seine angenehme Stimme und die ruhige Intonation lassen das Geschehen umso intensiver auf die Hörerschaft wirken.
Dennoch wurde ich mit dem Hörbuch nicht recht warm, es blieb mir irgendwie fern und mich hat die ganze Zeit das Gefühl beschlichen, dass etwas fehlt, dass ich eigentlich gar nicht so recht weiß, um was es in der Story geht. Dazu kam dann ein sehr plötzliches, nahezu abruptes Ende, das wirkte wie abgebrochen. Ich denke, nicht, dass das an der Kürzung liegt, so etwas wird ja im Regelfall durc´haus mit Feingefühl angegangen. Es wirkt auf mich eher so, als hätte der Autor den Abgabetermin einhalten müssen und war eigentlich noch nicht ganz fertig mit der Geschichte.
Insgesamt packend und unterhaltsam, aber irgendwie seltsam distanziert und zu kurz, so dass ich hier mit 3,5 von 5 Sternen bewerte.
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