Produktbild: Das Joch

Das Joch

6

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Atlantis Literatur

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,3 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Pastell Gelb / Aubergine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7152-5064-9

Beschreibung

Rezension

»Ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte.«
Vicki Baum

»Ich finde, Vicki Baum ist eine erstklassige Schriftstellerin erster Güte!«
Elke Heidenreich / Lesen!

»Eine zarte und übermütige Liebesgeschichte zwischen der unglücklich verheirateten Maja und dem gestandenen Lebemann Florentin.«
 Spectrum

»[Der Text] verbindet eine anrührende Handlung mit tiefgründiger Gesellschaftskritik und einer klaren Botschaft für Frauen, die sich unterordnen.«
Instagram @_buchgespuer_

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Atlantis Literatur

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,3 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Pastell Gelb / Aubergine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7152-5064-9

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

Email: webmaster@verlegerdienst.de

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  • Silke - Buchgespür -

    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herausragende Sprache trifft auf stürmische Liebesgeschichte

    Ich bin verliebt in Vicki Baums Sprache der 30er Jahre ❤️ Diese bildhaften, gefühlsbetonten und gleichzeitig sehr lebendigen Sprache, die das Alpenpanorama vor dem inneren Auge entstehen lässt und die Gefühle aller Figuren lebendig werden lässt, findet man selten. Baums Ausdrucksweise ist ein wohltuender Gegensatz zu den Satzfetzen, die heute alltäglich benutzt werden, dass mein Herz aufgeatmet hat. Aber gerade 1930 als Ersterscheinungsjahr ist eben auch entscheidend für die Einordnung der Novelle. Die Autorin übt hier sehr deutlich gesellschaftliche Kritik. Die wohlhabenden Frauen verbringen ihre Zeit im Gasthof und warten darauf, dass ihre Männer von der Arbeit zurückkehren. Sie haben keine eigene Aufgaben, außer den äußerlichen Vorstellungen ihrer Männer zu entsprechen, ihren eigenen Willen stellen sie generell zurück. Auch Helene richtet ihr Leben und ihre Optik nach den Wünschen ihres Mannes aus. Selbst die Natur bleibt ihr nur begrenzt zugänglich, sie spaziert mit den anderen Frauen nur begrenzt am Berg, wandern wie ein Mann ist ihr nicht gestattet. Helene zeigt dabei sehr klar ihre Sehnsucht nach einem Ausbruch aus diesen Zwängen. Die Novelle macht damit anhand dieser persönlichen Geschichte die gesellschaftlichen Bedingungen der Weimarer Republik und insbesondere die Rolle der Frau dieser Zeit sichtbar. Mit Florentin bringt dieses Gefüge ins Wanken bringt. Er nimmt Helene mit hinaus, zeigt ihr die Berge und verspricht ihr eine neue Zukunft. Die zarte Annäherung der beiden in der Nacht auf dem Balkon, dieses plötzliche Verlieben, so tiefe Gefühl zu entwickeln, dass man bereit ist, sein ganzes Leben zu verändern, obwohl man den anderen eigentlich kaum kennt, mag auf manchen Lesenden übertrieben wirken. Wer es jedoch selbst erlebt hat, wird genau dieses mitreißenden Empfindungen hier mitfühlen können. Für mich ist dieser Text deshalb weit mehr als eine Liebesgeschichte. Er verbindet eine wunderschöne Handlung mit tiefgründiger Gesellschaftskritik und einer klaren Botschaft für Frauen, die sich unterordnen. Gleichzeitig zeigt die Novelle das Umdenken einer einzelnen Frau, das stellvertretend für so viele steht.

  • Jürg K.

    5/5

    19.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne Liebesgeschichte

    Kein Grand Hotel, aber ein Gasthof auf der Passhöhe mit Blick auf die Berge und Gletscher das ist der Schauplatz von Vicki Baums früher Novelle. Dieses Buch hat mich überrascht, nicht durch grosse Dramen, sondern durch die feinen Verschiebungen, die sich zwischen zwei Menschen ereignen, wenn sie plötzlich spüren, dass ihr Leben anders sein könnte. Die Geschichte wirkt wie ein Fenster, das sich in einer stickigen Stube öffnet, ein Hauch Bergluft, klar, kühl, unbestechlich. Und zugleich ein Versprechen von Freiheit, das man kaum auszusprechen wagt. Berührt hat mich die Art, wie Vicki Baum die Sommerfrische beschreibt. Nicht als Idylle, sondern als Bühne, auf der Sehnsüchte sichtbar werden. Die Damen Geheim- und Kommerzienrat, die Herren aus der Stadt sie alle tragen ihre Rollen wie zu enge Kostüme. Und dann tritt Florentin auf, dieser junge Mann mit dem unruhigen Blick, der mehr sucht als einen Gipfel. In ihm spürt man die Dringlichkeit eines Lebens, das nicht länger warten will. Die Begegnung zwischen ihm und der Frau, die am Bach spielt, ist von einer Zartheit, die fast schmerzt. Die Berge sind in diesem Text mehr als Kulisse. Sie sind Prüfstein, Verlockung, Abgrund. Ein kleines Buch und doch eines, das lange nachhallt. Seht lesenswert.

  • Anna

    5/5

    18.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine kraftvolle, literarische Liebesgeschichte

    Was für eine Geschichte! Die Liebesbeziehung zwischen Florentin und Maya, einer verheiraten Frau, die an einem Urlaubsort in den Bergen Anfang des 20. Jahrhunderts aufeinandertreffen, hat das Potential sich tief ins Gedächtnis zu brennen. Beide geraten in einen rauschartigen Zustand, mit exzessiven Gefühlen füreinander. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt Maya sich frei. Alles scheint möglich. Ein gemeinsames Leben mit Florentin „Im anderen Tal“, wo auch immer das sein mag, verheißt das große Glück. Vicki Baum beschreibt diesen intensiven Gefühlszustand so lebendig, eindringlich und aufwühlend, dass jeder Satz für sich ein Ereignis darstellt. Hier brennen Wörter wie Feuer. Das ist große Literatur. Natürlich kommt es zu einer Wendung, und die ist tragisch! Mit dem Zeigefinger deutet Vicki Baum dabei auf die Rolle der verheirateten Frau in der damaligen Zeit. Da wird das „Fraule“ so gar nicht ernst genommen von ihrem Gatten, dem Margarinenfabrikanten Giesinger. In diesem „Joch“ liegt der Schlüssel für ihr Bedürfnis, wahrgenommen zu werden als die, die sie ist. Verständlich wird ihr Liebesrausch mit Florentin, der einem Befreiungsversuch aus der Rolle der gefügigen Ehefrau gleicht. Vicki Baum ist für mich eine große Entdeckung. Sie fasst sich kurz und doch wird alles gesagt. Jeder Satz bebt, berührt, schreit, liebt. Ein kraftvolles Buch, das mich mitgerissen hat.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    28.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Joch der Liebe

    Eine Neuauflage der Novelle aus dem Jahr 1922. Wurde irgendwo als „Der Zauberberg in Kurzfassung“ bezeichnet. Finde ich überhaupt nicht. Aus meiner Sicht, eine sehr expressionistische Sprache, die etwas Aufmerksamkeit und Geduld erfordert. Der Ausgang der geschilderten Romanze ist zwar voraussehbar, trotzdem leidet man mit den beiden Protagonisten mit, wobei einem das Schicksal von Maja wirklich nahe geht. Wie wird sie ihr weiteres Leben ertragen, auch wenn es kurz sein wird?

  • Bewertung

    aus Buchen

    3/5

    18.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hohe Berge

    Das Joch ist ein Text aus dem Jahr 1922 und hat einen Ton, der heutzutage wie aus der Welt gefallen wirkt. Es erinnert an den jungen Thomas Mann und natürlich an Menschen im Hotel, Vicki Baums berühmtesten Werk. Obwohl Das Joch so kurz ist, handelt es viel innere und äußere Dramatik ab. Eine junge Frau, reich verheiratet und der selbstbewusste Florentin. Es wird eine kurze, aber intensive Begegnung. Etwas schwierig sind die melodramatischen Dialoge. Es gibt auch aufregende Passagen beim Bergsteigen. Die Welt der hohen Berge prägt den Text mit.

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