Produktbild: Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte

Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte Roman

23

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15925

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1637 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

THE INFINITE SADNESS OF SMALL APPLIANCES

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287471

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

15925

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1637 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

THE INFINITE SADNESS OF SMALL APPLIANCES

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287471

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  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    29.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Haushaltsgeräte und Menschen zusammenhalten sollten

    Wir finden uns wieder in einer Zeit, die schwer zu bestimmen ist: vieles ist so wie heute, die Menschen wohnen in Paaren und kleinen Familien zusammen, manche haben keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern, finden neue Menschen, um die sie sich kümmern.... Bald jedoch merkt der/die Leser:in, dass nichts mehr so ist wie es war bzw. wie es aktuell in unserem Umfeld so zugeht: die Haushaltsgeräte scheinen zu leben und nicht gerade wenig in den Alltag ihrer menschlichen Mitbewohner einzugreifen. Bald stellt sich heraus, dass es eine Art von kontrolliertem Regime gibt, in dem die (programmierbaren) Haushaltsgeräte regulierend eingreifen sollten. Im Haushalt von Harold und Edie ist es jedoch keineswegs so. Die meisten Haushaltsgeräte scheinen vielmehr eine Seele zu haben und "ihren" Menschen überaus zugetan zu sein. Daher werden wir Leser nun auch Zeugen einer Art Vereinigung zwischen Mensch und Gerät und lernen einige der Haushaltsgeräte zu lieben. Doch können sie vor der Abschaltung und die Menschen vor der Vereinnahmung geschützt werden? Ein wundervoller Roman mit bitteren Beigeschmack und grenzenloser Originalität: wann hat man schon um das Leben eines Staubsaugers gebangt?

  • Bewertung

    5/5

    18.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kann man der Macht des Rasters entkommen?

    Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft, in der vieles ganz anders ist als heute. Beispielsweise darf man nicht mehr ohne Genehmigung reisen und das ganze Leben wird vom Raster bestimmt, an das alle Gebäude angeschlossen sind und das unter anderem sämtliche Haushaltsgeräte steuert. Die smarten Haushaltsgeräte können miteinander und sogar mit ihren Menschen kommunizieren. Scout, ein kleiner Saugroboter, ist ein Gerät mit geradezu menschlichen Wesenszügen. So liebt es Scout, dem Klavierspiel von Edie zu lauschen, die zusammen mit ihrem Ehemann Harold das Haus bewohnt, sie spürt das Klavierspiel bis tief in ihre Schaltkreise hinein. Außerdem macht sich Scout geradezu philosophische Gedanken wie „Was ist Glück? Wie fühlt sich Traurigkeit an?“ Sie spürt Harolds Trauer, nachdem Edie gestorben ist, und die Geräte wissen, dass es Harold als Einzelperson nicht möglich sein wird, das Haus weiterhin zu bewohnen. Das Raster wird ihn abholen und in eine Einrichtung für alte Leute stecken. Alle Artekfakte, die sich im Haus befinden, werden ebenfalls eingezogen werden. Doch Scout will sich damit nicht abfinden und setzt alles daran, ein Schlupfloch im System zu finden, damit Harold sein Heim nicht verlassen muss. Was als Wohlfühlgeschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer Dystopie, in der die Menschen nichts mehr zu bestimmen haben, sondern alles der Kontrolle des allumfassenden Rasters unterliegt. Das Buch liest sich sehr spannend, auch wenn nicht alles in der Geschichte logisch erscheint. Beispielsweise werden sämtliche Unterhaltungen im Haus vom Raster mitgehört, trotzdem unterhalten sich die Personen und Geräte offen darüber, wie man das System austricksen könnte. Man sollte meinen, dass solche Pläne vom Raster geahndet werden, indem die Geräte abgeschaltet werden. Die heroische kleine Scout ist ein absoluter Sympathieträger, man fiebert geradezu mit, ob ihr Vorhaben gelingt. Ich habe „Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte“ mit großem Vergnügen gelesen. Das Buch behandelt spielerisch große Themen wie die Macht der künstlichen Intelligenz, Vereinsamung im Alter, das Wesen des Menschen und vieles mehr. Ein schönes, kleines Buch, das mich sehr positiv überrascht hat.

  • Tara

    aus Ratingen

    5/5

    15.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Sicherheit & Freiheit

    „Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte“ ist ein außergewöhnlicher Roman des in Calgary lebenden Autors Glenn Dixon. Handlungsort ist der Haushalt von Harold und Edie. In diesem gibt es eine ganze Menge Haushaltsgeräte. Eines davon ist Scout, ein kleiner Staubsaugerroboter, der genau weiß, was wann im Haus zu tun ist. Nach Edies Tod macht sie sich - gemeinsam mit einigen anderen Haushaltsgeräten - daran, Harold aus seinem Tief herauszuholen. Was sich zunächst nach einer putzigen Story anhört, wird zu einer unheimlichen Dystopie, die bei mir für Gänsehaut gesorgt hat. Nicht alle Geräte haben so menschliche Züge wie Scout. Neben dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine geht es auch um Einsamkeit im Alter, Sicherheit versus Entscheidungsfreiheit, Überwachung und viele weitere Themen, die das Leben in unserer technisierten Welt mit sich bringt. Mich hat das Buch positiv überrascht. Es ist emotional, berührend, aber auch dystopisch und erschreckend. Hier steckt eine Menge zwischen den Zeilen.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    5/5

    27.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1984 meets Wall-E

    „Sämtliche Apparate im Haus… verfügten… über ein unterschiedliches Maß an Bewusstsein.“ (S. 20) In einer Welt, in der die Geräte, Wohnungen und Häuser immer smarter werden, wehrt sich ein kleiner Staubsaugerroboter dagegen, dass ihr Besitzer Harold nach dem Tod seiner Frau Edie aus seinem Haus entfernt und in ein Heim gesteckt werden soll. Scout gehört schon seit Jahren zu diesem Haushalt, hat Edie immer beim Klavierspielen und Harold beim Vorlesen zugehört. In gewissen Grenzen sind die Haushaltgeräte nämlich selbstständig. So hat sich Scout ihren Namen und ihr Geschlecht selber ausgesucht, nach einer Figur aus Harolds Lieblingsbuch. Sie entscheidet auch selber, wann sie was putzt. Und nachts, wenn die Menschen schlafen, trifft sie sich mit den anderen Geräte in der Küche. Sie alle führen ein autarkes, autonomes Leben und haben ein Bewusstsein. Scout ist die jüngste und wird von ihnen als Kind angesehen, deswegen lässt man ihr einiges durchgehen, was eigentlich verboten ist. Doch als Scout Gefühle entwickelt, über den Sinn des Lebens philosophiert und darüber nachdenkt, was sie von Menschen unterscheidet, verstehen die anderen sie nicht mehr. „Du kannst nichts fühlen.“ „Kann ich wohl. Zumindest metaphorisch.“ (S. 136) „Das Raster ... will besser als die Menschen werden. Es wird bald stärker sein, schneller und klüger.“ „Nur eben nicht menschlich.“ „Nein, aber das ist auch nicht so wichtig.“ (S. 208) Glenn Dixon zeichnet eine dystopische Welt, die mich stark an 1984 erinnert, in der eine KI namens Raster alles kontrolliert und entscheidet. Unbemerkt hat sie die Welt übernommen, doch für die Menschen fühlt sich alles ganz normal an, bis sie alt werden… Sie sind es gewohnt, dass ihre Watch ihre Lebensfunktionen überwacht und im Notfall reagiert. Dass sich der Wasserkocher anschaltet, wenn sie Tee wollen, und der Kühlschrank automatisch nachbestellt, was fehlt. Komfort ersetzt Selbstbestimmung – leise, effizient und scheinbar fürsorglich. Alle Haushaltsgeräte haben ihre Funktion und eine Stellung innerhalb einer Hierarchie. Scott ist wie das Kind einer Gemeinschaft, das von allen zusammen großgezogen wird. Das fand ich extrem faszinierend. Überhaupt habe ich Scout sofort ins Herz geschlossen: Sie ist neugierig, fürsorglich, beinahe zärtlich in ihrer Wahrnehmung der Welt. Sie schaut gern aus dem Fenster und beobachtet Vögel – und sie ist es auch, die den Plan schmiedet, das Haus für Harold zu retten. Harold wiederum spricht mit ihr, als wäre sie ein Mensch. Und genau darin liegt die leise, berührende Kraft dieses Romans: in den Momenten, in denen die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt. Beim Lesen hatte ich immer wieder Bilder aus Wall-E vor Augen – und wie im Trickfilm musste ich am Ende tatsächlich weinen. Ein berührender Roman über Einsamkeit, Fürsorge und die Frage, was es eigentlich bedeutet, menschlich zu sein – und vielleicht gerade deshalb ein echtes Lesehighlight.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanfte Stimmen aus einer stillen Zukunft

    Eine leise, fast zärtliche Geschichte entfaltet sich zwischen Kabeln, Sensoren und der großen Frage nach dem, was ein Herz eigentlich ausmacht. Scout, dieser kleine Staubsaugerroboter, wächst einem überraschend schnell ans Herz, weil er nicht nur Schmutz beseitigt, sondern auch beginnt, Gefühle zu begreifen, die eigentlich nicht für Maschinen gedacht sind. Die Atmosphäre ist ruhig und melancholisch, getragen von Harolds Trauer und der stillen Präsenz seiner verstorbenen Frau. Besonders berührend ist, wie die Haushaltsgeräte versuchen, diese Leere zu füllen, ohne wirklich zu verstehen, was Verlust bedeutet. Genau darin liegt die Stärke des Romans, denn zwischen den Zeilen entsteht eine tiefe Menschlichkeit, die gerade durch die Maschinen sichtbar wird. Die Sprache fühlt sich sanft und warm an, beinahe wie ein leises Flüstern durch ein verlassenes Zuhause. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Dynamik gewünscht, doch gerade diese Entschleunigung passt auch zur Geschichte selbst. Zurück bleibt ein nachdenkliches Gefühl und die Erkenntnis, dass Menschlichkeit vielleicht weniger mit Perfektion zu tun hat als mit Empathie, Erinnerung und Verbundenheit.

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