An Orte der Vergangenheit zurückkehren, an das anschließen, was einmal war – für Amélie Nothomb ist das unmöglich. Seit 12 Jahren war sie nicht mehr in Japan, dem Land ihrer Kindheit, das sie so liebt und zu dem sie eine so zwiespältige Beziehung hat. Doch als eine Freundin eine Reise gewinnt und Amélie kurzerhand als Fremdenführerin verpflichtet, kann sie nicht anders als sich mitreißen lassen. Sie entdeckt das Land aufs Neue und damit auch ihre Faszination. Denn die Rückkehr ist unmöglich, zum Glück.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
02.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fast ein kleiner Reiseführer
In “Die unmögliche Rückkehr” erzählt Amélie Nothomb von Orten ihrer Vergangenheit, die sie nach zwölf Jahren wieder besucht. Sie erzählt, dass Japan immer das Land ihrer Träume war, die nicht wahr geworden sind. Durch diese Reise kann sie diese Orte wieder mit anderen Augen sehen. Sie ist entzückt und entdeckt Japan für sich auf Neue. Sie erzählt von kleinen Begebenheiten, von ihrem verschütteten Japanisch und von kulturellen Barrieren und Gemeinsamkeiten. Das macht sie so charmant und anschaulich, so das “Die unmögliche Rückkehr” schon fast ein kleiner Reiseführer für uns ist und für sie eine Neu-Entdeckung einer alten Liebe.
lese_freiheit
5/5
24.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Reisebericht aus dem Leben der fabelhaften Amélie Nothomb
Amélie Nothomb ist die Tochter eines belgischen Diplomaten und verbrachte ihre Kindheit in verschiedenen Ländern, doch keins hat sie so sehr geprägt, wie Japan.
Als Kind lernt sie nicht nur dessen Landessprache, sondern verspürt in Japan erstmals das Gefühl von Heimat. Nach vielen weiteren Stationen, entscheidet sie sich im frühen Erwachsenenalter bewusst für ein Leben in Tokio, das sie wenige Jahre später jedoch, tief enttäuscht wieder verlässt.
Bis auf eine Kurzreise im Rahmen einer Dokumentation, bleibt sie dem Land physisch fern und hat ihre emotionalen Verknüpfungen tief in sich vergraben.
Als die Fotografin Pep Beni elf Jahre später zwei Tickets für eine Fernreise gewinnt, sucht sie sich Japan als Reiseziel aus und erwartet von Amélie, sie als vermeintlich „Ortskundige“ durch das Land zu begleiten. Doch zwischen Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten und der Realität der Gegenwart liegt eine vollkommen neue Welt, in der sich auch Amélie ganz neu zurecht finden muss.
Sie möchte Pep nicht enttäuschen und verschweigt ihr deshalb, wie fremd ihr Japan inzwischen geworden ist.
In einer Art Reisebericht erzählt sie neben den vielen kulinarischen und kulturellen Eindrücken, von nostalgischen Gedanken, die aufkommen, aber auch einigen absurden Momenten.
Besonders amüsant wird es, wenn Pep mal wieder höfliche Zurückhaltung der japanischen Gastgeber bis an die Grenzen strapaziert und Amélie mit ihren eingerosteten Sprachkenntnissen diplomatische Kunststücke vollführen muss, um die Situation zu retten.
Wer Bücher der Autorin kennt, weiß, dass sie in ihren Texten oft sehr intime Einblicke aus ihrem Leben, in ihre Persönlichkeit oder aber ihren Alltag teilt und dabei viel selbstironische Beobachtungsgabe und Ehrlichkeit beweist.
Sie verbirgt sich auch hinter diesem Buch wieder einmal eine herrlich unterhaltsame und kurzweilige Geschichte aus dem Leben der fabelhaften Amélie Nothomb, die ich euch sehr gerne weiterempfehlen möchte!
Bewertung
aus Buchen
5/5
20.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Nostalgie und Kenshō
Eigentlich hätte ich diesmal wieder Fiktion von Amélie Nothomb erwartet, denn sie wechselt meistens zwischen Romanen und autobiografisch geprägten Büchern.
Die unmögliche Rückkehr schließt an den Büchern an, in denen es um Japan geht. Hier hat Nothomb die ersten 5 Jahre ihres Lebens verbracht, denn ihr Vater war Konsul. Dass sie dann das Land verlassen musste, macht ihr bis heute zu schaffen und eine Liebe zu Japan ist noch da.
Zusammen mit einer Freundin fliegt sie 2023 nach Kyoto, später reisen sie auch nach Tokio. Amelie schwelgt in ihren nostalgischen Erinnerungen, oft mit Wehmut, aber vor allen auch mit Ironie. Überhaupt hat das Buch viel Witz.
Mir haben bisher alle ihre Japan-Bücher gefallen. Auch dieses ist sehr unterhaltsam und die Japanbeschreibungen sind so gut, dass man als Leser glaubt, die Autorin auf ihrer Reise zu begleiten.
Alrik Gerlach
Thalia Book Circle Community
4/5
01.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zurück nach Japan und doch nicht zurück
Japan liegt hier nicht einfach auf der Landkarte, sondern irgendwo zwischen Kindheit, Sehnsucht und einem Stich im Herzen. Amélie Nothomb reist nach zwölf Jahren zurück und merkt schnell, dass Erinnerungen verdammt schlechte Fremdenführer sind. Genau das macht diese schmale Erzählung so reizvoll.
Statt großer Handlung gibt es Beobachtungen, Gespräche und diese herrlich eigenwillige Nothomb Art, klug, komisch und ein bisschen schräg auf die Welt zu schauen. Ihre Freundin bringt ordentlich Bewegung hinein, manchmal allerdings so viel, dass ich innerlich kurz um Ruhe gebeten habe. Trotzdem lebt das Buch von diesem Gegensatz zwischen übersprudelnder Reisebegleitung und einer Frau, die mit ihrer Vergangenheit verhandelt.
Besonders stark sind die leisen Momente. Da wird aus einer Reise die Frage, ob man einen geliebten Ort wiederfinden kann, ohne sich selbst von früher zu suchen. Ganz tief gräbt Nothomb nicht immer, manches bleibt eine elegante Skizze. Doch Brigitte Grosse hält den Ton leicht und präzise. Kein Reiseführer und kein klassischer Roman, sondern ein persönlicher, melancholisch witziger Wiederbesuch, der länger nachhallt, als seine wenigen Seiten vermuten lassen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
04.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jede Rückkehr bleibt eine Illustion
Ein autobiografisch geprägter Reisebericht über Japan – bei dieser Themenkombination konnte ich nicht widerstehen. Amélie Nothomb erzählt, wie sie nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder in ihrem Sehnsuchtsland Japan landet. Ihre Freundin Pep hat eine Reise gewonnen und bittet sie, sie als „Reiseführerin“ zu begleiten. Aus gutem Grund: Die Diplomatentochter hat die ersten fünf Jahre und später einige Jahre als Berufstätige in Japan gelebt.
Von den Tempeln in Kyoto über die belebten Straßen Tokios bis zur typischen Atmosphäre in den Bars – jede Beschreibung ließ mich an meine eigenen Reisen denken. Spannend finde ich, dass wir das Land aus drei verschiedenen Blickwinkeln erleben. Pep sieht alles mit frischen, neugierigen Augen des Erstbesuchers, setzt sich allerdings ungeniert über Gepflogenheiten hinweg – ein krasser Kontrast zur japanischen Zurückhaltung. Bei Amélie kollidieren positive, schmerzhafte und verblasste Erinnerungen. Und dann ist da Alice, die mit ihrer Familie seit einigen Jahren dort lebt. Ihr Blick von außen vermittelt uns Insider-Wissen, das gleichzeitig Distanz wahrt.
Es geht nicht um Sehenswürdigkeiten, sondern um das Gefühl des Fremden und des Vertrauten. Für die Autorin wird Japan zu einem Ort, an dem die verklärte Kindheitserinnerung auf den harten Realitätsschock trifft. Sie muss lernen, dass man nicht einfach in seine eigene Vergangenheit zurückkehren kann. Diese persönliche Auseinandersetzung mit ihrer komplizierten Beziehung zu Japan – damals und heute – hat mir die Schriftstellerin noch ein Stück näher gebracht.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.