Annexion und Alltag Das Elsass unter nationalsozialistischer Herrschaft 1940–1944/45
46,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
15.05.2026
Abbildungen
mit Abbildung
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
564
Maße (L/B/H)
22,2/14/4,5 cm
Gewicht
938 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-6054-9
Als das NS-Regime 1940 das Elsass faktisch annektierte, begrüßte nur eine Minderheit der Bevölkerung die neuen Machthaber mit offenen Armen. Doch die als »volksdeutsch« geltenden Elsässer:innen konnten sich dem Zugriff des Regimes nicht entziehen: Leben und Überleben war für Einheimische und zugewanderte Deutsche nur in Interaktion mit den Regimeakteur:innen vor Ort möglich. Mit welchen Anliegen aber konnte man sich an den Bürgermeister wenden, womit brachte man sich eher in Gefahr? Wie ging die Bevölkerung mit der kirchenfeindlichen Politik des Regimes oder dem Druck um, den Parteiorganisationen beizutreten? Auch der Warenmangel in den Geschäften erschwerte den Alltag und erforderte mutige Strategien. Anhand ausgewählter Städte und Gemeinden zeigt sich, wie unterschiedlich »Herrschende« im kommunalen Raum die Vorgaben des Regimes umsetzten und sich dabei von Fanatismus und Gewalt, aber auch von Pragmatismus und Kompromissbereitschaft leiten ließen. Zugleich agierte die Bevölkerung flexibel zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. So entsteht ein differenziertes Bild der vielfältigen Dynamiken, die die elsässische Gesellschaft unter der nationalsozialistischen Annexionsherrschaft prägten.
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